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IGiQ – Infrastrukturen des Gemeinsamen in der gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung

Untersuchung der Potentiale und Umsetzungshemmnisse für die Realisierung von "Infrastrukturen des Gemeinsamen".

Gemeinschaftsraum im Neubauquartier „WagnisART“
Gemeinschaftsraum im Neubauquartier „WagnisART“ der Genossenschaft wagnis eG, München; Foto: Friedrich May (2018)
Projektzeitraum:
Typ:
Forschungsprojekt
Profillinie:
Digitale Transformation – Urbane Zukunft
Gesellschaft bilden
Entwerfen ∙ Bauen ∙ Erhalten
Kooperationspartner:
  • Prof. Dr. Torsten Bölting,EBZ Business School, Bochum
  • Dr. rer. pol. André Ortiz, EBZ Business School, Bochum und Institut InWIS Forschung & Beratung GmbH
Finanzierung:
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Viele neue Stadtquartiere zeichnen sich durch gemeinsam genutzte Infrastrukturen aus. Diese „Infrastrukturen des Gemeinsamen“ sind bauliche, räumliche, technische und soziale Strukturen, die gemeinsam genutzt werden und so die Nutzungsqualität neuer Stadtquartiere steigern (BBSR 2018, 2019). Der Mehrwert solcher Infrastrukturen liegt in der Einsparung von Ressourcen, in der Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens oder auch in der Ermöglichung neuer Einnahmequellen. Damit tragen sie zu einer gemeinwohlorientierten, nachhaltigen und resilienten Quartiersentwicklung bei.

Neben gemeinschaftsorientierten Akteuren in der Wohnungswirtschaft wie Genossenschaften engagieren sich auch private und kommunale Unternehmen, um Infrastrukturen des Gemeinsamen im Quartier zu entwickeln. Für viele Wohnungsbauunternehmen bleibt aber unklar, welche Infrastrukturen in welchem Kontext sinnvoll und finanzierbar sind.

Das Forschungsprojekt untersucht die Potentiale und Umsetzungshemmnisse für die Realisierung dieser Infrastrukturen. Aufbauend auf einer Bestandserhebung dieser Infrastrukturen in deutschen Stadtquartieren, die seit 2010 gebaut worden sind, soll mit Fokus auf die Rolle privater Akteure anhand von 4-6 Fallstudien der Mehrwert gemeinsamer Infrastrukturen in Kosten-Nutzen-Relationen für Wohnungsbauunternehmen ermittelt werden.

Die vergleichende Untersuchung gemeinschafts- und gemeinwohlorientierter sowie investorengetragener Wohnungsunternehmen soll zeigen, welche Motive für Planung und Realisierung ausschlaggebend sind, wie Kosten und Nutzen bestimmt werden, welche Faktoren die Entscheidung für gemeinsame Infrastrukturen beeinflussen und welche Finanzierungsstrategien sich bewähren. Als Ergebnis soll eine systematische Aufbereitung der Forschungsergebnisse praxisrelevantes Orientierungs- und Handlungswissen für Projektentwickler, Kommunen und Städtebauförderung zur wirtschaftlichen Umsetzung neuer Infrastrukturen des Gemeinsamen im Quartier bieten.

Literaturhinweise:

BBSR (Hg.) (2018): Gemeinwohl. Konsequenzen für die Planung? Informationen zur Raumentwicklung, Heft 5. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn

BBSR (Hg.) (2019): Gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik. Stiftungen und weitere gemeinwohlorientierte Akteure: Handlungsfelder, Potenziale und gute Beispiele. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn

Logo des Förderprogramms Zukunft Bau
Förderlogo des BBSR
Förderlogo des BMI

Projektleitung

Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula
Forschungsprofessor für ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen
Studiengangsleiter Urbane Zukunft (M. A.)