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Koordination im Familienrat / Moderation in der Persönlichen Zukunftsplanung

Beratungssituation

Der Familienrat ist ein Verfahren, um bei bestehenden familiären Fragestellungen auf Basis einer Sorgeformulierung der Kinder- und Jugendhilfe das Familiensystem dahingehend zu aktivieren, individuell passende Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Er liegt an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und Behörde und stärkt bürgerschaftliche Verantwortung und Engagement.

Zeitraum:

Start: 21.09.2026

Status:
Freie Plätze
Anmeldeschluss:
Weiterbildungsformat:
Seminar
Abschluss:
Teilnahmebescheinigung
Voraussetzungen:

Abgeschlossenes Studium oder Berufsausbildung und Berufserfahrung im sozialen Bereich

Teilnahmebetrag:

2190 Euro (5 % Ermäßigung für FHP/ZEW-Alumni)

Bildungsurlaub:

In Brandenburg und Berlin anerkannt

  • Portrait Hubert Höllmüller

    Der Familienrat ist ein echter game-changer: Er gibt in der klaren Rahmung des Kinderschutzes den Familiensystemen die Kompetenz und das Recht zurück, ihre Herausforderungen selber zu lösen. Das ist gelebte Partizipation auf Augenhöhe, das, was die Soziale Arbeit seit Jahrzehnten fordert. Ask the family!

    Prof. Mag. Dr. Hubert Höllmüller, M. Sc.
    Wissenschaftliche Leitung
  • Profilfoto Dozentin
    © Heike Hör

    Wenn Familie, Umfeld und Profis an einem Strang ziehen, gelingen wichtige Veränderungen zum Nutzen für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen leichter.

    Heike Hör
    Dozentin
  • Es ist immer wieder beeindruckend, wie Familienrat und gemeinschaftsbildende Verfahren die Kraft, den Zusammenhalt und das Lösungspotenzial von Familien und sozialen Systemen sichtbar machen.

    Sina Adamy
    Dozentin

Auf einen Blick

Bereits in den 1990er Jahren führte der neuseeländische Gesetzgeber eine radikale Veränderung der Hilfeplanung für Jugendämter und Familiengerichte ein: die Family Group Conference (FGC). Damit wurde ein bis dato nie erreichtes Ausmaß der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Eltern an ihrer Hilfeplanung realisiert. Das gesetzlich verankerte Verwaltungsverfahren garantiert den Betroffenen Autonomie bei der Entwicklung ihrer eigenen Pläne. Fachkräfte sind in den Planungsphasen nicht anwesend, stimmen dem Plan aber zu. Die FGC lebt davon, möglichst viele Menschen für den Hilfeprozess zu gewinnen. In den Erziehungshilfen ist er eine kreiserweiternde und selbstbefähigende Alternative zu Hilfeplangesprächen.

Schwerpunkte

  • das Konzept Familienrat
  • weitere group conferencing Modelle
  • ethische Aspekte
  • Systemanalyse der Kinder- und Jugendhilfe
  • praktische Einübung
  • Lösungsabstinenz und Professionalität

Arbeitsweise

  • theoretische und praxisorientierte Inputs
  • Arbeit an Fallbeispielen und Themen der Teilnehmenden
  • Diskussionen im Plenum, Kleingruppenarbeit, Übungen, Rollenspiel

Zielgruppe

Fach- und Führungskräfte der Sozialen Arbeit und des psychosozialen Unterstützungsfeldes

Themen

  • Austausch und Kennenlernen
  • Trifft der Familienrat die Grundsätze der Sozialen Arbeit?
  • Wieso ist ein klarer Ablaufplan wichtig?
  • Wieso ist es besser, dass die Familie selbst auf die Lösung kommt?
  • Wir wissen nur eines besser: dass die Familie es besser weiß und kann

Modul 1 gibt Antworten auf folgende Fragen:

  • Gibt es Familien, wo ein Familienrat nicht passt?
  • Welche Widerstände kann es geben?
  • Wenn der Familienrat ein Rollenspiel ist, dann verteilt die Familie die Rollen?

  • Ablauf und Phasen des Familienrats
  • Rollen und Aufgaben im Familienrat, speziell der Koordination
  • Handlungsschritte in der Vorbereitung
  • Netzwerkerkundung
  • Implementierungs- und Praxisbeispiele

Modul 2 gibt Antworten auf folgende Fragen:

  • Was gehört zu einer guten Vorbereitung?
  • Wie erkunde ich die Lebenswelt bzw. das Netzwerk der Familie?
  • Wie gelingt der Praxistransfer für den Arbeitsbereich?

  • Familienrat und Kinderschutz
  • Die Rolle der auftraggebenden Fachkraft/der Koordination
  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
  • Familienrat in Stuttgart

Modul 3 gibt Antworten auf folgende Fragen:

  • Mit welcher Haltung begegnen wir den Familien?
  • Wie ist unser Umgang mit Vorbehalten?
  • Was lernen wir über Beteiligungsformen?

  • Einführung Persönliche Zukunftsplanung 
  • Methoden und Anwendungsbereiche 
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Familienrat 
  • Erfahrungen in der Jugendhilfe, Fallbeispiele

Modul 4 gibt Antworten auf folgende Fragen:

  • Was zeichnet eine Persönliche Zukunftsplanung aus?
  • Wo gibt es Parallelen und auch Unterschiede zum Familienrat?
  • Welche Möglichkeiten gibt es die Persönliche Zukunftsplanung in der Jugendhilfe anzuwenden?

  • Präsentation eines eigenen durchgeführten Familienrates oder Persönliche Zukunftsplanung
  • Reflexion und kollegialer Austausch im Abschlussgespräch
  • Gelingens Faktoren und Lernerfahrungen im Prozess

Modul 5 gibt Antworten auf folgende Fragen:

  • Was sind die Herausforderungen für die Koordinierung eines Familienrats?
  • Was ist mir gut gelungen?
  • Was waren meine Erkenntnisse und Lernerfahrungen?
  • Kann das jede und jeder?
  • Darf ich Fehler machen?

Anmeldung & Information

ZEW – Zentrale Einrichtung Weiterbildung

Raum 1.10

Koordination

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