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Urbane Zukunft (M. A.)

Fachbereich STADT | BAU | KULTUR
Blick auf Berlin mit Fernsehturm

Die Transformation urbaner Räume zu nachhaltigen Strukturen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Diese Transformation umfasst gleichermaßen und einander bedingend ökologische, räumliche, bauliche, soziale, kulturelle, gestalterische, infrastrukturelle, technologische und ökonomische Aspekte, für deren Herausforderungen es keine einfachen und sektoralen Lösungen gibt. Der forschungsorientierte Masterstudiengang Urbane Zukunft befähigt Sie, vernetzt zu denken und interdisziplinär zu arbeiten, Ihre Kreativitäts- und Innovationspotenziale zu erschließen und profunde Kenntnisse und Kontakte für die forschende Praxis zu erwerben.

Abschluss:
Master of Arts
Studienform:
Vollzeitstudium
Lehrsprache:
Deutsch
Regelstudienzeit:
4 Semester
Studienbeginn:
Wintersemester
Bewerbungsfrist:
25.05. – 15.06. (NC-Studiengang)
Voraussetzungen:
Thematisch einschlägiger erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss
Leistungsumfang:
120 ECTS
Modulhandbücher & Ordnungen
Das Studium

Die Stadt von morgen studieren

Der Masterstudiengang Urbane Zukunft bietet Studierenden unterschiedlicher fachlicher Herkunft die Möglichkeit zu einem inter- und transdisziplinären Studium urbaner Transformationsprozesse. Sie erwerben die erforderlichen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen und Kenntnisse, die Sie zum selbstständigen, wissenschaftlichen, kreativen und interdisziplinären Arbeiten, zur kritischen Reflexion wissenschaftlicher Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln im Kontext urbaner Transformationsprozesse befähigen. In jedem Studienjahr gibt es ein spezifisches Jahrgangsthema, zu dem vertiefte inhaltliche Kenntnisse und Kontakte in die forschende Praxis aufgebaut werden.
Zu den großen Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung gehören der demographische Wandel, Strategien zum Klimaschutz, Maßnahmen in Folge sozialer Segregation, Beteiligungsprozesse und Big Data im Kontext urbaner Infrastruktur (Smart Cities). Der Master Urbane Zukunft vermittelt die fachlichen und methodischen Kompetenzen, die nötig sind um, fundierte Analysen dieser Aufgaben durchzuführen und integrale Lösungen zu entwickeln.

Hinsichtlich der disziplinären Spezialisierung werden drei thematische Vertiefungsrichtungen angeboten, die zentrale Aspekte urbaner Systeme beschreiben und in deren Zentrum die Gestaltung räumlicher, gesellschaftlicher, infrastruktureller, kultureller und ästhetischer Prozesse und Strukturen stehen – jeweils aus unterschiedlicher Perspektive: die gebaute, soziale, und digitale Stadt.

 

Gebaute Stadt
  • Zukunftsfähige Infrastrukturen
  • Nachhaltige Quartiersentwicklung
  • Urbaner Metabolismus
Soziale Stadt
  • Demographischer Wandel, Heterogenität und soziale Ungleichheit
  • Partizipation und aktive Gestaltung von Transformationsprozessen
  • Einstellungs- und Verhaltensveränderungen
Digitale Stadt
  • Big Open Data & Smart Citizens
  • Informationsvisualisierung
  • Digitalisiertes Kulturgut

Passt dieser Studiengang zu Ihnen?

Der Studiengang Urbane Zukunft richtet sich an Sie, wenn Sie forschungsinteressiert sind und sich bereits in ihrem Bachelorstudium entweder mit baulichen, sozialwissenschaftlichen oder informationstechnologischen Fragestellungen auseinandergesetzt haben. Im Master werden Sie im Kontext urbaner Entwicklung befähigt, vernetzt zu denken und interdisziplinär zu arbeiten sowie Ihre Kreativitäts- und Innovationspotenziale zu erschließen. Ihnen werden profunde Kenntnisse und Kontakte in die forschende Praxis ermöglicht. Die Vielfalt an inhaltlichen und methodischen Themen und Fragestellungen, die in der Komplexität des Themas „Urbane Zukunft“ liegen, lässt sich in einem viersemestrigen Masterstudium keinesfalls vollständig abbilden. Um so wichtiger ist es, im Studium eine Haltung lebenslangen forschenden Lernens einzuüben, um sich kompetent im weltweiten und sich stetig wandelnden Wissensangebot zu bewegen.

Poster "Die Stadt von morgen studieren"

Poster "Das Studium in Struktur und Praxis"

Kontakt

Studienfachberatung

Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula

Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula

Forschungsprofessor für ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen
Studiengangsleiter Urbane Zukunft (M.A.)

Social Media

Berufliche Perspektiven

Berufliche Perspektiven

Sie werden zur inter- und transdisziplinären Erforschung von Zukunftsvorstellungen ausgebildet, so dass Sie komplexe Lösungsansätze für eine nachhaltige urbane Entwicklung im Kontext von Bauen und Wohnen, technischer Infrastruktur und Mobilität sowie Demographie und Sozialstruktur entwickeln können. Dabei ist der kompetente Umgang mit Datenräumen und -visualisierungen und anderen digitalen Forschungsmethoden ein zentrales Querschnittsthema in allen genannten Themenbereichen.

In Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen aus der Wirtschaft, kommunalen Verwaltungen und wissenschaftlichen Einrichtungen entstehen umfangreiche Forschungsprojekte und Entwicklungsvorhaben. Diese ermöglichen Ihnen eine forschungsorientierte Studienstruktur und unmittelbare Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprozessen im Rahmen der Studienprojekte, Praktika und Masterarbeiten.

Als Leitbild dient das Konzept einer Transformationsmanagerin bzw. eines Transformationsmanagers, die bzw. der als Schnittstellen-Kommunikator*in insbesondere im Bereich von Stadtentwicklung sowie in der Kommunikation von politischen und gesellschaftlichen Einrichtungen oder Verbänden tätig ist. 

Mögliche Einsatzgebiete

  • Unternehmen und Institutionen, deren Aufgabe die Produktion, Gestaltung und Vermittlung städtischer Lebensräume ist, wie z. B. Consulting-Unternehmen, Interface- und Kommunikationsdesign, Forschung und Entwicklung im Bereich von Mensch-Maschine-Schnittstellen sowie Kulturarbeit, Medien und Kommunikation, Marketing und Tourismus
  • internationale Unternehmen mit einem Leistungsportfolio für urbane Services und Infrastrukturen
  • Start-Ups
  • internationale Organisationen
  • Zugang zu Führungspositionen und höheren Dienst

Wissenschaftliche Laufbahn

Durch die Berechtigung zum Erwerb einer Promotion eröffnet sich auch der Weg in eine wissenschaftliche Laufbahn, z. B. in universitäre oder außeruniversitäre Forschung und Lehre.

  • Der Ansatz dieses inter- und transdisziplinären Studiengangs ist absolut zeitgemäß, denn die Stadt als Kristallisationspunkt sozialer, ökonomischer, technologischer und ökologischer Entwicklungen erfordert unbedingt die Ausbildung von Kompetenzen, die man sehr schön mit dem Begriff Transformationsmanager*in auf den Punkt bringen kann.

    Beate Schulz-Montag
    foresightlab, Mitglied im Beirat
  • Stadt und Infrastruktur bilden eine Einheit, werden aber häufig getrennt voneinander gedacht. Es gab eine enge Koevolution zwischen Infrastruktur und Stadtentwicklung. Ich glaube wir müssen diesen koevolutionären Prozess wieder neu denken. Eine integrierte Entwicklung von Stadt und Infrastruktur, das ist für mich die zentrale Frage. Das ist die Metafrage, die hinter allem steht. Ziel des Studiengangs ist es, Stadt und Infrastruktur wieder als Einheit zu denken.

    Jens Libbe
    Deutsches Institut für Urbanistik, Mitglied im Beirat
Studieninhalte

Studienablauf

Die Regelstudienzeit für den Vollzeitstudiengang Urbane Zukunft beträgt vier Semester und schließt mit einem Master of Arts ab. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Modulhandbuch.

 

1. Semester

Visionen urbaner Zukünfte, Stadt als komplexes System, Methoden, Wahlfächer
2. Semester Inter- und transdisziplinäres Projekt, Methoden, Wahlfächer
3. Semester Forschungspraktikum, Wahlfächer
4. Semester Masterarbeit und Kolloquium

Studieninhalte

Im Masterstudiengang Urbane Zukunft studieren Sie mit einem hohen Projektanteil, der dazu dient, den im Studium vermittelten Forschungsstand praxisnah in machbare Konzepte für urbane Problemstellungen zu übersetzen und weiter zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt auf einer Förderung der Methodenkompetenz unter Berücksichtigung disziplinärer Vertiefung.

Module

  • Visionen urbaner Zukünfte
  • System Stadt
  • Zukunftsforschung
  • Reading Group
  • Data Science
  • Inter- und transdisziplinäres Projekt
  • Projekt- und Changemanagement
  • Modellierung komplexer Systeme
  • Individualisiertes Studium (Vertiefung nach Wahl zu Themen der gebauten, sozialen, kulturellen und digitalen Stadt, die zumeist in einem interdisziplinären Seminarkontext angeboten werden)

Forschungspraktikum

In Zusammenarbeit mit kommunalen und stadtbezogenen Partner*innen und unter der Supervision durch Lehrende führen Sie ein praxisorientiertes Forschungspraktikum über 560 Stunden durch.

Masterarbeit

  • Masterarbeit und Kolloquium mit begleitender Supervision

Lehrformate

  • Vorlesungen
  • Seminare
  • Reading Group

Modulhandbücher & Ordnungen

Nr. 437
gültig
Modulhandbuch für den Masterstudiengang Urbane Zukunft (PDF, 238.56 KB)
(zur Studien- und Prüfungsordnung ABK Nr. 436 vom 24.02.2022)
Nr. 436
gültig
Studien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Urbane Zukunft (PDF, 176.65 KB)
(zugehöriges Modulhandbuch ABK Nr. 437 vom 24.02.2022)

Ergebnisse aus dem Studiengang Urbane Zukunft (Auswahl)

2020

  • Daniel Almgren Recén: Urban Trees in Berlin - Challenges and potentials in a changing climate.
  • Pascal Schwerk: Agentenbasierte Modellierung eines Bikesharing-Angebots im suburbanen Raum. Eine praktische Modellentwicklung am Beispiel Luckenwaldes.
  • Nele Trautwein: Relevanz und Umsetzung stadtplanerischer Leitbilder am Beispiel des Leitbilds der Gartenstadt des 21. Jahrhunderts für die Neuen Stadtquartiere Berlins.
  • Caroline Zygmunt: Radverkehrsqualität im Berliner Planungsraum Boxhagener Platz.

2019

  • Clara Guigas: #bikingberlin. Entwurf einer datenbasierten Social Marketing Kampagnenstrategie zur Förderung von Fahrradmobilität in Berlin.
  • Felix Grünziger: Sozial-ökologische Transformation der Ernährungswirtschaft im Kontext eines digitalen Social Impact Start-ups - Wie lassen sich Nachhaltigkeitsziele im Bereich des biologischen Obst- und Gemüsehandels am Beispiel der Querfeld GmbH identifizieren und operationalisieren?
  • Ilya Alexander Yacine: Digitale Formen der Kollaboration. Eine Vergleichsanalyse von physisch und digital organisierten Projektinitiativen.
  • Janik Fechner: Partizipationsprozesse in der Entwicklung städtischer Quartiere - Auswirkungen von partizipativ gestalteten Stadtentwicklungsprozessen auf urbane Qualität.
  • Julia Ullrich: Berufsfelder im Kontext zukünftiger Arbeitswelten - Am Beispiel des Innovationsclusters Verkehr, Mobilität und Logistik.
  • Katharina Mayer: Welche Perspektive bietet die Genossenschaft sozialer Träger in der wachsenden Stadt Berlin bei der sozialen Wohnraumversorgung marginalisierter Gruppen?
  • Nathalie Wachotsch: Perspektiven queerer älterer Menschen auf den (Stadt-) Raum.
  • Nicolas Moegelin: Developing a business model for a Clean Air to Market concept.
  • Nicole Hengesbach: A Matter of Place? – Unpacking an Air Quality Data Assemblage.
  • Sarah Krebs: Vertikale Landwirtschaft im urbanen Raum - Chancen und Grenzen - Welche Projekte können hier als Vorbild dienen?
  • Tobias Kauer: tales of a street - Mixed-Methods Mapping of Local Knowledge.

2018

  • Sebastian Gütte: Kommunikation von Energie- und Stoffströmen als Werkzeug für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.
  • Sonja Spital: Wohnen und Resilienz - Cluster-Wohnungen als eine Antwort auf Herausforderungen des Wohnens.

Mapping Cities – Making Cities.
Ergebnisse aus interdisziplinären Projektkursen, in denen sich Studierende aus Urbane Zukunft und Interfacedesign der visuellen Analyse und Kommunikation von Stadtdaten widmen.

Im Seminar "Visionen urbaner Zukünfte" werden in interdisziplinärer Teamarbeit reale Fragestellungen zur urbanen Zukunft entwickelt und mittels Posterpräsentationen zur Diskussion gestellt.

Forschungsprojekte

Weitere Projekte
Fahrradfahrende in einer Stadt mit grünen Bäumen und modernen Gebäuden

SpaceForce: Affektive Kraftfelder im Stadtraum

Was macht städtische Orte attraktiv? Diese Frage ist wissenschaftlich ebenso wie politisch aktuell angesichts urbaner Herausforderungen wie Bevölkerungsanstieg, steigenden Mieten und verschärfter sozialer Segregation zwischen mehr und weniger attraktiven Stadtteilen.

THEMIS.COG: Theoretische und empirische Modellierung von Identitäten und Einstellungen in kollaborativen Gruppen

Das Forschungsprojekt THEMIS.COG untersucht soziale und psychologische Mechanismen von selbstorganisierter Zusammenarbeit.

Logo des Forschungsprojekts "Visualisierung bibliographischer Daten und Inhalte"

Visualisierung bibliographischer Daten und Inhalte

Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek zur Erforschung interaktiver Visualisierungen eines umfassenden bibliographischen Bestandes

Im Studium

Auf den Seiten des Fachbereichs STADT | BAU | KULTUR finden Sie weitere nützliche Informationen und Dokumente zum Studiengang gebündelt, zum Beispiel zur Studienorganisation, dem Vorlesungsverzeichnis und das Forschungspraktikum. Darüber hinaus werden dort aktuelle Projekte des Studiengangs vorgestellt.

Weitere Informationen zum Studium

Kontakt

Studienfachberatung

Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula

Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula

Forschungsprofessor für ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen
Studiengangsleiter Urbane Zukunft (M.A.)
Jahrgangsthema

Jahrgangsthema 2022/2023

Smart City Potsdam

Mit Smart Cities werden zumeist Städte bezeichnet, die durch den allgegenwärtigen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) intelligente Vernetzungen ver-schiedener Lebensbereiche und Infrastruktursektoren ermöglichen, um dadurch eine höhere Lebensqualität und eine Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz zu erzielen. [i]
Innovationen von technischen Infrastrukturen hatten schon immer große Auswirkungen auf Stadtentwicklungsprozesse und die urbane Lebensweise. So führten beispielsweise die Entwicklungen in der Siedlungswasserwirtschaft, in der Energieversorgung oder in Kommunikationssystemen seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu neuen Arbeits-, Mobilitäts- und Konsum- mustern und Ressourcenregimes. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind Grundlage vieler aktueller technischer, kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen, wie beispielsweise Smart Homes, New Work, Plattformökonomien oder Industrie 4.0.

Grafik zur Verzahnung von erneuerbarer Energie mit der technischen Infrastruktur im Rahmen von Smart Cities

Im Juli 2021 wurde die Landeshauptstadt Potsdam von dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ [ii] mit dem Antrag „Smart City Potsdam – Innovativ. Grün. Gerecht. Zusammen schaffen wir eine nachhaltige Stadt für morgen!“ [iii] zusammen mit 27 weiteren Städten für die Förderung ausgewählt.  
Die Landeshauptstadt will die Förderung dafür einsetzen,

  • die Chancen der Digitalisierung für die Daseinsvorsorge zu nutzen,
  • dem Klimawandel entgegenzuwirken und
  • die Beteiligungsmöglichkeiten der Potsdamerinnen und Potsdamer auszubauen. [iv]

In diesem Jahrgang untersuchen wir am Beispiel von Smart City Potsdam, wie Kommunen die Digitalisierung für eine nachhaltige, integrierte und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung nutzen können, welche Chancen und Potenziale damit verbunden sind, aber auch welche Herausforderungen die digitale Transformation an Kommunen stellt.

Was charakterisiert eine Smart City und welche Auswirkungen sind durch den Einsatz innovativer Technologien auf städtische Lebensweisen, Planungsprozesse, Stadtentwicklung und Stadtgestalt und die diesen Aktivitäten zugrundeliegenden Beteiligungsstrategien zu erwarten? Aufbauend auf einer umfangreichen Recherche zu Smart City-Strategien verschiedener Städte sollen in kleinen Arbeitsgruppen die Akteursnetzwerke, die Strategien und die geplanten Umsetzungsmaßnahmen in Potsdam im Dialog mit den Akteur*innen untersucht und in einer Projektarbeit visionäre, praktikable und strategische Lösungsansätze entwickelt
werden.

Quellen:
[i] BBSR, BMI (2021): Smart City Charta. Digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig gestalten. (22.02.2022).
[ii] BMWSB: Smart City Dialog, (o.D.), www.smart-city-dialog.de/ (22.02.2022).
[iii] LH Potsdam: Potsdam wird Smart City-Modellkommune, (o.D.), www.potsdam.de/potsdam-wird-smart-city-modellkommune (22.02.2022).
[iv] Vgl.: LH Potsdam: Potsdam wird Smart City Modellkommune. (o.D.).

 

Jahrgangsthema zum Download

 

Themenarchiv

Doing well by doing good: Unternehmerische Strategien für eine nachhaltige Gesellschaft

Die Menschheit muss in der nächsten Generation von einem Wirtschaftsmodell, in dem natürliche Ressourcen verbraucht werden, zu einem Modell kommen, bei dem sich Wirtschaften in die natürlichen Stoffkreisläufe einfügt. Wohlstand darf langfristig nicht auf Kosten der Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ressourcen gehen.

Grafik mit städtischen Gebäuden und Windrad
© Lena Zagora

Gleichzeitig leben (bei allen Fortschritten der Armutsbekämpfung) immer noch große Teile der Menschheit in unzureichenden Verhältnissen. Rund 700 Mio. Menschen haben allein keinen Zugang zu elektrischem Licht; weltweit beträgt das mittlere Einkommen kaum mehr als 200 Euro pro Monat pro Person. Vor diesem Hintergrund ist bei allem Engagement gegen den Klimawandel wichtig, dass für alle Menschen und Länder ein Recht auf (wirtschaftliche) Entwicklung gilt, ähnlich wie sie der Westen in der ersten Welle der Industrialisierung schon genießen durfte Wir stehen daher vor der Herausforderung, die weltweiten wirtschaftlichen Verhältnisse schnell und massiv zu verbessern, trotzdem aber gleichzeitig den Ressourcen-verbrauch ebenso schnell und massiv zu verringern.

Was ist dabei die Rolle privater Unternehmen? Einerseits hat sich in der Geschichte privates Unternehmertum als ein effektiver und schneller gesellschaftlicher Mechanismus erwiesen, um möglichst schnell möglichst viel Wohlstand zu erzeugen. Andererseits müssen sich private Unternehmen (insbesondere im Diskurs westlicher Gesellschaften) oft den Vorwurf gefallen lassen, dass ihr Profitstreben auf Kosten von ökologischer Verantwortung geht. Die Erkenntnis, dass Unternehmen sich aktiv den Herausforderungen des Klimawandels stellen müssen, setzt sich auch bei Unternehmenslenker*innen zunehmend durch, wie beispielsweise bei Larry Fink: Der CEO des Vermögensverwalters Blackrock und damit verantwortlich für über 8.6 Billionen Dollar Anleger*innengelder, fordert einen „verantwortungsbewussten und transparenten Kapitalismus“ (Letter to CEOs 2020).

Eine ganze Reihe von renommierten Sachbuchautor*innen haben sich mit der konstruktiven Rolle von Unternehmen in der Klimakrise auseinander gesetzt – mit ermutigenden Ergebnissen wie z.B. Bill Gates, Andrew McAfee oder Steven Pinker. Viel Hoffnung wird dabei auf Startups gesetzt, wie beispielsweise Googles gerade gelaunchtes Startup-Accelerator-Programm für „Climate Change“ zeigt.

In diesem Kontext stehen Fragen wie die folgenden im Fokus der Projekte im kommenden Jahrgang des Masterstudiengangs Urbane Zukunft: Welche Verantwortung tragen Unter-nehmen für die erforderliche ökologische Wende? Lässt sich das Spannungsfeld von Profit-streben und Gemeinwohl auflösen? Oder gilt auch im 21. Jahrhundert noch: „The business of business is doing business“ (Milton Friedman), so dass ökologische Fragen allein in staatlicher Verantwortung liegen.

Aus der unternehmerischen Perspektive: Welche strategischen Folgen haben der Diskurs und das globale politische Handeln zu Nachhaltigkeit für die Geschäftstätigkeit? Welche Risiken ergeben sich aus künftiger umweltbezogener Regulierung (z. B. Verbot von Technologien wie Verbrennungsmotoren), Steuergestaltung (z. B. CO2-Besteuerung), Haftungsregeln (z. B. Lieferkettengesetz) oder öffentliche Diskurse (z. B. Reputationsverluste in sozialen Medien)? Welche Chancen ergeben sich umgekehrt durch neue Märkte (z. B. durch staatlich generierte Nachfrage oder verändertes Konsument*innenbewusstsein)?

Schließlich, ganz praktisch: Können wir eigene Ideen entwickeln für die aussichtsreiche Gründung eigener Unternehmen, die mit ihrem Geschäftsmodell einen Beitrag dazu leisten, die globalen sozialen und ökologischen Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen, aber auch ein gutes Einkommen generieren?

Der Masterstudiengang Urbane Zukunft wird bei diesem Jahrgangsthema eng mit der FHP Entrepreneurship School & Gründungsservice zusammenarbeiten, ein Projekt der FH Potsdam zur Ausbildung unternehmerischer Fähigkeiten und zur Unterstützung von Gründungen aus der Hochschule heraus.

Living Labs für die 2.000-Watt-Gesellschaft

„Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen.“ Der Titel des neuesten Buchs von Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman zeigt einmal mehr aktuelle Perspektiven und Handlungserfordernisse für eine nachhaltige Gesellschaft auf. [1] In 30 Jahren soll die gesamte Energieerzeugung in Deutschland nahezu CO2-neutral sein, um einen Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen des Klimawandels und Ressourcenschutzes zu leisten. Der Übergang in eine CO2-neutrale Gesellschaft erfordert neben technologischen Innovationen und einem gewaltigen Umbau der urbanen (Infrastruktur-) Systeme vor allem nachhaltige Lebensstile. Das berührt sämtliche Fragen des Wohnens und Arbeitens, des Mobilitäts- und Konsumverhaltens, der Ernährung und Nahrungsmittelproduktion. In der Schweiz wurde bereits vor mehr als 20 Jahren das Konzept der 2.000-Watt-Gesellschaft entwickelt. Als Zielgröße für eine nachhaltige Gesellschaft ist eine maximale, durchschnittliche Energieleistung von max. 2.000 Watt pro Einwohner definiert. Viele Schweizer Gemeinden haben dieses Konzept mittlerweile zum Leitbild ihrer Stadtentwicklung erhoben. [2] Da allein der Ernährungssektor durch Produktion, Weiterverarbeitung und Distribution von Nahrungsmitteln mit etwa 800 Watt mehr als ein Drittel des angestrebten Energiebudgets beansprucht, lässt erkennen, wie anspruchsvoll das formulierte Leitbild ist. Neben der 2.000-Watt-Gesellschaft werden wir uns u. a. auch mit anderen Leitbildern einer nachhaltigen Entwicklung wie „Der globale Green New Deal“ [3] oder „Zero Emissions Research and Initiatives (ZERI)“ [4] sowie mit Methoden zur Umweltbewertung beschäftigen. Aufbauend auf diesen Grundlagen entwickeln wir im Zusammenhang mit aktuellen Quartiers-entwicklungen Konzepte für Living labs (Reallabore) und untersuchen, welche Strategien, Maßnahmen und Transformationsprozesse zum Erreichen dieser Ziele erforderlich sind. Für die Besichtigung von Modellvorhaben ist zum Beginn des zweiten Semesters im April 2021 eine Exkursion in die Schweiz beabsichtigt.

[1] Ernst Ulrich von Weizsäcker, Anders Wijkman (2017): Wir sind dran. Club of Rome: Der große Bericht. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine neue Aufklärung für eine volle Welt.
[2] 2000-Watt-Areal, www.2000watt.swiss
[3] Jeremy Rifkin (2019): Der globale Green New Deal. Warum die fossil befeuerte Zivilisation um 2028 kollabiert – und ein kühner ökonomischer Plan das Leben auf der Erde retten kann.
[4] Gunter Pauli (2009/12): The Blue Economy. www.zeri.org

Resilienz und Transformation urbaner Systeme

Ob Klimaerwärmung, demographischer Wandel, Digitalisierungsprozesse, die Zukunft der Arbeit oder die Weiterentwicklung technischer Infrastruktursysteme - wenn es um die Anpassung an Veränderungen und die Gestaltung von Transformationsprozessen hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft geht, hat ein Konzept zur Erklärung von Entwicklungsdynamiken komplexer Systeme an Bedeutung gewonnen: Resilienz. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines komplexen Systems, trotz starker externer Störungen wieder in den Ausgangszustand zurückzukehren oder einen neuen Systemzustand zu etablieren, der gegenüber dem Ausgangszustand sogar ein verbessertes Systemverhalten aufweist. So verstanden beinhaltet Resilienz die inhärente Lern- und Entwicklungsfähigkeit eines Systems. In den letzten Jahren ist Resilienz zu einem Schlüsselbegriff im Diskurs einer nachhaltigen Stadtentwicklung geworden. Während Resilienz einerseits bisweilen als „neue Nachhaltigkeit“ gehandelt wird, so gibt es andererseits auch Kritik an der theoretischen Unschärfe und Praxisferne des Konzepts.

An konkreten Beispielen zur Stadt- und Quartiersentwicklung untersuchen wir, was das Resilienz-Konzept in Theorie und Praxis leistet. Wie müssen Smarte und lebenswerte Quartiere im 21. Jahrhundert beschaffen sein, um die Anforderungen an eine regenerative Energieversorgung, an nachhaltige Mobilität, an lokale Klimaanpassung, an sozialer Kohäsion und andere drängende Fragen zu erfüllen? Welche Rolle spielen zukünftig digitale Plattformen für die Planung und das Management von Quartieren? Können partizipative Planungsprozesse, Sharing Economy, neue gemeinschaftliche Wohnformen oder Gemeinschaftsgärten einen signifikanten Beitrag zur Quartiersentwicklung leisten? Und wie müssen Transformationsprozesse gestaltet sein, um diese Ziele zu erreichen? Im Mittelpunkt unserer Untersuchungen steht Berlin, das mit der geplanten Urban Tech Republic auf dem heutigen Flughafen Tegel, dem Neuen Gartenfeld und vielen anderen Quartiersentwicklungen bereits heute ein Reallabor urbaner Innovationen und eine Arena gesellschaftlicher Auseinandersetzungen ist. Zum Beginn des zweiten Semesters (April 2020) ist eine Exkursion in die Niederlande beabsichtigt, um uns über internationale Positionen zum Thema nachhaltige Quartiersentwicklung und Resilienz zu informieren.

Smart Cities interkulturell: Europa vs. Ostasien

Mit der Vision von „Smart Cities“ sind Hoffnungen verbunden, durch Verwendung neuer digitaler Technologien bessere Lösungen für die drängenden Probleme der Städte zu finden. Dazu gehören die dringend nötige Verringerung des Ressourcenverbrauchs und die Anpassung an den Klimawandel, intelligentere Formen von Mobilität, aber auch Fragen der sozialen Spaltung und demographischen Veränderung.

Während der Diskurs um Smart Cities und Nachhaltigkeit ein globaler ist und die Städte weltweit vor prinzipiell ähnlichen Herausforderungen stehen, beeinflussen kulturelle und historische Faktoren sowie unterschiedliche institutionelle Bedingungen die jeweilige regionale Perspektive auf urbane Zukünfte. Am Beispiel von europäischen und ostasiatischen Städten (z. B. in der Volksrepublik China, Taiwan oder Japan) stehen Fragen wie die folgenden im Fokus der Projekte im kommenden Jahrgang des Masterstudiengangs:

Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrgenommener urbaner Zukunftsherausforderungen und Visionen? Wie unterscheiden sich Nutzungsgewohnheiten und Bewertungen von Smart-City-Konzepten in verschiedenen Weltregionen? Wie beeinflussen unterschiedliche Einstellungen z. B. hinsichtlich Privatsphäre und Datensicherheit die Konzeption digitaler Services und digitaler Governance? Wie ist es um die allgemeine Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien, Nachhaltigkeitsparadigmen, Konsumorientierung, Partizipation etc. bestellt? Wie lassen sich angesichts differierender lokaler Bedürfnisse, Wertvorstellungen und Moralsysteme in verschiedenen Gesellschaften produktive und respektvolle globale Zukunftsdiskurse und Entwicklungsstrategien entwickeln? Welche Bedeutung haben Pfadabhängigkeiten (z. B. die organisch gewachsene europäische Stadt vs. zentralisiert geplante neue Smart Cities in Ostasien) für die Gestaltung zukunftsfähiger Städte?

Kern der thematischen Auseinandersetzung mit dem Thema wird ein Austausch mit Lehrenden und Studierenden der mit der FHP kooperierenden National Taipei University of Technology (Taipei Tech) in Taiwan sein. Es ist eine ca. 2-wöchige Exkursion vsl. im Mai oder Juni 2019 geplant mit einem Besuch des Perlflussdeltas (Hongkong, Guangzhou), einer Workshopwoche an der Taipei Tech gemeinsam mit dortigen Studierenden und vsl. einem Besuch eines global operierenden Mobilitätsunternehmens. Bei einer Bewerbung für den Masterstudiengang sollten daher ausreichende englische Sprachkenntnisse vorhanden sein sowie die Bereitschaft, sich an den Kosten für die Teilnahme an der Exkursion zu beteiligen. Die FH Potsdam wird sich bemühen, über eingeworbene Drittmittel einen überwiegenden Teil der Kosten zu finanzieren, aber mit einem Eigenanteil muss gerechnet werden.

Stadt.Land.Digital

Mit der Vision von „Smart Cities“ sind Hoffnungen verbunden, durch Verwendung digitaler Technologien bessere Lösungen für die drängenden Probleme der Städte zu finden. Dazu gehören die dringend nötige Verringerung des Ressourcenverbrauchs und die Anpassung an den Klimawandel, intelligentere Formen von Mobilität, aber auch Fragen der sozialen Spaltung, demographischen Veränderung und politischen Teilhabe. Allerdings bedeutet „Smart City“ für viele Akteure sehr verschiedene Dinge. Manche haben durchtechnisierte Metropolen vor Augen, in denen weltweite Technologiekonzerne die entscheidende digitale Infrastruktur bereitstellen. Andere sehen eher das Potenzial, durch günstige, leicht erlernbare und von individuellen Akteuren verwendbare Open-Source-Technologien auch marginalisierte soziale Gruppen und Regionen in die Lage zu versetzen, an einer intelligenten und sozial inklusiven „Stadt von Unten“ zu arbeiten. Die Projekte im kommenden Jahrgang des Masterstudiengangs bewegen sich im Spannungsfeld dieser unterschiedlichen Smart-City-Visionen, mit dem Ziel kritische und konstruktive Perspektiven auf die Rolle digitaler Technologien zu entwickeln. Dabei wird ein besonderes Augenmerk dem zurzeit häufig öffentlich diskutierten Gefälle zwischen städtischen und ländlichen Räumen gelten. Am Standort Potsdam ist dieses deutlich zu spüren: eine halbe Stunde Fahrzeit in die eine Richtung liegt die global bedeutende Metropole Berlin, eine halbe Stunde in die andere Richtung liegen Kleinstädte und Dörfer.

Fragen wie die folgenden wollen wir in den Master-Projekten unter dem Titel „Stadt. Land. Digital“ angehen: Wie unterschiedlich sind die Zukunftschancen und Herausforderungen in Metropolen und ländlichen Räumen? Sind die vermeintlichen Gegensätze unüberbrückbar? Wie sehen wünschenswerte und auch machbare Konzepte für „Smart Cities“ abseits der weltweit beachteten Leuchtturm-Metropolen aus? Kann die Digitalisierung auch zum Hebel für Selbstermächtigung und Einebnung sozialer Unterschiede werden? Wie können wir digitale Technologien einsetzen, um bessere Stadtplanungswerkzeuge zu entwickeln, die auf verschiedene Gegebenheiten angepasst sind und Partizipationsbedürfnissen Rechnung tragen (z. B. Simulationswerkzeuge, Datenvisualisierung, interaktive Karten, Augmented Reality)?

Intelligente Städte und Gemeinden im 21. Jahrhundert

Die Digitalisierung der Gesellschaft führt zu nachhaltigen Veränderungen in Städten und Kommunen. Diese Veränderungen sind u. a. getrieben von den Erfordernissen eines nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Ressourcen (Energie- und Stoffströme, Raumnutzung), von neuen technologischen Möglichkeiten und neuen Geschäftsmodellen (z. B. Car Sharing-Angebote, autonomes Fahren), durch soziale und demographische Prozesse (Wachstum/Schrumpfung, Individualisierung, Diversität) und neue Simulations-, Analyse- und Darstellungsweisen (Big Data, Systemmodelle, Informationsvisualisierung). Diese Veränderungen sind Bestandteil grundlegender gesellschaftlicher Transformationsprozesse und betreffen gleichermaßen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und kommunale Verwaltungen und andere Akteure in ihrer Alltagspraxis. Sie haben Auswirkungen auf städtische Infrastrukturen, auf Formen von Kommunikation und Mobilität, auf Arbeits- und Wohnformen. Studierenden und Dozenten untersuchen zusammen, wie „Intelligente Städte und Gemeinden im 21. Jahrhundert“ aussehen und welche Perspektiven und Einflussmöglichkeiten die verschiedenen städtischen Akteure auf diese Veränderungsprozesse haben.

Welche Rolle spielen die kommunalen Akteure wie Stadtverwaltungen oder Stadtwerke, wie müssen sie sich verändern, und wie können sie Transformationsprozesse beeinflussen oder steuern? Welche Chancen und Risiken ergeben sich aufgrund dieser Transformationsprozesse für Metropolregionen und ländliche Räume? Welche Forschungsmethoden oder digitale Planungs- und Simulationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, um mögliche zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und heute schon bessere Entscheidungen für morgen zu treffen?

Bewerbung & Immatrikulation

Bewerbung & Immatrikulation

Für den Studiengang Urbane Zukunft (M. A.) ist die Immatrikulation immer vom 25.05. bis zum 15.06. zum nächsten Wintersemester möglich. 
Wenn Sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, können Sie einen Immatrikulationsantrag stellen. Beachten Sie hierfür die folgenden, studiengangsspezifischen Angaben:

Zugangsvoraussetzungen

Für die Immatrikulation in den örtlich zulassungsbeschränkten Masterstudiengang Urbane Zukunft benötigen Sie einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, bei dem mindestens 180 ECTS erworben wurden, insbesondere aus:

  • technisch- und gestaltungsbezogenen Studienfächern (u. a. Architektur und Städtebau, Design, Stadt- und Raumplanung, Bauingenieurwesen)
  • sozialwissenschaftlichen Studienfächer (u. a. Soziologie, Psychologie, Soziale Arbeit,  Kulturarbeit, Politik, Geographie)
  • Studienfächern, die sich auf Daten und Informationsverarbeitung beziehen (u. a. Informatik, Informationswissenschaft, Statistik und Datenwissenschaft, Computervisualistik)

Einzureichende Unterlagen

Die Bewerbung erfolgt online im MyCampus-Hochschulportal der Fachhochschule Potsdam.
Bitte beachten Sie die Bewerbungsfrist in der rechten Spalte.
Zusätzlich zur Onlinebewerbung sind folgende Unterlagen in Papierform einzureichen:

  • Hochschulabschlusszeugnis(se) einschließlich Diploma Supplement bzw. aktuelle Leistungsübersicht mit den bisher erworbenen ECTS-Leistungspunkten und der bisher erworbenen Note, falls das Studium noch nicht abgeschlossen ist
  • Motivationsschreiben (max. zwei Seiten): Das Motivationsschreiben soll Auskunft über die Motivation und über die Identifikation mit dem gewählten Studium und dem angestrebten Beruf geben. Hierbei soll insbesondere die Studienmotivation differenziert dargelegt und in den bisherigen Werdegang sowie in die beruflichen Perspektiven eingeordnet werden.
  • Projektskizze – Beschreibung eines möglichen Forschungsprojekts – zum Masterstudium im Umfang von maximal zwei Seiten
    - Stand der Forschung oder Technik zum Thema mit Angabe wesentlicher Literatur
    - Beschreibung des Forschungsziels
    - Dabei ist eine inhaltliche Nähe zum erklärten Jahrgangsthema gewünscht.
  • tabellarischer Lebenslauf

Zur Einreichung nutzen Sie bitte das Beiblatt “einzureichende Antragsunterlagen” auf der letzten bzw. vorletzten Seite Ihrer persönlichen Checkliste, die Ihnen am Ende der Onlinebewerbung im MyCampus-Hochschulportal zur Verfügung steht. Hier werden alle Nachweise aufgeführt, die Sie auf Grund Ihrer Angaben in der Onlinebewerbung in Papierform einreichen müssen. Zusätzlich enthält die Checkliste Informationen zum weiteren Ablauf des Verfahrens.

Für die Einreichung der Unterlagen gilt der Tag der Bewerbungsfrist (Posteingang an der FH Potsdam).

Auswahlverfahren

Am Verfahren zur Vergabe der Studienplätze nehmen Bewerbende teil, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. 

Im Vergabeverfahren werden von der Anzahl der zu vergebenden Studienplätze vorab abgezogen:

  • alle Bewerbenden, die auf Grund eines Dienstes eine frühere Zulassung nicht annehmen konnten sowie alle Bewerber*innen mit einer Angehörigkeit zum Bundeskader eines Bundessportfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes
  • 11 % für Bewerbende mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung
  • 3 % für Bewerbende, die nach Härtegesichtspunkten zu berücksichtigen sind

Die verbleibenden Studienplätze werden zu 90 % nach dem Ergebnis eines Hochschulauswahlverfahrens und zu 10 % nach Wartezeit vergeben.

Das Ergebnis des Hochschulauswahlverfahrens wird auf Grundlage der folgenden Kriterien ermittelt (Gewichtung in Klammern):

  • Note des berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses (40 %)
  • Projektskizze zum Masterstudium (30 %)
  • Motivationsschreiben (30 %)

Zulassung

Im Anschluss an das Hochschulauswahlverfahren wird das Vergabeverfahren durchgeführt. Bewerbende mit einem entsprechend hohen Ranglistenplatz erhalten im MyCampus-Hochschulportal ein zeitlich befristetes Zulassungsangebot, das Sie aktiv annehmen müssen. Nach der Annahme des Zulassungsangebotes finden Sie im MyCampus-Hochschulportal Ihren Zulassungsbescheid. Nehmen Sie das Zulassungsangebot nicht fristgemäß an, wird die Rangliste weiter abgearbeitet und der Studienplatz neu vergeben.

Immatrikulation

Der Immatrikulationsantrag wird online im MyCampus-Hochschulportal der Fachhochschule Potsdam gestellt und ist anschließend zusammen mit den im Antrag aufgeführten Nachweisen in Papierform einzureichen. Hier finden Sie weitere Informationen zur Immatrikulation. Für die Einreichung der Unterlagen gilt der Tag der Immatrikulationsfrist (Posteingang an der FH Potsdam).

Allgemeine Informationen zu Bewerbungs- und Immatrikulationsverfahren

An der FH Potsdam gibt es verschiedene Bewerbungsverfahren. Allgemeine Informationen zu Bewerbungs- und Immatrikulationsverfahren sowie Informationen zu den Themen Teilzeitstudium, Gasthörerschaft und Zweitstudium finden Sie auf den allgemeinen Bewerbungsseiten.

Weitere Informationen zur Bewerbung

Internationale Bewerber*innen

Sie möchten sich für ein Studium ab dem ersten oder einem höheren Fachsemester bewerben und haben Ihren Schulabschluss und/oder Hochschulabschluss im Ausland erworben? Dann können Sie sich im Ausland erworbene Abschlüsse und Leistungen anerkennen lassen und bei uns studieren.

Internationale Bewerber*innen

FAQ

FAQ

Der Master Urbane Zukunft ist kein Studiengang, wo die klassischen Qualifikationen für Stadt- und Regionalplanung vermittelt werden. Im Mittelpunkt steht die inter- und transdisziplinäre Projektarbeit, aber keine stadtplanerischen oder städtebaulichen Entwürfe wie üblicherweise in Planungsstudiengängen. Wir beschäftigen uns interdisziplinär mit den vielfältigen Fragen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Hier finden Sie einen Artikel, der die Absichten, Methoden und Lehrformate des Studiengangs näher beschreibt.

Die Zusammensetzung des Masters ist interdisziplinär angelegt: Die 20 Studienplätze eines Jahrgangs verteilen sich etwa jeweils zur Hälfte auf Studierende mit einem planerisch-gestalterischen/naturwissenschaftlich-technischen sowie einem kultur- und sozialwissenschaftlichen Fachhintergrund. Konkret sind das v. a. Geograph*innen, Stadt- und Regionalplaner*innen, Architekt*innen, Kultur- und Sozialwissenschaftler*innen, Politolog*innen, Designer*innen, Medien- und Kommunikationswissenschaftler*innen, Psycholog*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen, aber auch Kulturarbeit, Soziale Arbeit, Informations- und Bibliothekswissenschaften, Kunstgeschichte, Choreographie sind vertretende Disziplinen – wenn ein starkes Interesse an Stadt und interdisziplinärer Arbeit besteht.

Im Masterstudiengang wird zwischen Pflicht- und Wahlfächern unterschieden. Das Studium ist so konzipiert, dass die Pflichtveranstaltungen Dienstags bis Donnerstag stattfinden. Montag und Freitag sowie in den peripheren Zeiten besteht die Möglichkeit für die Belegung von Wahlfächern, für die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, fürs Selbststudium sowie für die Ausübung einer nebenberuflichen Tätigkeit. Weitere Informationen zum Studienaufbau, der Studien- und Prüfungsordnung sowie der Modulordnung finden Sie hier.

Der Masterstudiengang bietet im Rahmen der Wahlfächer viel Raum für die Vertiefung individueller Studieninteressen. Neben den Wahlangeboten an der FH Potsdam (praktisch aus allen Studiengängen) können Sie auch Kurse an anderen Hochschulen besuchen und sich anrechnen lassen. Darüber hinaus sind MOOCs oder „Sonderformen" (wie Summer Schools etc.) mögliche Kursvarianten.

Außer einem abgeschlossenen Bachelorstudium mit 180 ECTS (oder mehr) gibt es für den Studiengang formal keine weiteren Zulassungsbeschränkungen. Die Zulassungsbeschränkung ergibt sich automatisch daraus, dass sich mehr Bewerber*innen auf den Master bewerben als Studienplätze (20) vorhanden sind.

Der Masterstudiengang wird nur zum Wintersemester angeboten. Der Bewerbungszeitraum geht 2022 bis zum 15. Juni.
Weitere Informationen zur Bewerbung

Seit Einführung des Masters im Wintersemester 2016 verzeichnen wir eine stetig wachsende Nachfrage. In den letzten beiden Jahren hatten wir jeweils zwischen 90 und knapp 120 Studienbewerber/innen auf 20 Studienplätze. Da die Auswahl für das Zulassungsverfahren auf der BA-Note und dem Bewerbungsschreiben beruht, lässt sich für die Zulassung kein eindeutiger NC bestimmen. Wir empfehlen, sich bei Interesse unabhängig vom Notenschnitt zu bewerben. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

Die Projektskizze sollte im Hinblick auf das Jahrgangsthema formuliert sein. Wir wollen von Ihnen erfahren, wofür Sie sich interessieren und was für Sie ein besonders interessantes Thema sein könnte. Das kann (muss aber nicht) auf eigene Vorarbeiten oder auf schon vorhandene Studien Bezug nehmen.

Das Jahrgangsthema finden Sie hier.

Auch ein individuelles Teilzeitstudium ist möglich. Weitere Informationen und Voraussetzungen hierzu finden Sie hier.

Weitere Fragen?

Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen haben, können Sie gerne eine persönliche Anfrage an uns über die E-Mailadresse uz@fh-potsdam.de stellen. Wir werden Ihnen sobald als möglich antworten.

Kontakt

Studienberatung

Studienfachberatung

Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula

Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula

Forschungsprofessor für ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen
Studiengangsleiter Urbane Zukunft (M.A.)

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