Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zum Fußbereich

Pressemitteilung

Herzberg (Elster) und Fachhochschule Potsdam starten gemeinsam das Open-Data-Projekt „OPEN_HERZ“

Die Stadt Herzberg (Elster) wurde im bundesweiten Wettbewerb „Land.OpenData“ ausgewählt und erhält eine Förderung von rund 50.000 Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Am 21. Januar 2026 erfolgte die feierliche Förderbescheidübergabe für das das Open-Data-Projekt „OPEN_HERZ“ im Rahmen des 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung 2026 in Berlin.

Gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam (FHP) startet die Stadt 2026 das Modellprojekt „OPEN_HERZ“, das zeigen soll, wie Open Data als Motor für Innovation, Bürgerbeteiligung und nachhaltige Stadtentwicklung in kleinen Kommunen genutzt werden kann. Herzberg ist eine engagierte Kleinstadt, die mutig neue Wege geht – die Kooperation mit der FHP bringt zudem wertvolle Expertise, methodisches Know-how und frische Perspektiven.

Forschung trifft Praxis
Die Fachhochschule Potsdam begleitet das Projekt sowohl inhaltlich als auch methodisch und bringt Expertise u.a. aus dem Bereich Datennutzung für Stadtentwicklung im derzeit laufenden Umsetzungsprojekt MOSIDI des Verbundvorhabens InNoWest sowie aus dem Masterstudiengang Urbane Zukunft ein. Gemeinsam werden Datensätze identifiziert, aufbereitet und in praxisnahen Beteiligungsformaten mit Verwaltung, Bürgerschaft und regionalen Akteuren diskutiert. So entsteht ein lebendiger Lernprozess zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis.

MOSIDI als technische Basis
Ein zentrales technisches Element des Projekts ist der Einsatz der Open-Source-Plattform MOSIDI der Fachhochschule Postdam. Sie ermöglicht es, kommunale Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, als Open Data bereitzustellen und für vielfältige Anwendungen nutzbar zu machen. Herzberg (Elster) wird MOSIDI im Rahmen von OPEN_HERZ testen und für die kommunale Praxis anpassen – ein wichtiger Schritt, um digitale Selbstbestimmung und Datensouveränität auf lokaler Ebene zu stärken.

Beteiligung und Verstetigung
Das Projekt startet am 1. Januar 2026 und läuft bis zum 31. Dezember 2026. Eine zentrale Rolle spielt die neu eingerichtete Projektstelle für Transformations- und Open-Data-Management, die als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Forschung und Bürgerschaft fungiert. Ziel ist es, die Potenziale offener Daten für mehr Transparenz, Innovation und Beteiligung sichtbar und nutzbar zu machen. Im Verlauf des Projekts werden Workshops, Schulungen, virtuelle Ausstellungen und Beteiligungsformate durchgeführt. Zum Abschluss entsteht ein kommunaler Umsetzungsplan, der beschreibt, wie Herzberg (Elster) den begonnenen Weg nach Projektende fortsetzen will – organisatorisch, technisch und strategisch.

Um die Potenziale offener Daten für alle erlebbar zu machen, plant die Stadt die Einrichtung einer digitalen Infostele auf dem Marktplatz. Sie soll künftig Echtzeitdaten zu Themen der Stadtentwicklung, wie Klima, Umwelt, Mobilität oder Demographie anzeigen und zeigen, wie kommunale Daten für Bürgerinnen und Bürger sichtbar, verständlich und nützlich werden.

Mit „OPEN_HERZ“ leistet die Stadt Herzberg (Elster) gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam einen Beitrag dazu, Open Data in den ländlichen Raum zu bringen – praxisnah, bürgerorientiert und wissenschaftlich fundiert. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Räume (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreut.

Stadt Herzberg (Elster)
Die Stadt Herzberg (Elster) im Landkreis Elbe-Elster zählt mit ihren ca. 9000 Einwohnern / Einwohnerinnen zu den Kleinen der Kleinstädte im Süden Brandenburgs, nahe des Drei-Länder-Ecks mit Sachsen und Sachsen-Anhalt gelegen. Die Kreisstadt sowie der gesamte Landkreis Elbe-Elster gehören zu den stark vom demografischen Wandel sowie vom Strukturwandel betroffenen Kohleausstiegsregionen der Lausitz. Mit einer zukunftsorientierten und integrierten Stadtentwicklungspolitik und als innovativer und serviceorientierter Arbeitgeber will sich die Stadt den Herausforderungen stellen und die vorhandenen Potenziale heben.

Kontakt Stadt Herzberg (Elster):
Stadt Herzberg (Elster)
Projekt OPEN_HERZ
Ansprechpartnerin Stephanie Kuntze
FBL Zentrale Steuerung & Services sowie Familie & Bildung
Markt 1, 04916 Herzberg (Elster)
Tel.: 03535 482 210
E-Mail: kuntze@stadt-herzberg.de
Internet: www.herzberg-elster.de

Ansprechpartner*innen FH Potsdam:
Prof. Dr. rer. nat. Heike Neuroth, Fachbereich Informationswissenschaften
heike.neuroth@fh-potsdam.de

Leonard Higi, M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter InNoWest, MOSIDI
leonard.higi@fh-potsdam.de