Promotions- und Forschungskolloquium
Das gemeinsame Promotions- und Forschungskolloquium der vier brandenburgischen HAWs lädt zum wissenschaftlichen Austausch über aktuell laufende Forschungs- und Promotionsprojekte der Hochschulen ein. Darüber hinaus werden Herausforderungen, Tipps und Tricks während der Promotion mit den Teilnehmenden geteilt und diskutiert. Das Kolloquium, das vom Promotionskolleg Brandenburg organisiert wird, richtet sich an alle interessierten Wissenschaftler*innen.
Die Veranstaltungen finden in der Vorlesungszeit ca. alle vier Wochen online statt.
19.03.2026, 13:00 – 14:00 Uhr
Entwicklung eines Nachhaltigkeitsbewertungsansatzes für die Bereitstellung von Waldökosystemleistungen
Gino Garcia, Promovend der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE), stellt sein Promotionsprojekt vor. Seine kumulative Dissertation besteht aus vier Forschungsartikeln, die Konflikte zwischen Waldakteuren, Nachhaltigkeitsbewertungen, Zahlungen für Ökosystemleistungen sowie transdisziplinäre Bildung untersuchen. Sie mündet in einem Vorschlag für die Durchführung von Nachhaltigkeitsbewertungen zur Bereitstellung der vielfältigen Waldökosystemleistungen.
23.04.2026, 13:00 – 14:00 Uhr
FAIR, aber generisch?! Die Kunst der wissenschaftlichen Datenaggregation
Digitale Forschungsdaten verschwinden in disziplinspezifischen Infrastrukturen – unsichtbar und dadurch ungenutzt. Anna Lehmann (FH Potsdam) setzt mit ihrer Promotion an dieser Stelle an, indem sie eine informationswissenschaftliche Methode entwickelt, um inkonsistente FAIR-Bewertungen in interdisziplinäre Datensammlungen zu verwandeln.
Kernbotschaften:
- Was bedeutet FAIR und warum wird eine Umsetzung disziplinspezifisch
- Wie funktioniert FAIR-Bewertung und welche Tools sind dafür geeignet
- Warum Daten-Silos nutzbare Aggregationen verhindern
Extras: Praktische Hacks für Publikations-, Zeit- und Projektmanagement
25 Minuten Vortrag und 25 Minuten Diskussion – vom Daten-Chaos zu interdisziplinären Lösungen!
28.05.2026, 13:00 – 14:00 Uhr
tba
Am 28.05. wird Nursultan Daupayev, Promovend der Technischen Hochschule Brandenburg, sein Promotionsprojekt vorstellen.
25.06.2026, 13:00 – 14:00 Uhr
Eine auf Systemdynamik basierende Theorie zu sich selbst tragenden Praxisgemeinschaften
Am 25.06. wird Matthias Papetsch, angehender Promovend der TH Wildau, sein Promotionsprojekt vorstellen: Die Notwendigkeit für Organisationen, bestimmte Fähigkeiten aufzubauen und weiterzuentwickeln, wurde in der Managementwissenschaft bereits umfassend untersucht. Der verzögerte Effekt, der entsteht, wenn kurzfristige operative Anforderungen zu wenig Ressourcen für notwendige langfristige Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau lassen, wird als „Kapazitätsfalle“ bezeichnet. Diese Forschungsarbeit zielt darauf ab, Erkenntnisse zu gewinnen, die Organisationen nutzen können, um wirksame langfristige Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau zu konzipieren. Organisationen benötigen im Allgemeinen individuelle Kombinationen mehrerer Fähigkeiten. Diese individuellen Kombinationen sind komplex und lassen sich nur schwer untersuchen.
Es wird gezeigt, dass die Gesamtheit der Communities of Practice eine bestimmte Art von Organisation bildet, deren Eigenschaften die Komplexität bei der Untersuchung des Erwerbs, der Erhaltung und der Anpassung organisatorischer Fähigkeiten verringern. Es wird eine allgemeine, auf Systemdynamik basierende Grounded Theory entwickelt, die es ermöglicht, das Verhalten einer bestimmten Community of Practice auf der Grundlage ihrer Eigenschaften und Umstände vorherzusagen.