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Projektvorhaben Sommerakademien und Workshops zum bidirektionalen Wissens- und Fertigkeitstransfer im Lehmbau

Das Projektvorhaben Sommerakademien und Workshops zum bidirektionalen Wissens- und Fertigkeitstransfer im Lehmbau vereint zwei eng verflochtene Schwerpunkte: die Konzeption, Organisation und Durchführung von zwei Sommerakademien und eine integrierte Forschung zur Wahrnehmungs- und Akzeptanzsteigerung.

Lehmbau und Ziegelwand mit einem Spalten
© Stefan Schanzenbach
Projektstatus:
laufend
Projektzeitraum:
Typ:
Forschungsprojekt
Profillinie:
Gebauter Raum – Entwerfen, Bauen, Erhalten
Kooperationspartner:
HS Mittweida (University of Applied Sciences), HS f. angewandte Wissenschaften (FH) Stadt Weißenfels WIR!-Bündnis GOLEHM
Projektbeteiligte:
Julia Massnick Anika Möcker Jörg Röder Stefan Schanzenbach

Die FH Potsdam verantwortet die Sommerakademien, die Hochschule Mittweida die begleitende Forschung. Herzstück ist ein zweiwöchiger Aufenthalt in Weißenfels (WIR!-Region). Dort übernehmen Studierende eine Doppelrolle: Sie sind Lernende und zugleich Teil des Forschungsteams, indem sie etwa Umfragen durchführen oder Vermittlungsformate mitgestalten.
Weißenfels ist assoziierte Projektbeteiligte. Für die Aktivitäten stehen eine leerstehende Ladenfläche im Zentrum (Treffpunkt, Seminarraum, „gläserne Werkstatt“), ein Marktplatzstand für Interventionen sowie ein Gebäude in Lehmbauweise als Lehrbaustelle zur Verfügung. Ausstattung und Möbel werden gemeinsam mit den Studierenden entwickelt.
Die Sommerakademien bestehen aus einem einwöchigen Einführungskurs und dem Aufenthalt in Weißenfels. Neben theoretischen und praktischen Grundlagen erarbeiten die Studierenden Workshops und Formate für die Bevölkerung, lernen historische und moderne Lehmbautechniken kennen und geben ihr Wissen in Ausstellungen, Postersessions und offenen Workshops weiter.
Die Forschung untersucht parallel Image, Wirkung von Workshops und Interventionen sowie mögliche Einstellungsänderungen. Dazu gehören Befragungen, öffentliche Aktionen wie mobile Workstations oder Stampflehmmöbel, kreative Formate wie „Claystorming“ sowie offene Lehmworkshops. Ein begleitendes Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmen, Exkursionen und einer Ausstellung schafft zusätzliche Reichweite.
Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Formate ein und bilden die Grundlage für Empfehlungen zur Integration in Lehre, Weiterbildung und Transfer. Durch Kooperationen mit Stadt, Schulen, Fachverbänden und Netzwerken wird eine langfristige Verstetigung angestrebt.

Flyer Lehmbau - Sommerakademie in Weißenfels (PDF, 930.84 KB) https://www.fh-potsdam.de/media/11301/download

Sommerakademien

Die Lehmbau Sommerakademien sind ein Verbundprojekt der Hochschule Mittweida und der Fachhochschule Potsdam, das über das Forschungsnetzwerk Wir!-Bündis GOLEHM durchgeführt und über das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird. Assoziierter Partner ist die Stadt Weißenfels.

Das Projekt vereint zwei zentrale Schwerpunkte:

  1. Sommerakademien: Im Jahr 2026 und 2027 werden spannende Sommerakademien für Studierende verschiedener Fachrichtungen durchgeführt. 
  2. Forschung zur Wahrnehmung und Akzeptanz: Begleitende Studien erforschen, wie der Baustoff Lehm seine Bekanntheit und Akzeptanz weiter steigern kann.

 Die Fachhochschule Potsdam übernimmt die theoretische und praktische Lehmbau-Lehre, während die Hochschule Mittweida die begleitende Forschung verantwortet.

Die Sommerakademie 2026 bietet ein umfassendes Programm für Studierende und die interessierte Öffentlichkeit. Bereits im Frühjahr 2026 konnten sich Studierende für die Teilnahme am Programm bewerben. Das Programm für die Studierende setzt sich aus drei Vorbereitungsterminen, die während dem Sommersemester standfanden, einem einwöchigen Einführungskurs an der Fachhochschule Potsdam und der zweiwöchigen Sommerakademie in Weißenfels zusammen.

  • Einführungswoche 
    Die Einführungswoche fand vom 27. bis 31. Juli 2026 an der Fachhochschule Potsdam gemeinsam mit den Studierenden der HS Mittweida statt. Dabei wurden grundlegende Kenntnisse zum Lehmbau vermittelt, Grubenlehm im Labor untersucht und verschiedene Lehmbautechniken erprobt. Dazu gehörten u.a. die Herstellung einer historischen Ausfachung aus Flechtwerk und Strohlehm, das Herstellen von Stampflehm-Blöcken sowie das Verputzen mit Lehm.  Auch das Erlernen von Umfrage- und Interviewtechniken stand auf dem Lehrplan. Diese wurden direkt auf dem Campus und in der potsdamer Innenstadt geübt. Damit sind die Studierenden gut auf die zweiwöchige Sommerakademie vorbereitet.
  • Sommerakademie (07. – 18. September 2026 in Weißenfels)
    Die Sommerakademie findet in der WIR!-Region in Weißenfels statt und verbindet die Arbeit der Studierenden mit öffentlichen Formaten und Aktionen. 
  • Rolle der Studierenden
    Während der Sommerakademie übernehmen die Studierenden eine Doppelrolle: Sie sind Lernende und zugleich Teil des Forschungsteams. So führen sie unter anderem Befragungen durch und wirken an der Entwicklung und Umsetzung verschiedener Vermittlungsformate mit. Neben theoretischen und praktischen Grundlagen erarbeiten die Studierenden Workshops und Vermittlungsformate für die Bevölkerung. Sie lernen historische und moderne Lehmbautechniken kennen und geben ihre Erkenntnisse in Ausstellungen, praktischen Vorführungen und offenen Workshops weiter.
  • Veranstaltungsorte in Weißenfels
    Für die vielseitigen Aktivitäten der Sommerakademie nutzen wir drei zentrale Orte:
    • Jüdenstraße 5: Eine leerstehende Ladenfläche wird als Projektraum neu belebt und zu einer offenen Lehrwerkstatt, Ausstellungsfläche sowie Veranstaltungsraum umfunktioniert.
    • Marktplatz: Durch einem Stand auf dem Marktplatz kommen die Studierenden direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Dort werden unter anderem Umfragen und Interviews zum Thema Lehmbau durchgeführt.
    • Lehrbaustelle: Im Weißenfelser Ortsteil Reichardtswerben dient ein historisches Lehmwellergebäude den Studierenden als Lehrbaustelle.
  • Begleitende Forschung: Akzeptanz und Image von Lehm
    Die begleitende Forschung untersucht das Image des Baustoffs Lehm, die Wirkung der Workshops und Interventionen sowie mögliche Veränderungen in der Wahrnehmung und Haltung der Teilnehmenden. Zum Forschungsprogramm gehören Befragungen, öffentliche Aktionen mit mobilen Arbeitsstationen und Stampflehmmöbeln sowie kreative Formate wie „Claystorming“ und offene Lehmworkshops.
  • Öffentliche Veranstaltungen
    Während der Sommerakademie 2026 erwartet die Öffentlichkeit ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. In verschiedenen Formaten vermitteln wir spannende Erkenntnisse zum traditionellen und modernen Lehmbau. Von Vorträgen über praktische Workshops bis hin zu Mitmach-Angeboten.
  • Ausblick
    Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Formate ein und bilden die Grundlage für Empfehlungen zur Integration in Lehre, Weiterbildung und Transfer. Durch Kooperationen mit Stadt, Schulen, Fachverbänden und Netzwerken wird eine langfristige Verstetigung angestrebt.

2027 planen wir eine weitere Sommerakademie. Weitere Details folgen.

Kontakt Fachhochschule Potsdam

Projektverantwortlich

Professor für Bauwerkserhaltung, Bauen im Bestand und Holzbau
Studienfachberater Ing•Bau – Bauwerkserhaltung und Neubau im Ingenieur- und Hochbau (M. Sc.)
Leiter Baulabor Konstruktiver Ingenieurbau (BKI)

Projektbearbeitung

Mitarbeiter im Forschungsprojekt LImA (Sommerakademien in Weißenfels)

Kontakt Hochschule Mittweida

Projektverantwortlich

Prof. Dr. Anika Möcker
Anika.Moecker@hs-mittweida.de

Projektbearbeitung

Julia Massnick
massnick@hs-mittweida.de