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Die Babyhelfer – Virtuelle psychologische Beratung für werdende und junge Eltern – Die Babyhelfer-App

Ziel des Projekts "Die Babyhelfer" ist es, mittels einer App werdenden und jungen Eltern eine virtuelle psychologische Beratung zu ermöglichen, um den Versorgungsengpass bei bestimmten sub-pathologischen und psychologischen Problemen zu verringern.

Person mit Smartphone in der Hand
© AdobeStock/sitthiphong
Projektzeitraum:
Typ:
Forschungsprojekt
Profillinie:
Gesellschaft bilden
Finanzierung:
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, FKZ: 85037910

In Deutschland und auch in anderen Ländern des westlichen Kulturkreises gibt es eine drastische Unterversorgung im psychotherapeutischen Bereich. Gleichzeitig ist die Häufigkeit psychischer Erkrankungen gleichbleibend hoch (ca. 30% Prävalenzrate) und die Anzahl von Arbeitsfehltagen aufgrund psychologischer Probleme steigt kontinuierlich. Die Skalierung von psychologischer Intervention von einer 1:1-Situation zu einer effizienteren Versorgung durch 1:viele-Betreuung ist daher nach wie vor eine wichtige und dringende Herausforderung. Die Möglichkeiten der modernen digitalen Technologien versprechen an dieser Stelle kostengünstige und barrierearme Lösungen.

Ziel im Projekt "Die Babyhelfer" ist es daher, mit technologischer und anwendungsnaher Forschung eine Software (App) zur wirksamen semi-automatischen psychologischen Intervention zu entwickeln, die den Versorgungsengpass für bestimmte, sub-pathologische, psychologische Probleme signifikant verringern kann. Damit werden die wissenschaftlichen Grundlagen geschaffen für die Entwicklung technisch neuer und verbesserter E-Health-Produkte. Der Startpunkt sind dabei die derzeitigen in der Breite verfügbaren technologischen Standards. Mithilfe der interdisziplinären Expertise aus der Psychologie, dem User-Experience-Design und der Informatik sowie einer konsequenten Nutzerorientierung sollen Lösungen für die dargestellten Herausforderungen gefunden werden.

Im vorliegenden Projekt soll die Machbarkeit einer innovativen, online-basierten Anwendung für die selbstgesteuerte, psychologische Beratung geprüft und ein Prototyp entwickelt werden. Inhaltlich fokussieren wir den Themenbereich rund um die Geburt eines Kindes, da dieser Zeitraum mit vielfältigen psychologischen Herausforderungen verbunden ist.

Die Innovation besteht einerseits in der verbesserten Nutzererfahrung (Gamification, Motivation, Kundenbindung) und andererseits in der Einbindung psychologisch fundierter Diagnostik und der Adaptation von Methoden aus der systemischen Beratung für die selbstgesteuerte Bearbeitung durch den Klienten oder der Klientin mit minimaler Unterstützung durch eine reelle Therapeutin bzw. Therapeuten.

Im Rahmen der Maßnahme soll eine Machbarkeitsstudie und Wirksamkeitsprüfung der technologisch-psychologischen Innovationsidee sowie eine User Experience Analyse durchgeführt und ein Prototyp mit ersten selbstdurchführbaren Beratungsmodulen entwickelt und getestet werden.

Rundes Logo mit einem stilisierten B, daneben der Schriftzug babyhelfer

Projektleitung

Prof. Reto Wettach
Professor for Design of Physical and Virtual Interfaces
Prof. Dr. Gerlind Große
Professorin für Frühkindliche Bildungsforschung
Leiterin PINA-Forschungslabor