Beeinträchtigt studieren – Individuelle und vertrauliche Unterstützung an der FHP
Wer sich für ein Studium an der Fachhochschule Potsdam entscheidet, profitiert von zukunftsorientierten Studiengängen und individueller Betreuung. Menschen mit Beeinträchtigungen sind häufig auf Unterstützung angewiesen, um an der Gesellschaft teilhaben und ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Bei diesem Weg unterstützen wir Sie an der FH Potsdam individuell und abschlussorientiert.
Ziele
Unser Ziel ist es, Barrieren systematisch zu erkennen und bei der Gestaltung von Lehre, Prüfungen und Studienorganisation zu berücksichtigen – dazu zählen unter anderem:
- Planung und zielführende Organisation eines Studiums unter Berücksichtigung der eigenen Behinderung und/oder chronischen Erkrankung (keine Studienfachberatung), insbesondere bei komplexen Sachverhalten und in Konfliktfällen
- Leicht zugängliche Antragswege in Textform
- Realistische Organisationsfristen
- Anerkennung unterschiedlich-geeigneter Nachweise, etwa durch ärztliche/psychologische Befundberichte oder Feststellungsbescheide
- Bei dauerhaft bestehenden Beeinträchtigungen prüfen wir längere Bewilligungszeiträume
- Individuelle Studienplanung – auch bei krankheitsbedingter Unterbrechung des Studiums und Wiedereinstieg
- Umgang mit der Behinderung und/oder chronischen Erkrankung im Kontakt mit unseren Lehrenden
Beratung und Unterstützung
Sie haben eine Behinderung, eine chronische Erkrankung oder eine psychische Beeinträchtigung – und fragen sich, wie Sie damit gut studieren können? Wir beraten Sie vertraulich und individuell: von der Studienorganisation über Nachteilsausgleiche bis hin zu schwierigen Situationen im Studienalltag.
Wichtig: Die Beratung ersetzt keine therapeutische oder medizinische Behandlung.
Vertrauliche Beratung & Unterstützung
Wir bieten individuelle und vertrauliche Beratung für Studierende mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder psychischen Beeinträchtigungen an und unterstützen Sie bei:
• Nachteilsausgleichen und Härtefallanträgen
• Organisation eines inklusiven Studiums
• Studienstart und Wiedereinstieg
• Fragen im Umgang mit Lehrenden
Sie haben eine akute Krise?
In akuten medizinischen Krisen oder einem mentalen Ausnahmezustand wenden Sie sich bitte an Ihr*e Psychotherapeut*in, Ärzt*in oder Psycholog*in.
In akuten Krisen ist der Berliner Krisendienst eine niedrigschwellige Anlaufstelle – rund um die Uhr, kostenlos und auf Wunsch anonym. Die Beratung ist telefonisch, persönlich oder per Video möglich; in besonders schwierigen Situationen kommt der Krisendienst auch vor Ort.
Nachteilsausgleich
Sie spüren eine Mehrfachbelastung? Die Kombination aus Studienanforderungen, dem Management der eigenen gesundheitlichen Situation (mit Arzt- und Therapietermine), vielleicht noch obendrauf ein Nebenjob zur Finanzierung Ihres Lebens, führt Sie gefühlt in eine mentale Sackgasse?
Kommen Sie auf uns zu!
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat am 4. November 2025 eine aktualisierte Empfehlung zum Nachteilsausgleich verabschiedet. Sie reagiert damit auf die steigende Zahl Studierender mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Behinderungen oder chronische Erkrankungen dürfen kein Nachteil sein. Ein Studium mit Beeinträchtigung kann Sie mitunter vor einige Herausforderungen stellen – insbesondere, wenn eng strukturierte Studienverläufe nicht Ihren zeitlichen Möglichkeiten entsprechen. Nachteilsausgleiche, deren Entscheidung dem jeweiligen Prüfungsausschuss obliegt, sollen Ihnen in Belastungssituationen helfen und vorliegende Benachteiligungen ausgleichen.
Die chancengleiche Teilhabe aller Studierenden an Prüfungen und am Studium ist ein zentraler Anspruch der Fachhochschule Potsdam.