Lecture series on Advanced Topics in Informationswissenschaften: Frontiers in Information Sciences
On 8th of October, the ‘Advanced Topics in Informationswissenschaften’ lecture series will kick off with a talk entitled ‘Frontiers in Informationswissenschaften: Emerging Issues, Technologies and Governance’ by Dr Carolyne Nyaboke Musembe (Kenya Tech).
The lectures are aimed in particular at advanced students on the Master’s programme in Digital Information Management and the Bachelor’s programmes in Archival Studies, Library Science and Information Science, and Information and Data Management; however, they are expressly open to anyone interested.
All lectures will take place at the FHP from 4.00 pm (sharp) and will consist of a presentation followed by a discussion.
Further organisational details can be found on this event page. Here you can also find out whether the talk will be streamed – as separate consent is required for this – and how to register to attend online. No registration is required to attend in person; seating is on a first-come, first-served basis.
The Department of Information Sciences looks forward to your participation.
08/10/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Frontiers In Information Sciences: Emerging Issues, Technologies and Governance
Dr. Carolyne Nyaboke Musembe (TU Kenia), Department of Information Science, Language and Communication Studies
Lecture abstract: Abstract: Information Science is entering a frontier in which information is increasingly created, interpreted, transformed, governed, preserved and circulated through intelligent, interconnected and data-intensive environments. This conceptual article examines six interconnected frontiers: intelligent information, trustworthy information, governed information, remembered information, sustainable information, and shared information futures. Rather than treating technological change as the frontier in itself, the article argues that the emerging frontier lies in understanding the conditions under which information can be trusted, responsibly governed, meaningfully preserved, sustainably maintained and equitably shaped. The discussion considers the growing participation of artificial intelligence and automated systems in information creation and interpretation; questions of provenance, authenticity, integrity and information literacy in increasingly complex information environments; the governance of data, algorithms and automated decisions; the preservation of digital memory and documentary heritage; the environmental, institutional and infrastructural sustainability of information ecosystems; and questions of access, representation, participation and agency in shaping shared information futures. Particular attention is given to unequal digital and computing infrastructures and to African questions of knowledge, epistemic justice and community participation, recognising that technological and information futures are shaped within uneven social, institutional and infrastructural contexts. Recent developments in content provenance, including emerging standards for documenting the history and transformation of digital content, further illustrate the movement from questions of information trust to questions of governance and accountability. The article concludes that Information Science increasingly requires sociotechnical capabilities that connect information organisation, provenance, critical evaluation, governance, preservation, sustainability and inclusion across disciplinary and professional boundaries. The central proposition is that the future of Information Science depends not simply on what technologies can do, but on how societies create, trust, govern, preserve, interpret and share the information ecosystems that increasingly shape development and social life.
15/10/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Netzwerke zur Modellierung von Wissensdynamiken
Dr. Malte Vogl, The Electronic Life Of The Academy (TELOTA), Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
Abstract zur Vorlesung: Die Entwicklung von Informationsinfrastrukturen steht in direkter Wechselwirkung zur Dynamik sozialer Gruppenbildung und Austauschprozesse und beeinflusst, wie Wissen in Schrift und Sprache ausgedrückt wird.
Der Vortrag präsentiert einen theoretischen Rahmen zur Beschreibung solcher integrierter Wissensdynamiken, den sozio-epistemischen Netzwerken, und stellt Studien zur sprachlichen Analyse der Entwicklung von Fachdisziplinen sowie Ansätze zur quantitativen Erschließung von systematischen Biases in Archiven vor. Der Vortrag wird begleitet von zwei kleinen Übungen, in denen die Teilnehmenden grundlegende Techniken anwenden werden.
22/10/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Mit KI auf Spatzen? Der Fußabdruck von Big Tech auf Klima, Gesellschaft und Informationslandschaft und wie wir es besser machen können
Dr. Argie Kasprzik, ZBW
Abstract zur Vorlesung: Die Gier von Big Tech nach Energie, Wasser, Land, Rohstoffen, Arbeitskraft, Daten und weiteren essentiellen Ressourcen, um kommerzielle Dienste auf der Basis generativer Künstlicher Intelligenz (genKI) zu entwickeln und zu betreiben, steigt weiterhin ungebremst. Diese Art der aggressiven profitorientierten Expansion ohne Rücksicht auf Verluste wird teilweise als unumgängliche, alternativlose Notwendigkeit (oft in Verbindung mit Euphemismen wie "disruptive Innovation" oder "Technologieoffenheit") dargestellt und teilweise verschleiert durch Taktiken wie "Greenwashing" oder das demonstrative Ziehen ethischer roter Linien, die dann bei Bedarf bedenkenlos zurückgenommen und überschritten werden.
Der anhaltende, kommerziell getriebene Hype und geschicktes Marketing rund um die neueste Generation von Methoden aus der Künstlichen Intelligenz erzeugt vor allem eines: den Druck, in Bezug auf Technologieeinsatz und Kenntnisstand nicht abgehängt zu werden. Während der Fuhrpark an proprietären genKI-gestützten Diensten rasant wächst, fehlt allerdings häufig weiterhin ein Bewusstsein dafür, welche immensen Ressourcen für Training und Betrieb aufgewendet werden müssen und auch, welcher Praktiken sich die großen Anbieter zu deren Bereitstellung bedienen.
Dieser Vortrag sammelt zunächst eine breite Palette von Aspekten, inwiefern die aktuelle Generation von KI-Methoden und insbesondere deren kommerzielle Verwertung ihren Fußabdruck auf Umwelt, Gesellschaft und unsere Informationslandschaft hinterlässt. Anschließend beleuchten wir ein paar Herangehensweisen für Individuen und für Institutionen, wie dieser Fußabdruck bei der Suche nach Methoden zur Automatisierung unserer täglichen Workflows und Aktivitäten verkleinert bzw. im Einklang mit den Grundwerten des GLAM-Bereichs ein unverhältnismäßiges Anwachsen verhindert werden kann.
29/10/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Prof. Dr. Achim Oßwald, Technische Hochschule Köln
Vortragstitel: TBA
Das Abstract zur Vorlesung folgt.
05/11/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Wenn keine Methode passt: Situated Storywalks als teilnehmendengeleiteter
Prof. Dr. Elke Greifeneder, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin
Abstract zur Vorlesung: Was macht man, wenn etablierte Methoden zur Beantwortung einer Forschungsfrage nicht ausreichen? Beobachtungen, Interviews, Guided Tours, Touchstone Tours oder Think-Aloud-Verfahren bieten jeweils unterschiedliche Zugänge zur Untersuchung von Bibliotheksräumen und -nutzung. Doch was, wenn die Forschungsfrage Erfahrungen betrifft, die sich mit keiner dieser Methoden angemessen erfassen lassen?
Der Vortrag stellt die Methode der Situated Storywalks vor, die im Rahmen der Studie „(Un-) sichtbare Barrieren in der Staatsbibliothek zu Berlin“ entwickelt und erprobt wurde. Im Mittelpunkt der Studie standen die individuellen Erfahrungen von Bibliotheksnutzenden mit unterschiedlichen Einschränkungen und Behinderungen. Das Spektrum der Teilnehmenden reichte dabei von Personen mit sozialen Angststörungen bis hin zu blinden Personen. Gleichzeitig zielte die Untersuchung auf Barrieren, die für das Bibliothekspersonal bislang nicht sichtbar bzw. bekannt waren. Für diese Fragestellung erwiesen sich etablierte Erhebungsmethoden als nur bedingt geeignet: Sie konnten entweder die situative Erfahrung im Raum nicht vollständig abbilden oder setzten bestimmte kommunikative und körperliche Fähigkeiten voraus. Daher wurde ein partizipativer und explorativer Forschungsansatz entwickelt, der die individuellen Erfahrungen der Teilnehmenden unmittelbar mit dem konkreten Ort und der jeweiligen Situation verbindet.
Das Besondere an der Methode: sie ist konsequent teilnehmendengeleitet. Der Vortrag zeigt anhand der Studie, wie Situated Storywalks eingesetzt werden können, um bislang unsichtbare und situativ erfahrene Barrieren sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welchen Erkenntnisgewinn ein solcher ortsbezogener, partizipativer Ansatz gegenüber etablierten Methoden ermöglicht. Zugleich wird diskutiert, was passiert, wenn eine Forschungsfrage die Grenzen vorhandener Methoden sichtbar macht – und Forschung deshalb nicht nur Antworten, sondern auch neue methodische Zugänge entwickeln muss.
12/11/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Dr. Kirsten Elger, GFZ Potsdam
Vortragstitel: TBA
Das Abstract zur Vorlesung folgt.
10/12/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Buchstaben einfrieren oder Information sichern? Archivierung im Zeitalter von Digital Intelligence
Dr. Tobias Wildi, docuteam (Schweiz)
Abstract zur Vorlesung: Oft haftet Archiven noch immer das Bild des Endlagers am Ende des Lebenszyklus an, besonders dort, wo die Archivierung neben den attraktiven Zugangsangeboten von Repositorien und digitalen Lesesälen als lästige Nebenaufgabe gilt. Die Vorlesung stellt dieses Bild infrage. Sie zeigt, wie sich digitale Archive zu aktiven Wissensinfrastrukturen entwickeln, die Semantik und Kontext nicht nur erhalten, sondern auch zugänglich und auswertbar machen. Zwei Entwicklungen schaffen die Grundlage dafür. Die erste ist der Archivstandard Records in Contexts (RiC), mit dem sich erstmals Kontextnetzwerke rund um Archivalien modellieren lassen. Die zweite sind Werkzeuge des maschinellen Lernens, mit denen sich der Inhalt archivierter Dokumentenbestände heute systematisch auswerten lässt. Aus arbeitsökonomischen Gründen war das bisher nicht annähernd möglich. Auf dieser Grundlage formiert sich eine neue archivische Praxis der Data Intelligence. Das Wissen der Archivwissenschaft über Provenienz und Kontext wird dadurch nicht obsolet, sondern gewinnt an Bedeutung.
17/12/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Prof. Dr. Thomas Stäcker, FH Potsdam, Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt
Vortragstitel: TBA
Das Abstract zur Vorlesung folgt.
07/01/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Anja Gerber, Klassik Stiftung Weimar
Vortragstitel: TBA
Das Abstract zur Vorlesung folgt.
14/01/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Der EU AI ACT und seine Auswirkungen bei der Nutzung von KI
Prof. Dr. Wolfgang Semar, FH Graubünden
Das Abstract zur Vorlesung folgt.
21/01/2026, 4.00 pm – 6.00 pm
Prof. Dr. Antje Michel, FH Potsdam
Vortragstitel: TBA
Das Abstract zur Vorlesung folgt.