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Interdisziplinär am Denkmal 2.0: Bauerhaltung im städtebaulichen und sozialen Umfeld einer Mahalla

Interdisziplinär für das Kulturerbe: Bauerhaltung im städtebaulichen und sozialen Umfeld einer Mahalla

Projektstatus:
laufend
Projektzeitraum:
Typ:
Forschungsprojekt
Profillinie:
Gebauter Raum – Entwerfen, Bauen, Erhalten
Sozialer Raum – Bildung, Partizipation, Gemeinschaft
Kooperationspartner:
Bukhara State Technical University Bukhara State University Samarkand State Architectural and Civil Engineering University Samarkand State University Tashkent University of Architecture and Civil Engineering
Projektbeteiligte:
Jörg Röder Anke Weiß
Das Projekt Interdisziplinär am Denkmal 2.0: Bauerhaltung im städtebaulichen und sozialen Umfeld einer Mahalla dreht sich um den fachlichen Austausch zwischen usbekischen und deutschen Student*innen, Wissenschaftler*innen, und Hochschullehrer*innen in Bezug auf den Umgang mit schützenswerter Bausubstanz und Denkmälern innerhalb einer Mahalla unter besonderer Berücksichtigung städtebaulicher und sozialwissenschaftlicher Aspekte. Mahallas in Usbekistan sind vergleichbar mit deutschen Gemeindeverwaltungseinheiten und bilden darüber hinaus ein wichtiges soziales Gerüst und Bindeglied zwischen Privatheit und öffentlicher Verwaltung. Die Mahalla ist die kleinste usbekische Gebietsgliederung, die – ähnlich einer Gemeinde – eine eigene rechtliche und soziale Struktur mit Entscheidungskompetenzen hat. Darüber hinaus sind die Strukturen und Gebäude vieler Mahallas Zeitzeugen der baulichen, kulturellen und gesellschaftlichen Überlieferung usbekischer Städte und beherbergen historische Gebäude und schützenswertes kulturelles Erbe.

Die Kooperation mit den usbekischen Partnerhochschulen Tashkent University of Architecture and Civil Engineering, Samarkand State Architectural and Civil Engineering University und der Bukhara State University bildet einen langjährigen Fokus der FH Potsdam im Bereich der internationalen Zusammenarbeit. Die Samarkand State University mit ihrem Fachbereich Soziale Arbeit und Soziologie ist in das Projekt einbezogen, um gemeinsam den Einfluss von baulichen Veränderungen auf das soziale Leben der Bewohner zu untersuchen. Parallel dazu soll die in Usbekistan noch junge Disziplin der Sozialen Arbeit in die Gemeindestrukturen der Mahalla implementiert werden. Durch Aufnahme des Bukhara Engineering Technological Institutes zu den Partnerhochschulen wird zudem die ingenieurwissenschaftliche und architektonische Kompetenz im Hinblick auf Vorhaben zum Umgang mit dem baulichen Erbe erweitert. Die Frage nach dem Erhalt und der Ertüchtigung von historischen Baustrukturken in den Mahallas und sozialwissenschaftlichen und sozialarbeiterischen Implikationen wurde gemeinsam mit den usbekischen Partnerhochschulen als Thema entwickelt.

Das Projekt „Interdisziplinär am Denkmal“ wird durch den DAAD in der Programmlinie „Ostpartnerschaften“ gefördert. Das Ostpartnerschaftsprogramm stärkt und fördert partnerschaftliche Beziehungen deutscher Hochschulen zu Hochschulen in Mittelost-, Ost- und Südosteuropa sowie den Ländern des Südkaukasus und Zentralasiens. Das Programm will die Festigung bestehender und Initiierung neuer dauerhafter Partnerschaften zwischen deutschen Hochschulen und Hochschulen der Zielregion sowie eine fachlich breit angelegte Zusammenarbeit in Lehre und Forschung erreichen und damit zur Internationalisierung der deutschen und ausländischen Hochschulen beitragen.
Das Projekt ist die Fortführung und Weiterentwicklung des Vorgängers „Interdisziplinär am Denkmal“ (Ostpartnerschaften 2021-2023).  Die Zusammenarbeit mit strategisch wichtigen Partnern im Ausland ist ein Schwerpunkt der 2022 verabschiedeten Internationalisierungsstrategie der FH Potsdam (FHP).