Semantische Dokumentation

Ein Gemeinschaftsprojekt des FB2, Studiengang Steinkonservierung, und dem FB5, Fachbereich Informationswissenschaften

Projektleitung: Dr. Peter Kozub, Prof. Dr. Ernesto de Luca

Laufzeit: 10. 2012 - 09.2013

Finanzierung: Projektgelder Interflex FHP

Die Dokumentation ist ein wichtiges und unverzichtbares Aufgabenfeld in der Restaurierung.

Vor allem die dadurch gewonnene Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsfindung für konservatorische und restauratorische Maßnahmen sind für die Entwicklung dieser Disziplin ausschlaggebend. Die in den vielen Dokumentationen enthaltenen Informationen über die durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen sind ein unermesslicher Wissensschatz dieser Disziplin.

Im Rahmen des InterFlex-Projektes „SemRes“ sollen die Studierenden aus dem Fachbereich 2 (Studienrichtung Konservierung und Restaurierung) zusammen mit den Studierenden des Fachbereichs 5 (Studiengang Information und Dokumentation) eine Möglichkeit erarbeiten, durch den s.g. QR-Code direkt bei einem restaurierten Objekt auf einen Datenbankeintrag zu verweisen und die Grundlage eines semantischen Editorsystems zu entwickeln, der das Ablegen der restauratorischen Informationen in der semantischen Form ermöglichen soll, um die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit dieser Informationen zu erleichtern.

Der Zugriff auf die dokumentarische Information vor Ort ist eine innovative Vorgehensweise, die momentan in der Restaurierung noch nicht genutzt wird. Diese zu entwickelnde Anwendung bietet die Möglichkeit, bei einem Restaurierungsobjekt eine Verbindung zu einem vernetzten System der Informationen zu schaffen. Die Entwicklung des eigentlichen Systems zur Eingabe der semantischen Dokumentation wird extern von einer Firma entwickelt.

Die Teilnehmenden des Projektes, Bachelor-Studierende der beiden Fachbereiche, werden durch Master-Studierende des 2. Semesters MA des Studienganges Informationswissenschaften unterstützt. Diese besitzen größere Erfahrung in Projektmanagement und –koordination und sollen die Bachelor-Studierenden als Tutoren begleiten.

Ziel des Projektes ist es, ein System zu entwickeln, das unabhängig vom spezifischen Anwendungsfall Empfehlungen aus der Restaurierungsdomäne ermittelt. Diese Empfehlungen sind personalisiert und auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzenden abgestimmt, basierend auf deren persönliche Präferenzen und Interessen. Anderseits wird Restauratorinnen und Restauratorenen ermöglicht, die eigene Dokumentation semantisch anzulegen und für spätere Anfragen verfügbar zu machen.

Die Studierenden des Fachbereichs 5 werden sich mit der Modellierung und mit der Bereitstellung einer Ontologie beschäftigen. Diese Ontologie spielt eine zentrale Rolle und dient zur Strukturierung der Inhalte. Diese Studierenden sollten sich auch mit der Koordination der Entwicklung des Systems beschäftigen. Es ist sehr wichtig, dass die Schnittstellen zwischen Restaurator_innen, Kurator_in des Systems und Struktur der Daten gut überlegt sind.

Im Rahmen des Projektes erlernen die Studierenden des Fachbereichs 2 im Studiengang Konservierung und Restaurierung vor allem die Strukturen der restauratorischen Dokumentation als auch die Interpretation der Zusammenhänge komplexer Phänomene.Bei der Frage nach einen geeigneten Material für die Codierung werden sich die Studierenden mit den in der Restaurierung wichtigen Mechanismen der Alterung verschiedener Materialien befassen und mit den konservatorisch vertretbaren Möglichkeiten der Montage. Auch der Blick auf die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit in der Restaurierung wird geschärft.

Zusammenfassung des Projektes