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Pressemitteilung

Beste Abschlussarbeiten am Fachbereich Design ausgezeichnet

Studium & Lehre
Grafik mit dem Schriftzug APPLAUS 2022

Am 12. November verabschiedete der Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam seine Absolvent*innen mit dem jährlichen Festakt APPLAUS. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die besten Abschlussarbeiten der verschiedenen Design-Studiengänge und der Europäischen Medienwissenschaft ausgezeichnet.

Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgte aus allen Abschlussarbeiten mit der Note 1,0.
Ausschlaggebend waren, neben herausragender inhaltlicher Arbeit, auch Kriterien wie gesellschaftliche Relevanz und gestalterische Brillanz.

Charakteristisch für den Fachbereich Design ist die enge Verzahnung der Studiengänge Interface-, Kommunikations- und Produktdesign sowie Europäische Medienwissenschaft, einem Kooperations-Studiengang mit der Universität Potsdam. Die ausgeprägten Synergien ermöglichen ein einzigartiges Ausbildungsprofil mit starkem Forschungs- und Praxisbezug, das sich in den Abschlussarbeiten widerspiegelt.


Folgende Absolvent*innen wurden ausgezeichnet:

Alexander Giese: „Queer up your Life – Eine Web-Plattform für Post-Coming-out-Geschichten”
Beste Abschlussarbeit im Bachelor-Studiengang Kommunikationsdesign
Erstgutachter: Prof. Boris Müller, Zweitgutachterin:
Vertretungsprofessorin Lisa Rienermann

Prof. Boris Müller: „Im Mittelpunkt der Bachelor-Arbeit »Queer up your Life« von Alexander Giese steht die Konzeption und Gestaltung einer Online-Plattform, die als Informations- und Austauschmedium für Queere Menschen fungiert - insbesondere für diejenigen, die ganz aktuell ihr Coming-Out hinter sich haben. In der Arbeit wurde insbesondere die Frage der spezifischen visuellen Inszenierung Ästhetik von queeren Geschichten berücksichtigt.“

Kathrin Wedler: „Rundum – das kleinste grafische Element. Ein Text über den Punkt“
Beste Abschlussarbeit im Bachelor-Studiengang Kommunikationsdesign
Erstgutachter: Prof. Sven Völker, Zweitgutachter: Dipl. Des. Felix Walser

Prof. Sven Völker: „Kathrin Wedler ist mit ihrer Abschlussarbeit über den Punkt als das kleinste grafische Element eine analytisch präzise und dabei zugleich schwärmerische und poetische Reise in ein weitgehend unbeachtetes Universum gelungen.“

Lukas Uhlitz: „Das lebendige Design – Die Integration von Mikroalgen in den Gestaltungsprozess“
Beste Abschlussarbeit im Bachelor-Studiengang Produktdesign
Erstgutachterin: Prof. Silvia Knüppel, Zweitgutachterin: Prof. Alexandra Martini

Prof. Silvia Knüppel: „In Lukas Uhlitz experimenteller Bachelorarbeit wird die Einbeziehung von lebenden biologischen Elementen in Form von Mikroalgen in der Gestaltung von Produkten untersucht. Mit Hilfe eines von Dr. Thomas Leya vom IZI-BB Fraunhofer-Institut kultivierten Basisalgenstamms gelingt es Lukas Uhlitz, eine im FDM 3D-Druckverfahren hergestellte Leuchte mit einer natürlich gewachsenen Oberfläche zu gestalten. Das experimentelle Leuchtenobjekt, welches sich im noch neuen Forschungsfeld des Biodesigns verorten lässt, dient nicht nur als besondere Lichtquelle vielmehr als Vermittlungsobjekt, das neue Potentiale für die Produktgestaltung aufzeigt und den im westlich geprägten Denken stark verwurzelten Dualismus Mensch/Natur in Frage stellt.“


Hannah Schwan: „Intersectional Feminist Data Visualization Archive Exploratory online collection of feminist, anti-racist, decolonial, queer, critical and/or ethical data visualization research and practices“
Beste Abschlussarbeit im Master-Studiengang Design
Erstgutachter: Prof. Dr. Marian Dörk, Zweitgutachterin: Francesca Morino, M. A.


Prof. Dr. Marian Dörk: „Hannah Schwan bewegt sich mit ihrer Masterarbeit in einem sehr aktuellen Themengebiet, das relevante und anspruchsvolle Fragen zur Rolle von Daten und ihrer Sichtbarmachung stellt. Die besondere Herausforderung ergibt sich daraus, dass hier ein Archiv(interface) für ein sich noch konstituierendes Forschungs- und Designgebiet vorgestellt wird. Die Ergebnisse der Gestaltung und Forschung können ein wertvolles Fundament für zukünftige Arbeiten im Bereich der Datenvisualisierung bilden.“

Die Arbeit von Hannah Schwan wurde außerdem für den Genderpreis 2022 nominiert, der Ende des Jahres vergeben wird.

Julia Straube: „Der Tod im Porträt. Eine fotografische Auseinandersetzung zum Thema Postmortemfotografie“
Beste Abschlussarbeit im Bachelor-Studiengang Europäische Medienwissenschaft
Erstgutachter: Prof. Winfried Gerling, Zweitgutachter: Torsten Schöbel, M. A.

Prof. Winfried Gerling: „Julia Straubes Arbeit ist eine eindringliche Beschäftigung mit der Fotografie, die den Zustand des Menschen (kurz) nach seinem Tod erschließt. Sie beschreibt einen Raum bzw. eine Zeit, der/die für die meisten Menschen heutzutage nicht sichtbar wird bzw. ist. Die Arbeit überzeugt auf allen Ebenen in der Intensität der Auseinandersetzung mit dem gewählten Thema. Der fotografische Teil profitiert außerordentlich von dem vorbehaltlosen Einlassen der Autorin auf die komplexe Situation, in der sie die Fotografien erzeugt, hier zeigt sich auch ihr Gespür für die Zusammenarbeit mit den Menschen, die in den fotografierten Umfeldern arbeiten: Gerichtsmedizin, Bestattungsinstitut und Krematorium. Ohne diese vertrauensvolle Kooperation wären derartige Bilder nicht möglich geworden.“

Marie Konrad: „Die Da Drü
ben. Grenzidentitäten an der Außengrenze Deutschlands“
Beste Abschlussarbeit im Master-Studiengang Europäische Medienwissenschaft
Erstgutachter: Prof. Winfried Gerling; Zweitgutachterin: Prof. Anne Quirynen

Prof. Winfried Gerling: „Die Arbeit von Marie Konrad beschäftigt sich mit der Frage von Identitäten in Grenzregionen. Aus der erstaunlichen Recherchearbeit wurde eine Webseite konzipiert, die die erarbeiteten Materialien über drei Kapitel zugängig macht: GRENZ I REGIONEN, GRENZ I IDENTITÄTEN und GRENZ I PERSPEKTIVEN. Der eigenwillige Stil, den Frau Konrad mit ihrer Arbeit entwickelt, ist als eigene Form eines subjektiven journalistischen Rechercheprojekts außerordentlich anregend, und der Mut und Aufwand, mit dem sie das Projekt auch in der Zeit der Pandemie verfolgt hat, ist zu bewundern. Das Projekt zeigt auf eindrückliche Weise wie eine Europäische Medienwissenschaft als Projektarbeit gedacht werden kann.“

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