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Community Building – Cultural Participation & Placekeeping

Die Fachhochschule Potsdam (FHP), die Wayne State University Detroit (WSU) und das College for Creative Studies (CCS) entwickeln gemeinsam einen internationalen Online-Kurs zu kultureller Teilhabe und dem Bewahren von Orten und Gemeinschaften in post-industriellen Räumen.

Projektzeitraum:
Typ:
Kooperationsprojekt
Lehrprojekt
Profillinie:
Digitaler Raum – Daten, Interaktion, Wissen
Sozialer Raum – Bildung, Partizipation, Gemeinschaft
Gebauter Raum – Entwerfen, Bauen, Erhalten
Kooperationspartner:
  • Wayne State University Detroit (WSU)
  • College for Creative Studies (CCS)
  • Talking Dolls Gallery, Detroit
Finanzierung:
Projektförderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in der Programmlinie HAW.International aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Überblick

Das Projekt »Community Building – Cultural Participation & Placekeeping« verbindet die Fachhochschule Potsdam, die Wayne State University und das College for Creative Studies in Detroit in einer gemeinsamen internationalen Lehrinitiative. Entwickelt wird ein interdisziplinärer Online-Kurs, der sich mit kultureller Teilhabe, Alltagspraxen von Gemeinschaften (Communities) in diversen Nachbarschaften und deren Umgang mit Raum in post-industriellen Kontexten beschäftigt. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist eine gemeinsame Detroit Summer School, bei der Studierende der teilnehmenden Hochschulen gemeinsam mit lokalen Initiativen vor Ort unter Anwendung von ethnografischen Methoden, wie (Sound-)Mapping, Go-Alongs und Urban Sketching arbeiten. Die dort entstehenden Erfahrungen, Materialien und Perspektiven bilden die Grundlage für ein langfristig angelegtes digitales Lehrangebot. Zudem wird zeitgleich zur Vorbereitung und Nachbereitung der Detroit Summer School und des Joint Online Course ein Seminar im SoSe 2026 im Studiengang Kulturarbeit angeboten mit dem Titel »Everyday Life and Cultural Participation in Communites: Cultural Heritage, Music and Placekeeping«.

Ziele

Ziel des Projekts ist es, internationale Lehre im Themenfeld kulturelle Teilhabe, Placekeeping und Migration mit Bezug zu Praxisfeldern dauerhaft zu verankern. Dafür wird ein gemeinsames Online-Lehrformat entwickelt, das theoretische Grundlagen mit künstlerischen, ethnografischen und praxisnahen Methoden verbindet. Gleichzeitig dient das Projekt als Plattform für den transatlantischen Austausch zwischen Hochschulen, Studierenden und Praxispartner*innen und schafft die Grundlage für eine langfristige, strukturelle Zusammenarbeit.

Maßnahmen

Digitale Zusammenarbeit von Anfang an

Bereits vor der Summer School arbeiten Lehrende beider Hochschulen und die Praxispartnerin der Talking Dolls Gallery in digitalen Abstimmungstreffen zusammen und entwickeln gemeinsam das Curriculum. Parallel wird die technische Infrastruktur aufgebaut: Lernplattformen wie Moodle, Online-Arbeitsräume mit Zoom und Miro-Boards sowie Cloud-Lösungen werden eingerichtet. Das Lehr- und Lernmaterial setzt sich aus englischsprachigen Texten zu kultureller Teilhabe und Placekeeping, ethnografischen Methoden, Design-Thinking-Ansätzen und praktischen Aufgabenstellungen zusammen. Das begleitende Vorbereitungsseminar im Sommersemester 2026 führt die Potsdamer Studierenden in das Themenfeld ein und vermittelt erste praktische Übungen mit Audioaufnahmegeräten und Drawing Sketch Pads.

Summer School Detroit – Lernen vor Ort

Vom 9. bis 17. Mai 2026 wird Detroit zum internationalen Klassenzimmer: 20 Studierende von FHP und WSU/CCS arbeiten in drei interdisziplinären Gruppen, betreut von gemischten Lehrenden- und Praxisteams. Sie untersuchen Formen kultureller Teilhabe in den Nachbarschaften Campau / Banglatown / Hamtramck, die Rolle kulturellen Erbes beim Community (Urban) Gardening oder in Musikspielstätten sowie Beispiele von Placekeeping durch Migration. Dabei erproben sie Methoden wie Sound-Karten, Urban Sketching, Mapping, Oral History und Archivarbeit. Gemeinsam mit lokalen Partner*innen erkunden sie die Stadt, sprechen mit Zeitzeuginnen und analysieren Praxisbeispiele kultureller Arbeit. Den Abschluss bildet eine öffentliche Präsentation mit Ausstellungscharakter in der Talking Dolls Gallery, bei der Ergebnisse mit der lokalen Community und potenziellen Partnern geteilt und diskutiert werden.

Partnerschaften knüpfen und verankern

Die Studierenden besuchen potenzielle Praxispartner*innen wie Sadza Space, Submerge, sowie Stiftungen wie die Kresge Arts Foundation. In Workshops, Nachbarschaftsrundgängen und bei Aktionstagen informieren sich alle über die Arbeit dieser Institutionen. Die Talking Dolls Gallery dient als zentrale Anlaufstelle, stellt Infrastruktur zur Verfügung und vermittelt Kontakte zu weiteren Partner*innen. Parallel führt der mitreisende Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Tobias Schröder, strategische Gespräche mit der Hochschulleitung der WSU über Microcredentials, die Skalierung der Partnerschaft und Forschungskooperationen.

Dokumentation und curriculare Verankerung

Ein Team aus Studierenden und Lehrenden dokumentiert alle Aktivitäten der Summer School: Besuche, Gespräche, Aktionen und den Präsentationstag. Nach der Summer School werden die Ergebnisse in zwei Online-Abstimmungstreffen mit Lehrenden und Praxispartner*innen zu einem Curriculum für den Joint Online Course zusammengetragen. Eine wissenschaftliche Hilfskraft unterstützt bei der Organisation und erstellt eine Online-Dokumentation, die zum Beispiel auf den Webpräsenzen der beteiligten Institutionen veröffentlicht wird. Ab Sommersemester 2027 wird der Kurs dauerhaft curricular angeboten.

Projektleitung

Akademische Mitarbeiterin, Internationales und Praktika

Projektbeteiligte

Professorin für Visual Interface Design
Forschungsprofessor für nachhaltige urbane Entwicklungsstrategien