Workshop-Reihe „Einsatz von KI in der Doktorarbeit“
Wie lässt sich KI während der Promotion und im akademischen Alltag effektiv einsetzen – und wo liegen die Grenzen und Grauzonen? In dieser online Workshop-Reihe (EN) mit Dr. Johanna Scheel haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, verschiedene KI-Anwendungen praxisnah zu erkunden und sie auf konkrete Aufgaben aus ihrer eigenen Forschung und akademischen Arbeit anzuwenden – von der Strukturierung und Analyse von Daten über die Arbeit mit Texten bis hin zur Organisation ihrer Arbeit.
Die Workshops befassen sich zudem mit Datenschutz, rechtlichen und institutionellen Anforderungen sowie mit Forschungsintegrität und guter wissenschaftlicher Praxis, einschließlich der Frage, wie der Einsatz von KI dokumentiert und angemessen zitiert werden kann. Die Teilnehmenden werden dazu ermutigt, ihre eigenen Erfahrungen, Fragen und Beispiele einzubringen, um Raum für Diskussionen, Reflexion und gemeinsames Lernen zu schaffen. Ziel ist es, Vertrauen in den verantwortungsvollen und effektiven Einsatz von KI als Werkzeug zu schaffen und gleichzeitig die wissenschaftliche Integrität, den individuellen wissenschaftlichen Beitrag und die Eigenverantwortung zu wahren.
Die vertiefenden Module im November und Dezember können einzeln gebucht werden; die Teilnahme am Kick-off-Workshop im Oktober ist jedoch Voraussetzung.
Die Workshop-Reihe wird vom Promotionskolleg Brandenburg (Brandenburg Graduate School for Applied Sciences) unterstützt.
16.10.2026, 09:00 – 13:00 Uhr
Grundlagen und Rahmenbedingungen der KI in der Promotion (Auftakt)
Zum Auftakt der Workshop-Reihe werden die Teilnehmenden die Grundprinzipien der Funktionsweise generativer KI, ihre typischen Möglichkeiten und Grenzen sowie zentrale Fragen zum Datenschutz und zu den rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen für den Einsatz in der wissenschaftlichen Arbeit erörtern. Anhand von Fallstudien und den eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden werden im Workshop zudem Grauzonen, Transparenz, Dokumentation und wissenschaftliche Verantwortung beim Einsatz von KI thematisiert. Anschließend werden die Teilnehmenden in die Grundlagen der Prompt-Erstellung eingeführt.
02.11.2026, 09:00 – 11:00 Uhr
Dokumentation des KI-Einsatzes – Nachweis und persönlicher Nutzen (Deep Dive 1)
Wie lässt sich der Einsatz von KI transparent, systematisch und so dokumentieren, dass er auch einen Mehrwert für die eigene Arbeit schafft? In diesem Deep Dive werden relevante Anforderungen, Grauzonen und praktische Dokumentationsstrategien beleuchtet und auf die eigene wissenschaftliche Arbeit der Teilnehmenden angewendet. Die Teilnehmenden erstellen zudem eine persönliche Bibliothek mit Prompts und Kontexten, um effektive Prompts für ihre zukünftige Arbeit systematisch zu sammeln, zu organisieren und wiederzuverwenden.
06.11.2026, 09:00 – 11:00 Uhr
KI und GSP, Forschungsintegrität, Dequalifizierung (Deep Dive 2)
Wie lässt sich KI einsetzen, ohne dabei den individuellen Beitrag, die Forschungsintegrität und wesentliche akademische Kompetenzen aus den Augen zu verlieren? Dieser „Deep Dive“ beleuchtet verschiedene Formen des KI-Einsatzes und befasst sich mit Fragen der Urheberschaft, Transparenz und akademischen Verantwortung sowie mit kognitiver Entlastung, Dequalifizierung und dem bewussten Einsatz von KI als Unterstützung für das Denken und Arbeiten. Anhand konkreter Szenarien aus der Doktorandenforschung und der akademischen Arbeit entwickeln die Teilnehmenden persönliche Leitlinien für einen selbstbestimmten und kompetenzfördernden Umgang mit KI.
27.11.2026, 09:00 – 11:00 Uhr
Context Engineering / Kontextmanagement (Deep Dive 3)
Warum kann dieselbe Eingabe je nach Kontext zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen – und wie lässt sich der Kontext strategisch nutzen, um die Qualität der KI-Ergebnisse zu verbessern? In diesem Deep Dive lernen die Teilnehmenden, wie sie relevante Informationen und Materialien auswählen, diese in einem für KI lesbaren Format aufbereiten und den Unterschied anhand eigener Beispiele hautnah erleben. Schritt für Schritt werden sie neben der in „Deep Dive 1“ vorgestellten Prompt-Bibliothek eine persönliche Kontextbibliothek mit wiederverwendbaren Bausteinen für ihre eigene Forschung und wissenschaftliche Arbeit aufbauen.
04.12.2026, 09:00 – 11:00 Uhr
Eigene KI-Assistenten/Tutoren entwickeln (Deep Dive 4)
In welchen Bereichen könnten spezialisierte KI-Assistenten Ihre eigene Doktorarbeit und wissenschaftliche Arbeit sinnvoll unterstützen? In diesem „Deep Dive“ entwickeln die Teilnehmenden anhand einer Prompt-Vorlage ihren eigenen KI-Assistenten oder KI-Tutor, testen diesen mit den ihnen zur Verfügung stehenden KI-Tools und reflektieren dessen Möglichkeiten, Grenzen und die damit verbundenen Verantwortlichkeiten. Eine kurze Einführung in KI-Unterstützung und agentische KI bietet zudem einen Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten zur Gestaltung und Optimierung der eigenen wissenschaftlichen Arbeitsabläufe.