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Profillinie: Digitale Transformation – Urbane Zukunft Entwerfen ∙ Bauen ∙ Erhalten

Produktdesign (B. A.)

Blick in die Modellbauwerkstatt

›Produktdesign ist eine Kulturtechnik, die mit einer integrativen Gestaltungspraxis zeitgemäße Produkte, Prozesse und Services so formuliert, dass sich deren Wirkungskraft umfassend und nachhaltig in Gesellschaft, Umwelt, Ökonomie, Technik und Kultur entfalten kann.‹

Abschluss:
Bachelor of Arts
Studienform:
Vollzeitstudium
Lehrsprache:
Deutsch
Regelstudienzeit:
8 Semester, einschließlich eines Praxissemesters
Studienbeginn:
Wintersemester
Anmeldung zur Eignungsprüfung:
01.01. – 01.04.
Bewerbungsfrist:
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Voraussetzungen:
Allgemeine Hochschulreife/ Fachhochschulreife/ gleichwertig anerkannte berufspraktische Vorbildung, bestandene Eignungsprüfung
Leistungsumfang:
240 ECTS-Leistungspunkte
Modulhandbücher & Ordnungen
Profil
  • Unser Haus mit unserem Satelliten auf Rädern

    Außenansicht vom Designgebäude Haus D der FH
    Außenansicht des Designgebäudes der FH;P © Bernd Hiepe
  • Das Auge isst mit – unsere Mensa

    Bild vom Campus mit Mensa
    © Bernd Hiepe
  • Wir spielen nicht nur mit Formen

    Studierende beim Vopllyballspiel
    © Bernd Hiepe
  • Ein Studium bei uns führt immer nach oben

    Ansicht vom Foyer von Haus D
    Foyer im Designgebäude der FH;P © Bernd Hiepe
  • Formsache Bewegung

    Ansicht vom  Haus D Seminarraum
    © Bernd Hiepe
  • Bei uns herrscht Druck – im 3D-Labor

    Studierende im 3-D Lab
    © Bernd Hiepe
  • Wir machen uns die Hände schmutzig in unserer Gips- und Keramikwerkstatt

    Studierende in der Keramikwerkstatt
    © Bernd Hiepe
  • Kopf- und Handwerk in unserer Modellbauwerkstatt

    Studierende in der Holzwerkstatt
    © Bernd Hiepe
  • Heavy Metall – unsere Metallwerkstatt

    Studierende in der  Metallwerkstat
    © Bernd Hiepe
  • Juki ist kein Dessert, sondern heißt eine Nähmaschine in unserem TexLab

    Studierende im TexLab
    © Bernd Hiepe
  • Good in shape in unseren Bankräumen

    Studierende in der Modellbauwerkstatt
    © Bernd Hiepe
  • Kunst mit Körpereinsatz – unser Atelier

    Studierende im Atelier beim Zeichnen
    © Bernd Hiepe
  • Wir machen immer eine gute Figur in unserem FotoLab

    Studierende im Fotolabor beim Fotografieren
    Werkstatt „Fotostudio“ im Designgebäude der FH;P © Bernd Hiepe
  • Cyberspace im 3D-DigitalLab

    Studierende im Seminarraum
    © Bernd Hiepe
  • Vision braucht Form durch 3D-Digitalisierung

    Studierende in der Interface Werkstatt
    © Bernd Hiepe
  • Irgendwo muss man anfangen – Basic Skills

    Studierende in der  VR Werkstatt
    © Bernd Hiepe
  • Die gute Form, eine Frage des Ausdrucks – die Riso-Siebdruckwerkstatt

    Studierende in der Siebdruckwerkstatt an der Risomaschine
    © Bernd Hiepe
  • Realitycheck – Zukunftssimulation, unser VR-Lab

    Studierende in der Werkstatt mit VR Brillen
    © Bernd Hiepe

Gestaltung in der Transformation: Ein Grundsatzpapier für ein zeitgemäßes Produktdesignstudium

Produktdesign steht aktuell vor großen Herausforderungen. Zum rasanten Wandel durch digitale Neuerungen, wie Big Data, Industrie 4.0, Internet of Things, Machine Learning, Quantencomputing, Virtual Reality und künstlicher Intelligenz, müssen zukünftige Designer*innen auch die sich verändernde Umwelt durch den Klimawandel, ethische Fragen im Blick haben. Den sich rasant ändernden Gegebenheiten muss das Produktdesignstudium mit einem ganzheitlichen Ansatz begegnen, der auf Inter- und Transdisziplinarität basiert, und der Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenbringt.


Folgende Anforderungen an das Studium lassen sich formulieren:

Zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen bieten vielfältige Chancen, Ressourcen effizienter zu nutzen und schädliche Umweltauswirkungen zu reduzieren. Die Studierenden sollen befähigt werden, nachhaltige Materialien und Fertigungstechniken zu identifizieren und zu nutzen, wie beispielsweise den Einsatz von 3D-Druckverfahren zur Minimierung von Materialverschwendung oder die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien bei Einwegprodukten. Die vielfältige Einbindung der Thematik der Circular Economy im Studium soll die Studierenden befähigen, den Designprozess nachhaltig im Sinne eines Circular Designs zu denken. Dies betrifft beispielsweise einen effizienten und suffizienten Umgang mit Materialien sowie eine Orientierung an Konsistenz und Regeneration. Das Produktdesignstudium soll dazu befähigen, zur gesellschaftlichen Zukunftsfähigkeit beizutragen und die Möglichkeiten zukünftiger Gesellschaften nicht einzuschränken.

Das zeitgemäße Produktdesignstudium soll die Studierenden außerdem ermutigen, langlebige Produkte zu entwerfen, die leicht zu warten und zu reparieren sind, um einen nachhaltigen Gebrauch zu ermöglichen. Hierzu tragen etwa modulare Designs bei, die es Nutzer*innen ermöglichen, einzelne Komponenten auszutauschen, anstatt das gesamte Produkt zu ersetzen. Produktdesign soll zum Handeln im Sinne eines Werteerhalts beitragen. Um eine Transformation der Gesellschaft voranzutreiben, braucht es nicht nur Produkte, sondern vielmehr Gestaltungsprojekte, die Lebens- und Konsumverhalten nachhaltig verändern. Gesellschaftliches Umdenken im Sinne von Nachhaltigkeit kann nur gelingen, wenn eine strukturelle Änderung des Konsumverhaltens schon im Design angelegt ist.

Die physische und digitale Welt sind sowohl in unseren Artefakten als auch unserem gestalterischen Handeln eng miteinander verwoben. Physische Produkte stellen die Schnittstelle in digitale Welten dar und gleichzeitig entstehen unsere Produkte in eben diesen digitalen Räumen. Zum einen müssen wir uns mit neuen technischen Möglichkeiten auseinandersetzen, wie neuen Formen von Mechanik, Sensoren und Computerchips, und wie diese sinnstiftend in unsere gebaute Welt integriert werden können. Zum anderen müssen wir im Digitalen neue Formen der Gestaltung, wie die kooperative Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz, reflektiert in unsere Arbeitsprozesse überführen. Es ist an den Designer*innen, neue Gestaltungswerkzeuge und Prozesse zu konzipieren, um innovative Produkte an der Schnittstelle der physischen und digitalen Welt zu entwickeln. Ebenso wichtig, wie die Potenziale der neuen Datentechnologien zu nutzen, sind jedoch Kompetenzen für einen kritischen Umgang mit künstlicher Intelligenz. Die Studierenden sollen befähigt werden, ethische und soziale Auswirkungen von KI im Design einzuschätzen und im Design- und Produktionsprozess zu reflektieren.  

Das Erforschen regionaler, historischer Eigen- und Gegebenheiten im Studium stellt eine Verbindung zu regionalen Produktionen her, sei es im Handwerk, Manufaktur oder Industrie. So erfolgt eine Sensibilisierung für zirkuläre ökonomische Modelle und Konzepte, die Objekte, Nutzer*innen und Distribution in ein neues Verhältnis bringen können. Die Kooperation von Hochschule und Praxis stellt einen großen Mehrwert für Studierende dar. Sie schafft einen Diskurs vom Hochschulexperimentierraum zur „pragmatischen“ Realität. So kommt die Rolle des Produktdesigns bei der Schaffung von Identität und Kultur zum Tragen. Die Studierenden sollen ermutigt werden, Produkte zu entwickeln, die individuellen Bedürfnissen und kulturellen Kontexten gerecht werden. Die Reflexion von Traditionen und Werten einer Gemeinschaft und globaler Austausch und Vielfalt sollen sich dabei nicht ausschließen, sondern wechselseitig fördern. „Produkt & Craft Design“ bezeichnet in diesem Zusammenhang die Gestaltung von Objekten und Produkten an der Schnittstelle von Handwerk und Produktgestaltung. Im Gegensatz zum Kunsthandwerk setzt das „Produkt & Craft Design“ nicht nur auf tradierte Verfahren, sondern auch auf deren Transformation durch Experiment, wissenschaftliche Methoden, die Einbeziehung neuster Technologien und digitaler Manipulationen von Material und Herstellungsprozessen.

Die Studierenden sollen dazu ermutigt werden, bei der Entwicklung von Produkten ungerechten Geschlechter- und sozialen Verhältnissen entgegenzuwirken. Die Reflexion der Benachteiligung von Gruppen und Personen aufgrund von deren Geschlecht, Hautfarbe oder anderen Merkmalen im Produktdesign ist für gesellschaftliche Transformation zu mehr Diversität und Inklusion zentral. Bei der Gestaltung müssen unterschiedliche Bedürfnisse und körperliche Unterschiede berücksichtigt sowie Chancengleichheit und Teilhabe gefördert werden, beispielsweise durch den Entwurf barrierefreier Produkte, die Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen mehr Zugang und Nutzung ermöglichen. Ebenso könnten Produkte entwickelt werden, die erschwinglich und zugänglich sind, um sozioökonomische Unterschiede zu überbrücken.

Das Konzept Do-It-Yourself (DIY) gewinnt immer mehr an Bedeutung, da Menschen zunehmend ihre eigenen Produkte gestalten und herstellen möchten. Ein zeitgemäßes Produktdesignstudium sollte die Studierenden dazu befähigen, professionelle Unterstützung und Anleitung in diesem DIY-Prozess anzubieten. Beispielsweise könnten Designvorlagen, Tutorials und digitale Tools entwickelt werden, um den Nutzer*innen bei der Gestaltung und Herstellung ihrer eigenen Produkte zu helfen. Gleichzeitig ist Design eng mit Ästhetik verbunden und kann als stilistische Ressource dienen, um Emotionen, Identität und Markenwerte zu vermitteln. Ein zeitgemäßes Produktdesignstudium sollte die Studierenden dazu ermutigen, eine breite Palette von stilistischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erkunden und zu verstehen. Beispielsweise könnten Produkte entworfen werden, die unterschiedliche ästhetische Vorlieben und kulturelle Trends ansprechen.

Im Master-Studiengang nähern sich Studierende konkreten Berufsfeldern und Anwendungen in Wissenschaft und Forschung. Die Rolle von Design ist im Rahmen von Forschungsprojekten jüngst deutlich in den Vordergrund getreten, der Bedarf an qualifizierten Produkt- und Industriedesigner*innen in angrenzenden Wissenschaftsbereichen gestiegen. Im Master-Studiengang können sich Studierende mit Forschungsfragen beschäftigen und arbeiten teilweise aktiv in Forschungsprojekten mit. Das Masterstudium ermöglicht die theoretische oder angewandte Vertiefung eines bereits an der Hochschule entwickelten Bachelorthemas. In Projektteams sind Gestalter*innen insbesondere dafür qualifiziert, Szenarien zu entwickeln und zu visualisieren. Aufgrund ihrer holistischen Betrachtungsweisen von Fragestellungen und ihren ausgereiften Kommunikationskompetenzen sind sie in diesem Kontext ideale Vermittler*innen, welche interdisziplinäre Teams bereichern. Die Kooperation mit Partner*innen und Unternehmen ist ein wesentlicher Bestandteil des Masterstudiums. Die Studierenden werden darin unterstützt, sich mit eigenen Arbeiten, Ideen oder Materialentwicklungen an Institutionen für angewandte Forschung, wie beispielsweise Fraunhofer, zu wenden und gegebenenfalls im Rahmen der Beantragung von Drittmitteln die eigenen Projekte weiterzuverfolgen.

Die Bereiche, in denen Gestalter*innen in Wissenschaft und Forschung tätig sind, sind vielfältig, etwa im klassischen Produktdesign oder der nahen Materialforschung zur Entwicklung, Erprobung und Verwendung neuartiger Materialien, um nachhaltigere, klimafreundlichere Produktionskreisläufe zu erreichen. Die Erforschung und Umsetzung neuer Produktionsverfahren, beispielsweise in der Erforschung von Mensch-Roboter-Interaktions-Systemen gehört ebenso dazu wie Designforschung, bei der Gestalter*innen über für und durch Design, mittels Designmethoden und Artefakten wissenschaftlich
arbeiten. Ob an Hochschulen, Forschungsinstituten oder Unternehmen, Gestalter*innen sind an der Gestaltung von Zukünften aktiv beteiligt. Nach dem Abschluss des Masterstudiums steht der Weg zur Promotion offen.

Antworten auf drängende und unbequeme Fragen der Zeit

Gestaltung zielt auf Attraktivität – was uns attraktiv erscheint, scheint erstrebenswert, plausibel und kann - bestenfalls - verzaubern. In diesem Sinne liefert gute Gestaltung attraktive Antworten auf Fragen, die uns interessieren, selbst, wenn wir erst über die Antwort, dem Produkt der Gestaltung, mit der Frage konfrontiert werden. Gestalten heisst demzufolge zuerst, Fragen stellen - die Fragen leiten uns über den Prozess der Gestaltung zur Form. Ernstzunehmende Gestaltung heute widmet sich deshalb den drängenden und manchmal unbequemen Fragen der Zeit – gerechtes und sozialverträgliches Leben, Gestalten und Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen.

Potsdamer Ansatz, wie studieren …

Prototyp eines zukünftigen Warentransportsystems vom Studenten Janis Specks

Haltung in der Gestaltung

Zeitgemäße Gestaltung, so wie wir sie verstehen, ist essenziell in Bezug auf die Darstellung kultureller Identität. Sie widmet sich der Nachhaltigkeit der Entwicklungen, der Frage nach der Teilhabe am Reichtum unserer Ressourcen – der geistigen wie materiellen. Gestaltung ist Transformation: Sie liefert die Blaupause für die Übersetzung von Vorstellungen der Welt in attraktive Möglichkeiten. Es sind anspruchsvolle und auch drängende Fragen, die uns bewegen, es sind dies die Fragen unserer Zeit. Deshalb fordern wir uns und unsere Studierenden heraus. Dabei zählt für uns das Niveau, welches sich an internationalen Maßstäben messen lässt. Leiten lassen wir uns von Originalität, was nichts anderes meint als eine inspirierte Auffassung von Gestaltung und Qualität. Haltung in der Gestaltung – dafür steht der Potsdamer Ansatz.

Leuchtendesign vom Studenten Constantin Schmidt

Vom Objekt- zum Subjekt-Studium

Der Potsdamer Ansatz verfolgt eine studierendenzentrierte Lehre, in der die Entwicklung von Kompetenzen, von einer Denkkultur, selbstorganisiertem und aktivem Lernen sowie Forschungsneugier ausgeht. Er verfolgt damit den Weg zugunsten einer Lern-Kultur statt der einer Lehr-Kultur. Indem der Potsdamer Ansatz den Betrachtungsgegenstand als Ergebnis struktureller Zusammenhänge vermittelt, stärkt er das Problembewusstsein, die persönliche Zielsetzung sowie das Verständnis für die Möglichkeiten der konstruktiven Einflussnahme auf die eigene Umwelt. Der Ansatz vermittelt somit System-, Ziel- und Handlungswissen. Der Potsdamer Ansatz trägt so zur professionellen Persönlichkeits- und Meinungsbildung bei.

Beispiel einer parametrisch gestalteten Oberfläche von Student Martin Zerr

Vom Rezept zur Methode

In Anbetracht einer praxisorientierten Ausbildung trägt der Potsdamer Ansatz dazu bei, eine Theorie- und Praxislücke in den Gestaltungsdisziplinen durch pragmatische, lösungsorientierte Methoden zu schließen. Ziel ist es, Studierende an Gestaltungsaufgaben strukturiert und progressiv heranzuführen. Hierbei spielt das Bewusstsein für kommunikative Funktionen und die Bedeutungen unserer gestalteten Umwelt sowie für deren Dynamik in Bezug auf Plausibilität und Aktualität eine zentrale Rolle. In seiner Anwendung unterstützt der Ansatz die Entwicklung einer differenzierten Kommunikation und Fachsprache über Gestaltung. Er bestärkt Studierende, eine kritische, diskursive und interpretative Herangehensweise an die Bewertung von Gestaltung, Chancen und Folgen anzunehmen.

Schuhdesign der Studentin Valentina Lenk

Von der Ideologie zur Reflexion

Indem der Ansatz das Maß an Subjektivität und struktureller Abhängigkeit thematisiert, dem Kommunikation und Wahrnehmung unterliegen, ermöglicht er den Studierenden über die Wechselwirkung zwischen eigener Aufgabe, eigenem Umfeld und eigenen Kompetenzen zu reflektieren. Damit wird die Entwicklung eines kritischen Problembewusstseins forciert, das weniger Verbindlichkeiten und Regeln als Herausforderungen und Chancen folgt. Dennoch geschieht dies nicht ohne Halt. Die Basis bildet ein Curriculum, das auf dem langjährigen Knowhow von Lehrenden basiert, denen bewusst ist, dass eine gute Struktur sich dadurch auszeichnet, dass sie plausibel ist, mitwächst und sich den Herausforderungen anpasst.

Prototyp eines Gerätes zum Staubfangen vom Studenten Lukas Uhlitz

Vom Ich zum Wir

In Potsdam zu studieren heißt, mit und durch andere lernen. Im Zentrum des Potsdamer Ansatzes steht der Diskurs. Effizienz in diesem Zusammenhang meint, mit und durch andere lernen. Es wird ein Zugang zur Gestaltung ermöglicht, der kein vertiefendes Grundlagenwissen voraussetzt. Stattdessen versteht sich der gestalterische Prozess als „grundlagenorientiert“. Dazu werden im Rahmen der jeweiligen Aufgabenstellungen theoretische Grundlagen und praktische Fähigkeiten vermittelt und abgerufen. Dadurch werden der Wissensstand und der Erfahrungshorizont der Studierenden aktualisiert. Um dieser Dynamik bestmöglich gerecht zu werden, vertritt der Potsdamer Ansatz ein Präsenzstudium.

Dose "Himmelskörper" der Studentin Lisa Sperber

Von der Form zur Position

Der Potsdamer Ansatz interessiert sich für die Evidenz der Fragestellungen, sowohl allgemein als auch speziell, in Bezug auf die Gestaltungsentwicklung, Hintergründe und Bedingungen sowie das Problemverständnis der betroffenen Fächer. Wir verstehen Gestaltung grundsätzlich kontextbasiert und vordringlich als das Medium, welches der Zukunft zur Form verhilft. In diesem Sinne verstehen wir Gestalter*innen als kreative Unruhe- und Sinnstiftende. Haltung in der Gestaltung – dafür steht der Potsdamer Ansatz.

Projekte

Weitere Projekte
Bunte Sitze, angebracht am Geländer einer Straßenbahnhaltestelle.

MORARI – redefining comfort at station

Morari (von lat. verweilen) ist eine sechsteilige urbane Möbelserie, die in Zusammenarbeit von Jesse Altmann, Valentina Lenk und Klara Schneider entwickelt wurde und den Komfort an Haltestellen am Beispiel Potsdam infrage stellt.

Urnenprojekt Sepulcrum Gewinnerurne

sepulcrum – biologisch abbaubare Urnen für Mensch oder Tier

Im Seminar „sepulcrum“ wurden in Kooperation mit dem Familienunternehmen und Urnenhersteller Völsing zeitgemäße und biologisch abbaubare Urnen für Mensch oder Tier gestaltet. In einer Abschlusspräsentation mit Jurysitzung im Krematorium am Baumschulenweg wurden die besten Urnen-Entwürfe ausgezeichnet.

Keyvisual des Forschungsprojekts "Unfolding Spaces"

Unfolding Spaces

Entwicklung einer englischsprachigen Online-Lehrveranstaltung zwischen dem Fachbereich Design und dem College of Design an der Partnerhochschule NTUT in Taiwan

Titelbild der Ausstellung Metall im Fluss. Vom Guss zur Form

Metall im Fluss. Vom Guss zur Form

Ein Ausstellungsprojekt mit dem Kunstgewerbemuseum Berlin mit der Fragestellung: Welche Potenziale haben Archive für Gestalter*innen und welche neuartigen Designprozesse lassen sich im Kunstguss denken?

Ausgewählte Abschlussarbeiten

Passt dieser Studiengang zu mir?

Im Studiengang Produktdesign erhalten Sie einerseits eine theoretische Grundausbildung, andererseits einen Einblick in die praktische Arbeit von Produktdesigner*innen in Werkstatteinheiten und Projektarbeiten. Im Rahmen des Studiums erarbeiten Sie Lösungen für vorgegebene oder selbst gewählte Aufgabenstellungen.

Diese Eigenschaften bringen Sie mit

  • Freude an Gestaltung, Kunst, Kultur, Medien, Menschen und Technologie
  • Spaß am Entwickeln neuer Ideen und Konzepte
  • Kreativität, Selbständigkeit und Neugier
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit

Podcast der Campusspezialist*innen

Rebekka und Toni erklären alles, was Studieninteressierte über den Studiengang Produktdesign und Kommunikationsdesign wissen müssen. Neben Tipps zu Eignungsprüfungen oder Studienablauf geben sie Einblicke in ihr Studierendenleben.

Zum Podcast

Schaufenster

Lassen Sie sich inspirieren! In unserem virtuellen Schaufenster finden Sie aktuelle Projekte und Arbeiten aus den Studiengängen des Fachbereichs Design.

Schaufenster des Fachbereichs Design

Kontakt

Die Kolleg*innen der Zentralen Studienberatung informieren Studieninteressierte, Studienanfänger*innen, Eltern, Lehrer*innen und Studierende zu allen allgemeinen Fragen rund um das Studium. Bei konkreten Fragen und Anliegen zum Bachelorstudiengang Produktdesign kontaktieren Sie gern die Studienfachberatung.

Zentrale Studienberatung

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Weitere Studiengänge
Studiengang Lehrsprache Studienbeginn Bewerbungsfrist
Design (M. A.) Deutsch Sommersemester, Wintersemester
15.06. – 15.08. und 15.01. – 15.02. (zulassungsbeschränkt)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: bis 15.06. für das Wintersemester / bis 15.12. für das Sommersemester
Europäische Medienwissenschaft (B. A.) Deutsch Wintersemester
bis 15.07. an der Universität Potsdam (zulassungsbeschränkt)
Europäische Medienwissenschaft (M. A.) Deutsch Wintersemester
bis 01.06. an der Universität Potsdam
Interfacedesign (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Kommunikations­design (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.05. – 15.07. (zulassungsbeschränkt)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Produktdesign (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Studienstruktur

Wir haben einen Plan

Genauer gesagt: einen Modulplan. Module sind thematische Container oder Fragestellungen für einzelne Seminare. Und der Modulplan ist ein Fahrplan durch Ihr Studium. Er gibt an, in welchen Modulgruppen wie viele Leistungsnachweise erbracht werden müssen. Und da bei uns nahezu alle Seminare Wahlpflicht-Veranstaltungen sind, ist der Modulplan eine praktische Leitplanke. Im Folgenden gehen wir den Modulplan für jeden Studienabschnitt (StAb) durch – StAb I beschreibt das Fachsemester 1 bis 3, StAb II die Fachsemester 4 bis 8.

Modulpläne der Bachelor-Designstudiengänge

In den aktuell gültigen Modulhandbüchern, Studien- und Prüfungsordnungen und Satzungen des Fachbereichs Design finden Sie die Modulübersicht, eine detaillierte Beschreibung der Module und Studieninhalte, den Studienverlaufsplan sowie die Satzung zur Feststellung der studiengangbezogenen Eignung für den Studiengang Produktdesign. 

Erster Studienabschnitt: Grundlagen und Orientierung

Einsteigen bitte!
Für die ersten drei Semester gibt es ein durchaus ambitioniertes Programm, das Sie individuell aus vielen Angeboten zusammenstellen können. Eine grobe Regieanweisung hierzu liefert unser »Modulplan«, der zwar nicht in der dargestellten Reihenfolge, dafür aber in Summe der ECTS-Leistungspunkte (auch: Credit Points/CP) aus den jeweiligen Modulgruppen erfüllt werden muss. Die folgenden Abschnitte erläutern unseren aktuellen Modulplan, aufgegliedert in seine Modulgruppen.

Alle Seminare im Bereich der Gestaltungsgrundlagen finden studiengangs- und semesterübergreifend statt, also gemeinsam mit Studierenden aus dem Interface- und Produktdesign, die sich in den ersten drei Fachsemestern befinden. Wir empfehlen, die Seminare dieser Modulgruppe zu Beginn des Studiums zu absolvieren.

Modulgruppe I/1 Gestaltungsgrundlagen

Elementares Gestalten

Bei den Seminaren im Bereich »Elementares Gestalten« geht es um die Vermittlung elementarer, d. h. dezidiert (noch) nicht angewandter, gestalterischer Grundlagen durch die Entwicklung darstellerischer und handwerklicher Fähigkeiten (11EG-B, Basics = Grundlegende Darstellungstechniken), durch die Entwicklung eines Verständnisses für formalästhetisch-inhaltliche Wechselwirkungen (11EG-K, Kontext = Wahrnehmung und Differenzierung) sowie der kreativen und methodischen Handlungsfähigkeit für das Entwerfen (11EG-P, Prozess = Gestaltungsabläufe und Methoden).

Hier lehren unsere Professor*innen für Elementares Gestalten Prof. Klaus Keller, Prof. Alexandra Martini (Schwerpunkt »3D«) sowie Prof. Myriel Milicevic (Schwerpunkt »Form und Prozess«). In den Modulen des Elementaren Gestaltens müssen im ersten Studienabschnitt drei Leistungsnachweise erbracht werden.

Atelier

Im Bereich »Atelier« der Gestaltungsgrundlagen werden künstlerische Darstellungstechniken trainiert und gestalterische Erkundungen unternommen. Im Atelierbereich wird vor Ort gezeichnet, gemalt, collagiert – es geht um die Erfahrung von Komposition, Proportion, Situation, Körper, Raum, Körper, Licht, Farbe

Hier lehren unsere Akademischen Mitarbeiter*innen Maria Kleinschmidt und Anna Rosinke (Zeichnen und Farbe). Im Atelierbereich müssen im ersten Studienabschnitt zwei Leistungsnachweise erbracht werden.

Hier wird es angewandt: Alle acht Lehrgebiete des Studiengangs Produktdesign vermitteln hier ihre jeweiligen fachspezifischen Grundlagen. Ziel ist die Erprobung der wesentlichen Entwurfs- und Analysemethoden eines Fachs. Sie erhalten darüber hinaus einen ersten perspektivischen Einblick in das Tätigkeitsfeld des Produktdesigns. 

Ausschnitt aus der Studien- und Prüfungsordnung: Modulgruppe „Entwurfsgrundlagen“ im ersten Studienabschnitt Produktdesign

Technik + Produkt

Im Modul »Technik + Produkt« wird der Umgang mit den grundlegenden Bausteinen der Form- und Produktentwicklung sowie die grundlegenden Kenntnisse über Werkstoffe und deren Verarbeitung vermittelt.

Form + Zweck

Das Modul »Form und Zweck« setzt sich mit den Themen und Bedingungen zeitgemäßer Produktkultur auseinander, um die gewonnenen Erkenntnisse erprobend in exemplarischer »Anwendung« gestalterisch zu interpretieren. »Anwendungsorientierung« meint in diesem Falle ausschließlich den konkreten Bezug zwischen dem Phänomen, also der Untersuchung gestalterischer Entwicklungen in Bezug auf die jeweiligen soziokulturellen Bedingungen und den daraus abzuleitenden theoretischen und gestalterischen Interpretationen. 

Raum + Kontext

Das Modul »Raum + Kontext« spannt den Bogen zwischen unterschiedlichen gestalterischen Disziplinen: von der Raum- und Shopgestaltung, über die Ausstellungs- und Messegestaltung bis hin zur Gestaltung virtueller Räume. Themen der Innenarchitektur, der visuellen Raumgestaltung, der Inszenierung von Veranstaltungen, werden sowohl gestalterisch, konzeptionell als auch technisch, organisatorisch hinsichtlich konkreter Anforderungen praxisnah gelehrt.

Objekt + Intention

Im Modul »Objekt + Intention« werden gesellschaftsrelevanten Fragestellungen als Ausgangspunkt der Konzeption möglicher Produkte, Systeme, Dienstleistungen und Szenarien vorgestellt. Zentral ist die Reflexion ökonomischer, ökologischer, gesellschaftlicher oder kultureller Effekte von Produktdesign. Gegenstand der Lehre ist die Einführung wesentlicher Werkzeuge für Szenarienentwicklung, Konzeption und die Übersetzung der Entwicklungsergebnisse auf konkrete Entwürfe.

Hier lehren Prof. Silvia Knüppel (Gestaltung und Perspektive), Prof. Hermann Weizenegger (Industrial Design), Prof. Holger Jahn (Mobilität und Gestaltung), Prof. Dr. Sebastian Meier (Gestaltung von Wissensvermittlung), Prof. Jörg Hundertpfund (Produktdesign).

In der Modulgruppe Entwurfsgrundlagen müssen im ersten Studienabschnitt 5 Leistungsnachweise erbracht werden, mindestens 3 davon aus dem eigenen Studiengang. Unsere Spezialität in Potsdam: Die weiteren Leistungsnachweise können auch in Seminaren aus Interface- und Kommunikationsdesign erbracht werden.

In der Modulgruppe »Theorie« werden die fachlich-wissenschaftlichen Basiskenntnisse vermittelt und erprobt. Ziel ist ein Grundwissen in analytischen, historischen, kontextuellen sowie operationalen (strategischen, ökonomischen, prozeduralen, juristischen) Methoden, Praktiken, Fakten und Theorien. Die Seminare werden studiengangsübergreifend angeboten.

Modulgruppe I/3 Theorie

Der Fächerkanon der Modulgruppe Theorie bietet mit den Modulen Design-Medientheorie (13Th-DMT) einen analytischen, mit Design-/Kulturgeschichte (13Th-DKG) einen historisch-gesellschaftspolitischen und mit Designmanagement und -recht (13Th-DMR) einen operationalen Zugang.

In dieser Modulgruppe lehren hauptamtlich unsere Kolleg*innen Prof. Dr. Marion Godau (Design-, Kunst-, Kulturgeschichte), Prof. Dr. Rainer Funke (Designtheorie), Prof. Dr. Nico Heise (Designrecht) und Prof. Dr. Enrico Sass (Existenzgründung und Managementtechniken). 

In dieser Modulgruppe müssen 2 Leistungsnachweise erbracht werden.

Unsere Werkstätten sind – wie das ganze Studium – per se fachübergreifend ausgerichtet, jedoch gibt es selbstverständlich Werkstätten, die stark mit den jeweiligen Studiengängen und Lehrgebieten assoziiert sind. Hier werden die technisch-handwerklichen Grundlagen der jeweiligen Gewerke vermittelt. Jede*r Studierende kann ein individuelles Werkstattportfolio belegen, das auch über die Grenzen des eigenen Fachgebiets hinausweist.

Ausschnitt aus der Studien- und Prüfungsordnung: Modulgruppe „Werkstattpraxis“ im ersten Studienabschnitt Produktdesign

Modellierwerkstatt / Plastisches Gestalten

Gegenstand im Modul »Modelierwerkstatt« sind Modellier- und Abformtechniken, als Basis gestalterischer Entwurfsentwicklung und Präsentation. Anhand klassischer Materialien wie Ton und Gips werden klassische additive Verfahren des dreidimensionalen Objektaufbaus und die Übersetzung in Gipsmodelle vorgestellt und geübt.

Analoge Modellbauwerkstätten / Holz, Metall, Finish

Im Modul »Analoge Modellbauwerkstätten« wird die Vielfalt klassischer Anwendungen im Modellbau abgebildet. Hier werden auf der Basis tradierter wie zeitgemäßer Materialien und Techniken die unterschiedlichsten Werkstoffe wie Holz, Metall, Kunststoff und Textilien vorgestellt. Anhand konkreter Aufgabenstellungen werden die unterschiedlichen Modellfunktionen vom schnellen Mock-Up-Modellbau bis zum Prototypenbau präsentiert und geübt.

Digitale Modellbauwerkstätten / CAD, CAM

Im Rahmen des Moduls »Digitale Modellbauwerkstätten« werden CAD-basierte Modellbautechniken (Rapid Prototyping) vorgestellt. Anhand konkreter Aufgabenstellungen mittels digitaler Entwurfsentwicklung, wird die Schnittstellenthematik sowie die Bandbreite technischer und gestalterischer Möglichkeiten, wie unter anderem, 3D-Print, CAD-basierte Frästechniken, eruiert und erprobend realisiert.

Im Produktdesign leiten folgende Kolleg*innen unsere Werkstätten: Anne Boenisch (Modellbauwerkstätten) Jörg Misch (Gipswerkstatt), Sebastian Reichel (CAD / 3D-Print-Werkstatt), Samira Akhavan-Malyer (Tex-Lab), Peter Kerscher (Mac-Labor)

Aus dieser Modulgruppe werden im ersten Studienabschnitt 12 ECTS-Leistungspunkte gefordert, was je nach Kurs-Intensität ein Äquivalent von 3 bis 6 Leistungsnachweisen bedeutet. Einige Werkstattkurse werden dabei in Kopplung mit Entwurfsfächern angeboten und zusätzlich kreditiert.

»Perspektiven und Social Skills« sind unsere kleine »Disruptionsmaschine«, weil wir hier gezielt den Blick über den Tellerrand fördern. 

Modulgruppe I/5 Social Skills

Die Modulgruppe »Perspektiven und Social Skills« beinhaltet das studiengangs- und vor allem jahrgangsübergreifende Modul Projektwochen, (15PSs-PW), das zu Beginn des Wintersemesters als eine der wenigen Pflichtveranstaltungen die erste Lehrveranstaltung für die Studierenden des ersten Studiensemesters darstellt. Ergänzend werden im Modul Projektorganisation (15PSs-PO) in interdisziplinären Teams Veranstaltungen entwickelt und durchgeführt. Das Flexmodul (15PSs-FM) ermöglicht Studierenden die Teilnahme an hochschulweiten, interdisziplinären Kursangeboten – also auch aus anderen Fachbereichen der Fachhochschule.

Beim »Kolloquium« handelt es sich um eine modulübergreifende Prüfung, in der die Studierenden die subjektiv zentralen Ergebnisse des 1. Studienabschnittes kritisch reflektieren, dokumentieren und einer Kommission präsentieren. Gegenstand der Wertung ist nicht die Qualität der gezeigten Arbeiten, sondern die Qualität der Präsentation, Reflexion und Dokumentation. Die Präsentation mündet in ein persönliches Gespräch zwischen Prüfling und Kommission mit kritischem Feedback sowie Empfehlungen zum weiteren Studienverlauf.

Modulgruppe I/6 Kolloquium

Das Kolloquium wird eigenständig entwickelt – zur Vorbereitung veranstaltet der Fachbereich eine Informationsveranstaltung. Die Prüfung wird vor einer Kommission aus drei Lehrenden des Fachbereichs Design abgelegt und dauert etwa eine Stunde.

Zweiter Studienabschnitt: Diversifikation oder Spezialisierung

Weiter machen!

It’s your turn! Semester vier bis acht können ganz der persönlichen Entfaltung gewidmet werden. Der Großteil der Leistungsnachweise wird in den Entwurfs-Seminaren erbracht – die Schwerpunkte aber setzen Sie selbst: Sie haben die Möglichkeit der Spezialisierung und können Ihre favorisierte Disziplin intensiv vertiefen oder Sie setzen auf Diversifizierung und probieren sich in vielen verschiedenen Bereichen oder auch anderen Designstudiengängen aus – unser grundsätzliches Wahlpflicht-Prinzip macht beide Wege für Sie möglich.

Wir verstehen das »Entwerfen« als eine Kulturpraxis, die verschiedene Zugänge durch Design erlaubt: Produktdesign als Problemlösung, als Spekulation, als Designforschung und als Künstlerische Praxis. Alle vier Designzugänge bewegen sich thematisch in den Domänen »Gesellschaft und Öffentlicher Sektor«, »Mobilität und Urbanismus«, »Kultur und Transformation«, »Konsum und Produktion«, »Wissenschaft und Technologie« oder »Wirtschaft und Handel«. Das erlaubt eine zusätzliche Ausrichtung des eigenen Kurs-Portfolios an bestimmte Wissensgebiete.

Ausschnitt aus der Studien- und Prüfungsordnung: Modulgruppe „Entwurf“ im zweiten Studienabschnitt Produktdesign

Gegenstand des Moduls Produktdesign als Problemlösung ist das Thema der praxisorientierten und damit zentralen Anforderung an Gestalter*innen, auf konkrete Fragestellungen mit kompetenten, praxistauglichen Entwürfen antworten zu können. Das Modul Produktdesign als Spekulation stellt sich dem gegenüber Fragen der Zeit in allgemeinerer und, wie der Titel bereits andeutet, spekulativer Form. Hier sollen gesellschaftliche wie kulturelle Entwicklungen und Erfordernisse der Zukunft antizipiert und in denk- und darstellbare Szenarien und Produkte überführt werden. Im Modul Produktdesign als Designforschung ist das Design zugleich Instrument, Gegenstand und Methode eines Erkenntnisgewinns und der Wissensgenerierung: die Gestaltung selbst als Gegenstand forschenden Interesses als auch als Befähigung zur Anbindung bzw. Integration in Forschungsprozesse anderer Disziplinen. Produktdesign als künstlerische Praxis legt einen Schwerpunkt auf die ästhetischen Fragestellungen des Designs in der Ausbildung einer gestalterischen Sprache und in der Vermittlungskompetenz als Beitrag zu einem zeitgemäßen Rezeptionsdiskurs und zur Identitätskultur.

Hier lehren Prof. Silvia Knüppel (Gestaltung und Perspektive), Prof. Hermann Weizenegger (Industrial Design), Prof. Holger Jahn (Mobilität und Gestaltung), Prof. Dr. Sebastian Meier (Gestaltung von Wissensvermittlung), Prof. Jörg Hundertpfund (Produktdesign)

Die Modulgruppe heißt zwar »Theorie«, sie kommt aber in der Regel ganz schön praktisch daher: Der Fächerkanon der Modulgruppe »Theorie« bietet mit den Modulen Design- und Medientheorie (13Th-DMT) einen analytischen, mit Design-/Kulturgeschichte (13Th-DKG) einen historisch-gesellschaftspolitischen und mit Designmanagement und -recht (13Th-DMR) einen operationalen Zugang. Die Seminare werden studiengangsübergreifend angeboten.

Modulgruppe II/2 Theorie
Modulgruppe II/2 Theorie, Studien- und Prüfungsordnung 2019

In dieser Modulgruppe lehren hauptamtlich unsere Kolleg*innen Prof. Dr. Marion Godau (Design-, Kunst-, Kulturgeschichte), Prof. Dr. Rainer Funke (Designtheorie), Prof. Dr. Nico Heise (Designrecht) und Prof. Dr. Enrico Sass (Existenzgründung und Managementtechniken). 

In dieser Modulgruppe müssen 3 Leistungsnachweise erbracht werden.

Ein 6-monatiges Praktikum ist bei uns ins Curriculum integriert; der Zeitpunkt innerhalb des zweiten Studiengangs sowie der Praktikumsplatz können aber frei gewählt werden. Zur Qualitätssicherung werden die Praktika durch die jeweiligen Praktikumsbetreuer*innen »reviewed«.

Modulgruppe II/3 Praxissemester
Modulgruppe II/3 Praxissemester, Studien- und Prüfungsordnung 2019

In dieser Modulgruppe müssen 2 Leistungsnachweise erbracht werden; einer für das Praktikum selbst (28 CP) und ein weiterer für den Praktikumsbericht (2 CP). Beide Leistungsnachweise sind unbenotet.

Diese Modulgruppe ist eine Art „Disruptionsmaschine“. Hier gibt es die Möglichkeit, mit Angeboten Credits innerhalb der Projektwochen zu erwerben (24PSs-PW – einer ist sogar Pflicht!): mit interdisziplinären und fachbereichsübergreifenden Angeboten aus dem Flex-Programm der FH (24PSs-FL), mit der Organisation eigener (Design-)Projekte (24PSs-PO) sowie mit vertiefenden Angeboten aus dem Bereich der Werkstätten (24PSs-HT) oder in den Atelier-Formaten (24PSs-AT). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit einem Tutoring erste kleine Lehrformate (in Begleitung eines*einer Professor*in) anzubieten und kreditieren zu lassen (24PSs-T).

Modulgruppe II/4 Perspektiven & Social Skills
Modulgruppe II/4 Perspektiven & Social Skills, Studien- und Prüfungsordnung 2019

In dieser Modulgruppe müssen insgesamt 8 CP erbracht werden; dazu sind drei bis vier Leistungsnachweise nötig, weil die Credits je nach kursindividuellem Arbeitsumfang unterschiedlich bemessen werden können.

Die Bachelorthesis, die individuelle Abschlussarbeit, wird durch ein Cluster von drei Modulen abgebildet: die Konzeption und der Entwurf im Rahmen der Bachelorarbeit selbst (25 BA), die persönliche Werkübersicht im Rahmen des Bachelorportfolios (25 BP) sowie die Präsentation und Argumentation im Rahmen der Bachelordisputation (25 BD).

Modulgruppe II/5 Bachelorthesis
Modulgruppe II/5 Bachelorthesis, Studien- und Prüfungsordnung 2019

Die Bearbeitungszeit beträgt 3 Monate; die Themen für die Bachelorarbeit werden selbst gewählt und mit den hierfür ebenfalls selbstgewählten Betreuer*innen im Vorfeld des Anmeldetermins abgestimmt.

Lehrgebiete & Werkstätten

Lehrende im Studiengang Produktdesign

Gruppenfoto der Lehrenden des Studiengangs Produktdesign
© Simon Lou Schüler

Die fünf Lehrgebiete & Themenschwerpunkte im Produktdesign

„Gestaltung und Haltung“

»Gestaltung und Haltung« stellt die Frage nach der ethischen Dimension in der Gestaltung. Zukunft gestalten heißt in diesem Sinne Perspektiven entwerfen. Gestaltung ist immer auf Zukunft ausgelegt und muss, um ernst genommen zu werden, »angemessen« in der Zeit sein, sie muss sich von einem monovalenten Fortschrittsoptimismus lösen, die Zeichen der Zeit verstehen.

Mittels Gestaltung werden Paradigmenwechsel sicht- und lebbar. Doch auch die angewandte Gestaltung selbst muss sich neu justieren. Der Entwicklungshorizont hat sich erweitert. Isoliertes Problem- und Themenverständnis ist mit einer globalen Perspektive nicht vereinbar. Fragen des Entwicklungskontextes, der Entwicklungsperspektiven und der möglichen Effekte über den Gestaltungsgegenstand hinaus rücken in das Zentrum des Diskurses. »Produkt & Perspektive« versteht das Produkt als im Kontext stehend, als Teil einer Option, aber auch als Teil einer Fragestellung: Gestaltung als Ergebnis eines transformatorischen Prozesses der Verhandlung von Technik, Anwendung und gesellschaftlicher Perspektive.

„Gestaltung und Transformation“

»Gestaltung und Transformation« befasst sich mit der Rolle des Produktdesigns vor dem Hintergrund neuer Entwicklungs-, Kommunikations- und Herstellungsszenarien. Gemeint ist zum einen die exponentielle Entwicklung neuer Materialien und technischer Verfahren und die Auswirkungen auf den klassischen Produktentwicklungs- und Produktionskontext. Zum anderen sind entsprechende, meist webbasierte Entwicklungen gemeint, die neue Gestaltungs-, Produktions- und Distributionshorizonte beschreiben (z. B. Open Source, Internet der Dinge, Manufaktur 4.0, Raumlabor, Constructlab, Co-Working, Digital Prototyping). Gerade diese, sich neben tradierten Entwicklungskontexten abzeichnenden, Verfahren skizzieren einen sich kulturell wie wirtschaftlich bereits konkretisierenden Möglichkeitsraum, der erheblichen Einfluss auf das Produktdesign hat. In diesem Zusammenhang werden unter anderem die Ressourcen industrieller und handwerklicher Fertigung in Bezug auf technisch-semihandwerkliche Ansätze neu verhandelt. Der*die klassische Dienstleister-Designer*in in der Expertenauseinandersetzung wird abgelöst von einem neuen Typ Gestalter. Dieser sieht sich nicht mehr Nutzer*innn, sondern kritischen Prosument*innen gegenüber, die zunächst von einer speziellen gestalterischen Kompetenz überzeugt sein wollen. Gestalter*innen müssen die Möglichkeiten der sich neu darstellenden Bedingungen erkennen und durch die Verwendung zeitadäquater Medien und Technologien in moderne gestalterische Aussagen übersetzen können. Durch das Aufgreifen von Initiativen, das Erkennen von Avantgarden, nicht nur in der Produktentwicklung, müssen sie sich als Expert*innen in Bezug auf kulturelle Entwicklung, wie auf die Kommunikation und den Einsatz aktueller Strategien der Produktkonzeption erweisen.

„Gestaltung und Prozess“

Das gewöhnlich mit dem Begriff Designprozess assoziierte Problemlösungsverständnis reicht vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungsszenarien nicht mehr aus. Die Entwicklung neuer Materialien und technischer Verfahren haben Auswirkungen auf den klassischen Produktentwicklungs- und Produktionskontext. Darüber hinaus beschreiben webbasierte Entwicklungen neue Gestaltungs-, Produktions- und Distributionshorizonte, die entsprechend neue Methoden und Instrumente der Steuerung von Prozessen der Produktentwicklung nahelegen. Gestalter*innen als diejenigen, die ein Vorhaben in ein Produkt übersetzen sollen, fällt zunehmend die Rolle zu, multiprozessuale Aspekte einer Entwicklung zu verknüpfen und über Fach- und Kommunikationsgrenzen hinweg zu übersetzen – weg von einer Machbarkeitsdoktrin hin zu einem Plausibilitätsdiskurs. Sie müssen in der Lage sein, viele Entwicklungsaspekte, von der postindustriellen Produktion bis zur kritischen Rezeption zu formulieren, zu organisieren, zu integrieren bzw. selbst zu leisten. Ihnen fällt die Rolle der Mediation einer zeitgemäßen Produktentwicklung zu.

Lehrender:
Prof. Jörg Hundertpfund

Material & Materielle Kultur“

Als materielle Kultur wird die von einer Kultur oder Gesellschaft hervorgebrachte Gesamtheit der Geräte, Werkzeuge, Waffen, Bauten, Kleidungs- und Schmuckstücke und anderes Materielles bezeichnet. Historische Artefakte geben uns Auskunft über Lebensweisen und Kulturtechniken. Material schafft Identifikation für Menschen, z. B. in Berufen und Regionen. Material muss holistisch gedacht, das heißt, seine Herkunft, Eigenschaften, Verarbeitungsmöglichkeiten und Kreislauffähigkeit sollen miteinbezogen werden. Insbesondere geht es darum, welche Atmosphären und welche alten und neuen ästhetischen Qualitäten durch Material erzeugt werden können. Material ist immer Gradmesser einer gesellschaftlichen Stimmung und als anthropologisch anzusehen. Material hat narrative Qualitäten und spricht alle Sinne an.

„Objekt/Serie & Produktionsgesellschaft“ oder „Autonomie der Produktion“

Objekte und Produkte können in unterschiedlichen Kontexten entstehen – im Atelier, Start-up, Handwerk, der Manufaktur, in Industrie und Forschungsinstitutionen. Produktion findet in unterschiedlichsten gesellschaftlichen und kulturellen Räumen statt. Dabei entstehen Objekte und Güter mit der Hand, mit 3D-Druckern, Robotern und CNC-gesteuerten Maschinen. Produktionen haftet ein kultureller Raum an, sie unterliegen einer Produktionsatmosphäre und werden von Expert*innen angeleitet und beurteilt. Hierzu sind Fragen zu stellen: Wie verändern sich Produktion und Produktionsverhältnisse im Zeitalter der Digitalisierung? Welche neuen Produktionsstrategien und -werkzeuge stehen Gestalter*innen zur Verfügung und welche müssen Sie neu (Maker-Kultur) erfinden? In welchen interdisziplinären Konstellationen kann Innovation wertefrei erfolgen? Welche neue Handlungs- und Experimentierräume müssen für die Zukunft entwickelt werden? Welches neue Rollenverständnis resultiert daraus für Gestalter*innen?

Lehrender:
Prof. Hermann Weizenegger

„Experimentelles Design“

Das Experiment ist ein unabdingbares Werkzeug in der Laborküche einer zeitgemäßen Designausbildung. Es eröffnet neue Räume und schafft neue Ausdrucksmöglichkeiten, Dinge auf eine Weise zu sehen oder zu tun, wie sie vorher nie gesehen oder getan wurden. Experimentelle Gestaltungsmethoden bieten die Möglichkeit, neue Formen, Perspektiven und deren Kombinationen zu entwickeln, Vergessenes und Tradiertes in einen neuen Kontext zu setzen und bekannte Grenzen zu überwinden, um neue Felder zu erforschen.

„Textile & Design“

Die Berührung mit Textilien ist fester Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. In einem Produktdesignstudium darf die Auseinandersetzung mit und das Wissen um Textilien nicht fehlen. Textile Produkte sind seit jeher ein wichtiger Bereich des Produktdesigns sowie auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit großem Potenzial und vielen zukunftsweisende Dimensionen.

Healthy Materials & Circular Economy

Als Designer*innen haben wir einen besonderen Einfluss auf die Herstellungsprozesse und somit auch die Nachhaltigkeit von Produkten. Cradle to Cradle ist ein Designkonzept, bei dem die Produkte immer wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden, wodurch CO₂ gespart und möglichst kein Abfall produziert wird. Gesunde Materialien sind die Voraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Materialzusammensetzungen und Herstellungsprozesse unserer alltäglichen Konsumgüter müssen transparenter gestaltet werden, um eigenverantwortliche Kaufentscheidungen zu ermöglichen.

Lehrende:
Prof. Silvia Knüppel

Mobilität

Das Auto und andere fossile Mobilitätslösungen haben unsere Gesellschaft und unsere gebaute Umwelt nachhaltig geprägt. Im Sinne einer holistischen Mobilitätswende brauchen wir radikale Lösungen, welche Mobilität von Grund auf neu denken. Für eine dem Menschen und der Umwelt zugewandte Mobilität brauchen wir innovative Konzepte, die von neuen Fortbewegungsmitteln über Mobilitätsplattformen bis hin zu gesellschaftlichem Wandel reichen und sich einer ganzheitlichen Mobilitätswende widmen.

Nachhaltigkeit

Was bedeutet es, Produkte zu gestalten – gerade in Zeiten von Klimawandel, Rohstoffkonflikten und Umweltverschmutzung durch Abfall? Design hat nicht unerheblich zur Entstehung unserer heutigen Konsumkultur beigetragen. Wie können wir als Gestalter*innen neue Wege für die Produktion und Nutzung von Produkten aufzeigen? Was bedeuten Konzepte wie Cradle-to-Cradle oder die Circular-Economy für den Gestaltungsprozess? Wie können wir durch das Design von Produkten und Services ein nachhaltiges Nutzungsverhalten fördern?

One Planet Design

Die Artefakte und Prozesse, an deren Gestaltung wir Designer*innen beteiligt sind, formen unsere physische Welt und unsere Gesellschaft. Der Lebensstil der Industrienationen führt den Planeten an seine Grenzen (planetary boundaries). Nicht nur auf ökologischer Ebene, sondern auch gesellschaftlich stehen wir großen globalen Herausforderungen für eine inklusive und nachhaltige Zukunft gegenüber.

Wie können wir als Gestalter*innen Haltung in diesem Diskurs beziehen und durch unsere Arbeit einen Beitrag für den Weg in eine bessere Zukunft leisten?

Lehrender:
Prof. Holger Jahn

„Digitaler Designprozess“

Moderne Designprozesse sind vollständig durchdigitalisiert. Das Digitale präsentiert sich uns als Raum endloser innovativer Möglichkeiten. Doch das wirkliche Potenzial des Digitalen bleibt denen vorbehalten, die den Raum durch Daten und Code zu formen verstehen. Digitale Souveränität im Design basiert auf einem tiefgehenden Verständnis digitaler Strukturen, Limitierungen des Digitalen und einer Befähigung, den digitalen Raum selbstbestimmt zu formen.

„Wissensvermittlung in Form und Raum“

In Zeiten abstrakter Themen wie Klimawandel, Finanzkrisen und Globalisierung brauchen wir neue Formen der Wissensvermittlung – Formate, die über unidirektionale Bildungsangebote hinausgehen, holistisch gestaltete Vermittlungsangebote, welche uns Menschen mit all unseren Sinnen und Bedürfnissen ansprechen. Wie können wir als Gestalter*innen einen positiven Beitrag zur Konzeption und Gestaltung innovativer Vermittlungsformate und -techniken leisten?

„Produkt als Schnittstelle“

Der physische und digitale Raum ist ubiquitär miteinander verwoben. Die Geräte, die wir nutzen, die Fahrzeuge, die uns transportieren oder auch die Gebäude, die wir betreten, sind mit Sensoren, Display- und Bedienelemente ausgestattet. Wie können wir das Wechselspiel zwischen dem Physischen und dem Digitalen gestalten? Welchen Einfluss haben die beiden Dimensionen aufeinander?

Lehrender:
Prof. Dr. Sebastian Meier

Tools & Skills

Die fachgerecht ausgestatteten Lehr-Werkstätten des Fachbereichs Design im Labor- und Werkstattgebäude (LW) erlauben Studierenden und Forschenden eigene Projekte mit professionellem Equipment umzusetzen. Diese können praktisch mit Händen, Maschinen und der Unterstützung verschiedener digitaler Verfahren realisiert werden. Der direkte Umgang erlaubt kreatives Arbeiten zur Weiterentwicklung von Produktprozessen oder Gestaltungsstrategien. Das unterstützt unseren Anspruch an eine solide handwerklich-technische Ausbildung und manifestiert die Idee eines praxisorientierten Studiums.

Studierende in der Holzwerkstatt
© Bernd Hiepe

Holzwerkstatt / 3-D Analog

Ob Möbelstück, Prototyp oder Mock-up, im LW/Raum 018 und LW/Raum 019 lassen sich Holz und Holzwerkstoffe in fast jede Dimension und Form bringen. Eine große Auswahl von professionellen Maschinen und Werkzeugen zum Sägen, Bohren, Fräsen, Drehen/Drechseln, Schleifen und Fügen stehen zur Verfügung. Anne Boenisch vermittelt umfassende Kenntnisse, welche zur sicheren, selbständigen Nutzung der Werkstätten erforderlich sind und unterstützt in vielfältiger Weise.

Studierende in der  Metallwerkstat
© Bernd Hiepe

Metallwerkstatt / 3-D Analog

Stahl und Metalle weisen vergleichsweise hohe Festigkeitswerte auf. Daher sind im LW/Raum 022 besonders stabile Maschinen und Werkzeuge vorhanden. Auch diese Werkstatt wird von Anne Boenisch betreut. Zur Bearbeitung von Metallprofilen und Rohren stehen eine Kappsäge, eine Säulenbohrmaschine und eine Universal-Fräsmaschine zur Verfügung. Bleche können mittels Tafelschere, Hebelblechschere, Schwenkbiegemaschine und Sickenmaschine bearbeitet werden. Ergänzend stehen Biege-, Rundungsapparate zur Verfügung.

Studierende im TexLab
© Bernd Hiepe

TexLab / Technologie & Material

Um textile Produkte mit nachhaltigen Materialkreisläufen zu gestalten, ist das Wissen über textile Prozesse und Faserkunde essenziell. Im TexLab werden die Technologien Nähen, Sticken, Weben, Stricken und Tuften vermittelt, welche in Entwürfen angewandt oder in Form von Materialentwicklungen vertieft werden. Betreut wird das Lab von Prof. Silvia Knüppel und Samira Akhavan. Die Ausstattung des Labs umfasst u. a. Handstrickmaschinen, Schaftwebstühle, eine Stickmaschine und Industrielle Nähmaschinen.  

Studierende in der Keramikwerkstatt
© Bernd Hiepe

Plastisches Gestalten / 3-D Analog

Durch Modellieren, Formen, Formenbau und Abgießen können in der Modellierwerkstatt im LW/Raum 138 unter der fachlichen Anleitung von Jörg Misch sowohl Formstudien als auch Designprototypen oder Kleinserien entstehen. Im Zentrum stehen hierbei die Materialien Ton, Gips und Industrieplastilin/Clay und Keramik. Eine Vakuum-Tiefziehanlage ermöglicht das Formen von Kunststoffplatten. Neben der schönsten Terrasse der Hochschule verfügt die Werkstatt über einen Brennofen, mit dem keramische Objekte gebrannt und glasiert werden können.

Studierende im 3-D Lab
© Bernd Hiepe

PrintLab / 3-D Digital

3D-Drucker bauen schichtweise Modelle, zumeist aus Kunststoff oder Hardwachs, auf. Durch Addition vieler Schichten entsteht ein dreidimensionales Modell. Im 3D-PrintLab stehen mehrere Fused Filament Fabrication 3D-Drucker zur Verfügung. Nach erfolgreicher Teilnahme an den 3D-Druck-Einführungen stehen die FFF 3D-Printer 24/7 den Studierenden für die selbständige Nutzung zur Verfügung. Der 3D-Druck ist in den Projektkursen ein wichtiges Tool, um finale Modelle und Formen zu überprüfen oder Werkzeuge (Positiv- oder Negativformen) für weitere Produktionsschritte zu erzeugen. Das Lab wird von Sebastian Reichel geleitet.

Studierende am Bigrep Drucker
© Bernd Hiepe

PrintLab / 3-D Digital

3D-Drucker bauen schichtweise Modelle, zumeist aus Kunststoff, auf. Durch Addition vieler Schichten entsteht ein dreidimensionales Modell. Im Digitalen Modellbau Lab stehen ein Big MSLA Printer Phenom L und ein 3D-Drucker BigRep ONE zur Verfügung. Bei der mit dem MSLA-Verfahren arbeitende Anlage Peopoly Phenom L wird ein flüssiges Photopolymer in dünnen Schichten mithilfe von UV-Licht ausgehärtet. Die additive Fertigung mit dem großen Serien-Schmelzschichtung-3D-Drucker (FFF) BigRep ONE ermöglicht mit einem Bauraum von 1,2 qm die innovative Herstellung von Design-Modellen, Prototypen und Produkten im Digitalzeitalter.

 

Studierender an der Wiesner CNC Fräse
© Bernd Hiepe

CNC Fräsen / 3-D Digital

Die 3-Achs CNC Fräsanlage und die 5-Achs High Speed CNC Fräsanlage erzeugen dreidimensionale Modelle aus Modellbauschaum oder Holzwerkstoffen. Die Fräsbahnen werden mit 3D-Programmen berechnet. Eine erfolgreiche Teilnahme am Einführungskurs CNC-Frästechnik ist die Voraussetzung für die Nutzung der CNC-Fräsanlage durch die Studierenden. Ergebnisse sind finale Modelle oder Werkzeuge (Positiv- oder Negativformen) für den weiteren Modellbau. Das Lab wird von Sebastian Reichel geleitet.

Studierende im ComputerLab
© Bernd Hiepe

ComputerLab / 2-D Digital

Eine Kernkompetenz für Gestalter*innen ist es, ihre Entwürfe und Ideen kommunizieren zu können. Die digitale Gestaltung von Dokumentationen und Präsentationen in Adobe Programmen wie InDesign, Illustrator und Photoshop gehört zum Handwerkszeug. Im ComputerLab finden zum einen Einführungskurse in alle wichtigen Gestaltungsprogramme statt, zum anderen kann der Raum von Studierenden zum selbstständigen Arbeiten genutzt werden. Das Lab wird von Peter Kerscher geleitet. 

Studierende im Seminar in der Modellwerkstatt
© Bernd Hiepe

Ad-hoc Modellbau / 3-D Analog

Kurz noch etwas kleben oder spontan eine erste Formstudie aus Pappe zuschneiden – das sind Dinge, die im Studienalltag des Designstudiums und vor allem im Modellbau an der Tagesordnung stehen. Arbeiten, die ohne größere Maschinen auskommen, können in der Ad-hoc Werkstatt umgesetzt werden, wo die Tische auch mal dreckig werden können. Für die schnellen Kopf-Handübungen eignen sich Materialien, wie Draht, Bastelknete, Wellpappe und Papier hervorragend, um die ersten Ideen zu kommunizieren.

Studierende im Atelier beim Zeichnen
© Bernd Hiepe

Atelier / 2-D Analog

Farbe und Zeichnungen sind kreative Ausdrucksmittel im Werkzeugkasten von Designer*innen, nicht nur im Entwurfsprozess. Im Atelier befassen sich die Studierenden unter der Leitung von Maria Kleinschmidt und Anna Rosinke auf handwerklich-praktischer analoger Weise mit den künstlerischen Potenzialen von Farbe und Zeichnung an der Staffelei und auf dem Papier.

Studierende im Atelier mit Plakaten von Handzeichnungen
© Torsten Redlich

Konstruktives Zeichnen / 2-D Analog

Im Konstruktiven Zeichnen unterrichtet Torsten Redlich die wesentlichen Aspekte des Designzeichnens, von perspektivischen Konstruktionen über das zwei- und dreidimensionale Freiformzeichnen bis hin zu Rendering-Techniken. Ziel ist es sowohl, mit einfachen Techniken Ideen freihändig visualisieren zu können, als auch ein technisches Verständnis für die Entwicklung von Formen an der Schnittstelle von Design und Engineering zu entwickeln. 

Laser in der Werkstatt
© Hermann Weizenegger

Laser / 3-D Analog

Der Laser ist ein beliebtes Tool bei unseren Studierenden, um ganz einfach zweidimensionale Flächen aus Stoff, Sperrholz, Kunststoff oder Pappe zu produzieren. Der Laserstrahl erlaubt auch die Flächen nur anzubrennen, womit Typo und Grafiken auf Material darstellbar ist. Mit der Anlage können Modelle für die Grundlagenprojekte, einfache Volumenmodelle mittels Spantenbauweise oder Prototypen bis Kleinserien produziert werden. 

Berufliche Perspektiven

Berufliche Perspektiven

Die Tätigkeitsfelder von Produktdesigner*innen sind vielfältig. Klassisch arbeitet er*sie in der Entwicklungs- oder Konstruktionsabteilung eines Unternehmens oder in einem Design-Atelier bzw. in einem Büro für Industriedesign. Der Beruf jedoch wandelt sich und erfordert von Designer*innen nicht nur eine fortdauernde Lernbereitschaft – entwerferisch und theoretisch – darüber hinaus kommt Designer*innen die Verantwortung zu, kompetente Aussagen über zukunftsfähige Perspektiven zu formulieren, die in probate und inspirierte Produktszenarien münden – die Betonung des modernen Gestalter*innentypus liegt auf einer vielseitigen kreativen Professionalität. 

 

Gestalter*innen zwischen Produkt & Craft Design

Mit dem Begriff des Produkt & Craft Design wird die Gestaltung von Objekten und Produkten an der Schnittstelle von Handwerk und Produktgestaltung bezeichnet. Der Fokus der meist selbstständig geführten kleineren Ateliers oder Studios liegt ganz in der Auseinandersetzung und Spezialisierung von Material, Herstellungsprozess und Vertrieb. Designer*innen im Produkt & Craft Bereich verbinden auf meist ungewöhnliche, poetische und zeitgemäße Weise, Technologie und regionales Handwerk mit kommunikativer Wirkmacht. Sie stellen ihre Arbeiten im Galerie- und Museumskontext, wie auch auf Messen aus. Im Gegensatz zum Kunsthandwerk setzt das „Produkt & Craft Design“ nicht nur auf tradierte Verfahren, sondern auch auf dessen Transformation, auf das Experiment und die Einbeziehung neuster Technologien und digitaler Manipulationen von Material- und Herstellungsprozessen.

 

Gestalter*innen zwischen Design & Technik

Wenn wir uns den Gestalter*innentypus „Design & Technik“ genauer anschauen, haben wir es mit Expert*innen zu tun, die einerseits die aktuellsten digitalen Entwurfs- und Konstruktionswerkzeuge als auch den Umgang mit Rapid-Prototyping Technologien, Physical Computing, Grundlagenwissen und Praxis an CNC gesteuerten Fertigungsmaschinen, beherrschen. Andererseits befindet sich Handwerk und Industrie im steten Wandel (4.0) und es entstehen Anforderungen komplexester Art – vom Werkzeug über die Maschinen, den davon abgeleiteten unterschiedlichsten Verfahrenstechniken und Materialeigenschaften. Designer*innen beherrschen nicht nur die technologische und syntaktische Form, sondern auch die Semantische, denn sie vermittelten zwischen Konstruktion und Ästhetik. Als Teamplayer finden sie als Freelancer*innen oder Mitarbeiter*innen in Unternehmen wie Start-ups, Handwerksbetrieben, Agenturen und Industrie ein Tätigkeitsfeld.



Gestalter*innen im Kontext von Transformation

Mit dem Begriff der Transformation in der Gestaltung ist die Ablösung der klassischen Dienstleister-Designer*in in der Expert*innenauseinandersetzung durch einen neuen Typ Gestalter*in gemeint. Die, erstens, sich nicht mehr Nutzer*innen, sondern kritischen Prosument*innen gegenüber sieht, die zunächst von einer speziellen gestalterischen Kompetenz überzeugt sein wollen, und die, zweitens, in der Lage sein muss, viele Entwicklungsaspekte bis hin zur postindustriellen Produktion, die bisher arbeitsteilig differenziert waren, zu organisieren, zu integrieren bzw. selbst zu leisten. Hier wird eine Kompetenz beschrieben, die die transformatorischen Prozesse der Gesellschaft darstellen, sprich kommunizieren, umsetzen und integrieren hilft. Gemeint ist die Übersetzung einer zeitgemäßen Haltung in Bezug auf Nachhaltigkeit und Teilhabe an einer verantwortbaren, transparenten und fantasievollen Umdeutung der Produktentwicklung

Gestalter*innen zwischen Kunst und Anwendung

Der Begriff Autor*innendesign umschreibt eine Profession im Produktdesign, bei der Designer*innen als Team- oder Soloselbständige arbeiten und aus eigenem Interesse sich der freischöpfenden Gestaltung von Objekten, Produkten und Ausstellungsgestaltungen widmen. Die Produktentwürfe werden oft in Kleinserien von Handwerksbetrieben produziert und in Galerien, Museen und auf Messen ausgestellt und vertrieben, oder an Firmen gegen Lizenzgebühren verkauft. Die Entwürfe entstehen aus der kreativen, reflektierenden und kritisch hinterfragenden Geisteshaltung der Gestalter*innen heraus; sie obliegen meist keinen Vorgaben durch Auftraggeber*innen oder anderweitigen Zwängen. Anders als zum zweckfreien Kunstobjekt besitzen sie „formal betrachtet“ weiterhin einen Gebrauchs- oder Funktionscharakter. Beim Autor*innendesign stehen meist das Konzept, die Materialien, oder auch der Gestaltungsakt an sich im Mittelpunkt und nicht allein der Funktions- oder Gebrauchswert. Die vielmals ungewöhnlichen Gestaltungsansätze des Autor*innendesigns sind oft Impulsgeber für ein Überdenken von tradierten Formen, Produkttypen und Nutzerszenarien und dienen daher oftmals als Wegbereiter weitreichender Gestaltungsentwicklungen.

 

Gestalter*innen zwischen den analogen & digitalen Welten

Als moderne Gestalter*innen sind die physische und digitale Welt in unseren Artefakten als auch unserem gestalterischen Handeln eng mit einander verwoben. Physische Produkte stellen die Schnittstelle in digitale Welten dar und gleichzeitig entstehen unsere Produkte in eben diesen digitalen Räumen. Zum einen müssen wir uns mit neuen technischen Möglichkeiten auseinandersetzen, wie z. B. neuen Formen von Mechanik, Sensoren und Computerchips, und wie diese sinnstiftend in unsere gebaute Welt integriert werden können. Und zum anderen müssen wir im Digitalen neue Formen der Gestaltung, wie z. B. die kooperative Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz, reflektiert in unsere Arbeitsprozesse überführen. Hier entstehen eine ganze Bandbreite von Aufgaben für Gestalter*innen neue Gestaltungswerkzeuge und Prozesse zu konzipieren, um innovative Produkte an der Schnittstelle der physischen und digitalen Welt zu entwickeln.

Gestalter*innen in der theoretischen und angewandten Forschung

Gestalter*innen finden immer mehr auch den Weg in Wissenschaft und Forschung und werden dort auf verschiedenen Ebene tätig. Von klassischer Produktdesign naher Materialforschung, z. B. in der Entwicklung, Erprobung und Verwendung neuartiger Materialien, um nachhaltigere, klimafreundlichere Produktionskreisläufe zu entwickeln. Über die Erforschung und Entwicklung neuer Produktionsverfahren, z. B. in der Erforschung von Mensch-Roboter-Interaktions-Systemen. Bis hin zur Designforschung, bei der Gestalter*innen über, für und durch Design, mittels Designmethoden und Artefakten, forschen. Gestalter*innen nehmen in diesem Kontext auch häufig die Rolle von Vermittler*innen und Kommunikator*innen ein und nutzen ihre holistische Betrachtungsweise von Fragestellungen, um interdisziplinäre Teams zu bereichern. Gestalter*innen sind in diesem Bereich, ob an Hochschulen – in Forschungsinstituten oder Unternehmen – an der Gestaltung von Zukünftigem aktiv beteiligt.

Scannertisch mit Bildschirm
© Max Stein

Transfer & Forschung im Produktdesign

Der Studiengang Produktdesign forscht und kooperiert an den Schnittstellen Material, Produkt, Service, System und Raum mit den Schwerpunkten Innovation, Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation. Er ist an Verbundvorhaben und Initiativen wie dem Innovative Hochschule Projekt InNoWest beteiligt. Der Fokus liegt auf der Kooperation und Durchführung von Praxisprojekten mit regionalen Partner*innen aus der Wirtschaft und der Förderung innovativer Existenzgründungen.

Der Studiengang bietet vielfältige Möglichkeiten, Objekte, Szenarien und Umgebungen zu gestalten, zu entwickeln, zu realisieren und zu produzieren. Ein wichtiger Bestandteil ist das Projektstudium sowie die mehrdimensionale Auseinandersetzung mit den systemischen Herausforderungen unserer Zeit.

Für die Lehr-, Transfer- und Entwicklungsaktivitäten stehen themenspezifische Werkstätten und Labore zur Verfügung: tex lab, one planet design lab, material knowledge lab, mobility design lab. Diese bieten die Möglichkeit, grundlegende und zukunftsweisende Technologien und Materialien kennenzulernen und anzuwenden.

Prototyp aus dem Forschungsprojekt PaSyMobil – Mobile Partizipative Modellierung für Stadtsysteme © mobility design lab

Alumni

Schuhe

Stefan Rechsteiner, Velt Studio GmbH – Schuh- und Taschenlabel

»Was mich bis heute begeistert ist, wie viele inspirierende Menschen aufeinander trafen, wie sich Lehrende und Studierende als Gleichgesinnte verstanden und miteinander Projekte realisierten. Daraus sind Freundschaften herangewachsen, die mehr sind als nur ein berufliches Netzwerk.«

www.velt.ch

Bild von Armbanduhr

Mark Braun, Studio Mark Braun – Produktdesign & Professor Hochschule der Bildenden Künste Saar

»… aber auch die Offenheit der FHP, Studierende zu ermutigen, im Hauptstudium Erasmus-Programme wahrzunehmen, Praktika zu machen oder auch als Gaststudent parallel an anderen Hochschulen zu studieren, hat mir geholfen, meine ganz eigene persönliche und berufliche Entwicklung voranzubringen. Im Detail war das mein Aufenthalt an der Design Academie Eindhoven oder auch die Kooperation mit der Burg Giebichenstein Halle. Was ich dort gelernt habe, konnte ich in meinem Diplom an der FHP dann ideal zusammenführen. Nicht zu vergessen die Gründungsprogramme der FHP, die mich auf meinen Einstieg in die Selbstständigkeit sehr gut vorbereitet haben.

www.markbraun.org

Form Magazine

Anton Rawhles – Co-Chefredakteur Form GmbH

»Wenn ich an die Zeit an der FHP denke, dann sind mir die Menschen, die ich dort getroffen habe, am meisten in Erinnerung geblieben. Werkstätten, Infrastruktur, Renommee – alles gut und wichtig. Was aber wirklich nachhaltig in mein Leben wirkt, sind Freund*innen und Professor*innen, die mir neue Perspektiven gezeigt und mich unterstützt haben. Die offene Struktur der FHP ist kein leeres Versprechen. Ich finde es großartig, dass die FHP den individuellen Bedürfnissen von Studierenden mehr Beachtung schenkt, als zum Beispiel bürokratischen Prozessen. Diese praktische und angewandte Realitätsnähe hilft mir jeden Tag, meinen professionellen Alltag zu bestreiten. Was meine Haltung als Gestalter angeht: Das Design sowohl als kritisierbare als auch als kritische Disziplin zu betrachten, habe ich an der FHP gelernt.«

www.form.de

Creation von Essen auf einen Teller

Inés Lauber, Studio Inés Lauber – Fooddesign

»Sehr genossen habe ich außerdem, dass der Zugang zu den Werkstätten im Prinzip 24/7 möglich war und man sich nur in Ausnahmefällen an Öffnungszeiten halten musste. Auch wenn ich Lebensmittel in den Mittelpunkt meiner Arbeit gestellt habe, so hat mich die Auseinandersetzung mit vielen unterschiedlichen Materialien während des Studiums dennoch stark geprägt. Das Studium Produktdesign hat definitiv mein Gespür für Gestaltung, aber auch für Ästhetik geschult und mir gleichzeitig vermittelt, lösungsorientiert und mit Weitblick zu denken. Ich habe aber auch mitnehmen können, dass es absolut möglich ist, zu träumen und scheinbar Verrücktes wahr werden zu lassen.«

www.ineslauber.com

Küchenansicht

Sina Gwosdzik & Jakob Dannenfeldt, Studio Jäll & Tofta – Küchen- und Interiordesign

»Das damals breite Lehrangebot und die verschiedenen Möglichkeiten, sich in den Werkstätten der FHP auszuprobieren. Mittlerweile begreife ich Design immer mehr als Methode zur Lösung von Herausforderungen. Im Produktdesignstudium waren die Herausforderungen oft auf ästhetischer oder funktionaler Ebene angesiedelt. Mittlerweile nutze ich dieselben Methoden, um Lösungsansätze für die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.«

www.jaellundtofta.de

Materialplatten

Sofia Souidi, Studio Sofia Souidi – Foschung & Materialentwicklung

»Gefallen hat mir die Möglichkeit, interdisziplinär zu studieren und sich die Kurse frei zusammenstellen zu können. Außerdem die toll ausgestatteten Werkstätten mit freiem Zugang. Da der Studiengang sehr frei war, hat mich das Studium in Potsdam unterstützt, meine Projekte selbst zu organisieren und mit herstellenden Betrieben in Kontakt zu treten.«

www.sofiasouidi.com

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Weitere Studiengänge
Studiengang Lehrsprache Studienbeginn Bewerbungsfrist
Design (M. A.) Deutsch Sommersemester, Wintersemester
15.06. – 15.08. und 15.01. – 15.02. (zulassungsbeschränkt)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: bis 15.06. für das Wintersemester / bis 15.12. für das Sommersemester
Europäische Medienwissenschaft (B. A.) Deutsch Wintersemester
bis 15.07. an der Universität Potsdam (zulassungsbeschränkt)
Europäische Medienwissenschaft (M. A.) Deutsch Wintersemester
bis 01.06. an der Universität Potsdam
Interfacedesign (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Kommunikations­design (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.05. – 15.07. (zulassungsbeschränkt)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Produktdesign (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Bewerbung & Kontakt

Termine & Voraussetzungen für Ihre Bewerbung

Die wichtigsten Fristen, Termine und Zugangsvoraussetzungen für den Bachelorstudiengang Produktdesign sind hier zusammengestellt. Welche Schritte Sie für eine erfolgreiche Bewerbung beachten müssen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Termine

  • bis zum 01. April: Anmeldung zur Eignungsprüfung
  • bis zum 15. Juli: Immatrikulationsantrag stellen
  • bis zum 15. Juli: Bewerbung auf ein höheres Fachsemester, um ein begonnenes Studium an der FH Potsdam fortzusetzen

Zugangsvoraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung nach dem Brandenburgischen Hochschulgesetz: Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte berufspraktische Vorbildung
  • bestandene Eignungsprüfung

So bewerben Sie sich!

Im Folgenden erläutern wir Ihnen, welche Aspekte Sie von der Anmeldung zur Eignungsprüfung bis zur Immatrikulation (Einschreibung) beachten sollten.

Online-Anmeldung zur Eignungsprüfung

Nach der Anmeldung

  • Sie erhalten den Prüfungstermin und das Thema der Hausaufgabe. Die Aufgabe sollen Sie selbstständig bearbeiten und im Rahmen der Eignungsprüfung vorstellen.
  • Füllen Sie den beigefügten Bewerbungsbogen aus und senden Sie diesen in einem korrekt adressierten Rückumschlag (0,85 Euro) zurück.
  • Erstellen für die Eignungsprüfung Sie eine Mappe mit maximal zehn Ihrer eigenen kreativen Arbeiten oder Arbeitsproben aus jüngster Zeit.
  • Bearbeiten Sie die Hausaufgabe. Seien Sie kreativ, vermeiden Sie Klischees und überzeugen Sie mit Ihrem Konzept. Formalitäten sind wichtig, aber Ihre innovativen Ideen sind von besonderem Interesse.

Hinweis zur Mappe

Um Ihre kreativen Fähigkeiten kennenlernen und eine klare Vorstellung von Ihren Interessen erhalten zu können, sollte Ihre Mappe ein authentisches Bild von Ihnen vermitteln und zeigen, dass Sie in der Lage sind, Ihre Ideen effektiv zu kommunizieren. Als Arbeitsproben werden zugelassen:

  • Bildmaterial bis zum Format DIN A0 oder digital: Zeichnungen, Skizzen, Fotografien, Gemälde
  • dreidimensionale Anschauungsobjekte: Modelle, Skulpturen, Installationen
  • Computerdarstellungen: Renderings, Webdesigns, Webseiten, Computer-Codes, Grafik-Software
  • Filme, Games, Videos, Animationen, Musikstücke, Geschichten

Einblicke & Tipps

Auf der Webseite der Campusambulanz finden Sie viele hilfreiche Tipps und Antworten zu Fragen zur Eignungsprüfung im Fachbereich Design: Was ist bei der Hausaufgabe zu beachten? Welche Anforderungen werden an die Mappe gestellt? Wie verläuft die Prüfung?

Das Team der Campusambulanz, bestehend aus Studierenden, bietet Ihnen Beratung an und ist während der Prüfungen vor Ort, um für eine angenehme Atmosphäre zwischen all den neuen Eindrücken zu sorgen.

Die Eignungsprüfung findet in Präsenz an der Fachhochschule Potsdam statt. In begründeten Ausnahmefällen (z. B. weite Anreise, Terminkonflikte, Auslandsaufenthalt, weitere Prüfungen) kann die Prüfung auch online als Videokonferenz durchgeführt werden. Nachweise sind nicht notwendig.

Die Termine für die Eignungsprüfung finden Sie auf der Seite der Campusambulanz. In der Eignungsprüfung führen Sie ein Gespräch mit der zuständigen Prüfungskommission und präsentieren Ihre Hausaufgabe sowie die Mappe mit Ihren Arbeitsproben.

Bewertungskriterien

  • Kreativität, Intensität 
  • Reflexions- und Abstraktionsfähigkeit, Problemorientierung 
  • Technik und Handwerk 
  • Motivation und Identifikation 
  • kommunikative Fähigkeiten
  • designspezifische Begabung

Nach der Eignungsprüfung

Nach der Eignungsprüfung beraten sich die einzelnen Prüfungskommissionen und entscheiden, ob die Eignung festgestellt werden konnte. Sie erhalten in den darauffolgenden Wochen einen Brief, der Sie über das Ergebnis informiert. Wenn Sie die Eignungsprüfung erfolgreich bestanden haben, können Sie einen Antrag auf Immatrikulation stellen.

Detaillierte Informationen zur Feststellung der studiengangbezogenen künstlerischen Eignung für die Bachelorstudiengänge Interfacedesign, Kommunikationsdesign und Produktdesign entnehmen Sie bitte der Satzung zur Feststellung der studiengangbezogenen Eignung, die Sie auf der Seite der Modulhandbücher und Studien- und Prüfungsordnungen des Fachbereichs Design finden.

Sie verfügen über eine Hochschulzugangsberechtigung und haben die Eignungsprüfung bestanden? Dann haben Sie die Möglichkeit, vom 15. Juni bis 15. Juli im MyCampus-Hochschulportal der Fachhochschule Potsdam einen Immatrikulationsantrag für das kommende Wintersemester zu stellen.

Wenn Sie Ihren Online-Antrag auf Immatrikulation gestellt haben, reichen Sie bitte den ausgedruckten und unterschriebenen Antrag zusammen mit allen erforderlichen Unterlagen fristgerecht in Papierform ein. Der Tag der Immatrikulationsfrist ist entscheidend für die Einreichung der Unterlagen, wobei der Posteingang an der Fachhochschule Potsdam maßgeblich ist.

Einzureichende Unterlagen

Reichen Sie mit dem Immatrikulationsantrag folgende Unterlagen ein:

  • amtlich beglaubigte Kopie der Hochschulzugangsberechtigung bzw. des Hochschulabschlusszeugnisses 
  • Versicherungsnachweis der gesetzlichen Krankenversicherung für Studierende bzw. Nachweis der Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht: Informationen zur Krankenversicherung für Bewerber*innen
  • Einzahlungsbeleg oder Auftragsbestätigung des Semesterbeitrags
  • Lichtbild für die Ausstellung der Campus.Karte
  • ggf. Exmatrikulationsbescheinigung der zuletzt besuchten Hochschule

Ob Sie darüber hinaus noch weitere Dokumente einreichen müssen, entnehmen Sie bitte dem Immatrikulationsantrag.

Haben Sie Fragen zum Immatrikulationsverfahren an der Fachhochschule Potsdam? Wir haben häufig gestellte Fragen und Antworten zur Immatrikulation und Zulassung zusammengestellt.

Studienstart

Wir empfehlen Ihnen, nach erfolgreichem Abschluss des Bewerbungsprozesses einen Blick auf die Studienstartseite des Fachbereichs Design zu werfen. Dort finden Sie zum Semesterbeginn wichtige Informationen und Termine rund um den Studienstart an der Fachhochschule Potsdam.

Weitere Informationen

Unter den folgenden Links finden Sie, und speziell internationale Bewerber*innen, weiterführende Informationen rund um die Themen Bewerbung und Immatrikulation an der Fachhochschule Potsdam.

Girlande mit internationalen Flaggen

Internationale Bewerber*innen

Sie möchten sich für ein Studium ab dem ersten oder einem höheren Fachsemester bewerben und haben Ihren Schulabschluss und/oder Hochschulabschluss im Ausland erworben? Dann können Sie sich im Ausland erworbene Abschlüsse und Leistungen anerkennen lassen und bei uns studieren.

Bewerbungsinfos für Internationals

Drei Studierende schauen sich Infomaterialien der FH Potsdam an

Bewerbungs- & Immatrikulationsverfahren

Der Bewerbungs- und Studien-Service informiert und berät Sie bei allgemeinen Fragen zum Bewerbungsverfahren, zur Zulassung und Immatrikulation an der Fachhochschule Potsdam, zur Bewerbung für ein höheres Fachsemester, aber auch zu Themen wie Nachteilsausgleich, Teilzeitstudium, Wartesemester und Härtefallantrag.

Bewerbung & Immatrikulation FH Potsdam

Kontakt & Services

Die Zentralen Studienberatung informiert und berät zu allgemeinen Fragen rund um das Studium sowie zu Themen wie Studienwahl, Bewerbung, Immatrikulation und Studienorganisation.

Für studienfachspezifische Fragen zu Modulinhalten, Anrechnung von Studienleistungen, Prüfungen oder Studienschwerpunkten im Studiengang Produktdesign ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle.

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