Das Förderprogramm EXIST-Women für FHP-Angehörige
Die Förderlinie des BMWE – Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie – unterstützt gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der ersten Phase der Unternehmensgründung. Das Stipendium wird seit 2023 an Angehörige und Absolventinnen der Fachhochschule Potsdam vergeben.
Die Förderung von Frauen im Gründungsbereich ist nicht nur eine Frage der Gleichstellung, sondern eine strategische Investition in die Vielfalt und den innovativen Fortschritt unserer Gesellschaft. Zudem markiert die Förderung einen Meilenstein auf dem Weg zu einer inklusiven und zukunftsorientierten Unternehmenskultur.
Ein bedeutender Schritt in Richtung Chancengleichheit und Empowerment
Mit EXIST-Women erhalten weibliche FHP-Angehörige die Möglichkeit, sich frühzeitig mit den Themen Gründung und berufliche Selbständigkeit vertraut zu machen. Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen, Studentinnen sowie Frauen mit Berufsabschluss und Bezug zur Fachhochschule können für die Dauer von 12 Monaten unterstützt werden. Die Förderlinie EXIST-Women umfasst dabei Veranstaltungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote sowie verschiedene finanzielle Zuschüsse für angehende Gründerinnen.
Während des 12-monatigen Qualifizierungsprogramms im Förderzeitraum werden die angehenden Gründerinnen insbesondere bei der Entwicklung ihrer Unternehmerinnenpersönlichkeit und der (Weiter-)entwicklung ihrer Gründungsidee unterstützt. Die geförderten Frauen erhalten zu diesem Zweck unter anderem auch lokale Arbeitsraummöglichkeiten und Unterstützung bei der Suche nach Mitgründenden, bei Fragen zur Folgefinanzierung oder weiteren Unterstützungsprogrammen, wie dem EXIST-Gründungsstipendium.
Alle Infos zu EXIST-Women
EXIST-Women der FHP
Förderperiode 2026
- Lina Ringel, Studentin (Fachbereich Design)
- Marie Buschmann, Studentin (Fachbereich Design)
- Natalie Stahl, Studentin (Fachbereich Design)
- Desiree Kosel, Studentin (Fachbereich STADT ǀ BAU ǀ KULTUR)
- Gabriele Minkeviciute, Studentin (Fachbereich STADT ǀ BAU ǀ KULTUR)
- Karoline Jüttner, Absolventin (Fachbereich STADT ǀ BAU ǀ KULTUR)
- Lea Magdalena Voitel, Absolventin (Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften)
Förderperiode 2025
- Maria Kezia Damerow, Studentin (Fachbereich Design)
- Chang Han, Studentin (Fachbereich Design)
- Leonie Daase, Absolventin (Master Bauingenieurwesen)
- Adriana Schmitt, Absolventin (Fachbereich Design)
- Laura van Altena (Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei InNoWest)
- Marlén Mußmacher (Fachbereich Stadt ǀ Bau ǀ Kultur)
- Kerstin Stock (Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften)
- Anna-Lena Wolfrum (Fachbereich Design)
- Ada Mattes (Fachbereich Design)
Förderperiode 2023/24
- Lea Fleck, Alumna (Fachbereich Design)
- Katja Ilona Grahl, Alumna (Fachbereich Design)
- Julia Klinski, Alumna (Fachbereich STADT I BAU I KULTUR)
- Sophie Persigehl, Studentin (Fachbereich STADT I BAU I KULTUR)
- Luisa Reissmann, Alumna (Fachbereich Design)
- Julia Scholz, Studentin (Fachbereich Design)
- Sophie Warmbrunn, Alumna (Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften)
- Wenke Wulf, Studentin (Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften)
- Betty Zepernick, Studentin (Fachbereich Design)
- Carolin Zeyher, Alumna (Fachbereich Design)
Die EXIST-Women im Porträt
Welche Gründungsideen verfolgen sie? Was inspiriert sie? Welche Ziele verfolgen sie?
Lea Magdalena Voitel
"Bereits während des Studiums habe ich mich intensiv mit Themen wie Peer-Beratung, Inklusion, Empowerment und selbstbestimmtem Leben von Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Mit dem EXIST Women Stipendium möchte ich das Projekt „Handicaptation“ weiterentwickeln – eine digitale Plattform für inklusive Peer-Beratung, Empowerment und Vernetzung. Im Mittelpunkt steht die Idee, Menschen mit Behinderungen niedrigschwellige Unterstützung auf Augenhöhe anzubieten – insbesondere zu Themen wie Persönliche Assistenz, Persönliches Budget, selbstbestimmtes Leben, Reisen mit Behinderung, Übergänge in Ausbildung und Beruf sowie gesellschaftliche Teilhabe.
Handicaptation verbindet dabei Online-Beratung, Community, Wissensvermittlung und Sensibilisierung miteinander. Langfristig sollen außerdem Workshops, Weiterbildungen und inklusive Austauschformate für Fachkräfte, Angehörige und Betroffene entstehen. Besonders wichtig ist mir, Erfahrungswissen sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderungen als Expert:innen in eigener Sache zu stärken.
Mein Hauptziel ist es, Handicaptation zu einem professionellen und nachhaltigen Social-Startup weiterzuentwickeln. Am Ende der Förderung möchte ich eine klare Strategie, erste feste Kooperationen und ein funktionierendes digitales Beratungs- und Communityangebot aufgebaut haben."
Lena Ringel
"Ich habe ich mich für EXIST-Women mit meinem Bachelorprojekt FRAGMENTS beworben — einer keramischen Gefäßserie, die aus einer eigens entwickelten modularen Gipsform entstanden ist und sich mit Brüchen, Unfertigkeit und dem Prozesshaften beschäftigt. Langfristig geht mein Vorhaben aber über ein einzelnes Projekt hinaus: Ich möchte ein eigenes Design Studio aufbauen, das Gestaltung nicht primär über Funktion oder Optimierung denkt, sondern über Sinnlichkeit, Gefühl, Materialerfahrung und Intuition. Ich möchte Objekte und Räume schaffen, die nicht nur genutzt, sondern erlebt werden.
Für mich kommt das Programm genau in einer Phase, in der aus einzelnen Projekten und Chancen langsam etwas kontinuierliches Eigenes entsteht. Besonders spannend finde ich die Mischung aus finanzieller Unterstützung, Austausch und dem Zugang zu Wissen, das im Studium oft nur am Rand vorkommt — also alles rund ums Rechtliche, Bürokratie und den Aufbau eigener Strukturen. Und natürlich das Netzwerk mit anderen Gründerinnen, die sich ganz ähnlichen Fragen stellen.
Ich habe kein festes Endziel im klassischen Sinne. Für mich geht es gerade weniger darum, möglichst schnell etwas „fertig“ zu gründen, sondern erstmal eine stabile Basis aufzubauen. Ich möchte besser verstehen, wie ich meine bisher eher intuitiv gewachsene Praxis in nachhaltige Strukturen übersetzen kann: organisatorisch, wirtschaftlich, aber auch inhaltlich – und freue mich dabei ein bisschen an die Hand genommen zu werden."
EXIST-Woman Luisa Reissmann auf TikTok
Auf dem TikTok-Kanal @diecampusgründerin versorgt uns die ehemalige EXIST-Women Teilnehmerin und Designerin Luisa Reissmann mit internen Tipps und Einblicken in die Welt des Gründens.
News
7 Stipendien der Förderlinie EXIST-Women für 2026 vergeben
Das Förderprogramm EXIST-Women unterstützt gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der ersten Phase der Unternehmensgründung. Im Jahr 2026 erhalten fünf Studentinnen der Fachhochschule Potsdam die Zusage.
Wie Gründen die eigene Transformation vorantreibt – Laura van Altena im Podcast Gründungsgeist Berlin-Brandenburg
Wie gründet man, wenn der Alltag längst voll ist, man aber trotzdem auf nichts verzichten möchte? Laura van Altena spricht mit Doreen Löwe über Herausforderungen der Selbstständigkeit, des Angestelltendaseins und des Ehrenamtes und wie ihr das EXIST-Women-Stipendium dabei hilft, sich zu fokussieren.
EXIST-Women 2025: Erneute Förderzusage für angehende FHP-Gründerinnen
Die Förderline EXIST-Women unterstützt gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der ersten Phase der Unternehmensgründung. Auch die Fachhochschule Potsdam erhielt für 2025 eine weitere Bewilligung.
FHP-Gründerin belegt 2. Platz auf der deGUT
FHP-Design-Absolventin und EXIST-Women-Stipendiatin Luisa Reissmann überzeugt beim Publikumsvoting auf der deGUT in Berlin.
10 Stipendien in der Förderlinie EXIST-Women vergeben
Im Sommer 2023 trat mit EXIST-Women eine neue Förderline des BMWK - Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Kraft. Unterstützt werden gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der ersten Phase der Unternehmensgründung, insbesondere bei der Entwicklung…
Kontakt
Zentrale Einrichtung Gründungsservice und Managementqualifikation
Gefördert durch:
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EXIST – Existenzgründungen aus der WissenschaftDas Projekt wird im Rahmen des EXIST-Förderprogramms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.