Rückblick
Klausurtagung der FuT-Kommission mit Forschungs- und Transferprofessor*innen und forschungsinteressierten Kolleg*innen
Am 13.02.2026 trafen sich die Forschungs- und Transferprofessor*innen und forschungsinteressierten Kolleginnen und Kollegen zur diesjährigen Klausurtagung der FuT-Kommission.
Die diesjährige Klausurtagung der Forschungs- und Transfer-Kommission wurde von Prof. Dr.-Ing. Peter Heisig in seiner Funktion als Vizepräsident für Forschung und Transfer eröffnet.
Im Anschluss hielten Prof. Dr. Frank Heidmann und Prof. Dr. Tobias Schröder Kurzvorträge zum Thema "Zeitenwende in der Forschung". Im Fokus standen aktuelle Bedrohungsszenarien, ethische Dilemmata und die Frage, wie sich Hochschulen in einer zunehmend fragilen Welt positionieren bzw. gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können. Prof. Schröder fokussierte sich dabei auf die Themen Wissenssicherheit und Cybersicherheit. Er wünscht sich eine sensible Haltung der Hochschulmitglieder gegenüber diesen Fragestellungen bzw. Bedrohungen und zeigt anhand aktueller Beispiele die Notwendigkeit auf Aspekte von Resilienz und Sicherheit in Forschung und Lehre zu verankern. Prof. Heidmann weitete den Blick anschließend auf geopolitische Dynamiken, ethische Dilemmata und gesellschaftliche Verantwortung. Projekte der Fachhochschule Potsdam, wie MOSIDI (Zusammenführung offener und eigener Daten, z.B. zu Hochwasserrisikogebieten) oder DIGENTI (digitaler Entscheidertisch für Katastrophenmanagement) zeigen, wie Forschung praktische Lösungen für gesellschaftliche Krisen entwickeln kann, aber eben auch, dass viele Technologien sowohl einen zivilen als auch einen (nicht von den Forschenden intendierten) potenziell militärischen Nutzen haben können. Die beiden Beiträge mündeten in eine breite Diskussion über wertebasierte Forschung und die Abhängigkeit von Fördergeldern.
In weiteren Themenblöcken diskutierte die Gruppe ihre Haltung zum Thema "Disziplinäre versus inter- und transdisziplinäre Forschung" (Tenor: Grundlagenforschung bis Anwendungsforschung als Kontinuum verstehen, alle Formen sind nötig und befruchten einander) und welche Bedingungen es braucht, damit sich die Forschungs- und Transferinteressierten noch besser austauschen können (z. B. niedrigschwellige Austauschformate, physische Nähe der Projekte).
Es folgte ein aufschlussreicher und produktiver Austausch in kleinen Gruppen zu den "4 Ds" Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und Dual-Use, aus denen erste gemeinsame Projektideen hervorgingen.
Die Klausurtagung wurde mit Hilfe von Graphical Recordings durch die Designerin Anna Albert dokumentiert.