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Interfacedesign (B. A.)

Interaktiver Tisch (blau beleuchtet) aus dem Studiengang Interfacedesign

Digitale Geräte und Systeme erschließen sich uns nur über das Interface. Im Interface werden abstrakte Vorgänge konkret erfahrbar. Interfaces liefern uns Informationen und ermöglichen uns, Prozesse zu steuern. Wie Interfaces aussehen, wie sie organisiert sind, wie man sie bedient, welche Informationen angezeigt werden, welchen Handlungsspielraum man als Nutzer*in geboten bekommt – all das entscheiden Interfacedesigner*innen. 

Abschluss:
Bachelor of Arts
Studienform:
Vollzeitstudium
Lehrsprache:
Deutsch
Regelstudienzeit:
8 Semester, inkl. eines Praxissemesters
Studienbeginn:
Wintersemester
Anmeldung zur Eignungsprüfung:
01.01. – 01.04.
Bewerbungsfrist:
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Voraussetzungen:
Allgemeine Hochschulreife/ Fachhochschulreife/ gleichwertig anerkannte berufspraktische Vorbildung, bestandene Eignungsprüfung
Leistungsumfang:
240 ECTS-Leistungspunkte
Modulhandbücher & Ordnungen
Profil

Digitale Lebenswelten gestalten

Der Computer begegnet uns heutzutage überall und in vielen verschiedenen Formen. Vom Smartphone bis zum Internet of Things und einer Vielzahl von unsichtbaren Computern – die Digitalisierung hat fast vollständig unsere Lebens- und Arbeitswelt durchdrungen. Nicht nur die Geräte selbst sind vielfältig, sondern insbesondere die Software ermöglicht eine unglaubliche Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten – von einfachen Spielen bis hin zu riesigen sozialen Netzwerken.

Digitale Geräte und Systeme erschließen sich uns nur über das Interface. Im Interface werden abstrakte Vorgänge konkret erfahrbar. Interfaces verbinden die Komplexität unserer Alltagswelt mit den Informations- und Interaktionsräumen digitaler Technologie. 

Konzept

Die Aufgabe von Interfacedesign ist es, die Rolle des Computers in unserer Lebenswelt mitzugestalten und digitale Technologien mit humanistischen Ideen zu vereinen. Gutes Interfacedesign bedeutet, komplexe Handlungsabläufe in nachvollziehbare Sinneinheiten zu gliedern und diese dann grafisch, akustisch oder haptisch so darzustellen, dass sie von ganz unterschiedlichen Personen genutzt und geschätzt werden. Menschen sollen ein positives Erlebnis bei der Nutzung digitaler Technologien haben. Dazu gehört aber auch, dass Daten transparent im Interface angezeigt werden und Risiken deutlich gemacht werden.

Auch wenn es nicht möglich ist, die Zukunft des Berufsfeldes von Designer*innen exakt vorauszusagen, so ist unumstritten, dass technologische Entwicklungen wie AI (Artificial Intelligence) und Machine Learning, Robotik sowie Virtual und Augmented Reality sowohl zukünftige Gestaltungsprozesse – z. B. Designing with AI – als auch Nutzungserlebnisse stark verändern werden. In diesem sehr dynamischen Spannungsfeld zwischen einer zu starken Technologiezentrierung vs. dem Erwerb notwendiger Kompetenzen zukünftiger Designer*innen setzt der Studiengang auf die Balance einführender und angewandter Kursangebote. Er unterstützt Sie dabei, Ihren Respekt bzw. Barrieren bei der Anwendung dieser neuen Technologien in Neugierde, Kreativität und kritischen Reflexion zu transformieren.

Unser Studienkonzept basiert daher auf den folgenden übergeordneten Prinzipien:

Infografik-Workshop im Studiengang Interfacdesign

Kreativität

Im Mittelpunkt eines jeden Designstudiums steht die Ausbildung und Entfaltung der eigenen Kreativität. Kreativität bedeutet hier sowohl eine eigene Formsprache zu finden, als auch Problemlösungskompetenz zu entwickeln. In fast allen Designprojekten müssen beide Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Ein schönes Interface löst noch kein Problem – eine gute Struktur, die schlecht dargestellt wird, ist unverständlich. Kreativität bedeutet im Studium und im Beruf, innovative und nachhaltige Lösungen für Probleme zu finden und elegante Interfaces zu entwerfen.

Entsprechend wird Kreativität im Interface-Studium an der FH Potsdam auch gelehrt, trainiert und praktiziert. Schon im Grundstudium werden Kreativitätstechniken vermittelt, ästhetische Experimente durchgeführt und an komplexen Problemen gearbeitet. In kreativen Prozessen gibt es nicht den einen, richtig Weg. Vielmehr ist unser Ziel, Ihnen Strategien zu vermitteln, mit denen sie komplexe Probleme sowohl ästhetisch als auch konzeptionell eigenständig bearbeiten können.

Eye-Tracking-Test

Gestaltungs- und Methodenkompetenz

Mit der Vermittlung von Gestaltungs- und Methodenkompetenzen werden Sie in die Lage versetzt, zwei scheinbar einfache Fragen zu bearbeiten: Wie gestalte ich? Und was gestalte ich?

Für die Entwicklung von Gestaltungskompetenzen bieten wir Kurse an, in denen in praktischen Übungen Themen wie Screen-Design, Typografie, generatives Design, Webdesign und Datenvisualisierung vermittelt werden. Hier lernen die Studierenden, wie sie gestalten und sie ihre Gestaltungsentscheidungen begründen können.

Aber Interfacedesign geht weit über die Oberflächen hinaus. Um elegante und verständliche digitale Systeme zu entwerfen, muss man auch fragen, was eigentlich gestaltet werden soll. Als Designer*innen müssen wir keine Strukturen und Systeme als gegeben hinnehmen – wir können alle Handlungsabläufe und Zusammenhänge hinterfragen. Dazu werden bei uns Themen wie Informationsarchitektur, User-Experience-Design (UX), Usability, Service-Design, digitale Geschäftsmodelle und Evaluationstechniken vermittelt.

Pinnwand aus dem Design-Studio

Eigenverantwortung

Das Design-Studium in Potsdam zeichnet sich durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung aus. Wir wollen unseren Studierenden ermöglichen, eigene Schwerpunkte zu setzen und sich in Themen und Fachgebieten zu vertiefen. Nicht ohne Grund ermutigen wir Studierende, durch unsere Studienordnung eigenständig Schwerpunkte auch außerhalb des Interface Design zu setzen. Eigenverantwortung bedeutet aber auch, in Designprozessen Verantwortung zu übernehmen, die eigene Urteilskraft auszubilden und Positionen einzunehmen.

Ausgewählte Abschlussarbeiten

Häufig gestellte Fragen zum Studiengang Interfacedesign

Muss man programmieren können, um Interfacedesign zu studieren?
Nein.

Muss man im Interface-Studium programmieren lernen?
Nein – wir bieten aber eine Reihe von Kursen an, die einen gestalterischen und kreativen Zugang zu Programmiertechniken geben. 

Ist Interfacedesign mit Informatik vergleichbar?
Sowohl Informatik als auch Interfacedesign beschäftigen sich mit digitaler Technologie – allerdings aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Vereinfacht gesagt interessiert Informatiker*innen, wie digitale Technologie funktioniert. Interfacedesigner*innen interessiert, was man mit ihr machen, gestalten und erreichen kann. Im Interfacedesign geht nicht um Technologie an sich, sondern um die Beziehung zwischen Menschen und digitaler Technologie.

Ist UX das gleiche wie Interfacedesign?
UX (»User Experience Design«) ist ein Begriff, der inzwischen häufig verwendet wird, wenn es um die Entwicklung und Gestaltung von digitalen Produkten und Services geht. Aus unserer Sicht betont UX methodische Aspekte des Interfacedesigns. Beim UX geht es also um ein strukturiertes und nutzerzentriertes Vorgehen bei der Entwicklung und Bewertung von Interfaces. Im UX werden die Bedürfnisse von Nutzer*innen sorgfältig erhoben, Prototypen oder Produkte getestet, die Nutzung analysiert und daraufhin Rückschlüsse für Verbesserungen gezogen. UX ist eine wichtige Designstrategie, die im Studiengang Interfacedesign vermittelt wird. Aber sie ist eben nicht die einzige. Forschung, kreative Ansätze, experimentelles Arbeiten sowie freies Spekulieren über Interfaces gehören genauso zur Ausbildung und zur Berufspraxis wie methodische Analysen.

Gestaltet man im Interfacedesign mehr als nur Apps?
Ja! Interfacedesign ist sehr vielseitig. Von sehr methodischem User-Experience-Design, bei dem sehr genau untersucht wird, wie Technologie genutzt wird, bis hin zum sehr künstlerischen Design interaktiver Ausstellungsformate ist sehr vieles möglich und wird auch in der Lehre angeboten. Hier lohnt der Blick ins Vorlesungsverzeichnis, auf Incom und auf unsere Schaufensterseite.

Wenn ich einen Studienplatz im Interfacedesign bekomme, kann ich dann nur Interface-Kurse belegen?
Nein. In den ersten Semestern des Bachelor-Studiums haben wir ein umfassendes und studiengangübergreifendes Angebot im Elementaren Gestalten – also in den Grundlagenangeboten für Design-Studierende. Aber auch im weiteren Studienverlauf kann – und soll – man Angebote aus dem Kommunikationsdesign, dem Produktdesign und der Europäischen Medienwissenschaft wahrnehmen. In den Entwurfsmodulen kann man bis zu 50 % der Leistungen in den anderen beiden Designstudiengängen einbringen!

Ist Interfacedesign ein künstlerisches Studium?
Gute Frage. Künstlerisches Studium: ja. Kunststudium: nein. Eine der Besonderheiten des Designstudiums in Potsdam ist, dass die Studierenden ihren Schwerpunkt selbst wählen können. Man kann sehr angewandt studieren – aber auch sehr frei und sehr künstlerisch.
 

Ich kann überhaupt nicht zeichnen oder malen – interessiere mich aber sehr für Interfacedesign! Geht das überhaupt? Wenn ja – wie komme ich zu einer Mappe?
Zeichnen ist ein guter Weg, um Ideen aufs Papier zu bringen – aber nicht der einzige. Man muss nicht perfekt zeichnen können, um Interfacedesign zu studieren. Falls Sie keine Mappe haben, nehmen Sie sich etwas Zeit und stellen Sie sich selbst kreative Aufgaben: Denken Sie sich eine App aus, die Sie selbst gern hätten und skizzieren Sie diese. Nutzen Sie Fotografie, um Personen, Dinge und Interaktionen zu dokumentieren. Experimentieren Sie mit Grafik-Software. Spielen Sie mit Computer-Code. Erstellen Sie persönliche Landkarten. Entdecken Sie Programm-Abläufe im Alltag und beschreiben Sie diese. Gestalten Sie ein Kochbuch ohne Worte. Übersetzen Sie ein Musikstück in ein Bild. Drehen Sie ein Video.

Ich zeichne und male viel. Aber was gehört in meine Mappe, wenn ich mich für das Interfacedesign-Studium bewerbe?
Uns interessieren die kreativen Seiten Ihrer Persönlichkeit. Die Mappe ist ein Weg, uns diese Seite vorzustellen. Insofern können in der Mappe Zeichnungen, Skizzen, Fotografien, Gemälde, Renderings, Modelle, Webdesigns enthalten sein, aber auch Filme, Animationen, Musikstücke, Skulpturen, Installationen oder weitere kreative Formate wie Computer-Code, Geschichten, Webseiten, Spiele, Videos und Musik. Zeigen Sie einfach, wer Sie sind, was sie interessiert und wie sie ihre Ideen kommunizieren.

Wie soll ich die Aufgabe für die Aufnahmeprüfung bearbeiten?
Möglichst kreativ. Vermeiden Sie Klischees, überzeugen Sie uns von Ihrem Konzept! Die formale Ausarbeitung ist nicht unwichtig – uns interessieren aber vor allem Ihre Ideen.

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen, wenn man sich für Interfacedesign bewirbt?
Neugierde, lösungsorientiertes Denken, eine gute Allgemeinbildung, Lust am Gestalten, Freude an komplexen Problemen, Interesse an digitaler Technologie.

Kann man mit Interfacedesign überhaupt Geld verdienen?
Ja – und zwar unter Umständen recht viel. Der Studiengang verfügt über sehr gute Industriekontakte. Unsere Absolvent*innen arbeiten in großen Firmen, haben sehr erfolgreiche Start-ups gegründet oder arbeiten als unabhängige Experte.

Kann man perspektivisch auch in der Forschung arbeiten?
Ja. Der Studiengang Interfacedesign engagiert sich ausgesprochen stark in der Forschung. Mit dem Interaction Design Lab und dem Urban Complexity Lab verfügen wir über zwei hervorragende Forschungseinheiten mit internationalem Renommee. Weiterhin besteht über eine Kooperation mit der Universität Potsdam die Möglichkeit, mit Themen des Interfacedesigns bei uns zu promovieren.
 

Projekte

Weitere Projekte
Fünf Karten mit Visualisierungen zu Energie, Mobilität, Abfall, Landwirtschaft und Gebäude

KLIMAKARTEN: Visualisierung lokaler Klimazukünfte

Kooperation zwischen Tageszeitung taz und UCLAB mit dem Ziel, Klimazukünfte über verschiedene Kanäle mittels Datenvisualisierungen zu vermitteln. Dazu wurden sowohl physische als auch digitale Postkarten mit Visualisierungen zu verschiedenen Aspekten des Klimaschutzes in Deutschland gestaltet und produziert.

Quadratische Bildausschnitte sind in ihren unterschiedlichen Größen zu einem mosaikartigen Layout zusammengefügt

Close-Up Cloud: Eine experimentelle Visualisierung zur Erkundung von Bildsammlungen

Die Close-Up Cloud stellt einen Visualisierungsansatz vor, der die Trennung von Übersicht und Detail in Frage stellt. Dafür werden die ikonografischen Details von Bildern zusammengefasst, um visuelle Muster in einer Sammlung aufzudecken und die Exploration durch den Bestand anzuregen.

Tausende von Münzen bilden verschieden große Haufen, die entlang von Material und Herkunft arrangiert sind

COINS: Visualisierung einer numismatischen Sammlung

In diesem Projekt untersuchen wir das Potenzial dynamischer Arrangements einer umfassenden Münzsammlung anhand verschiedener Facetten wie Herkunft, Materialart, Zeitraum, Gewicht und Größe. Die resultierenden Layouts verschieben die Grenze zwischen der physischen Anzeige von Münzen und der Darstellung abstrakter Datenmuster, die die Sammlung charakterisieren.

Schriftzug "Zugang Einbeziehung Teilhabe Anerkennung"

Inter…was? Intersektionalität! Eine visuelle Einführung

Was ist Intersektionalität? Wie hängen Diskriminierung und Privilegien zusammen? Was bedeutet intersektionelle Diskriminierung? Diese Fragen werden in dem webbasierten Artikel "Inter...was? Intersektionalität! Eine visuelle Einführung" beantwortet. Mit einer Kombination aus Text, animierter Illustration und interaktiver Datenvisualisierung bietet er eine Einführung in das gesellschaftlich…

Taiwan – DAAD ISAP-Programms

Partnerhochschulen

Der Studiengang Interfacedesign hat insbesondere mit der Universität Malmö (Schweden), der Universität Edinburgh (GB), der Accademia di Belle Arti di Frosinone (Italien), dem Shenkar College of Engineering and Design (Israel) gute Beziehungen. Außerhalb von Europa pflegen wir einen sehr engen Austausch mit der National Taipei University of Technology (Taiwan). Über ein Förderprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) stehen pro Semester bis zu drei Vollstipendien für einen fünfmonatigen Auslandsaufenthalt an der Partnerhochschule in Taiwan zur Verfügung.

International Office

Das Website-Schaufenster des Fachbereich Designs

Schaufenster

Lassen Sie sich inspirieren! Das Schaufenster des Fachbereichs Design bietet einen visuellen, interaktiven und spielerischen Einblick in Studiengänge, Werkstätten, Personen und Projekte! Über ein fluides und dynamisches Interface bekommen Sie einen schnellen und unterhaltsamen Eindruck von den Aktivitäten im Fachbereich.

Das Schaufenster des Fachbereichs Design

Kontakt

Die Kolleg*innen der Zentralen Studienberatung informieren Studieninteressierte, Studienanfänger*innen, Eltern, Lehrer*innen und Studierende zu allen allgemeinen Fragen rund um das Studium. Bei konkreten Fragen und Anliegen zum Studiengang Interfacedesign kontaktieren Sie gern die Studienfachberatung.

Weitere Studiengänge im Fachbereich Design

Weitere Studiengänge
Studiengang Lehrsprache Studienbeginn Bewerbungsfrist
Europäische Medienwissenschaft (B. A.) Deutsch Wintersemester
bis 15.07. an der Universität Potsdam (zulassungsbeschränkt)
Interfacedesign (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Kommunikations­design (B. A.) Deutsch Wintersemester
25.05. – 15.07. (zulassungsbeschränkt)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Produktdesign (B. A.) Deutsch Wintersemester
15.06. – 15.07. (zulassungsfrei)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: 01.01. – 01.04.
Design (M. A.) Deutsch Sommersemester, Wintersemester
15.06. – 15.08. und 15.02. – 15.03. (zulassungsbeschränkt)
Anmeldung zur Eignungsprüfung: bis 15.06. für das Wintersemester / bis 15.12. für das Sommersemester
Europäische Medienwissenschaft (M. A.) Deutsch Wintersemester
bis 01.06. an der Universität Potsdam
Studienstruktur
Studierende im Hörsaal in Haus D

Studienablauf

Das Studium Interfacedesign mit dem Abschluss Bachelor of Arts ist ein Vollzeitstudium mit acht Semestern. 

Im Zentrum des Studiums stehen: 

  • gemeinsame, generalistische Grundlagenausbildung
  • individuelle, interdisziplinäre Kurswahl
  • integrierte Vorlesungen und Übungen
  • technische und handwerkliche Praxis in den Werkstätten und Laboren
  • Projektarbeit fachübergreifend und mit Praxispartner*innen
  • begleitete studentische Projekte und Übungen 

Erfahren Sie hier mehr über das Konzept, die Gestaltungsgrundlagen & Theorie unserer Design-Studiengänge.

Erster Studienabschnitt – Grundlagen und Orientierung

Im ersten Studienabschnitt werden Gestaltungsgrundlagen, fundierte handwerkliche Fertigkeiten und theoretische Grundlagen vermittelt, erste Projekterfahrungen gesammelt sowie eine erste fachliche Orientierung geboten. Die Lehrveranstaltungen aller drei Studiengänge Interface-, Kommunikations- und Produktdesign während des 1. Studienabschnitts werden grundsätzlich studiengangübergreifend unterrichtet, wiewohl es bei der Fachorientierung und den Werkstattkursen zu durchaus intendierten Studiengang spezifischen Konzentrationen kommen darf. Das Studium fordert und fördert einen individuellen Zuschnitt durch ein ausgeprägtes System von Wahlpflichtangeboten. 

Die ersten drei Ihrer Semester im Studiengang Interfacedesign können daher – je nach fachlicher Fokussierung – entweder im Sinne einer Generalisierung oder einer Fokussierung aufgebaut sein.

Die Modulgruppen im ersten Studienabschnitt:

Alle Seminare im Bereich der Gestaltungsgrundlagen finden studiengang- und semesterübergreifend statt, also gemeinsam mit Studierenden aus dem Interface- und Produktdesign, die sich in den ersten drei Fachsemestern befinden. Wir empfehlen, die Seminare dieser Modulgruppe zu Beginn des Studiums zu absolvieren.

Modulgruppe I/1 Gestaltungsgrundlagen

Bei den Seminaren im Bereich »Elementares Gestalten« geht es um die Vermittlung elementarer, d. h. dezidiert (noch) nicht angewandter, gestalterischer Grundlagen durch die Entwicklung darstellerischer und handwerklicher Fähigkeiten (11EG-B, Basics = Grundlegende Darstellungstechniken), durch die Entwicklung eines Verständnisses für formalästhetisch-inhaltliche Wechselwirkungen (11EG-K, Kontext = Wahrnehmung und Differenzierung) sowie der kreativen und methodischen Handlungsfähigkeit für das Entwerfen (11EG-P, Prozess = Gestaltungsabläufe und Methoden).

Hier lehren unsere Professor*innen für Elementares Gestalten Prof. Klaus KellerProf. Alexandra Martini (Schwerpunkt »3D«) sowie Prof. Myriel Milicevic (Schwerpunkt »Form und Prozess«). In den Modulen des Elementaren Gestaltens müssen im ersten Studienabschnitt drei Leistungsnachweise erbracht werden.

Im Bereich »Atelier« der Gestaltungsgrundlagen werden künstlerische Darstellungstechniken trainiert und gestalterische Erkundungen unternommen. Im Atelierbereich wird vor Ort gezeichnet, gemalt, collagiert – es geht um die Erfahrung von Komposition, Proportion, Situation, Körper, Raum, Körper, Licht, Farbe …

Hier lehren unsere Akademischen Mitarbeiter*innen Maria Kleinschmidt (Zeichnen und Farbe) und N. N. Im Atelierbereich müssen im ersten Studienabschnitt zwei Leistungsnachweise erbracht werden.

Alle Lehrgebiete des Studiengangs Interfacedesign vermitteln hier ihre jeweiligen fachspezifischen Grundlagen. Ziel ist die Erprobung der wesentlichen Entwurfs- und Analysemethoden eines Fachs. Sie erhalten darüber hinaus einen ersten perspektivischen Einblick in das Tätigkeitsfeld des Interfacedesigns.

Ausschnitt aus der Studien- und Prüfungsordnung: Modulgruppe „Entwurfsgrundlagen“ im ersten Studienabschnitt Interfacedesign

Die Lehrinhalte organisieren sich in vier Module: 

  • Mensch + Kontext: Nutzer*innen-zentrierte Analyse von Anwendungskontexten
  • Mensch + Prozesse: Methodische Entwicklungsprozesse für interaktive Systeme
  • Form + Interaktion: Konzeption und Entwurf von User-Interfaces
  • Algorithmen + Daten: Gestaltung mit Daten und Algorithmen, Programmierung

In der Modulgruppe Entwurfsgrundlagen müssen im ersten Studienabschnitt 5 Leistungsnachweise erbracht werden, mindestens 3 davon aus dem eigenen Studiengang. Unsere Spezialität in Potsdam: Die weiteren Leistungsnachweise können auch in Seminaren aus Kommunikations- und Produktdesign erbracht werden. 

In der Modulgruppe »Theorie« werden die fachlich-wissenschaftlichen Basiskenntnisse vermittelt und erprobt. Ziel ist ein Grundwissen in analytischen, historischen, kontextuellen sowie opelrationalen (strategischen, ökonomischen, prozeduralen, juristischen) Methoden, Praktiken, Fakten und Theorien. Die Seminare werden studiengangübergreifend angeboten.

Modulgruppe I/3 Theorie

Der Fächerkanon der Modulgruppe Theorie bietet mit den Modulen Design-Medientheorie (13Th-DMT) einen analytischen, mit Design-/Kulturgeschichte (13Th-DKG) einen historisch-gesellschaftspolitischen und mit Designmanagement und -recht (13Th-DMR) einen operationalen Zugang.

In dieser Modulgruppe lehren hauptamtlich unsere Kolleg*innen Prof. Dr. Marion Godau (Design-, Kunst-, Kulturgeschichte), Prof. Dr. Rainer Funke (Designtheorie), Prof. Dr. Nico Heise (Designrecht) und Prof. Dr. Enrico Sass (Existenzgründung und Managementtechniken). 

In dieser Modulgruppe müssen 2 Leistungsnachweise erbracht werden.

Unsere Werkstätten sind – wie das ganze Studium – per se fachübergreifend ausgerichtet, jedoch gibt es selbstverständlich Werkstätten, die stark mit den jeweiligen Studiengängen und Lehrgebieten assoziiert sind. Hier werden die technisch-handwerklichen Grundlagen der jeweiligen Gewerke vermittelt. Jede*r Studierende kann ein individuelles Werkstattportfolio belegen, das auch über die Grenzen des eigenen Fachgebiets hinausweist.

Ausschnitt aus der Studien- und Prüfungsordnung: Modulgruppe „Werkstattpraxis“ im ersten Studienabschnitt Interfacedesign

Aus dieser Modulgruppe werden im ersten Studienabschnitt 12 ECTS-Leistungspunkte gefordert, was je nach Kurs-Intensität ein Äquivalent von 3 bis 6 Leistungsnachweisen bedeutet. Einige Werkstattkurse werden dabei in Kopplung mit Entwurfsfächern angeboten und zusätzlich kreditiert.

Modulgruppe I/5 Social Skills

Die Modulgruppe »Perspektiven und Social Skills« beinhaltet das studiengang- und vor allem jahrgangsübergreifende Modul Projektwochen (15PSs-PW), das zu Beginn des Wintersemesters als eine der wenigen Pflichtveranstaltungen die erste Lehrveranstaltung für die Studierenden des ersten Studiensemesters darstellt. Ergänzend werden im Modul Projektorganisation (15PSs-PO) in interdisziplinären Teams Veranstaltungen entwickelt und durchgeführt. Das Flexmodul (15PSs-FM) ermöglicht Studierenden die Teilnahme an hochschulweiten, interdisziplinären Kursangeboten – also auch aus anderen Fachbereichen der Fachhochschule.

Beim »Kolloquium« handelt es sich um eine modulübergreifende Prüfung, in der die Studierenden die subjektiv zentralen Ergebnisse des 1. Studienabschnittes kritisch reflektieren, dokumentieren und einer Kommission präsentieren. Gegenstand der Wertung ist nicht die Qualität der gezeigten Arbeiten, sondern die Qualität der Präsentation, Reflexion und Dokumentation. Die Präsentation mündet in ein persönliches Gespräch zwischen Prüfling und Kommission mit kritischem Feedback sowie Empfehlungen zum weiteren Studienverlauf.

Modulgruppe I/6 Kolloquium

Das Kolloquium wird eigenständig entwickelt – zur Vorbereitung veranstaltet der Fachbereich eine Informationsveranstaltung. Die Prüfung wird vor einer Kommission aus drei Lehrenden des Fachbereichs Design abgelegt und dauert etwa eine Stunde.

Zweiter Studienabschnitt – Fokussierung und Vertiefung

Der zweite Studienabschnitt ist stark geprägt von Entwurfsarbeit in vorwiegend projektorientierten Aufgabenstellungen. Hier können Sie den Schwerpunkt selbst setzen – Sie haben die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und bestimmte Themen oder Kompetenzen intensiv zu vertiefen. Oder Sie setzen auf ein breit gefächertes Studium und nehmen an vielen unterschiedlichen Kursen in verschiedenen Bereichen oder auch anderen Designstudiengängen teil. Unser Wahlpflicht-Prinzip macht beide Wege für Sie möglich.

Ein ganzes Semester ist für das Fachpraktikum reserviert. Hier sollen praktische Erfahrungen in Agenturen, Formen, Betrieben oder auch in der Forschung gesammelt werden.

Den Abschluss des zweiten Studienabschnittes bildet die Bachelor-Arbeit, die im achten Semester studienbegleitend angefertigt wird.

Die Modulgruppen im zweiten Studienabschnitt: 

Wir verstehen das »Entwerfen« als eine Kulturpraxis, die verschiedene Zugänge durch Design erlaubt: Kommunikationsdesign als Problemlösung, als Spekulation, als Designforschung und als künstlerische Praxis. Alle vier Designzugänge bewegen sich thematisch in den Domänen »Gesellschaft und Öffentlicher Sektor«, »Mobilität und Urbanismus«, »Kultur und Transformation«, »Konsum und Produktion«, »Wissenschaft und Technologie« oder »Wirtschaft und Handel«. Das erlaubt eine zusätzliche Ausrichtung des eigenen Kurs-Portfolios an bestimmte Wissensgebiete.

Ausschnitt aus der Studien- und Prüfungsordnung: Modulgruppe „Entwurf“ im zweiten Studienabschnitt Interfacedesign

Der Fächerkanon der Modulgruppe »Theorie« bietet mit den Modulen Design- und Medientheorie (13Th-DMT) einen analytischen, mit Design-/Kulturgeschichte (13Th-DKG) einen historisch-gesellschaftspolitischen und mit Designmanagement und -recht (13Th-DMR) einen operationalen Zugang. Die Seminare werden studiengangübergreifend angeboten.

Modulgruppe II/2 Theorie
Modulgruppe II/2 Theorie, Studien- und Prüfungsordnung 2019

In dieser Modulgruppe lehren hauptamtlich unsere Kolleg*innen Prof. Dr. Marion Godau (Design-, Kunst-, Kulturgeschichte), Prof. Dr. Rainer Funke (Designtheorie), Prof. Dr. Nico Heise (Designrecht) und Prof. Dr. Enrico Sass (Existenzgründung und Managementtechniken). 

In dieser Modulgruppe müssen 3 Leistungsnachweise erbracht werden.

Ein 6-monatiges Praktikum ist bei uns ins Curriculum integriert; der Zeitpunkt innerhalb des zweiten Studiengangs sowie der Praktikumsplatz können aber frei gewählt werden. Zur Qualitätssicherung werden die Praktika durch die jeweiligen Praktikumsbetreuer*innen begleitet.

Modulgruppe II/3 Praxissemester
Modulgruppe II/3 Praxissemester, Studien- und Prüfungsordnung 2019

In dieser Modulgruppe müssen 2 Leistungsnachweise erbracht werden; einer für das Praktikum selbst (28 ECTS-Leistungspunkte) und ein weiterer für den Praktikumsbericht (2 ECTS-Leistungspunkte). Beide Leistungsnachweise sind unbenotet.

In dieser Modulgruppe gibt es eine Vielzahl von Angeboten: Projektwochen (24PSs-PW – eine ist sogar Pflicht!), interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Angebote aus dem Flex-Programm der FH (24PSs-FL), Organisation eigener (Design-)Projekte (24PSs-PO) sowie vertiefende Angebote aus dem Bereich der Werkstätten (24PSs-HT) oder in den Atelier-Formaten (24PSs-AT). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit einem Tutoring erste kleine Lehrformate (in Begleitung eines/einer Professor*in) anzubieten und kreditieren zu lassen (24PSs-T).

Modulgruppe II/4 Perspektiven & Social Skills
Modulgruppe II/4 Perspektiven & Social Skills, Studien- und Prüfungsordnung 2019

In dieser Modulgruppe müssen insgesamt 8 ECTS-Leistungspunkte erbracht werden; dazu sind drei bis vier Leistungsnachweise nötig, weil die Leistungspunkte je nach kurz-individuellem Arbeitsumfang unterschiedlich bemessen werden können.

Die Bachelorthesis, die individuelle Abschlussarbeit, wird durch ein Cluster von drei Modulen abgebildet: die Konzeption und der Entwurf im Rahmen der Bachelorarbeit selbst (25BA), die persönliche Werkübersicht im Rahmen des Bachelorportfolios (25BP) sowie die Präsentation und Argumentation im Rahmen der Bachelordisputation (25BD).

Modulgruppe II/5 Bachelorthesis
Modulgruppe II/5 Bachelorthesis, Studien- und Prüfungsordnung 2019

Die Bearbeitungszeit beträgt 3 Monate; die Themen für die Bachelorarbeit werden selbst gewählt und mit den hierfür ebenfalls selbstgewählten Betreuer*innen im Vorfeld des Anmeldetermins abgestimmt.

Eindrücke aus dem Studium

Lehrende im Studiengang Interfacedesign

Prof. Dr. Marian Dörk
Forschungsprofessor für Information Visualization & Management
Prof. Dr. Frank Heidmann
Forschungsprofessor für Design of Software Interfaces
Studiengangsleiter für Design (M. A.)
Prof. Constanze Langer
Professorin für Visual Interface Design
Prof. Dr. Sebastian Meier
Professor für die Gestaltung von Wissensvermittlung
Boris Müller
Professor für Interaction Design
Prof. Reto Wettach
Professor for Design of Physical and Virtual Interfaces
Honorarprofessorin im Studiengang Interface Design
Professorin für Elementares Gestalten – Form und Prozess

Modulhandbücher & Ordnungen

Eine detaillierte Beschreibung der Studieninhalte, wie zum Beispiel Studienverlaufspläne und Beschreibungen einzelner Module des Studiengangs Interfacedesign finden Sie im Modulhandbuch sowie in der fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnung.
Weitere Dokumente können in den Amtlichen Bekanntmachungen recherchiert werden.

Berufliche Perspektiven

Berufliche Perspektiven

Interfacedesigner*innen haben ein klares Berufsbild: Sie sind Expert*innen für die Gestaltung von digitalen Produkten. Dabei spielen Themen wie Benutzerfreundlichkeit ebenso eine Rolle wie Ästhetik und soziale und ökologische Verantwortung. Interfacedesigner*innen arbeiten in verschiedensten Branchen. Schon während des Studiums können Studierende von dem großen Netzwerk der FH Potsdam profitieren und erste Projekte in Kooperation mit Firmen, Institutionen und Partnerhochschulen realisieren.

Teilnehmende eines Workshops sitzen mit Laptops gemeinsam am Tisch.

Perspektiven in der Wirtschaft und Industrie

Interfacedesigner*innen können verschiedene Aufgaben erfüllen und bei Entwicklungsprozessen als Planer*innen, Entwickler*innen oder Strateg*innen arbeiten – egal ob in Festanstellung oder auf selbständiger Basis. Erfahrene Interfacedesigner*innen agieren meist in Leitungsfunktionen und übernehmen die Projektplanung und -betreuung sowie Beratung. Typische Arbeitgeber im Bereich Interfacedesign sind:

  • Design-Agenturen
  • Kommunikations-Agenturen
  • IT-Unternehmen 
  • Industrie, z. B. Spielindustrie
Software für einen 3D-Bioprinter der Firma Cellbricks

Perspektiven in der Wissenschaft und Forschung

Im Bereich Forschung steigt die Nachfrage nach Interfacedesigner*innen stetig. Das Aufgabenspektrum umfasst die Entwicklung von Interfaces für neue Anwendungen sowie die eigentliche Forschung, wie zum Beispiel an Brain-Computing-Interfaces, wo Interfaces mit Gedanken gesteuert werden. Absolvent*innen finden Stellen u. a. in:

  • Instituten
  • Forschungslaboren
  • Hochschulen
Box mit Stiften für einen Design-Workshop

Master-Studium

Absolvent*innen des Bachelor-Studiengangs Interfacedesign können ihr Wissen in einem weiterführenden Studium ausbauen und Fachkenntnisse aneignen. Im Fokus des Master-Studiengangs Design steht die Wissenschaft und Forschung. Sie beschäftigen sich in diesem Studiengang ausführlich mit speziellen Forschungsfragen und arbeiten an Forschungsprojekten mit. Anschließend können Sie den Weg zur Promotion einschlagen.

Design (M. A.)

Kooperationspartner*innen

Der Studiengang Interfacedesign verfügt über ein großes, internationales Netzwerk von Firmen, Institutionen und Partnerhochschulen, mit denen regelmäßig gemeinsame Projekte und Seminare durchgeführt werden. 

Seit Gründung des Studiengangs spielen Fragen der Forschung und Entwicklung eine wesentliche Rolle in der Lehre. So werden Seminare und Projekte oft in Kooperation mit Partnern aus Industrie, Behörden und Forschungseinrichtungen durchgeführt.

Mit folgenden Firmen und Institutionen hat der Studiengang Interfacedesign in den letzten Jahren kooperiert: 

SAP, Deutsche Telekom AG, Cornelsen, IDEO, comdirect, N26, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, GeoForschungsZentrum Potsdam, Deutsches Archäologisches Institut, Umweltbundesamt, Microsoft Research, Berliner Senatsverwaltung, Polizei Brandenburg, Hasso-Plattner-Institut für Softwaretechnik, Energieagentur Rheinland-Pfalz, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, United Nations, Goethe-Institut Moskau, Jüdisches Museum Berlin, Bode-Museum, Volkswagen, BMW, Porsche, Miele, Recaro, HERE, ZDF, Bayerischer Rundfunk, Filmmuseum Potsdam

Forschung
Geovisualisierung DIGENTI
Interaktiver Prototyp aus dem Forschungsprojekt DIGENTI - Multi-modal Interaction for Disaster Management © Interaction Design Lab der FHP

Forschung im Studiengang Interfacedesign

Der Studiengang Interfacedesign forscht in aktuellen Themenfeldern der Mensch-Computer-Interaktion und Informationsvisualisierung. Er beteiligt sich an nationalen und internationalen Forschungsvorhaben und betreibt Auftragsforschung für Unternehmen und Institutionen. Schließlich integriert er systematisch forschendes Lernen in das Lehrveranstaltungsangebot seiner Bachelor- und Masterstudiengänge. 

Die projektorientierte Modulstruktur des Studiums ermöglicht die frühe Beteiligung von Studierenden an Forschungsvorhaben. Die Studierenden profitieren von der Nähe zu neuesten Entwicklungen im Interfacedesign, die häufig noch keinen Einzug in Lehrbücher gefunden haben. Studierende werden systematisch an die Methodik moderner Designforschung herangeführt. Sie erlangen auf diese Weise ein Kompetenzprofil, das sie für hochqualifizierte Tätigkeiten in der Interface-, Produkt- und Serviceentwicklung qualifiziert, ebenso wie für stärker forschungsorientierte Tätigkeiten in Wissenschaftseinrichtungen.

Die Forschungsaktivitäten im Interfacedesign werden im Interaction Design Lab (IDL) und im Urban Complexity Lab gebündelt.

Aktuelle Forschungsprojekte im Interfacedesign

Weitere Projekte
Fünf Karten mit Visualisierungen zu Energie, Mobilität, Abfall, Landwirtschaft und Gebäude

KLIMAKARTEN: Visualisierung lokaler Klimazukünfte

Kooperation zwischen Tageszeitung taz und UCLAB mit dem Ziel, Klimazukünfte über verschiedene Kanäle mittels Datenvisualisierungen zu vermitteln. Dazu wurden sowohl physische als auch digitale Postkarten mit Visualisierungen zu verschiedenen Aspekten des Klimaschutzes in Deutschland gestaltet und produziert.

Quadratische Bildausschnitte sind in ihren unterschiedlichen Größen zu einem mosaikartigen Layout zusammengefügt

Close-Up Cloud: Eine experimentelle Visualisierung zur Erkundung von Bildsammlungen

Die Close-Up Cloud stellt einen Visualisierungsansatz vor, der die Trennung von Übersicht und Detail in Frage stellt. Dafür werden die ikonografischen Details von Bildern zusammengefasst, um visuelle Muster in einer Sammlung aufzudecken und die Exploration durch den Bestand anzuregen.

Tausende von Münzen bilden verschieden große Haufen, die entlang von Material und Herkunft arrangiert sind

COINS: Visualisierung einer numismatischen Sammlung

In diesem Projekt untersuchen wir das Potenzial dynamischer Arrangements einer umfassenden Münzsammlung anhand verschiedener Facetten wie Herkunft, Materialart, Zeitraum, Gewicht und Größe. Die resultierenden Layouts verschieben die Grenze zwischen der physischen Anzeige von Münzen und der Darstellung abstrakter Datenmuster, die die Sammlung charakterisieren.

Schriftzug "Zugang Einbeziehung Teilhabe Anerkennung"

Inter…was? Intersektionalität! Eine visuelle Einführung

Was ist Intersektionalität? Wie hängen Diskriminierung und Privilegien zusammen? Was bedeutet intersektionelle Diskriminierung? Diese Fragen werden in dem webbasierten Artikel "Inter...was? Intersektionalität! Eine visuelle Einführung" beantwortet. Mit einer Kombination aus Text, animierter Illustration und interaktiver Datenvisualisierung bietet er eine Einführung in das gesellschaftlich…

Was ist (Interface-)Designforschung?

Moderne Designforschung ist interdisziplinär und verbindet die Gestaltungs- und Methodenkompetenz von Designer*innen mit Problemlösungsstrategien und Forschungszugängen anderer Disziplinen. Im Kern der Designforschung an der Fachhochschule Potsdam steht die Konzeption und gestalterische Umsetzung von neuen Problemlösungen für einen ästhetischen, intuitiven, sinnvollen und emotional ansprechenden Umgang mit digitalen Technologien, Produkten oder Services. 

Auslöser von Forschungsprojektenim Interfacedesign sind oft ganz konkrete Fragestellungen: Wie können wir uns vor zu vielen Informationen schützen und unsere Privatsphäre wahren? Wie sieht die Interaktion mit dem Internet der Dinge aus? Wie kann die Visualisierung und Vermittlung von Klimaszenarien unser Verhalten im Hinblick auf die Erderwärmung verändern? Wie kann man neuartige und interaktive Zugänge zu kulturellen Sammlungen entwickeln? Können digitale Technologien bei der Behandlung von psychischen Krankheiten unterstützend wirken? Wie können Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen an einem großen, interaktiven Tisch – z. B. nach einer Naturkatastrophe oder bei der Planung neuer Verkehrswege in der Stadt – am besten gemeinsam arbeiten? Wie interagieren sie am einfachsten mit den auf Karten oder Diagrammen abgebildeten Informationen? Wie können sie am schnellsten Objekte auf der Karte markieren? Und wie kommen diese Informationen schnell auf ihre Smartphones, um sie später mobil – z. B. in der Stadt – zu nutzen?

Solche und viele weitere Fragen sind typisch für unsere Forschungsprojekte. 

Die Lösungen werden der Regel in Form von Prototypen umgesetzt und gemeinsam mit potenziellen Nutzer*innen evaluiert. Prototypen machen unsere Ideen für Dritte erfahrbar. Man kann sie ausprobieren, testen, und bekommt einen guten Eindruck, ob sie helfen, die jeweilige Problemstellung besser als bisher zu lösen. Eine hohe ästhetische Qualität unserer Prototypen ist ein durchgängiges Erfolgsmerkmal und kein Selbstzweck. Im Gegenteil, zahlreiche Studien belegen den positiven Zusammenhang zwischen Schönheit und anderen Produkteigenschaften wie Usability.  

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Screenshot der Visualisierung "cf city flows"
Visualisierung von Fahrradrouten in verschiedenen Städten © Urban Complexity Lab der FHP

Daten- und Informationsvisualisierung

Typische Problemstellungen sind Fragen nach der ästhetischen und benutzerfreundlichen Visualisierung großer Datenmengen. Die Datenquellen in unseren Projekten sind sehr vielfältig. Sie können öffentliche Daten aus dem Stadtraum sein, aber auch in der Gesundheits- und Umweltforschung, in der Logistik oder im Bereich der IT-Sicherheit fallen immer mehr Daten an, die für verschiedene Zielgruppen sinnvoll und ästhetisch hochwertig aufbereitet werden müssen. In UCLAB beschäftigen wir uns vor allem mit der Entwicklung neuer kartografischer und kultureller Visualisierungen für Daten- und Informationsströme in der digitalen und sozialen Stadt.

Screenshot des Energieatlas Rheinland-Pfalz
© Interaction Design Lab der FHP

Sustainable Interaction Design

Können Computer den Menschen dazu bringen, das Richtige zu tun? Seit einigen Jahren werden mit dem Begriff »Sustainable Interaction Design« Forschungsarbeiten im Design zusammengefasst, die Hoffnungen schüren, Einstellungs- und Verhaltensänderungen hin zu nachhaltigeren Lebens- und Arbeitsstilen durch digitale Produkte und Services (z. B. als Smartphone-App) anstoßen zu können. Häufig geht es dabei darum, das eigene Verhalten sichtbar zu machen, in Relation zu anderen Menschen zu setzen und Ziele für ein ökologisch sinnvolleres Leben zu vorzuschlagen und mit anderen zu teilen. 

Forschungsrelevant

PhD-Track

Masterabsolvent*innen mit überdurchschnittlichem Interesse an Forschungsfragen und hoher Motivation für eine wissenschaftliche Karriere bietet der Studiengang einen etablierten Weg zur Promotion.

Durch die Beteiligung an Graduiertenkollegs und langjährige Forschungskooperationen mit renommierten Hochschulen im In- und Ausland bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für die notwendige kooperative Betreuung unserer Doktorand*innen an einer Universität. Die Auswahl und Anbindung an universitäre Disziplinen erfolgt in Abhängigkeit des Themas. 

Die Fachhochschule Potsdam schreibt regelmäßig eigene Promotionsstellen aus. Ebenso bieten die beiden mit dem Studiengang assoziierten Research Labs – das Interaction Design Lab (IDL) und das Urban Complexity Lab – wissenschaftliche Mitarbeiter*innenstellen mit der Option zur Promotion an.

Bei Interesse an einer Promotion im Kontext der Mensch-Computer-Interaktion sowie Geo- und Informationsvisualisierung wenden Sie sich bitte an die Studienberatung.

Auftragsforschung

Mit dem Interaction Design Lab (IDL) hat der Studiengang ein Labor angewandter Forschung etabliert, das Kunden aus Wirtschaft und Verwaltung bei der Entwicklung innovativer Mensch-Computer-Schnittstellen und digitaler Services unterstützt. 

Im IDL werden Benutzungsschnittstellen hoher User Experience für Enterprise-, Industrie-, Medizin- und E-Government-Anwendungen sowie für Consumer-Produkte unter Nutzer*innen-Beteiligung konzipiert, gestaltet, als Prototypen umgesetzt, und mit modernen Evaluationsverfahren auf ihrer Wirkung und Angemessenheit hin untersucht.
Ein Schwerpunkt der letzten Jahre lag in der Entwicklung großer, webbasierter Wissensportale (Science Communication), z. B. für die Helmholtz-Zentren, das Deutsche Archäologische Institut oder das Umweltbundesamt. Dabei ist es das Ziel, komplexe wissenschaftliche Themen für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen.

Bücherstapel

Literaturliste

Empfohlene Literatur für den Studiengang Interfacedesign finden Sie in unserer Literaturliste.

Literaturliste

Bewerbung & Kontakt
Grafitti mit dem Schriftzug "gekommen, um zu bleiben"

Bewerbung

An der Fachhochschule Potsdam können Sie sich für den Bachelor-Studiengang Interfacedesign und den Master-Studiengang Design mit Schwerpunkt Interfacedesign bewerben. 

Das Bewerbungsverfahren für den Studiengang Interfacedesign verläuft genauso wie die Bewerbung für die Bachelor-Studiengänge Kommunikationsdesign und Produktdesign. Ab Anfang Januar ist das Bewerberportal des Fachbereichs geöffnet. Bis zum 01. April jeden Jahres können Sie sich dann online auf einen Studienplatz bewerben. Nach der Online-Bewerbung erhalten Sie eine Hausaufgabe, die Sie eigenständig bearbeiten sollen und dann bei der Aufnahmeprüfung präsentieren. Die Aufnahmeprüfung findet üblicherweise im Mai statt. 

Zur Aufnahmeprüfung müssen Sie auch eine Mappe Ihrer bisherigen kreativen Arbeiten mitbringen. Wir fassen den Begriff »Mappe« sehr flexibel auf – es müssen keine Zeichnungen und Bilder sein. Siehe dazu auch unsere FAQ

Eignungsprüfung & Immatrikulation

Die Immatrikulation ist immer vom 15.06. bis zum 15.07. zum nächsten Wintersemester möglich. Bewerbungen auf ein höheres Fachsemester sind vom 15.05. bis 15.07. möglich. Wenn Sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, können Sie einen Immatrikulationsantrag stellen. Beachten Sie hierfür die folgenden, studiengangsspezifischen Angaben:

Zugangsvoraussetzungen

Für die Immatrikulation in den zulassungsfreien Bachelorstudiengang Interfacedesign benötigen Sie eine Hochschulzugangsberechtigung gemäß Brandenburgischem Hochschulgesetz. Diese Hochschulzugangsberechtigung umfasst die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte berufspraktische Vorbildung.
Eine weitere Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an der studiengangsbezogenen Eignungsprüfung.

Anmeldung zur Eignungsprüfung

Die studiengangsbezogene künstlerisch-gestalterische Eignungsprüfung findet jährlich im Mai statt. Sie können sich bis zum 01.04. (Ausschlussfrist) zur Eignungsprüfung anmelden. Zur Anmeldung werden noch keine Zeugnisse benötigt.

Nach der Sichtung aller Anmeldungen teilen wir Ihnen den Termin der Eignungsprüfung und das Thema der Hausarbeit mit.

Folgende Aufgaben sind nach der Anmeldung zu erledigen:

  • den mitgeschickten Bewerbungsbogen ausfüllen und mit einem korrekt addressierten Rückumschlag (0,85 Euro) zurückschicken (noch ohne Zeugnisse)
  • die Mappe mit maximal zehn eigenen Arbeiten griffbereit fertigstellen
  • sich der Hausaufgabe annehmen

Anmeldung zur Eignungsprüfung

Prüfung

Die Eignungsprüfung besteht aus den folgenden Teilen:

  • Präsentation der Hausarbeit, verbunden mit einem Gespräch vor der zuständigen Prüfungskommission
  • Vorlage von maximal zehn Arbeitsproben der jüngsten Zeit auf Verlangen der Prüfungskommission (Bildmaterial bis zum Format DIN A0, Computerdarstellungen auf eigenen Rechnern, dreidimensionale Anschauungsobjekte)

Die Campusambulanz – ein Team engagierter Studierender – ist vor Ort und sorgt für eine nette und schöne Atmosphäre zwischen all den neuen Eindrücken. Auf der Webseite der Campusambulanz finden Sie außerdem viele hilfreiche Tipps und Antworten zu den häufigsten Fragen rund um die Eignungsprüfung im Fachbereich Design. 

Bewertungskriterien

Die Bewertungskriterien der künstlerisch-gestalterischen Eignung sind die Darstellung eigener Ideen, die Abstraktionsfähigkeit, Kreativität, Technik und Handwerk, kommunikative Fähigkeiten und die designspezifische Begabung.

Nach der Eignungsprüfung beraten sich die einzelnen Prüfungskommissionen und entscheiden, ob die Eignung festgestellt werden konnte. Sie erhalten in den darauffolgenden Wochen einen Brief, in dem Sie über das Ergebnis informiert werden. Im Falle, dass die Eignungsprüfung bestanden wurde, können Sie die Immatrikulation beantragen.

Immatrikulationsantrag

Der Immatrikulationsantrag wird online im MyCampus-Hochschulportal der Fachhochschule Potsdam gestellt. Nach Eingabe der für die Immatrikulation erforderlichen Angaben wird ein Immatrikulationsantrag erstellt. Dieser Antrag ist unterschrieben und postalisch zusammen mit der Hochschulzugangsberechtigung in Papierform bei der FH Potsdam einzureichen. Ob Sie darüber hinaus noch weitere Dokumente einreichen müssen, entnehmen Sie bitte dem Immatrikulationsantrag. Für die Einreichung gilt der letzte Tag des Immatrikulationszeitraums (15.07.). Maßgeblich ist der Posteingang an der FH Potsdam.

Einzureichende Unterlagen

  • amtlich beglaubigte Kopie der Hochschulzugangsberechtigung bzw. des Hochschulabschlusszeugnisses 
  • Versicherungsnachweis der gesetzlichen Krankenversicherung für Studierende bzw. Nachweis der Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht
  • Einzahlungsbeleg oder Auftragsbestätigung des Semesterbeitrags
  • Lichtbild für die Ausstellung der Campus.Karte
  • ggf. Exmatrikulationsbescheinigung der zuletzt besuchten Hochschule
  • ggf. weitere Unterlagen gemäß Immatrikulationsantrag
Eindruck der Eignungsprüfungen am Fachbereich Design

Eindrücke von der Eignungsprüfung

Für einen Eindruck der Eignungsprüfung lohnt sich ein Blick in das Video der FHP-Campusambulanz. Die Campusambulanz – ein Team engagierter Studierender – ist immer vor Ort und sorgt für eine nette und schöne Atmosphäre zwischen all den neuen Eindrücken. Auf der Webseite der Campusambulanz finden Sie außerdem viele hilfreiche Tipps und Antworten zu den häufigsten Fragen rund um die Eignungsprüfung im Fachbereich Design. 

Website der Campusambulanz

Girlande mit internationalen Flaggen

Internationale Bewerber*innen

Sie möchten sich für ein Studium ab dem ersten oder einem höheren Fachsemester bewerben und haben Ihren Schulabschluss und/oder Hochschulabschluss im Ausland erworben? Dann können Sie sich im Ausland erworbene Abschlüsse und Leistungen anerkennen lassen und bei uns studieren.

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