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Wendezeit Schwangerschaft. Moderiertes Gespräch zu Schwangerschaft und Mutterschaft in Krisen- und Umbruchszeiten

gezeichnetes Schattenbild einer Schwangeren, über dem Bauch steht der Titel der Veranstaltung; der Hintergrund, der den gesamten rechten Teil des Bildes ausmacht, wirkt unruhig und etwas bedrohlich
© Gleichstellungsbüro (Sasha Pshenychna)

Schwangerschaft und Mutterschaft stellen das Leben vieler Frauen auf den Kopf. Aber was passiert, wenn auch das Drumherum im Chaos versinkt? In der Wendezeit haben viele Frauen in der DDR genau diese Situation erlebt. Inwiefern wirkt das bis heute nach? Und können wir etwas aus den Erfahrungen dieser Frauen für andere Krisen- und Umbruchsituationen lernen?

Wir werfen einen Blick auf politische Krisen und Umbrüche nicht nur als gesellschaftliche, sondern auch als körperliche und biografische Erfahrung von Frauen. Frauen, die in der späten DDR schwanger waren oder Kinder bekamen, erlebten den Systemwechsel oft als existenzielle Ausnahmesituation: neues Leben in sich oder um sich, während sich die politischen Strukturen auflösten und sich dadurch fast alle anderen Lebensbereiche veränderten. Diese Unsicherheiten der Wendezeit hatten unter anderem den drastischsten Geburtenrückgang zur Folge, der jemals in Friedenszeiten in einer Industriegesellschaft verzeichnet wurde.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen danach, was Mutterschaft in Krisen- und Umbruchszeiten bedeutet, wie Erfahrungen durch Mutterbilder und Zuschreibungen, gesellschaftliche Erwartungen und intergenerationale Prägungen weitergegeben werden und was sich aus den Erfahrungen von Müttern in der Wendezeit für die Gegenwart und aktuelle Krisen mitnehmen oder lernen lässt – ohne historische Situationen gleichzusetzen.

Im Gespräch

  • Hannah Klitzke und Ida-Lia Salomon, Initiatorinnen des Projekts „Geburt der Revolution – Schwanger in Umbruchszeiten“, in dessen Rahmen aktuell ein Dokumentarfilm über „die letzte Generation der Frauen, die in der DDR schwanger waren“ und ein Buch entstehen
  • Katharina Violet, Mitarbeiterin der FH Potsdam und eine der Protagonistinnen des Projekts
  • Selin Almer, Absolventin der FH Potsdam
  • Dr. Romy Schönfeld, Projektmitarbeiterin der FH Potsdam

Moderation: Doreen Löwe 

Für diese Veranstaltung bieten wir Kinderbetreuung an. Anmeldungen für die Kinderbetreuung bitte bis 22.04. an famteam@fh-potsdam.de.

Eine Veranstaltung des Gleichstellungsbüros der FH Potsdam.

Zielgruppe: Alle Hochschulangehörigen Öffentlichkeit Studieninteressierte

29.04.2026, 16:00 – 17:30 Uhr

Sprache: Deutsch
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: Nicht erforderlich

Kontakt

Gleichstellungbeauftragte

Raum 1.14a
Mitarbeiterin Informationskompetenz, Schulungen und Systematisierung
Stellvertretende Leiterin