Ausstellung „Ach, Brandenburg … Fotografie im Dialog 1996 | 2026“
Welche Rolle spielt die Fotografie für unsere Erinnerung? Bilder lenken unseren Blick, prägen unser Bildergedächtnis und beeinflussen damit, wie und woran wir uns erinnern. Inwiefern formt Fotografie unseren Zugang zur Vergangenheit?
Die Ausstellung „Ach, Brandenburg … Fotografie im Dialog 1996 | 2026“ greift diese Fragen auf. Ausgangspunkt ist das größte dokumentarfotografische Projekt Ostdeutschlands, das von Diethart Kerbs und Sophie Schleußner zwischen 1993 und 1996 unter dem Titel „Fotografie und Gedächtnis“ in drei Bundesländern durchgeführt wurde. Seine Initiator*innen verstanden die Aufnahmen als „Flaschenpost in die Zukunft“: als Bilder, die späteren Generationen zeigen sollten, wie ostdeutsche Orte und Landschaften in den 90er Jahren aussahen.
Dreißig Jahre später wird diese Zeitkapsel geöffnet. Sie enthält über 22.000 Motive, die in drei Sammlungsteilen in Cottbus, Halle und Schwerin lagern.
Studierende der Fachhochschule Potsdam sichteten den Brandenburger Bestand im Archiv des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst in Cottbus und machten sich in 15 Teams auf die Suche nach den damaligen Aufnahmeorten. Sie spürten die früheren Blickrichtungen auf und schufen aus den wiedergefundenen Perspektiven aktuelle Nachfotografien. Aus den Eindrücken, Begegnungen und Gesprächen vor Ort entstanden darüber hinaus auch freie fotografische Arbeiten.
Die Ausstellung verbindet historische Aufnahmen mit aktuellen Perspektiven und lädt dazu ein, über Erinnerung, Wandel und die Rolle der Fotografie nachzudenken. Sie fragt nicht nur, was sich in drei Jahrzehnten verändert hat, sondern auch, wie Fotografien ihre jeweilige Gegenwart erfassen und welche Geschichten sie für die Zukunft aufbewahren.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der FH Potsdam. Initiative und Projektleitung kommen von Prof. Wiebke Loeper und Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer.
Beteiligte Fotograf*innen
Aus „Fotografie und Gedächtnis“, 1993 – 1996: Arno Fischer, Christoph Gödan, Rudolf Hartmetz, Michael Herrmann, Hans W. Mende, Reinhard Münch, Lothar M. Peter, Merit Schambach geb. Pietzker, Jürgen Rehrmann, Günter Steffen, Holger Herschel und Ulrich Wüst, Gerhard Zwickert
Beteiligte Studierende der FH Potsdam, 2026: Ayiana Bartelmann, Alena Berning und Jonna Haumann, Linda Bergemann und Ludwig Schenk, Julian Flörchinger, Tara Juretko und Jannick Tismer, Florian Bolk und Lara Jablonski, Clara Gabriel und Malika Wagner, Laura Günther und Cora Wild, Stephanie Hagenstein und Natalie Stahl, Laura Monzert und Frida Schulz, Melis Poyraz, Kevin Schmidt und Nina Schwarz, Sofia Chybisova und Melina Runow, Rudolfs Pomerancevs und Laurenz Steffan, Paulina Deutmeyer und Max Kramer, Moritz Dörnenburg, Merle Kauf und Charlotte Schröter, Dana Schneider und Roman Traidl
01.10.2026, 18:00 – 21:00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Programm
- 17 Uhr: Einlass zur Ausstellungseröffnung
- 18 Uhr: Begrüßung durch das Brandenburg Museum und die Fachhochschule Potsdam; anschließend moderiertes Gespräch mit den Projektleiter*innen Prof. Wiebke Loeper und Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer sowie beteiligten Studierenden
Moderation: Dr. Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam) - ab 19:30 Uhr: Ausstellungsbesuch, Ausklang mit Musik und Getränken
Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir Sie, Ihre Teilnahme an der Ausstellungseröffnung anzumelden.
Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Deutschland
02.10.2026, 11:00 Uhr – 14.03.2027, 18:00 Uhr
Ausstellung
Laufzeit: 02. Oktober 2026 – 14. März 2027
Öffnungszeiten:
- Dienstag, Mittwoch, Freitag bis Sonntag: 11 – 18 Uhr
- Donnerstag: 11 – 20 Uhr
Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Deutschland