Direkt zum Inhalt
Berufsbegleitende Weiterbildungen mit Hochschulzertifikat

Case Management

Zwei Hände schreiben in einem Notizbuch
© Kompetenzverbund Nord
Zeitraum:
18.04.2023 – 19.04.2024

Anmeldeschluss:

Veranstaltungsort:

Zentrale Einrichtung Weiterbildung (ZEW)
Fachhochschule Potsdam, Haus 4

Veranstaltende:

Abschluss

Hochschulzertifikat |
Bei Erfüllung aller von der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) vorgeschriebenen Voraussetzungen berechtigt der erfolgreiche Abschluss dazu, den Titel Zertifizierte*r Case Manager*in (DGCC) zu tragen.

 

Case Management ist eine Verfahrensweise in Humandiensten und ihrer Organisation zu dem Zweck, bedarfsentsprechend im Einzelfall eine nötige Unterstützung, Behandlung, Begleitung, Förderung und Versorgung von Menschen angemessen zu bewerkstelligen. Der Handlungsansatz ist zugleich ein Programm, nach dem Leistungsprozesse in einem System der Versorgung und in einzelnen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens effektiv und effizient gesteuert werden können.

Auf einen Blick

Zielgruppen

Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus der Beschäftigungsförderung (z. B. Jobcenter, Arbeitsagentur, Beschäftigungsträger), dem Gesundheitswesen (z. B. Krankenhäuser, Seniorenheime), aus Diensten der ambulanten Versorgung, Pflegestützpunkten, Sozial- und Jugendämtern und andere interessierte Fachkräfte.

Ziele

In der Weiterbildung "Systemisches Case Management/Fallmanagement" wird handlungsmethodische Kompetenz vermittelt, die den professionellen Umgang mit den aktuellen Tendenzen der Kostenminimierung und Qualitätssteigerung in Bereichen wie der Sozialen Arbeit, der Beschäftigungsförderung und dem Gesundheitswesen befördert.

Methodik

Die Fallarbeit im Case Management wird mehrdimensional differenziert. In der Perspektive der Fallsteuerung werden Beratungstechniken vermittelt und ausprobiert, die Fachkräfte dabei unterstützen, die Interessen und den Willen von Klient*innen, Kund*innen oder Patient*innen herauszufinden, Nicht zuletzt, um den Hilfeprozess adäquat zu gestalten und zu steuern.

Dozent*innen

Ein interdisziplinär besetztes Ausbildungsteam führt die Weiterbildung durch.

Teilnahmebeitrag

Anmeldung

Termine & Themen

Definition CM/FM, Handlungsansatz CM, Ebenen im CM, Überblick Phasen, Ethische Dimensionen; CM als Verfahren, Methode, Haltung; Funktionen; Personenorientierung; Gesetzliche Grundlagen, einschlägige Handlungsempfehlungen (DGCC), Geschichte und Entwicklung des CM, Diversität und Sprache, arbeitsfeldbezogenes CM und eigene Praxisrelevanz

CM im Verhältnis zu weiteren Unterstützungsformen und -konzepten, Beratungsmethoden, Zugangswege ins CM, Falldefinition und -zuweisung; besondere Problemlagen und Komorbidität, Zielgruppen, Strategien zur Selbstmotivation, Bedarfsermittlung (Assessment)

Modelle der Gesprächsführung und Kommunikation, standardisierte Instrumente zur Ermittlung der Versorgungssituation, Bedarfe und Bedürfnisse; Ziel- und Hilfeplanung inkl. Haupt- und Handlungsziele (SMART-Kriterien); Überblick zu Versorgungsangeboten; relevante Finanzierungsmöglichkeiten

Umsetzung (Linking), begleitende Überwachung; formative Evaluation (Monitoring), Qualität und Merkmale von qualitätsvollen Unterstützungsangeboten, Methoden und Instrumente zur Umsetzung und zum Monitoring, Auswahl personenzentrierter Versorgungsangebote und deren Bewertung, Konzepte und Modelle von Kooperation, Koordination und Steuerung, Aufbau und Steuerung fallbezogener Netzwerkarbeit, Überprüfung der Qualität von Leistungen

(summative) Evaluation, Qualitätsindikatoren, Wirkungsweisen und -indikatoren, Instrumente zur Erfassung der Beteiligtenzufriedenheit, Abschlussbericht, Maßnahmen zur Sicherung von nachhaltigen Verläufen, Fallbearbeitung entlang der Phasen des CM (Vertiefung: Instrumente, Methoden, Arbeitsweisen)

fallbezogene und fallunabhängige Netzwerkarbeit, Regelungen zur trägerübergreifenden Zusammenarbeit, Beteiligungsformate der Akteure auf regionaler Ebene, Netzwerkbegriff und Kategorien zur Analyse und Nutzung von fallbezogenen und fallunabhängigen Netzwerken, Analyse der Versorgungssituation und des zu erwartenden Versorgungsbedarfs potenzieller Zielgruppen, Analyse einschlägiger Dienstleistungen unter Berücksichtigung qualitätsbezogener Kriterien, selbstständige Planung und Organisation von Formaten des Kommunikationsaustausches beteiligter Akteure (Fallkonferenzen und Netzwerkkonferenzen), Moderation von Netzwerkkonferenzen

Grundlagen der Verhandlungsführung, u. a. nach dem Harvard-Modell, Werkzeuge für alle Phasen des Verhandlungsverlaufs, schwierige Gesprächssituationen, zielgerichtete Kommunikation, Gesprächs- und Fragetechniken, Umgang mit Widerständen

Verankerung von CM in der Organisation, Berücksichtigung von aufbau- und ablauforganisatorischen Prinzipien, Organisationsstrukturen erfassen und analysieren, mögliche Entwicklungen antizipieren, Ziele bestimmen und Risiken bewerten, Methoden der Qualitätsanalyse, Veränderungsprozesse evaluieren und weiterentwickeln, Nutzung einrichtungsbezogener Daten zur Analyse potenzieller Zielgruppen, Analyse der Versorgungssituation und des zu erwartenden Versorgungsbedarfs potenzieller Zielgruppen, Planung und Umsetzung von internen Informationsveranstaltungen zum CM

Präsentation der Abschlussarbeiten, fachlicher Austausch und Rückmeldung, Gesamtevaluation der Weiterbildung

Kooperationen

Dieses Angebot erfolgt in Kooperation mit dem Kompetenzverbund Nord und dem Institut für Weiterbildung (IfW) an der Hochschule Neubrandenburg e.V.

Downloads

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. rer. medic. Stefan Schmidt

Professor für Klinische Pflege mit dem Schwerpunkt Pflege- und Versorgungskonzepte

ifw@hs-nb.de
+49 395 5693-8700

Institut für Weiterbildung (IfW) an der Hochschule Neubrandenburg e.V.