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Baulabor Konstruktiver Ingenieurbau

Prüfhalle mit Palmen und Prüfzylindern
© Oliver Schneider

Als unabhängige und neutrale Institution sucht das Baulabor Konstruktiver Ingenieurbau (BKI) die Zusammenarbeit mit allen im Konstruktiven Ingenieurbau Tätigen. Ziel ist dabei, Neuentwicklungen zu fördern, neue oder rechnerisch nur unvollkommen erfassbare Konstruktionen mit Hilfe experimenteller Verfahren unter wirklichkeitsnahen Beanspruchungen im Labor und vor Ort zu untersuchen. Das gilt insbesondere für bestehende Altkonstruktionen.

Nutzung

Die Untersuchungen können alle gängigen Bauweisen betreffen, insbesondere Konstruktionen des Massivbaus (Stahlbeton, Spannbeton, Mauerwerk, Verbundbau), aus Stahl, aus Holz, aus Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen. Beispiele sind:

  • Experimentelle und numerische Ermittlung der Trag- und Resttragsicherheit,
  • Untersuchung des Trag- und Verformungsverhaltens von Baukonstruktionen unter statischen und dynamischen Lasten im Labor und vor Ort,
  • Bauwerkserhaltung / Verstärken von Baukonstruktionen,
  • Bewertung alter Baukonstruktionen,
  • versuchsgestützte Bemessung.

Aufgaben

Das Baulabor befasst sich mit der experimentellen und numerischen Untersuchung von

  • ganzen Baukonstruktionen oder
  • einzelnen Bauteilen aber auch von
  • Detailpunkten (z. B. Verbindungsmitteln)

aus Materialien jeglicher Art sowie aus dem gesamten Bereich des Konstruktiven Ingenieurbaus mit dem Ziel, das Trag-, Verformungs- und Bruchverhalten sowie die Tragsicherheit zu analysieren. Hierzu werden im Labor oder in situ (vor Ort) Versuche durchgeführt.

Ausstattung

Das BKI wurde Ende 1996 gegründet. Seit 2003 arbeitete das Labor in den Räumen des Labor- und Werkstattgebäudes der FH Potsdam. Das BKI arbeitet interdisziplinär mit den anderen Laboren und Werkstätten der Hochschule eng zusammen, insbesondere mit dem Labor für Baustoffe.
Das BKI pflichtet sich stets nach den Hauptsätzen der Thermodynamik zu richten sowie den Newtonschen Axiomen nicht zuwider zu handeln (meistens jedenfalls).

Prüfhalle

  • 385 m² x 10,5 m
  • Aufspannfeld 8 x 16 m², unterkellert (zweizelliger Hohlkasten)
  • Servohydraulik, 500 l/min Ölversorgung, 280 bar
  • Verankerungsraster 1 x 1 m²
  • Lasteinleitung 1 MN vertikal und horizontal pro Verankerungspunkt
  • Separates Nutenfeld 2 x 2,50 m², 1000 kN
  • +/- 600 kN Universalprüfmaschine, hydraulisch

Temperierbarer Prüfraum für Dauerstandsversuche

  • 30 m²
  • Elektromechanische Universalprüfmaschine ±160 kN

Wechselklimakammer

  • 24,5 m²
  • Raumhöhe 2,55 m
  • Temp. -20 … +80 °C
  • 20% … 95% RH
  • programmtechnisch steuer- und regelbar

Normklimaräume

mit 26 m²

  • Temp. 23°C
  • 50% RH

mit 44 m²

  • Temp. 20°C
  • 65% RH

Sonstige Versuchs-, Lager- und Laborräume

mit einer Gesamtfläche von 250 m²

Besondere Ausstattungen

• Prüfrahmen, belastbar bis 2 MN
• Prüfrahmen, belastbar bis 1 MN, Höhe 9 m
• servohydraulisch gesteuerte Zylinder 10 kN, 160 kN,
400 kN mit hydraulischen Parallelspannköpfen, 1 MN
• Experimentelle Tragfähigkeitsprüfung in situ
• Videoaufzeichnungseinrichtungen
• Diverse Sensoren und Datenerfassungssysteme
• Digitale Nahbereichsphotogrammetrie
• Thermografie/ Blower Door
• Schallemissionsanalysesytem SAMOS

Kontakt

Professor für Massivbau
Leiter Baulabor Konstruktiver Ingenieurbau (BKI)
Prof. Dr.-Ing. Jörg Röder
Professor für Bauwerkserhaltung
Studienfachberater Ing•Bau – Bauwerkserhaltung und Neubau im Ingenieur- und Hochbau (M. Sc.)
Leiter Baulabor Konstruktiver Ingenieurbau (BKI)
Prof. Dr. Günter Seidl
Professor für Stahl- und Stahlverbundbau
Leiter Baulabor Konstruktiver Ingenieurbau (BKI)
Technischer Mitarbeiter im Baulabor Konstruktiver Ingenieurbau (BKI)