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INSO – Inklusion im Sozialraum

Das Forschungsprojekt "Inklusion im Sozialraum – Partizipative kinderrechtsbasierte Schulentwicklung durch schüler*innenaktive Forschung" verfolgt das Ziel, die Gelingensbedingungen inklusiver Schule zu untersuchen und allgemeine Handlungsempfehlungen zu geben.

Mädchen mit Down-Syndrom steht lächelnd mit verschränkten Armen vor einem hellblauen Hintergrund
© AdobeStock/eleonora_os
Startdatum:
Typ:
Forschungsprojekt
Profillinie:
Gesellschaft bilden
Kooperationspartner:

Universität Leipzig

Finanzierung:
Sächsisches Ministerium für Wirtschaft und Kunst

Das hochschulübergreifende Forschungs- und Praxisprojekt "Inklusion im Sozialraum – Partizipative kinderrechtsbasierte Schulentwicklung durch Schüler*innenaktive Forschung" (gefördert vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Fördersumme: 443.780 Euro an Universität Leipzig), in Kooperation mit Prof. Dr. Saskia Schuppener (Universität Leipzig), verfolgt das übergreifende Ziel, die Gelingensbedingungen inklusiver Schule mit expliziter Sozialraumorientierung am Beispiel eines Stadtteils mit besonderem Entwicklungsbedarf zu untersuchen und die Erkenntnisse in Form von allgemeinen Handlungsempfehlungen für "Inklusive Schulen im Sozialraum" aufzubereiten und somit für einen landesweiten, aber auch bundesweiten und internationalen Austausch nutzbar zu machen.

Ein Hauptfokus liegt hierbei auf einer konsequenten, mehrperspektivischen und barrierefreien Beteiligungsorientierung. Vor einem demokratiepädagogischen Hintergrund sollen hier insbesondere Kinder und Jugendliche als "Student Researchers" fungieren und einen nachhaltigen Beitrag zu Schulevaluation und Schulentwicklung leisten. Der Gedanke der Partizipation geht in diesem Kontext über ein bloßes Mitmachen oder Dabeisein hinaus. Es geht vielmehr um echte Beteiligung und Mitbestimmung.

Das Forschungsprojekt untersucht im Speziellen

  1. die Gelingensbedingungen inklusiver Schulentwicklung an bestehenden und evaluierten inklusiven Schulen, die sozialraumorientiert arbeiten (national und international);
  2. beispielhaft die Bedingungen für Qualitätsentwicklung inklusiver Schulkultur in Sachsen (in Leipzig-Grünau, einem Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf);
  3. die Methoden und Kriterien für eine partizipativ ausgerichtete Evaluation und Weiterentwicklung inklusiver Schule in einem solchen Sozialraum.

Um perspektivisch einen Beitrag zur Entwicklung inklusiver Schulkultur in Sachsen (am Beispiel lokaler inklusiver Quartiersentwicklung in Leipzig-Grünau) zu leisten, soll ein partizipatorischer forschungsmethodischer Ansatz genutzt werden, bei dem möglichst viele verschiedene Interessensgruppen rund um und in Schule beteiligt werden.

Das methodische Vorgehen des Projekts orientiert sich am Mosaikansatz: Verschiedene Methoden aus dem Bereich der partizipativen Sozialforschung werden je nach Zielgruppe und Untersuchungsebene genutzt.

Als Ergebnis des geplanten Vorhabens sollen folgende nachhaltigen Erkenntnisse und Materialien entstehen:

  • Sammlung gut aufbereiteter nationaler wie internationaler Best-Practice-Beispiele von "Inklusiven Schulen mit Sozialraumorientierung" (SRO)
  • Zusammenschau konkret-anschaulicher, reflektierter Gelingensbedingungen einer "Inklusiven Schule im Sozialraum"
  • beispielhafte Handlungsempfehlungen für eine Qualitätsentwicklung inklusiver Schulkultur in Sachsen (entlang konkreter Schulentwicklungsbausteine) und konkret für Schulen im Sozialraum Leipzig-Grünau
  • neu entwickeltes Konzept für partizipative Schulevaluation und Schulentwicklung – entstanden vor dem Hintergrund einer kinderrechtsbasierten Forschung mit Schüler*innen (veranschaulicht und zugänglich in einem innovativen Medienformat)

Projektleitung

Projektleitung FH Potsdam

Prof. Dr. Gerlind Große

Prof. Dr. Gerlind Große

Professorin für Frühkindliche Bildungsforschung
Leiterin PINA-Forschungslabor

Projektleitung Universität Leipzig

Prof. Dr. Saskia Schuppener

Professorin für Pädagogik im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

schupp@rz.uni-leipzig.de
+49 341 97-31511