Nach Vereinbarung per E-Mail (vor Ort oder via Zoom).
Tätigkeitsschwerpunkte
Relationale Ansätze in der Sozialen Arbeit
Kinderschutz
(Sexualisierte) Gewalt und Prozesse der Aufarbeitung in pädagogischen und kirchlichen Institutionen
Qualitative Sozialforschung
Lebenslauf
Nach meinem Bachelorstudium der Erziehungswissenschaft und Soziologie in Osnabrück fand ich über den Masterstudiengang der Bildungswissenschaften an der Freien Universität Berlin meinen beruflichen Weg in die Forschung. 2021 begann ich als akademische Mitarbeiterin an der Fachhochschule Potsdam in einem Drittmittelprojekt zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Institutionen der evangelischen Kirche (mit Schwerpunkt auf ev. Kitas) zu arbeiten. Seit November 2023 bin ich im Projekt P³Dual tätig und arbeite zusätzlich zur Fachhochschule Potsdam bei meinem Praxispartner FamilienANlauf e. V. in Berlin-Lichtenberg in den ambulanten Hilfen zur Erziehung. Im Rahmen von P³Dual promoviere ich zum Thema Kinderschutz in relationalen Settings der Sozialen Arbeit.
Projekte
Seit November 2023: wissenschaftliche Mitarbeit im Projekt „P³Dual“ mit einer Promotion zum Thema „Relationaler Kinderschutz – Eine ethnografische Analyse über Kinderschutzpraktiken in relationalen Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe am Beispiel der Multifamilientherapie“ (Projektzeitraum 11/2023-10/2026, laufend). Projektbeschreibung: Mein Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Kinderschutz in relationalen Hilfesettings sozialpädagogischer freier Träger im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vollzieht. Hierzu werden exemplarisch die Hilfesettings mit Elementen der Multifamilientherapie beim Träger und Praxispartner FamilienANlauf e. V. ethnografisch beforscht. Dabei handelt es sich um Angebote, die mit relationalen Ansätzen den Schutz und die Unterstützung der Kinder in den teilnehmenden Familien sichern und stärken wollen – und somit um relationalen Kinderschutz. Ziel des Forschungsprojektes soll es sein, eine empirisch fundierte Theorie über Kinderschutzpraktiken in relationalen Hilfesettings zu entwickeln und somit eine empirische Grundlage für einen Theorie-Praxis-Transfer zu schaffen. Die Promotion erfolgt in Kooperation mit der Eberhard Karls Universität Tübingen. Erstbetreuung: Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai (Universität Tübingen) Zweitbetreuung: Prof. Dr. Frank Früchtel (FH Potsdam) Praxispartner: FamilienANlauf e. V.
Oktober 2021 – Oktober 2023: wissenschaftliche Mitarbeit in Teilprojekt B „Organisation und Person: systemische Bedingungen und Praxis der Aufarbeitung von (sexualisierter) Gewalt“ des Forschungsverbunds „ForuM – Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland“ unter der Leitung von Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai (FH Potsdam) und Prof. Dr. Fabian Kessl (Bergische Universität Wuppertal). Projektzeitraum 03/2021-03/2024.
Oktober 2022 – Januar 2023: wissenschaftliche Mitarbeit im Forschungsprojekt „Aufarbeitung der gewaltförmigen Konstellation der 1950er Jahre im evangelischen Schülerheim Martinstift in Moers“ an der Fachhochschule Potsdam in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal, gefördert durch die Evangelische Kirche im Rheinland, Kirchenkreis Moers, Kirchengemeinde Moers und Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe. Projektzeitraum: 04/2022-01/2023.
Svenja Bluhm, Sophia Hoppe, Johanna Forth, Bernd Kappel, Fabian Kessl, Friederike Lorenz-Sinai (2024):
Teilprojekt B: Perspektive „Organisation und Person: Systemische Bedingungen und die Praxis der Aufarbeitung von (sexualisierter) Gewalt“
In: Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland. Hannover: Hochschule Hannover. S. 317-419.
Svenja Bluhm, Friederike Lorenz-Sinai (2023):
Dethematisierung und Abwehr: Wie Schweigen über (sexualisierte) Gewalt in Organisationen Sozialer Arbeit vollzogen wird.
In: ISA-Jahrbuch zur Sozialen Arbeit 2023: Soziale Arbeit und Forschung: Methoden, Themenfelder, Reflexionen. Münster ; New York: Waxmann. S. 118-134.