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Profil der FH Potsdam

Foyer des Hauptgebäudes der FH Potsdam

Die Fachhochschule Potsdam fühlt sich in besonderer Weise verpflichtet, gesellschaftliche Entwicklung durch die interdisziplinäre Kombination ihres Fächerangebots in den Profillinien „Digitale Transformation – Urbane Zukunft“, „Gesellschaft bilden“ und „Entwerfen ∙ Bauen ∙ Erhalten“ in einer Perspektive von Studium und Lehre, Forschung, Transfer und Weiterbildung sowohl regional als auch in einer internationalen Ausrichtung voranzutreiben. 

Interdisziplinär studieren & forschen

Die engen Beziehungen zu Partner*innen aus der Region sowie dem In- und Ausland ermöglichen an der Fachhochschule praxisorientiertes Studieren vom ersten Tag an. Innovative Lehr- und Forschungsformate geben die Möglichkeit, mit Kommiliton*innen und Lehrenden verschiedener Fachbereiche und Studiengänge zusammenzuarbeiten. Unter dem Leitgedanken „Forschendes Lernen“ können sich Studierende frühzeitig mit den Methoden anwendungsorientierter Forschung vertraut  machen.  

Studierende arbeiten in einer Werkstatt der FH Potsdam
Design-Studierende arbeiten in einer Werkstatt der FH Potsdam

Erfahrene, engagierte Lehrende, Mitarbeitende, gut ausgestattete Labore, Werkstätten und Veranstaltungsräume, eine moderne Bibliothek sowie interaktive Kommunikations- und Lernplattformen bieten hervorragende Voraussetzungen, um effizient und praxisnah zu studieren. Studierende dürfen darüber hinaus an den Lehrveranstaltungen aller brandenburgischen Hochschulen teilnehmen.

Zentrale und dezentrale Studienberatungen, ein International Office und die Zentrale Einrichtung Gründungsservice und Managementqualifikationen unterstützen die Studierenden durch Beratung und Weiterbildungsangebote auf dem Weg in ein erfolgreiches Berufsleben.

Nicht zuletzt profitiert die Fachhochschule auch von ihrem Standort:  Potsdam gehört zu den deutschlandweit wichtigsten Wissenschaftsstandorten, ist eine Stadt der Kultur und eingebettet in eine wunderschöne Seenlandschaft. Und das Zentrum Berlins ist in rund 30 Minuten erreichbar.

Profillinien

Infolge unserer Forschungsaktivitäten haben sich die drei Profillinien Digitale Transformation – Urbane Zukunft, Gesellschaft bilden und Entwerfen ∙ Bauen ∙ Erhalten etabliert, die fachbereichsübergreifend gesellschaftliche Herausforderungen und Zukunftsfragen thematisieren.

Die Profillinien unterstützen das Forschende Lernen an der FH Potsdam, insbesondere in den forschungsorientierten Masterstudiengängen Urbane Zukunft und Frühkindliche Bildungsforschung

Digitale Transformation – Urbane Zukunft

Die Digitalisierung und der mannigfaltige Umgang mit (digitalen) Daten durchdringt alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens und ist Herausforderung und Chance zugleich für die Bewältigung aktueller Probleme und die Gestaltung der Zukunft. Wie Transformation mit digitaler Unterstützung gelingen kann, wird insbesondere auch an Fragestellungen zur Zukunft der Städte und deren Interaktion mit dem Umland deutlich. Im Zentrum stehen die demographischen, ökologischen, infrastrukturellen und ökonomischen Transformationsprozesse, die zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Stadtregionen zu beschreiten sind.

Eine bedeutende Querschnittsaufgabe innerhalb des Schwerpunktes ist der Themenbereich Information und Visualisierung. Er entwickelt neue Visualisierungs- und Interaktionsformate für Wissenschaft, Politikberatung sowie die allgemeine Öffentlichkeit und entwirft neue Formen der Visualisierung und Exploration multidimensionaler Daten in diversen Anwendungsdomänen, z. B. im Bereich der Geo- oder Umweltdaten genauso wie für Kulturobjekte zur Inszenierung und Vermittlung von komplexen Wissensinhalten sowie zur Entscheidungsunterstützung.

Ziel ist es, Lösungsansätze für eine nachhaltige urbane Entwicklung im Kontext Bauen und Wohnen, Mobilität und Verkehr sowie Demografie und Sozialstruktur zu erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Herausforderung, die Komplexität urbaner Entwicklungsprozesse zu verstehen und relevanten Akteuren anschaulich und nachvollziehbar zu machen. Dieser Forschungsschwerpunkt deckt sich weitgehend mit den Themen und Aufgaben des IaF Urbane Zukunft und bündelt entsprechende Forschungsaktivitäten aus sozial-, kultur-, informations-, medien- und ingenieurwissenschaftlichen sowie künstlerisch-gestalterischen Disziplinen.

Gesellschaft bilden

Die Gesellschaft ist ebenso wie die Umwelt ständig im Wandel begriffen. Die globalen Herausforderungen haben regionale Auswirkungen und bestehende Probleme sind meist sehr komplex und unübersichtlich. Mit der Forschung im Schwerpunkt sollen Hilfestellungen bei der Problemanalyse gegeben und Handlungsoptionen zur Lösung sozialer und räumlicher Fragestellungen entwickelt werden.

Der Forschungsschwerpunkt „Gesellschaft bilden“ hat eine gewisse Nähe zum Forschungsschwerpunkt „Digitale Transformation - Urbane Zukunft“, da er einerseits das Spannungsfeld zwischen individuumszentrierten Lebensweisen und gemeinschaftsorientierten Verhaltensweisen und Rücksichtsnahmen, zwischen Teilnahme und Teilhabe, andererseits auch die Rahmenbedingungen und externen Faktoren (z. B. Klimawandel) für soziale und regionale Transformationen und Veränderungsprozesse sowie etablierte Stadtentwicklungsprozesse (z. B. Quartiersmanagement) thematisiert.

Die Eigenständigkeit des Forschungsschwerpunktes begründet sich durch den besonderen Aspekt des Themas Bildung bezogen auf alle Bereiche der Gesellschaft und speziell die frühkindliche Bildungsforschung. Diese wird im Forschungsschwerpunkt insbesondere durch das seit 2017 aktive PINA (Potsdam Research Institute for Early Learning & Educational Action) repräsentiert, einem interdisziplinären Forschungsverbund von FH Potsdam und Universität Potsdam zur frühkindlichen Bildung und Entwicklung. PINA versteht sich als Kompetenzzentrum für frühkindliche Bildungsforschung und als Plattform für den Austausch von Forschung und Praxis. Zentrale Themen sind kognitive und sozial-emotionale Entwicklung, pädagogische Interaktion und Qualitätsentwicklung in der Frühen Bildung.

Entwerfen ∙ Bauen ∙ Erhalten

Die FH Potsdam verfügt über eine Vielzahl forschender Professor*innen und eine vielfältige Infrastruktur an Laboren und Werkstätten. Darauf aufbauend wird gegenwärtig der interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt „Entwerfen ∙ Bauen ∙ Erhalten“ als eine von drei Profillinien der Hochschule entwickelt. Der Schwerpunkt vereint ingenieurwissenschaftliche, kulturwissenschaftliche und konservatorisch-restauratorische Perspektiven mit einem gestalterischen Anspruch, so dass ein einzigartiges interdisziplinäres Profil mit der zentralen Frage nach der Zukunft unserer Vergangenheit entsteht. Das 2021 gestartete Forschungsprojekt „Reformblock Berlin“ untersucht beispielsweise durch Doktorand*innenarbeiten begleitet sowohl die Zukunft des Reformbestandes in Deutschland als auch die Neubaupotentiale des Quartiertyps „Reformblock“. Die Dissertation „Dauerhaftigkeit & Robustheit von alkaliaktivierten Mörteln für die Instandsetzung von Altbeton“ behandelt ingenieurwissenschaftlich sowohl Reparaturpotentialen als auch Ergänzungen von Betonbauteilen im Bestand, während die einzigartige Datenbank POLYKON zum Beispiel die „Konservierung der Konservierung“ von Kunststoffen bei bereits konservierten Wandmalereien zum Inhalt hat. Zu diesem Zweck werden Forschungs- und Transfervorhaben in der Profillinie „Entwerfen ∙ Bauen ∙ Erhalten“ gefördert und gestärkt, die Infrastruktur der Labore und Werkstätten erweitert, Mittel aus dem Innovationsfonds der FH Potsdam zum Anschub von Forschungsvorhaben eingesetzt sowie Forschungsprofessuren und zusätzliche akademische Mitarbeiter*innen finanziert.

Ansprechpersonen

Fachbereich STADT | BAU | KULTUR
Prof. Dr. Markus Tubbesing

Fachbereich Bauingenieurwesen
Prof. Dr. Klaus Pistol