Rückblick
Klausurtagung der FuT-Kommission mit Forschungs- und Transferprofessor*innen und forschungsinteressierten Kolleg*innen
Am 13.02.2026 trafen sich die Forschungs- und Transferprofessor*innen und forschungsinteressierten Kolleginnen und Kollegen zur diesjährigen Klausurtagung der FuT-Kommission.
Die diesjährige Klausurtagung der Forschungs- und Transfer-Kommission wurde von Prof. Dr.-Ing. Peter Heisig in seiner Funktion als Vizepräsident für Forschung und Transfer eröffnet. Es gab Input und Kurzvorträge zum Thema "Zeitenwende in der Forschung". Dabei standen aktuelle Bedrohungsszenarien, ethische Dilemmata und die Frage im Mittelpunkt, wie sich Hochschulen in einer zunehmend fragilen Welt positionieren bzw. gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können. Ein Fokus lag auf den Themen Wissenssicherheit und Cybersicherheit. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen wurden zur Klausurtagung neben den Kommissionsmitgliedern zusätzlich auch interessierte Wissenschaftler*innen der FHP eingeladen und ca. 35 Personen nahmen am Austausch teil.
Diskutiert wurde, wie eine sensible Haltung der Hochschulmitglieder gegenüber diesen Fragestellungen bzw. Bedrohungen entwickelt werden kann. Anhand aktueller Beispiele wurde die Notwendigkeit aufgezeigt, Aspekte von Resilienz und Sicherheit in Forschung und Lehre zu verankern. Geopolitische Dynamiken, ethische Dilemmata und gesellschaftliche Verantwortung gewinnen sowohl für Wissenschaftler*innen als auch für die Organisation Hochschule zunehmende Bedeutung.
Projekte der Fachhochschule Potsdam, wie MOSIDI (Zusammenführung offener und eigener Daten, z.B. zu Hochwasserrisikogebieten) oder DIGENTI (digitaler Entscheidertisch für Katastrophenmanagement) zeigen, wie Forschung praktische Lösungen für gesellschaftliche Krisen entwickeln kann, aber eben auch, dass viele Technologien sowohl einen zivilen als auch einen (nicht von den Forschenden intendierten) potenziell militärischen Nutzen haben können. Die beiden Beiträge mündeten in eine breite Diskussion über wertebasierte Forschung und die Abhängigkeit von Fördergeldern.
In weiteren Themenblöcken diskutierte die Gruppe ihre Haltung zum Thema "Disziplinäre versus inter- und transdisziplinäre Forschung" (Tenor: Grundlagenforschung bis Anwendungsforschung als Kontinuum verstehen, alle Formen sind nötig und befruchten einander) sowie die notwendigen Bedingungen für einen noch besseren Austausch der Forschungs- und Transferinteressierten (z. B. niedrigschwellige Austauschformate, physische Nähe der Projekte).
Es folgte ein aufschlussreicher und produktiver Austausch in kleinen Gruppen zu den "4 Ds" Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und Dual-Use/Sicherheitsforschung, aus denen erste gemeinsame Projektideen hervorgingen.
Die Klausurtagung wurde mit Hilfe von Graphical Recordings durch die Designerin Anna Albert Alumna des Fachbereichs Design der FHP, dokumentiert.