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Informationswerkstatt

Studierende in der Informationswerkstatt des Fachbereichs Informationswissenschaften
Beobachtungsraum in der Informationswerkstatt

Die Informationswerkstatt des Fachbereichs Informationswissenschaften bietet Studierenden, Lehrenden, Mitarbeiter*innen sowie externen Interessenten die notwendige Infrastruktur, um im mobilen und stationären Bereich experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Informationsverhaltensforschung und Informationsdidaktik betreiben zu können.

Anwendungsgebiete

Ein großes Anliegen der Informationswerkstatt ist die Verknüpfung von Forschung und Lehre. Angehende Informationswissenschaftler*innen sollen durch die Nutzung der Informationswerkstatt die Möglichkeit erhalten, das (digitale) Informationsverhalten von Wissensnehmern analysieren und nachvollziehen zu können. Davon abgeleitet sind die Studierenden dazu in der Lage, neue Methoden des Wissenstransfers zu entwickeln und zu erproben. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können sie später in ihr Arbeitsumfeld integrieren. Ferner sollen (neue) Lehrmethoden bzw. Methoden der Informationsvermittlung getestet und optimiert werden. 

In Kooperation mit informationswissenschaftlichen Einrichtungen wie Archiven und Bibliotheken soll so die Ausbildung von Informationsspezialisten unterstützt und an die sich dynamisch verändernden Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst werden. Ein wichtiges Kriterium hierfür ist die Erforschung des Potentials digitaler Medien für den Lehr- und Arbeitsbetrieb, um langfristig eine zukunftsorientierte Ausbildung gewährleisten zu können.

Weitere Anwendungsgebiete sind klassische Mensch-Maschine-Interaktionsstudien, kognitives Information Retrieval, Interface- und Webdesign-Usability und Accessibility Studien, Informationsaufnahme- und Konzentrationsstudien, Neuro-Informationswissenschaftliche Studien (Neuro-IS), Studien zu Embodied Cognition, Studien zu den Methoden des Wissenstransfers sowie die Durchführung von Interviews und Fokusgruppendiskussionen.

Verknüpfung von Forschung und Lehre

  • Analyse des (digital/analogen) Informationsverhaltens verschiedenster Zielgruppen
  • Entwicklung und Erprobung neuer Methoden des Wissenstransfers (Informationsdidaktik)
  • Evaluation und Analyse von Informationssystemen (Usability/Usefullness)
  • Mensch-Maschine-Interaktion. z.B. Emotion Tracking
  • Informationsverhalten mit Mobile Devices am Arbeitsplatz und im Home-Office
  • Informationsaufnahme- und Konzentrationsstudien
  • Analyse kooperativer Arbeitsplatzsituationen (CSCW)

Anwendung im Studium

  • Erforschung des Potentials digitaler Medien für den Lehr- und Arbeitsbetrieb
  • Dokumentenanalyse, Interface-, Webdesign-Usability und Accessibility Studien für Seminare, Abschlussarbeiten und Studienprojekte
  • Verbesserung der Ausbildung von Informationsspezialisten und Anpassung an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes

Methoden & Leistungen

Methoden

  • Eye/Gaze-Tracking (mobil, stationär)
  • Usability-Studien
  • Screen Recording (Log-File Analysen)
  • (Video) Beobachtung
  • Interviews und Fokusgruppendiskussion
  • Blended Learning - Interaktionsanalyse

Leistungen

  • Beratung und Infrastruktur für empirische Beobachtungsstudien
  • Tracking Systeme und Datenanalyse
  • Notwendige Technik für die Durchführung von Beobachtungsstudien und Interviews

Ausstattung

Das Labor 1 (Haus 2/Raum 214) - fokussiert sich auf die Beobachtung von Einzelpersonen in der Interaktion mit Informationswerkzeugen (Desktop, Notebook, Tablet, analogen Nachschlagewerken etc.). Neben einer fest installierten Deckenkamera und einem Deckenmikrofon geschieht die Beobachtung durch die halbverspiegelte Scheibe zum angrenzenden Raum 215 ("Back-Lab"). Für die Probanden stehen zwei große Einzelarbeitsplätze zur Verfügung, die je nach Untersuchungsszenario materiell ausgestattet werden können. Die Tische und Stühle sind höhenverstellbar und lassen so eine auf den Probanden zugeschnittene Arbeitsplatzgestaltung zu. Zusätzlich bietet der Raum sich auch für die Beobachtung von Interaktionen in Kleingruppen an (für bis zu 4 Personen).

Der Raum kann überdies auch für die Durchführung von Interviews genutzt werden. Eine entspannte Interviewatmosphäre wird durch die gemütliche Sitzecke geschaffen. Je nach Szenario kann das Labor abgedunkelt werden.

Das Labor 2 (Haus 2/Raum 213) konzentriert sich auf die Beobachtung und Analyse von Methoden der Medien- und Informationsdidaktik. Je nach Szenario können die Tische und Stühle umgestellt und an den Untersuchungskontext angepasst werden. Insgesamt können 8 Probanden an den Tischen Platznehmen. Neben einer fest installierten Deckenkamera und einem Deckenmikrofon steht ein 55-Zoll großer Multitouchscreen u. a. mit Videokonferenzfunktion zur Verfügung. Vor allem Untersuchungen im Kontext von Konferenz- und Lehrsituationen lassen sich hier gut umsetzen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit den Raum abzudunkeln.

Das Labor eignet sich folglich besonders gut für die Beobachtung und Analyse von Gruppensituationen bzw. verschiedensten Szenarien der Informations- und Wissensvermittlung. So lassen sich Untersuchungen im Hinblick auf „e-Learning“ (Schulungskonzeption; Lehr-Lern-Szenario) und Fokusgruppendiskussionen durchführen.

Der Beobachtungsraum (Haus 2/Raum 215)wird durch eine große halbverspiegelte Scheibe vom Labor 1 bzw. Raum 214 getrennt und ermöglicht so die nicht-teilnehmende Beobachtung der Probanden. Darüber hinaus lässt sich hier die Aufzeichnungstechnik aus den beiden Räumen 213 und 214 unabhängig voneinander steuern. An den zwei Arbeitsplätzen können parallel zu den Aufnahmen Beobachtungsprotokolle geschrieben werden.

  • Jedes Labor besitzt eine Deckenkamera und ein Deckenmikrofon
  • Die Kamera kann sowohl über den Beobachtungsraum wie auch per Fernbedienung gesteuert werden
  • Panasonic HC-V777 Kamera mit Stativ
  • Newline TruTouch X5 Collaboration Touch Screen (55 Zoll)
  • Stationäres Eye Tracking-System SMI RED Professional

Kontakt

Projektleitung

Prof. Dr. Antje Michel

Prof. Dr. Antje Michel

Professorin für Informationsdidaktik und Wissenstransfer

Leitung Informationswerkstatt