Information über die Master-Exkursion nach Madrid 2017

Informationen über die Master-Exkursion in Madrid für Buchung der Flüge und Unterkünfte:

Für die Exkursion besteht für alle Studierende Präsenzplicht. Die Exkursion findet während der Exkursionswoche (23.-27.10) statt.

Die gemeinsamen Pflichtveranstaltungen mit allen Professoren und Gästen werden von Dienstag 24.10.17 um 14.00 Uhr bis Freitag 27.10.17 um 16.00 Uhr durchgeführt.

Der detailliertere Zeitplan wird bei der Einführungsveranstaltung am 4.10.17 bekannt gegeben.

Master-Studium

 

 

Stadt. Bau. Strategie.

Das zwei-semestrige Master-Studium unter dem Titel Stadt. Bau. Strategie. wird sowohl als konsekutives Studium zum acht-semestrigen Bachelor, wie auch als berufsqualifizierendes Aufbaustudium für externe Studierende angeboten. Es wendet sich an Studierende mit einem speziellen Interesse für den städtebaulichen Entwurf in Verbindung mit komplexen Fragestellungen der Stadterweiterung, Stadtumbau und Stadtverdichtung, sowie den Erhalt und die Einbeziehung von Baudenkmalen im Rahmen des Stadtumbaus, mit dem Ziel der strategischen Problemlösung unter Einbeziehung aller Maßstabsebenen der Stadtarchitektur vom Masterplan zum Stadthaus. Das zwei-semestrige Studium wird als ein durchlaufendes Masterprojekt mit jeweils einem Thema und unter der Leitung einer jeweils wechselnden Gruppe von Lehrenden durchgeführt und schließt mit der Masterthesis ab. Angestrebt wird, entsprechend der Themen, externe Gutachter einzuladen.

Grundlagen

Die Grundlagen des Master-Studiengangs liegen in den speziellen Lehrinhalten und Lehrerfahrungen des Studiengangs zum Thema Stadtarchitektur, basierend auf einer kritischen Reflexion der Kultur der Europäischen Stadt, sowohl in historisch-theoretischer Hinsicht, wie auch (und vorwiegend) im Entwurf in allen Dimensionen, vom Masterplan bis zum Gebäude (einschl. des Themas Bauen im Denkmalbereich). Diese thematische Orientierung des Studiengangs ist durch Projekte, Publikationen, Kongresse, Konferenzen und Vorträge umfänglich dokumentiert und in der Öffentlichkeit bekannt und präsent.

Ausbildungsziele

Wie der Titel des Master-Studiengangs zum Ausdruck bringt, geht es nicht nur um das Thema Stadtbau, sondern um Strategien für Planung und Entwurf in Konfliktsituationen, die städtebaulicher, architektonischer, sozialer, wirtschaftlicher Dimension sein können. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, in urbanen Situationen im kleinen oder großen, nationalen und internationalen Rahmen, im Kontext von Stadtumbau, Stadtverdichtung und Stadterweiterung Konfliktpotentiale zu erkennen, zu analysieren, in einen geschichtlichen und theoretischen Zusammenhang zu bringen und daraus entwurfliche Lösungsstrategien zu entwickeln. Lösungsstrategien meint im Sinne unserer Architektenausbildung, die Erarbeitung städtebaulicher Struktur- und Masterpläne und den Entwurf urbaner Haustypen (in Volumen, Grundriss und Fassade), unter dem übergreifenden Aspekt der städtischen Raumbildung (sowie unter Einbeziehung von Baudenkmalen). Sieht man das Bachelorstudium am Studiengang als eine Art „Schule der Stadtarchitektur“ im eher traditionellen Kontext der Europäischen Stadt, so stellt das Master-Studium eine deutlich andere Dimension dar, sowohl was die Komplexität der Projekte anbelangt, wie auch deren architekturtheoretische Dimension. Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass die wirklich drängenden Konflikt- bzw. Krisenpotentiale in den kommenden Jahren nicht nur im Bereich des inneren Stadtumbaus, sondern komplementär dazu auch in den peripheren Bereichen der Städte liegen, die nach den Prinzipien der Nachkriegsmoderne geplant wurden.

Didaktik

Das didaktische Konzept sieht folgende Schritte vor:

1. Erkennen und Darstellen urbaner Konfliktsituationen in einem sowohl räumlich, wie auch sozial komplexen Umfeld, im regionalen, nationalen oder internationalen Kontext (Beispiele: Siedlungen der Nachkriegszeit in der Peripherie von Neapel oder Großsiedlungen in Berlin; vernachlässigte und marode Stadt- und Bausubstanz in europäischen Städten oder das konfliktträchtige Nebeneinander wechselnder Bebauungssysteme der Städte Brandenburgs).

2. Räumliche Analyse, Entwicklungsgeschichte, soziale Zielstellung, architekturtheoretische Darstellung wesentlicher Entwicklungsfaktoren, die im engeren und weiteren Umfeld des Konfliktgebiets sichtbar werden.

3. Begleitseminar Architekturtheorie und Baugeschichte (Archiv und - Literaturarbeit zum Stand der Forschung / Dokumentation, Schadensanalyse und Maßnahmekonzepte im Denkmalbereich) im 1. Semester MA zur Vertiefung und als Diskussionsforum zu unterschiedlichen Stadtmodellen aus Geschichte und Gegenwart.

4. Entwicklung und Definition von Entwurfszielen und -strategien für das jeweilige Planungsgebiet.

5. Entwicklung und Diskussion alternativer Entwurfskonzepte und -strategien.

6. Entwurfliche Ausarbeitung und Präsentation.

Es geht also zusammengefasst um Erkennen und Analysieren sowohl im konkreten als auch theoretischen Sinne und um die Entwicklung von strategischem Denken im Kontext der Stadtentwicklung anhand komplexer Problemstellungen. Weiterhin geht es vor allem im 2. Semester darum, die Studierenden in die Lage zu versetzen, ihre Konzepte in allen Dimensionen der Präsentation und Darstellung nachhaltig und wirkungsvoll auszuarbeiten.

Rolle der Studierenden

Die Rolle der Studierenden wird gegenüber dem Bachelor-Studium grundsätzlich anders definiert mit dem Ziel:

Hohes Maß an Selbstorganisation

Raum für die individuelle Interpretation der Entwurfsaufgabe und Findung von Systemlösungen

Entwicklung eigenständiger Kommunikationsformen in der Gruppe

Verantwortung für Ausstellung und Publikation

Master-Colloquium und Exkursion

Das Master-Colloquium findet als Auftaktveranstaltung des Master-Studiums zur Einführung in die Aufgabenstellung statt. Ein zweites Master-Colloquium steht am Ende des 1. Semesters und dient der Diskussion über verschiedene, bzw. alternative Entwurfskonzepte und Systemlösungen (siehe Didaktik, Punkt 5). Das abschließende Master-Colloquium dient der Präsentation und Diskussion der ausgearbeiteten Entwurfskonzepte und –strategien. Ebenso wie das Master-Colloquium sind Exkursionen fester Bestandteil des Lehrprogramms.

Kooperation

Abhängig von den jeweiligen Themen werden Kooperationen mit anderen Fachbereichen und Studiengängen der Hochschule angestrebt. Eine Kooperation mit Partnerhochschulen im In- und Ausland wird seit Jahren ebenso praktiziert wie die projektbezogene Kooperation mit externen Institutionen, Stadtverwaltungen oder auch ProjektentwicklerInnen. Diese externen Kooperationen dienen auch der Akquirierung von Drittmitteln.

Organisation

Das zweisemestrige Master-Studium basiert jeweils auf einem konkreten Thema und einem realen Ort. Das Masterprojekt, mit bis zu 25 Studierenden, wird in jedem akademischen Jahr von einer festen Gruppe von Lehrenden verantwortlich organisiert und durchgeführt.

Öffentlichkeit

Ziel ist, die Projektreihe der Stadt. Bau. Strategie. auch im Kontext von internen und externen Kooperationen in einer Heftreihe zu publizieren, da davon auszugehen ist, dass diese Projekte nicht nur die daran beteiligten Master-Studierenden qualifizieren werden, sondern dass die bearbeiteten Konfliktsituationen repräsentativ für die Stadtbau-Probleme unserer Zeit an zahlreichen Orten im In- und Ausland sind. Das Projekt "Stadt.Bau.Strategie" ist nicht nur ein Studienmodell, sondern ein Handlungsmodell im Kontext zunehmender Komplexität und wachsender Konfliktpotentiale der Stadt in Europa. Die AbsolventInnen des Master-Studiengangs arbeiten aktiv an der Publikation mit und präsentieren sich damit auf dem Arbeitsmarkt, was ihre Kompetenzen und Chancen mit Sicherheit deutlich verbessert. Die Heftreihe wird jährlich fortgeführt mit wechselnden Themen, aber einheitlichem Format und Layout, wobei das generelle Ziel das einer kompakten und prägnanten Darstellung im Sinne einer Themen- und Thesenfolge ist, die die Potsdam School of Architecture nach außen präsentiert.