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laeneAS: Die ländlichen Bildungsumwelten junger Geflüchteter in der beruflichen Ausbildung

laeneAs identifiziert Bildungsbarrieren und entwickelt innovative Bildungsangebote für Geflüchtete in zwei ländlichen Reallaboren in Bayern und Brandenburg.

Bunte Papierkugeln um eine Glühlampe und ein gelber Papierflieger, der startet
© AdobeStock/tomertu
Projektzeitraum:
Typ:
Forschungsprojekt
Profillinie:
Gesellschaft bilden
Kooperationspartner:

Katholische Universität Ingolstadt-Eichstätt

Finanzierung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung, FKZ: 01JB2108A

Das Forschungsprojekt laeneAs zielt sowohl auf die Identifikation von Bildungsbarrieren als auch auf die Förderung gelingender Bildungswege von geflüchteten Jugendlichen in der beruflichen Ausbildung. Gerade in ländlichen Räumen findet sich ein großer Nachholbedarf an ausbildungsbegleitenden Bildungsangeboten. Zugleich sind die Bedarfe aufseiten der Jugendlichen groß. Aus diesem Grund sollen innovative Bildungsangebote integrativ zur Berufsausbildung mithilfe von Reallaboren in ländlichen Regionen beforscht und weiterentwickelt werden. Bei Reallaboren handelt es sich um einen sozialräumlichen Methodenansatz, der Forschung und Praxisentwicklung kombiniert. Hierzu werden die zentralen Akteur*innen in den formalen, non-formalen und informellen Lern- und Lebenswelten unter Beteiligung geflüchteter Jugendlicher zusammengebracht. Die lebensweltliche Expertise soll sowohl für eine kontextuelle Bedingungsanalyse von strukturellen, gesellschaftlichen und individuellen Bildungsbarrieren als auch für den Praxistransfer genutzt werden. Die Zielsetzung richtet sich daher auf die forschende Weiterentwicklung außerschulischer Bildungsangebote in Richtung von Best-Practice-Modellen für ein erfolgreiches Begleiten der beruflichen Ausbildung.

Folgende drei Untersuchungsebenen stehen im Fokus:

  1. Die Identifikation sozialstruktureller, sozialräumlicher und individueller Bildungsbarrieren unter Einbezug gender- und diversitätsbewusster Perspektiven in ihrer Spezifik für die gesellschaftliche Teilhabe im ländlichen Raum bzw. in verschiedenen ländlichen Regionen.
  2. Die Forschende Praxisentwicklung von Best-Practice-Modellen für den Abbau struktureller Barrieren und für die Begleitung erfolgreicher Bildungsbiografien durch Vernetzung der Bildungsakteur*innen in innovativen Bildungsangeboten.
  3. Der Einbezug der Perspektiven der Jugendlichen, um ihre subjektiven Wahrnehmungen und Erfahrungen von Bildungsumwelten zu erforschen und um sie in die partizipative Projektentwicklung einzubeziehen.

Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei mehrere Workshops in den Reallaboren, die in Form von Zukunftswerkstätten und Gruppendiskussionen stattfinden werden. Flankierend werden Expert*innen-Interviews durchgeführt. Außerdem wird eine partizipative Peer-Research-Gruppe aufgebaut, um die subjektive Perspektive der geflüchteten Auszubildenden in der Identifizierung von Bildungsbarrieren und in die Entwicklung von Best-Practice-Modellen einzubinden.

Das Projekt laeneAs arbeitet im Verbund mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und führt in Bayern und Brandenburg an jeweils zwei Orten Reallabore durch. Jeweils ein Landkreis befindet sich in der Nähe eines urbanen Zentrums. In Brandenburg ist das der Landkreis Märkisch-Oderland und in Bayern der Landkreis Eichstätt. Ein zweiter Landkreis liegt geographisch peripher; das ist in Brandenburg der Landkreis Ostprignitz-Ruppin und in Bayern der Landkreis Schwandorf. Mit Brandenburg als ostdeutsches und Bayern als süddeutsches Bundesland werden jeweils sehr unterschiedliche historisch gewachsene, gesellschaftliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen einbezogen.

Logo gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung

Prof. Dr. Stefan Thomas
Professor für Empirische Sozialforschung und Soziale Arbeit

Projektbeteiligte

Mitarbeitende

Wissenschaftliche Hilfskräfte

  • Sarah Achilles
  • Lion Laspe