Versuchsbasierte Entwicklung eines Bemessungskonzepts zur Risssanierung in Massivlehm in der WIR!-Initiative GOLEHM
Projektstatus:
laufend
Projektzeitraum:
–
Typ:
Forschungsprojekt
Profillinie:
Gebauter Raum – Entwerfen, Bauen, Erhalten
Bereich:
Projektbeteiligte:
Benedikt Füger
Jörg Röder
Ziel des Projektvorhabens ist die Entwicklung eines praxistauglichen Planungs-, Bemessungs- und
Ausführungskonzeptes für die statisch wirksame Risssanierung von Massivlehmkonstruktionen mittels Vernadelung.
Vertikal verlaufende Trennrisse bilden bei bestehenden Lehmbauten einen häufigen und signifikanten Schadensfall. Bei zunehmender Größe und damit verbundenem Verlust der Schubverzahnung im
Rissbereich können Trennrisse zu einer Destabilisierung der Wandkonstruktionen führen. Die Rissbildung führt nicht nur zu einer Gefährdung der Gebrauchstauglichkeit, sondern kann auch eine Gefährdung der
Standsicherheit des Bauwerks nach sich ziehen. Dementsprechend ist zur Sicherstellung der
Dauerhaftigkeit und Standsicherheit und somit der Nutzbarkeit eines Bauwerks eine Sanierung solcher Risse unabdingbar.
Als Sanierungsmaßnahme hierzu hat sich auch im Lehmbau die aus dem Mauerwerksbau stammende
Rissvernadelung etabliert, wenngleich diese, in Ermangelung eines Bemessungskonzeptes, derzeit lediglich als konstruktive Maßnahme Verwendung findet.
Das Fehlen eines bauaufsichtlich anerkannt statisch ansetzbaren Rissvernadelungsverfahrens führt
anstelle einer Instandsetzung häufig zu einem Rückbau rissgeschädigter Massivlehmwände.
Dies soll durch die Entwicklung eines Bemessungsverfahren für Risssanierungen mittels Vernadelung im Lehmbau zukünftig vermieden werden. Bei dessen Entwicklung sollen die wesentlichen Einflussparameter Bauart der Lehmwände, Komponenten des Ankersystems, Umwelteinflüsse versuchstechnisch und numerisch berücksichtigt werden.
Ziel der Versuchsreihen ist es, ein Bemessungsverfahren für den statischen Ansatz der Risssanierung mittels Vernadelung unter Berücksichtigung der relevanten Einflussfaktoren zu entwickeln. Darüber hinaus sollen aus den gewonnenen Erkenntnissen Konstruktions- und Ausführungsempfehlungen abgeleitet werden, mit dem Ziel, diese neben dem Berechnungsansatz in ein WTA-Merkblatt zur Instandsetzung von Massivlehmkonstruktionen zu überführen.
Ausführungskonzeptes für die statisch wirksame Risssanierung von Massivlehmkonstruktionen mittels Vernadelung.
Vertikal verlaufende Trennrisse bilden bei bestehenden Lehmbauten einen häufigen und signifikanten Schadensfall. Bei zunehmender Größe und damit verbundenem Verlust der Schubverzahnung im
Rissbereich können Trennrisse zu einer Destabilisierung der Wandkonstruktionen führen. Die Rissbildung führt nicht nur zu einer Gefährdung der Gebrauchstauglichkeit, sondern kann auch eine Gefährdung der
Standsicherheit des Bauwerks nach sich ziehen. Dementsprechend ist zur Sicherstellung der
Dauerhaftigkeit und Standsicherheit und somit der Nutzbarkeit eines Bauwerks eine Sanierung solcher Risse unabdingbar.
Als Sanierungsmaßnahme hierzu hat sich auch im Lehmbau die aus dem Mauerwerksbau stammende
Rissvernadelung etabliert, wenngleich diese, in Ermangelung eines Bemessungskonzeptes, derzeit lediglich als konstruktive Maßnahme Verwendung findet.
Das Fehlen eines bauaufsichtlich anerkannt statisch ansetzbaren Rissvernadelungsverfahrens führt
anstelle einer Instandsetzung häufig zu einem Rückbau rissgeschädigter Massivlehmwände.
Dies soll durch die Entwicklung eines Bemessungsverfahren für Risssanierungen mittels Vernadelung im Lehmbau zukünftig vermieden werden. Bei dessen Entwicklung sollen die wesentlichen Einflussparameter Bauart der Lehmwände, Komponenten des Ankersystems, Umwelteinflüsse versuchstechnisch und numerisch berücksichtigt werden.
Ziel der Versuchsreihen ist es, ein Bemessungsverfahren für den statischen Ansatz der Risssanierung mittels Vernadelung unter Berücksichtigung der relevanten Einflussfaktoren zu entwickeln. Darüber hinaus sollen aus den gewonnenen Erkenntnissen Konstruktions- und Ausführungsempfehlungen abgeleitet werden, mit dem Ziel, diese neben dem Berechnungsansatz in ein WTA-Merkblatt zur Instandsetzung von Massivlehmkonstruktionen zu überführen.
Publikationen
Jörg Röder, Benedikt Füger (2025):
Versuchsbasierte Entwicklung eines Bemessungskonzeptes zur Risssanierung in Massivlehmbauten (ERiMa)
ce/papers, Band 8, Heft 1, S. 146-157.