Pressemitteilung
Open Access in Brandenburg auf Erfolgskurs: OA-Quote deutlich über Bundesdurchschnitt
Der Open-Access-Monitoring-Bericht 2025 zeigt eine starke Dynamik, hohe Sichtbarkeit und den kontinuierlichen Ausbau frei zugänglicher Forschung.
Der aktuelle Open-Access-Monitoring-Bericht für das Land Brandenburg belegt eine äußerst positive Entwicklung: Mit einer Open-Access-Quote von 62,8 % im Jahr 2023 liegt Brandenburg deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 55,8 %. Insgesamt konnte der Anteil frei zugänglicher wissenschaftlicher Publikationen im Land seit 2013 um 43,5 Prozentpunkte gesteigert werden – ein Zuwachs, der die bundesweite Entwicklung (+ 34,7 Prozentpunkte) klar übertrifft.
Der Bericht wurde im Rahmen der Arbeit der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg (VuK) erstellt, die an der Fachhochschule Potsdam angesiedelt ist.
Kontinuierlicher Ausbau seit 2013
Zwischen 2013 und 2023 wurden in Brandenburg insgesamt 34.896 wissenschaftliche Publikationen erfasst. Die Zahlen dokumentieren nicht nur das stabile Publikationsaufkommen im Land, sondern auch die konsequente Transformation hin zu mehr Offenheit und Transparenz in der Wissenschaft.
„Mit dem vorliegenden Monitoring haben wir eine fundierte Datengrundlage für die vergangenen zehn Jahre geschaffen.“, sagt Prof. Dr. Ellen Euler, LL.M., wissenschaftliche Leitung der VuK. „Dieser Rückblick ist jedoch weit mehr als eine Bestandsaufnahme: Er dient uns als essenzieller Ausgangspunkt, um in einem nächsten Schritt die qualitativen Aspekte der Open-Access-Transformation in den Blick zu nehmen und den wissenschaftlichen Output differenzierter zu bewerten.“
Investitionen in Sichtbarkeit und Transparenz
Ein weiterer Bestandteil des Monitorings ist die Auswertung der über OpenAPC gemeldeten Publikationskosten. Im Jahr 2023 lagen die durchschnittlichen Publikationsgebühren für Open-Access-Artikel (APCs) bei 2.169 Euro. Insgesamt wurden für Open-Access-Publikationen im Land Brandenburg 535.795 Euro aufgewendet. Die damit finanzierten Inhalte sind dauerhaft frei verfügbar und im Rahmen der jeweiligen Lizenzangaben auch frei nachnutzbar.
Open Access als Standortfaktor
Die überdurchschnittliche Open-Access-Quote stärkt die internationale Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Brandenburg und trägt zur freien Verfügbarkeit öffentlich finanzierter Forschung bei. Open Access fördert nicht nur wissenschaftliche Innovation, sondern ermöglicht auch Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik einen niedrigschwelligen Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen.
Der vollständige Open-Access-Monitoring-Bericht 2025 ist online über Zenodo abrufbar.
Weiterführende Informationen
Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg, & AG Open Access Monitoring Brandenburg. (2026). Open Access Monitoring Brandenburg 2025. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.18323267
Website der Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg