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Architektur und Städtebau (B. A.)

Modell eines Gebäudes aus dem Studiengang Architektur und Städtebau

Stadtarchitektur ist das zentrale Thema im Studiengang Architektur und Städtebau der Fachhochschule Potsdam. Ausgehend vom architektonischen Entwurf vermittelt Ihnen das Bachelor-Studium technische und kulturelle Grundlagen sowie gestalterische Methoden für die verantwortungsvolle Tätigkeit als Architektin oder Architekt. Das 8-semestrige Bachelorstudium sieht eine enge Beziehung von Entwurf, Theorie-Geschichte und Gestaltung vor. Das Ziel besteht darin, eine eigenständige kritische und historisch reflektierte architektonische Haltung der Studierenden gegenüber den aktuellen Themen und Fragen der heutigen Architektur- und Stadtentwicklung zu ermöglichen.

Abschluss:
Bachelor of Arts
Studienform:
Vollzeitstudium
Lehrsprache:
Deutsch
Regelstudienzeit:
8 Semester Vollzeit, inkl. 10-wöchiges Praktikum
Studienbeginn:
Wintersemester
Anmeldung zur Eignungsprüfung:
bis 15.07.
Bewerbungsfrist:
25.05. – 15.07. (zulassungsbeschränkt)
Voraussetzungen:
Allgemeine Hochschulreife/ Fachhochschulreife/ gleichwertig anerkannte berufspraktische Vorbildung, Teilnahme an der Eignungsprüfung
Leistungsumfang:
240 ECTS-Leistungspunkte
Modulhandbücher & Ordnungen
Das Studium

Entwurf, Theorie-Geschichte und Gestaltung

Das Bachelorstudium Architektur und Städtebau sieht eine enge Beziehung von Entwurf, Theorie-Geschichte und Gestaltung vor. Das Studium ermöglicht Ihnen eine eigenständige kritische und historisch reflektierte architektonische Haltung gegenüber den aktuellen Themen und Fragen der heutigen Architektur- und Stadtentwicklung. Sie erlernen unter der Berücksichtigung aller Einflussfaktoren ein schlüssiges Entwurfskonzept für einen Stadtteil oder ein Gebäude zu entwickeln. 

Ziel des ersten Studienjahres ist, die Begriffe Raum, Architektur und Stadt in ihrer grundlegenden Bedeutung zu definieren und zu vermitteln. Im zweiten Studienjahr steht das Haus mit allen seinen Details, innen wie außen, als Teil eines städtebaulichen Ganzen und umgekehrt die städtebauliche Struktur als eine Versammlung von städtischen Häusern im Mittelpunkt. Das dritte und vierte Studienjahr bieten jeweils ein breit gefächertes Spektrum an Entwurfsthemen, die Sie frei wählen können. 

Internationale Projekte, Workshops und interdisziplinäre Seminare runden das Angebot ab. Zwischen dem 3. und 4. Studienjahr besteht die Möglichkeit ein Praxissemester zu absolvieren. Wir sind bestrebt über bestehende internationale Kontakte den Austausch zwischen den Hochschulen zu fördern. Ein Auslandssemester kann in den Studienverlauf integriert werden.

Profil

Stadtarchitektur

Stadtarchitektur ist das zentrale Thema der Lehre im Studiengang Architektur und Städtebau. Es steht in engem Zusammenhang mit zwei Leitmotiven der Lehre: erstens der Strategie des Ein-, An- und Umbaus und zweitens dem komplementären Wechselverhältnis von Stadt und Landschaft.

Tradition und Gegenwart

Potsdam und Berlin sind bis heute geprägt von einem klassischen Architekturverständnis. Zugleich ist Berlin die Hauptstadt der klassischen Moderne. Erbe dieser Tradition ist nicht zuletzt das Ideal einer übergreifenden architektonischen Ordnung im Erscheinungsbild der Gebäude und der städtebaulichen Struktur. Diesem Erbe durch eine anspruchsvolle, an internationalen Maßstäben orientierte Architekturlehre gerecht zu werden, ist gemeinsames Ziel aller Lehrenden am Fachbereich.

Entwurf als Synthese

Architektur ist primär weder Bautechnik noch Bauplanung, weder Kunst noch Sozialtechnik. Architektur ist die Kunst der Synthese. Der architektonische Entwurf als ihr Ergebnis ist gleichermaßen die Darstellung einer Problemlösung als auch ein eigenständiges ästhetisches Produkt.

Denkweg - Denkwerkstatt

Wie das entwerfende Denken von Architekt*innen immer auf eine Mehrzahl von Daseins- und Handlungsbezügen gerichtet ist, so können Architektur und Städtebau nur in ganzheitlichen Strukturen gelehrt werden.

Bachelor-Master

Das Studium gliedert sich in zwei Phasen, einem acht-semestrigen Bachelor-Studium und einem zwei-semestrigen Master-Studium.

Passt dieser Studiengang zu Ihnen?

Architekt*innen arbeiten sehr kreativ. Für ein Studium der Architektur und des Städtebaus sollten Sie neben gestalterischen Fähigkeiten und einem räumlichen Vorstellungsvermögen ein grundlegendes Interesse für technische Fragen mitbringen. Während des Studiums und in der Arbeitswelt ist Teamfähigkeit eine der wichtigsten Eigenschaften, da viele Architekturprojekte im Team realisiert werden und nur durch einen guten Austausch unter den einzelnen Teammitgliedern gelingen.  

Podcast der Studierenden

Mara und Nicole teilen Insiderwissen zum Studiengang Architektur und Städtebau, erklären die Besonderheiten der Fachhochschule Potsdam und alles rund um die Bewerbung und Eignungsprüfung.

Podcast der Campusspezialisten

Kontakt

Die Kolleg*innen der Zentralen Studienberatung informieren Studieninteressierte, Studienanfänger*innen, Eltern, Lehrer*innen und Studierende zu allen allgemeinen Fragen rund um das Studium. Bei konkreten Fragen und Anliegen zum Studiengang Architektur und Städtebau kontaktieren Sie gern die Studienfachberatung: architektur@fh-potsdam.de

Berufliche Perspektiven

Berufliche Perspektiven

Als Absolvent*in des Studiengangs Architektur und Städtebau erwartet Sie ein projektbasiertes Arbeitsumfeld, in dem Sie je nach fachlicher Ausrichtung die Planung und Errichtung von Gebäuden und Bauwerken betreuen. Dies kann auf gestalterischer Ebene ebenso erfolgen wie auf funktionaler, technischer oder wirtschaftlicher. 

Mögliche Einsatzgebiete

  • Architekturbüros
  • Planungsbüros
  • Städtebau
  • (Innen-) Architekturbüros
  • Immobilienwirtschaft
     
Studieninhalte

Studienablauf & Themen

Die Regelstudienzeit für den Vollzeitstudiengang Architektur und Städtebau beträgt acht Semester und schließt mit einem Bachelor of Arts ab. Der Studienverlaufsplan gibt Ihnen eine detaillierte Übersicht.

 

1. – 3. Semester

Gestalten und Darstellen, Entwerfen, Städtebau, Konstruktion, Technik, Naturwissenschaften, Recht, Geschichte, Theorie
4. – 5. Semester Gestalten und Darstellen, Entwerfen, Städtebau, Konstruktion, Technik, Naturwissenschaften, Recht, Geschichte, Theorie, Wahlmodul
6. Semester Gestalten und Darstellen, Entwerfen, Städtebau, Konstruktion, Technik, Naturwissenschaften, Recht, Geschichte, Theorie
7. Semester

Entwerfen, Städtebau, Konstruktion, Technik, Naturwissenschaften, Recht, Geschichte, Theorie, Wahlmodul

8. Semester Technik, Naturwissenschaften, Recht, Wahlmodul, Bachelorarbeit

Das Studium der Architektur konzentriert sich in Potsdam von Anfang an auf die Arbeit und Entwicklung des Entwurfs. Ziel des ersten Jahres ist, die Begriffe Raum, Architektur und Stadt in ihrer grundlegenden Bedeutung zu definieren und zu vermitteln. In einzelnen Übungen werden grundsätzliche Fragen eröffnet:

  • Architektur und Identität
  • Konstruktion und Raum
  • Entwurfsstrategien - Der fließende und der gefasste Raum
  • Raum und Stadt
  • Figur und Grund 

Die Fächer der Gestaltung begleiten und ergänzen diesen Prozess. Das Fach Grundlagen der Gestaltung wird als Komplementär Fragen des Entwurfs reflektieren und vertiefen.

Grundlagen des Freien und Geometrischen Zeichnens und Grundlagen des Modellbauens finden ihre Basis in zwei das Studium einleitenden Workshops: Workshop Bauaufnahme und Workshop Modellbauwerkstatt.

Die analoge Herangehensweise im ersten Studienjahr hat zum Ziel räumliches Vorstellungsvermögen direkt ohne abstrahierende Zwischenschritte zu vermitteln und ästhetische Prinzipien experimentell und spielerisch zu erarbeiten. Strukturelles konzeptionelles Denken bildet dabei den Hintergrund allen Tuns.

Parallel zur Einführung in die klassische Baugeschichte der Antike im Fach Architektur- und Stadtbaugeschichte werden in den Entwurfsstudios und im Fach Grundlagen der Gestaltung Architekturbeispiele und Texte der klassischen Moderne kritisch untersucht. Ziel ist dabei die Wurzeln der Moderne in die Antike zurück zu verfolgen und die Abhängigkeit und Transformation historischer Vorbilder in der Moderne zu entdecken und zu interpretieren.

Im zweiten Studienjahr, das mit dem Entwurf eines kleinen Stadthauses beginnt und mit einem städtebaulichen Entwurf für ein ganzes Stadtquartier abschließt, ist es Ziel, das Haus mit allen seinen Details (innen wie außen) als Teil eines städtebaulichen Ganzen und umgekehrt die städtebauliche Struktur als eine Versammlung von städtischen Häusern zu vermitteln. Die direkte Beziehung zwischen historischen Vorbildern und Entwurf wird über einzelne Themenschwerpunkte vertieft: 

  • Das städtische Haus in Europa
  • Konstruktion und Raum
  • Die städtische Struktur
  • Städtischer Raum und städtisches Leben

Die Vorlesung „Elemente der Stadtarchitektur“ bereitet parallel zum Entwurf systematisch das Thema der Stadtarchitektur vor. Architekturtheorie und Baugeschichte entwickeln den historischen und begrifflichen Rahmen des zweiten Studienjahres. Die Einführung der Geschichte der Gartenkunst rundet den historischen Schwerpunkt ab.

Ergänzend zu den einzelnen Entwurfsthemen entwickelt das Fach Baukonstruktion konstruktive und materialorientierte Grundlagen und unterstützt die praxisorientierte Entwurfslehre des Studienganges.

Im zweiten Studienjahr findet ein gezielter Übergang analoger Zeichentechniken zu der Beherrschung digitaler Zeichenmethoden statt. Anspruch ist dabei, über konventionelle Ausdrucksformen hinweg, Harmonie und Ausgewogenheit in den Zeichnungen zu erzielen.

Das 3. und 4. Studienjahr bieten ein breit gefächertes Spektrum an Entwurfsthemen. Neben städtebaulichen und konstruktiven Schwerpunkten werden Entwürfe für öffentliche Gebäude, Bauten für den Wohnungsbau, Bauen im historischen Kontext/Denkmalschutz und Landschaftsentwürfe angeboten. Die Studierenden haben freie Wahl. Sie können sich einen eigenen Schwerpunkt suchen und diesen über mehrere Semester hin vertiefen oder sie können das breite Angebot nutzen und unterschiedliche Entwurfsansätze kennenlernen.

Das übergeordnete und verbindende Ziel aller Entwurfsprofessor*nnen ist die Vertiefung der Idee STADTARCHITEKTUR. Dies bedeutet, dass in jedem Fall die städtebauliche Einbindung des Gebäudes in den Kontext maßgeblich für die Entwicklung eines Entwurfes ist. Es bedeutet außerdem eine kritische Haltung dem klassischen modernen Städtebau gegenüber und fordert eine Weiterentwicklung über postmoderne, rekonstruktive Strömungen hinaus. Die europäische Stadt mit ihrem Reichtum an unterschiedlichen historischen Schichten und räumlichen Strukturen bildet für alle ProfessorInnen die Grundlage einer allgemein verbindlichen Lehre in Bezug auf Architektur und Städtebau in Europa.

Internationale Projekte, Workshops und interdisziplinäre Seminare runden das Angebot ab. Die Fachhochschule Potsdam gehört zu den Preisträgern des „Wettbewerbs exzellente Lehre, der gemeinsamen Initiative der Kultusministerkonferenz und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft“. Im Rahmen des ausgezeichneten Projekts „InterFlex-Förderung von Interdisziplinarität und Flexibilität zur Integration von Forschung, Wissens- und Technologietransfer in die grundständige Lehre“ werden neue Formen der Lehre und der interdisziplinären Auseinandersetzung in Lehrveranstaltungen an der FH Potsdam erprobt. Ziel ist es, ausgewählte und besonders erfolgreiche Lehrformen und -methoden einzelner Studiengänge in die Breite der Hochschule zu übertragen und Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit zu bieten, neben ihrer fachspezifischen Ausrichtung auch „Interkulturalität der Fächerkulturen“ zu erfahren.

Praxissemester

Zwischen dem 3. und 4. Studienjahr besteht die Möglichkeit ein Praxissemester zu absolvieren.

Auslandssemester

Der Studiengang ist bestrebt über bestehende internationale Kontakte den Austausch zwischen den Hochschulen zu fördern. Ein Auslandssemester kann, u. a. mit Hilfe von Erasmusstipendien, in den Studienverlauf integriert werden.

Nach erfolgreichem Abschluss des Grundstudiums erfolgt jeweils im Sommersemester die Anmeldung zur Bachelor-Thesis. Die Thesis beinhaltet die Bearbeitung eines für alle Studierenden gemeinsam gewählten Entwurfsthemas mit einem parallel stattfindenden Thesis-Seminar. Das in jedem Jahr von den Entwurfsprofessor*innen neu festgelegte Thema reflektiert konzeptionelle und räumliche Ideen der Europäischen Stadt. Die Ausarbeitung erfolgt vom städtebaulichen Maßstab bis hin zum konzeptionell/konstruktiven Detail. Die Studierenden arbeiten in diesem abschließenden Entwurf weitgehend selbstständig und werden nur von Zeit zu Zeit in einem festen Rhythmus von den Gutachtern punktuell betreut. Nach ihrer öffentlichen Präsentation werden die besten Arbeiten in einer Jahresausstellung gezeigt.

Studieninhalte

Lehrformate

Die Studierenden haben in den einzelnen Modulen verschiedene Vorlesungen und Seminare zur Auswahl, in denen sie sich mit einzelnen Themengebieten ausführlich auseinandersetzen. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist zudem das Erlernen von praktischen Fähigkeiten. Dies wird im Studium Architektur und Städtebau in kleinen Studiengruppen in Form von Entwurfsarbeiten realisiert. Gemeinsame Exkursionen, spezielle Vorträge und interdisziplinäre Seminare runden das Angebot ab und dienen der Horizonterweiterung der Studierenden. 

  • Vorlesungen und Seminare in fünf Modulen
  • Entwurfsarbeit in kleinen Studiengruppen
  • Vortragsreihe "Thesis-Lectures"
  • Einzel- und Gruppenkonsultationen
  • gemeinsame Exkursionen
  • interdisziplinäre Seminare an der Hochschule

Gestalten und Darstellen

Im Modul Gestalten und Darstellen erlenen die Studierenden alle wichtigen handwerklichen Techniken wie Zeichnen aber auch Modellbau. Die praktische Ausbildung bildet die Basis für das Erstellen eigener Entwürfe.

  • Grundlagen des Gestaltens
  • Darstellende Geometrie
  • Architekturdarstellung
  • Freies Zeichnen / Aktzeichnen
  • Farbenlehre
  • CAD
  • Film und Photographie

Entwerfen, Städtebau und Konstruktion

Der Modulbereich „Entwerfen, Städtebau und Konstruktion“ vermittelt Basiskenntnisse zum Thema Entwurf.  Die Studierenden erlernen, welche Parameter bei der Gestaltung von Bauentwürfen eine Rolle spielen und beachtet werden sollten. 

  • Denkmalpflege und Bauen im historischen Bestand
  • Konstruktion des Raumes, Typus und Kontext
  • Entwerfen und materielle Identität
  • Konstruieren und strukturelle Ordnung
  • Struktureller Entwurf – Stadt
  • Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege

Technik, Naturwissenschaft und Recht

Neben der handwerklichen Lehre und der Wissensvermittlung im Bereich Konstruktion, erhalten die Studierenden auch eine grundlegende Ausbildung im Bereich Technik, Naturwissenschaft und Recht wie beispielsweise der rechtlichen Vorschriften rund ums Bauen und auch der physischen, geologischen Aspekte, die bei der Bauplanung beachtet werden müssen. 

  • Tragwerkslehre
  • Gebäudetechnik
  • Bauerhaltung/Restaurierung, Bauaufnahme/Vermessung
  • Bauphysik
  • Baustofftechnologie/Materialkunde
  • Planungs- und Bauorganisation
  • Baurecht
  • Bauorganisation
  • Planungsmanagement
  • Existenzgründung/unternehmerisches Denken

Geschichte, Theorie

Im Modul Geschichte und Theorie wird das Fachgebiet Architektur und Städtebau aus theoretischer, wissenschaftlicher Sicht betrachtet und die Studierenden erhalten Einblicke in die Architekturgeschichte und -theorie. 

  • Theorie
  • Architekturtheorie
  • Architektur- und Stadtbaugeschichte
  • Kunstgeschichte
  • Stadtgeschichte Potsdam
  • Stadtentwicklung
  • Methoden in der Denkmalpflege/Geschichte der Denkmalpflege
  • Gartendenkmalpflege
  • Geschichte der Konstruktion

Allgemeine kulturelle Grundlagen

Architektur und Städtebau sehen in einem Zusammenhang mit Kultur – eben dieser wird im Modul Kulturgrundlagen näher beleuchtet und die Studierenden setzen sich mit soziologischen und kulturellen Aspekten auseinander.

  • Ästhetik/Theorie
  • Stadtkultur
  • Kultur und regionale Entwicklung
  • Soziologie
  • Lebenskultur
  • Kommunikation/Präsentation
  • Ergänzungsseminare anderer Hochschulen: Kunst, Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft, Fremdsprachen etc.

Wahlmodul

Sie wählen weitere Veranstaltungen zur individuellen Schwerpunktsetzung aus den einzelnen Modulen. 

Praktikum

Das Studium umfasst ein zehnwöchiges Praktikum, z. B. in einem Architekturbüro. 

Abschlussarbeit

  • Eigenständiges Erstellen einer Bachelorarbeit

Themen

Das Studium der Architektur konzentriert sich in Potsdam von Anfang an auf die Arbeit und Entwicklung des Entwurfs. Ziel des ersten Jahres ist, die Begriffe Raum, Architektur und Stadt in ihrer grundlegenden Bedeutung zu definieren und zu vermitteln. In einzelnen Übungen werden grundsätzliche Fragen eröffnet:

  • Architektur und Identität
  • Konstruktion und Raum
  • Entwurfsstrategien - Der fließende und der gefasste Raum
  • Raum und Stadt
  • Figur und Grund 

Die Fächer der Gestaltung begleiten und ergänzen diesen Prozess. Das Fach Grundlagen der Gestaltung wird als Komplementär Fragen des Entwurfs reflektieren und vertiefen.

Grundlagen des Freien und Geometrischen Zeichnens und Grundlagen des Modellbauens finden ihre Basis in zwei das Studium einleitenden Workshops: Workshop Bauaufnahme und Workshop Modellbauwerkstatt.

Die analoge Herangehensweise im ersten Studienjahr hat zum Ziel räumliches Vorstellungsvermögen direkt ohne abstrahierende Zwischenschritte zu vermitteln und ästhetische Prinzipien experimentell und spielerisch zu erarbeiten. Strukturelles konzeptionelles Denken bildet dabei den Hintergrund allen Tuns.

Parallel zur Einführung in die klassische Baugeschichte der Antike im Fach Architektur- und Stadtbaugeschichte werden in den Entwurfsstudios und im Fach Grundlagen der Gestaltung Architekturbeispiele und Texte der klassischen Moderne kritisch untersucht. Ziel ist dabei die Wurzeln der Moderne in die Antike zurück zu verfolgen und die Abhängigkeit und Transformation historischer Vorbilder in der Moderne zu entdecken und zu interpretieren.

Im zweiten Studienjahr, das mit dem Entwurf eines kleinen Stadthauses beginnt und mit einem städtebaulichen Entwurf für ein ganzes Stadtquartier abschließt, ist es Ziel, das Haus mit allen seinen Details (innen wie außen) als Teil eines städtebaulichen Ganzen und umgekehrt die städtebauliche Struktur als eine Versammlung von städtischen Häusern zu vermitteln. Die direkte Beziehung zwischen historischen Vorbildern und Entwurf wird über einzelne Themenschwerpunkte vertieft: 

  • Das städtische Haus in Europa
  • Konstruktion und Raum
  • Die städtische Struktur
  • Städtischer Raum und städtisches Leben

Die Vorlesung „Elemente der Stadtarchitektur“ bereitet parallel zum Entwurf systematisch das Thema der Stadtarchitektur vor. Architekturtheorie und Baugeschichte entwickeln den historischen und begrifflichen Rahmen des zweiten Studienjahres. Die Einführung der Geschichte der Gartenkunst rundet den historischen Schwerpunkt ab.

Ergänzend zu den einzelnen Entwurfsthemen entwickelt das Fach Baukonstruktion konstruktive und materialorientierte Grundlagen und unterstützt die praxisorientierte Entwurfslehre des Studienganges.

Im zweiten Studienjahr findet ein gezielter Übergang analoger Zeichentechniken zu der Beherrschung digitaler Zeichenmethoden statt. Anspruch ist dabei, über konventionelle Ausdrucksformen hinweg, Harmonie und Ausgewogenheit in den Zeichnungen zu erzielen.

Das 3. und 4. Studienjahr bieten ein breit gefächertes Spektrum an Entwurfsthemen. Neben städtebaulichen und konstruktiven Schwerpunkten werden Entwürfe für öffentliche Gebäude, Bauten für den Wohnungsbau, Bauen im historischen Kontext/Denkmalschutz und Landschaftsentwürfe angeboten. Die Studierenden haben freie Wahl. Sie können sich einen eigenen Schwerpunkt suchen und diesen über mehrere Semester hin vertiefen oder sie können das breite Angebot nutzen und unterschiedliche Entwurfsansätze kennenlernen.

Das übergeordnete und verbindende Ziel aller Entwurfsprofessor*nnen ist die Vertiefung der Idee STADTARCHITEKTUR. Dies bedeutet, dass in jedem Fall die städtebauliche Einbindung des Gebäudes in den Kontext maßgeblich für die Entwicklung eines Entwurfes ist. Es bedeutet außerdem eine kritische Haltung dem klassischen modernen Städtebau gegenüber und fordert eine Weiterentwicklung über postmoderne, rekonstruktive Strömungen hinaus. Die europäische Stadt mit ihrem Reichtum an unterschiedlichen historischen Schichten und räumlichen Strukturen bildet für alle ProfessorInnen die Grundlage einer allgemein verbindlichen Lehre in Bezug auf Architektur und Städtebau in Europa.

Internationale Projekte, Workshops und interdisziplinäre Seminare runden das Angebot ab. Die Fachhochschule Potsdam gehört zu den Preisträgern des „Wettbewerbs exzellente Lehre, der gemeinsamen Initiative der Kultusministerkonferenz und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft“. Im Rahmen des ausgezeichneten Projekts „InterFlex-Förderung von Interdisziplinarität und Flexibilität zur Integration von Forschung, Wissens- und Technologietransfer in die grundständige Lehre“ werden neue Formen der Lehre und der interdisziplinären Auseinandersetzung in Lehrveranstaltungen an der FH Potsdam erprobt. Ziel ist es, ausgewählte und besonders erfolgreiche Lehrformen und -methoden einzelner Studiengänge in die Breite der Hochschule zu übertragen und Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit zu bieten, neben ihrer fachspezifischen Ausrichtung auch „Interkulturalität der Fächerkulturen“ zu erfahren.

Praxissemester

Zwischen dem 3. und 4. Studienjahr besteht die Möglichkeit ein Praxissemester zu absolvieren.

Auslandssemester

Der Studiengang ist bestrebt über bestehende internationale Kontakte den Austausch zwischen den Hochschulen zu fördern. Ein Auslandssemester kann, u. a. mit Hilfe von Erasmusstipendien, in den Studienverlauf integriert werden.

Nach erfolgreichem Abschluss des Grundstudiums erfolgt jeweils im Sommersemester die Anmeldung zur Bachelor-Thesis. Die Thesis beinhaltet die Bearbeitung eines für alle Studierenden gemeinsam gewählten Entwurfsthemas mit einem parallel stattfindenden Thesis-Seminar. Das in jedem Jahr von den Entwurfsprofessor*innen neu festgelegte Thema reflektiert konzeptionelle und räumliche Ideen der Europäischen Stadt. Die Ausarbeitung erfolgt vom städtebaulichen Maßstab bis hin zum konzeptionell/konstruktiven Detail. Die Studierenden arbeiten in diesem abschließenden Entwurf weitgehend selbstständig und werden nur von Zeit zu Zeit in einem festen Rhythmus von den Gutachtern punktuell betreut. Nach ihrer öffentlichen Präsentation werden die besten Arbeiten in einer Jahresausstellung gezeigt.

Modulhandbücher & Ordnungen

Eine detaillierte Beschreibung der Studieninhalte, wie zum Beispiel Studienverlaufspläne und Beschreibungen einzelner Module des Studiengangs Architektur und Städtebau finden Sie im Modulhandbuch sowie in der fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnung.
Weitere Dokumente können in den Amtlichen Bekanntmachungen recherchiert werden.

Im Studium

Auf den Seiten des Fachbereichs STADT | BAU | KULTUR finden Sie weitere nützliche Informationen und Dokumente zum Studiengang gebündelt, zum Beispiel zur Studienorganisation, dem Vorlesungsverzeichnis und Stundenplänen. Darüber hinaus werden dort unsere Lehrenden und Mitarbeitenden vorgestellt.

Fachbereich STADT | BAU | KULTUR

Eignungsprüfung & Immatrikulation

Eignungsprüfung & Immatrikulation

Für den Studiengang Architektur und Städtebau (B. A.) ist die Bewerbung immer vom 25.05. bis zum 15.07. zum nächsten Wintersemester möglich. Bewerbungen auf ein höheres Fachsemester sind bis 15.07. möglich.
 

Zugangsvoraussetzungen

Für die Immatrikulation in den örtlich zulassungsbeschränkten Bachelorstudiengang Architektur und Städtebau benötigen Sie eine Hochschulzugangsberechtigung gemäß Brandenburgischem Hochschulgesetz.
Diese Hochschulzugangsberechtigung umfasst die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte berufspraktische Vorbildung.
Eine weitere Voraussetzung für das Studium ist die Teilnahme an der baukünstlerisch-gestalterischen Eignungsprüfung. Diese ist nur nach vorheriger fristgerechter Bewerbung im Onlineportal möglich.

Wenn Sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen und Eignungsprüfung bestanden haben, können Sie sich über das MyCampus-Hochschulportal der Fachhochschule Potsdam bewerben. Beachten Sie hierfür die folgenden, studiengangsspezifischen Angaben:

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt online im MyCampus-Hochschulportal der Fachhochschule Potsdam.

Nur in Ausnahmefällen sind weitere Unterlagen in Papierform einzureichen. Lesen Sie hierfür unbedingt Ihre persönliche Checkliste, die Ihnen am Ende der Onlinebewerbung im MyCampus-Hochschulportal zur Verfügung steht. Hier werden alle Nachweise aufgeführt, die Sie auf Grund Ihrer Angaben in der Onlinebewerbung in Papierform einreichen müssen. Zusätzlich enthält die Checkliste Informationen zum weiteren Ablauf des Verfahrens. Zur Einreichung von Nachweisen nutzen Sie bitte das Beiblatt “einzureichende Antragsunterlagen” auf der letzten bzw. vorletzten Seite der Checkliste.

Für die Onlinebewerbung sowie für die Einreichung von Unterlagen gilt der Tag der Bewerbungsfrist (Posteingang an der FH Potsdam).

Eignungsprüfung

Die studiengangbezogene baukünstlerisch-gestalterische Eignungsprüfung besteht aus einem Eignungsgespräch auf der Grundlage folgender Unterlagen:

  • Bewerber*innenbogen für das Eignungsgespräch
  • Motivationsschreiben (1/2 Seiten)
  • eine Mappe mit mindestens fünf eigenen künstlerischen Arbeiten auf Papier oder in Form von Fotos (maximal DIN A3): räumliche Zeichnungen, Fotografien mit den Schwerpunkten Architektur/Stadt/Landschaft, Fotografien von plastischen Arbeiten/Modellen 

Nähere Informationen zum Eignungsgespräch finden Sie in unserer Einladung.

Bewertung

Die Kriterien der Bewertung der baukünstlerisch-gestalterischen Eignung sind die künstlerische Eignung, ästhetisches Empfinden, räumliches Vorstellungsvermögen, Wahrnehmungsfähigkeit, Darstellungsfähigkeit und die Motivation.

Wenn Sie in den letzten zwei Jahren bereits eine Eignungsprüfung erfolgreich abgelegt haben, kontaktieren Sie bitte studien-service@fh-potsdam.de 

Auswahlverfahren

Am Verfahren zur Vergabe der Studienplätze nehmen Bewerbende teil, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen.
Im Vergabeverfahren für das erste Fachsemester werden von der Anzahl der zu vergebenden Studienplätze vorab abgezogen:

  • alle Bewerbenden, die auf Grund eines Dienstes eine frühere Zulassung nicht annehmen konnten sowie alle Bewerber*innen mit einer Angehörigkeit zum Bundeskader eines Bundessportfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes
  • 11 % für Bewerbende mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung
  • 3 % für Bewerbende für ein Zweitstudium
  • 3 % für Bewerbende, die nach Härtegesichtspunkten zu berücksichtigen sind

Die verbleibenden Studienplätze werden zu 80 % nach dem Ergebnis eines Hochschulauswahlverfahrens und zu 20 % nach Wartezeit vergeben.

Die Studienplätze im Hochschulauswahlverfahren werden gemäß § 9 Abs. 3 des brandenburgischen Hochschulzulassungsgesetzes im Ergebnis der Eignungsprüfung vergeben.

Zulassung

Im Anschluss an das Hochschulauswahlverfahren wird das Vergabeverfahren durchgeführt. Bewerbende mit einem entsprechend hohen Ranglistenplatz erhalten im MyCampus-Hochschulportal ein zeitlich befristetes Zulassungsangebot, das Sie aktiv annehmen müssen. Nach der Annahme des Zulassungsangebotes finden Sie im MyCampus-Hochschulportal Ihren Zulassungsbescheid. Nehmen Sie das Zulassungsangebot nicht fristgemäß an, wird die Rangliste weiter abgearbeitet und der Studienplatz neu vergeben.

Immatrikulation

Der Immatrikulationsantrag wird online im MyCampus-Hochschulportal der Fachhochschule Potsdam gestellt und ist anschließend zusammen mit folgenden Unterlagen in Papierform einzureichen:

  • Hochschulzugangsberechtigung

Ob Sie darüber hinaus noch weitere Dokumente einreichen müssen, entnehmen Sie bitte dem Immatrikulationsantrag. Für die Einreichung der Unterlagen gilt der Tag der Immatrikulationsfrist (Posteingang an der FH Potsdam).

Allgemeine Informationen zu Bewerbungs- und Immatrikulationsverfahren

An der FH Potsdam gibt es verschiedene Bewerbungsverfahren. Allgemeine Informationen zu Bewerbungs- und Immatrikulationsverfahren sowie Informationen zu den Themen Teilzeitstudium, Gasthörerschaft und Zweitstudium finden Sie auf den allgemeinen Bewerbungsseiten.

Weitere Informationen zur Bewerbung

Internationale Bewerber*innen

Sie möchten sich für ein Studium ab dem ersten oder einem höheren Fachsemester bewerben und haben Ihren Schulabschluss und/oder Hochschulabschluss im Ausland erworben? Dann können Sie sich im Ausland erworbene Abschlüsse und Leistungen anerkennen lassen und bei uns studieren.

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