Pressemitteilung
Neuer Masterstudiengang an der FH Potsdam: Digitales Informationsmanagement qualifiziert für die Gestaltung datengetriebener Informationsprozesse
Die Fachhochschule Potsdam erweitert ihr Studienangebot im Fachbereich Informationswissenschaften um den neuen Masterstudiengang „Digitales Informationsmanagement“ (M.A.). Der anwendungsorientierte Studiengang vermittelt Kompetenzen für die Gestaltung, Steuerung und Weiterentwicklung digitaler Informations- und Datenprozesse. Bewerbungen sind für den Studienstart im Wintersemester 2026 noch bis zum 01. August möglich.
Ob digitale Verwaltung, Dateninfrastrukturen, Wissensmanagement oder Künstliche Intelligenz: Die zunehmende Digitalisierung von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft stellt Organisationen vor neue Herausforderungen im Umgang mit Informationen und Daten. Mit dem neuen Masterstudiengang Digitales Informationsmanagement (M.A.) reagiert die Fachhochschule Potsdam auf diesen Wandel und qualifiziert Fachkräfte für verantwortungsvolle Aufgaben an der Schnittstelle von Information, Technologie und Management.
Der konsekutive Masterstudiengang verbindet informationswissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Kompetenzen in den Bereichen Daten- und Informationsmanagement, Programmierung, Metadatenmanagement und digitale Transformation. Weitere Schwerpunkte liegen in der Datenarchivierung, Datenanalyse, Prozessgestaltung, Projektleitung sowie im strategischen Management von Informationsinfrastrukturen. Ergänzt wird das Studium durch Inhalte zu Forschungsmethoden, Data Science und aktuellen Entwicklungen der Informationswissenschaften.
„Wir erleben gerade eine tiefgreifende Transformation: Organisationen aller Art - Behörden, Bibliotheken, Unternehmen, Forschungseinrichtungen - stehen vor der Aufgabe, ihre Informationsprozesse grundlegend neu zu denken. KI-gestützte Systeme setzen dabei neue Maßstäbe, erfordern aber gleichzeitig Menschen, die verstehen, wie Informationen strukturiert, bewertet und langfristig nutzbar gemacht werden. Genau hier setzt unser Studiengang an: Er befähigt Absolvent*innen, diese Herausforderungen nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv mitzugestalten“, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. Veit Köppen.
Ein besonderes Merkmal des Studiengangs sind zwei unterschiedliche Studientracks, die eine individuelle Studiengestaltung ermöglichen. Der Track DI3 richtet sich an Absolvent*innen mit einem einschlägigen Hochschulabschluss von mindestens 210 ECTS-Punkten und kann in drei Semestern absolviert werden. Der Track DI4 ist auf vier Semester angelegt und steht Bewerbenden mit einem ersten Hochschulabschluss von mindestens 180 ECTS-Punkten offen. Beide Varianten können sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit studiert werden.
Profilbildend ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. In Projekten, Fallstudien und Portfolios bearbeiten Studierende reale Fragestellungen gemeinsam mit Partner*innen aus Forschung und Praxis und erwerben Kompetenzen, die unmittelbar in berufliche Kontexte übertragbar sind.
Der Studiengang richtet sich insbesondere an Absolvent*innen der Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften sowie verwandter Disziplinen. Berufliche Perspektiven eröffnen sich unter anderem in öffentlichen Einrichtungen, Bibliotheken, Archiven, Verbänden, Non-Profit-Organisationen, Unternehmen der Informations- und Datenwirtschaft sowie in Beratungs- und Forschungseinrichtungen. Absolvent*innen qualifizieren sich dabei nicht nur für operative Aufgaben, sondern insbesondere für Leitungs-, Beratungs- und Entwicklungsfunktionen im digitalen Informationsmanagement.
Im Unterschied zu stärker bibliotheks- oder archivspezifisch ausgerichteten Studienangeboten fokussiert der Masterstudiengang das Management digitaler Informationen und Daten in einem breiten organisatorischen und gesellschaftlichen Kontext. Bibliotheken und Archive bleiben wichtige Anwendungsfelder, der Blick richtet sich jedoch gleichermaßen auf digitale Transformationsprozesse in Verwaltung, Wirtschaft und weiteren datenintensiven Organisationen.
Bewerbung und Studienstart
Der Studiengang ist zulassungsfrei. Für den viersemestrigen Studientrack DI4 mit Studienbeginn zum Wintersemester können sich Interessierte vom 15. Juni bis 1. August bewerben. Der dreisemestrige Studientrack DI3 startet jeweils zum Sommersemester; die Bewerbungsfrist läuft vom 15. Januar bis 1. März. Voraussetzung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einer einschlägigen oder bezugswissenschaftlichen Fachrichtung.