Nachhaltigkeit an der Fachhochschule Potsdam
Hochschulen leisten einen bedeutsamen Beitrag zur Bewältigung ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Fachhochschule Potsdam verankert Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe in Lehre, Forschung, Transfer und Hochschulbetrieb.
Leitbild nachhaltige Entwicklung
Die Fachhochschule Potsdam verfolgt das Ziel: Die Welt von morgen mitzugestalten. Wir tragen durch Lehre, Forschung, Transfer sowie in unserem eigenen Hochschulbetrieb zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bei. Umwelt- und Klimaschutz, Demokratieförderung sowie Teilhabe sind dabei zentrale Bestandteile. Die FHP verpflichtet sich, zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beizutragen.
Lehre
Unser größter Hebel als Fachhochschule liegt in der Lehre. Wir befähigen unsere Studierenden, gesellschaftliche, digitale und bauliche Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten. Dazu vermitteln wir zentrale Kompetenzen wie systemisches Denken und verankern Nachhaltigkeitswissen sowohl als Querschnittsthema als auch fachbezogen. Die besondere Stärke der FHP ist die Vielfalt und Spezialisierung ihrer Disziplinen, darunter viele Studiengänge mit Alleinstellungsmerkmal. Diese Vielfalt bringt unterschiedliche fachliche Zugänge zu Nachhaltigkeit hervor, etwa Schwerpunkte wie nachhaltige Materialien, Bauen im Bestand, Circular Design oder offene Gesellschaft und soziale Gerechtigkeit. Ein besonderes Potenzial liegt in den Verbindungen zwischen den Fächern, die auch durch kurze Wege auf dem Campus und anschlussfähige Professuren entstehen. In inter- und transdisziplinären Lehrangeboten verbinden wir unsere fachlichen Perspektiven, unterschiedlichen Methoden und Wissensbestände. Das Leitbild Lehre bildet den strategischen Rahmen für diese Ziele.
Forschung und Transfer
In Forschung und Transfer gestalten wir praxisnah gesellschaftliche, digitale und bauliche Herausforderungen. Gemeinsam mit Partner*innen aus Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bringen wir wissenschaftliche Erkenntnisse im Raum Brandenburg und darüber hinaus zur Anwendung. Inter- und transdisziplinäre Forschung verbindet Perspektiven aus Gestaltung, Ingenieur- und Sozialwissenschaften und ermöglicht es, Lösungsansätze für komplexe Herausforderungen zu entwickeln. Schwerpunkte liegen in den Bereichen nachhaltiges Bauen, Materialien und soziale Innovation.
Campus und Hochschulbetrieb
Wir gestalten den Campus und den Hochschulbetrieb nachhaltig: Wir gehen verantwortungsbewusst mit materiellen Ressourcen um, gestalten die Digitalisierung ressourcenbewusst und streben eine kontinuierliche Reduktion unserer Umweltbelastung an. Dazu gehört ein autoarmer Campus mit hoher Aufenthaltsqualität und vielen Grünflächen. Wir nehmen unsere soziale Verantwortung ernst, ermöglichen familiengerechte Arbeit und Studium und setzen uns für Diversität, Antidiskriminierung und demokratische Aushandlungsprozesse ein. Unsere Haltung als diskriminierungssensible Hochschule ist im Positionspapier Diversity und Toleranz beschrieben. Die wissenschaftliche Expertise der Forschenden der FHP wird in die Weiterentwicklung des Campus einbezogen.
Verpflichtung zu kontinuierlicher Verbesserung
Wir verpflichten uns zur Einhaltung aller umweltrelevanten rechtlichen Anforderungen und bindenden Verpflichtungen und überprüfen dies regelmäßig. Zudem setzen wir die Vorgaben des Hochschulvertrages um und unterstützen die Umsetzung des Klimaplans Brandenburg sowie des Masterplans 100 % Klimaschutz Potsdam 2050. Dazu gehört das Erreichen der Klimaneutralität bis 2045. Die Hochschule verfolgt das Ziel, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern und die formulierten Grundsätze schrittweise durch konkrete Maßnahmen zu untersetzen.
Nachhaltige Initiativen und Projekte an der FHP
Einführung von EMAS
Die Fachhochschule Potsdam führt im Jahr 2026 ein Umweltmanagementsystem ein und strebt die Zertifizierung an. Das Ziel ist es, die Umweltauswirkungen der Hochschule systematisch zu erfassen und ihre Aktivitäten im Umwelt- und Klimaschutz kontinuierlich zu verbessern sowie umweltrelevante Rechtsvorschriften systematisch umzusetzen. Transparenz wird durch eine jährlich veröffentlichte Umwelterklärung geschaffen, die die Umweltbilanz sowie Ziele, Maßnahmen und deren Umsetzungsstand dokumentiert. Die regelmäßige Validierung durch externe Umweltgutachter*innen stellt die Einhaltung der EMAS-Standards sicher.