Informationswissenschaften | 25.10.2017

Roboter NAO erhält Bibliothekspreis

Die Staatssekretäre der Länder Berlin und Brandenburg überreichten am Vorabend des Tages der Bibliotheken diese Woche den ersten Innovationspreis für Bibliotheken - ausgelobt von der Stiftung Bibliotheksforschung - an ein Projekt der Stadtbibliothek Wildau um aus dem Roboter NAO einen Lesehund zu machen, dem Kinder in der Bibliothek vorlesen können.

Aus ca. 20 Bewerbungen von Bibliotheken und Projekten aus den Ausbildungseinrichtungen der Region gingen ein. Eine paritätisch aus Delegierten der Bibliotheksverbände und Ausbildungseinrichtungen der Region besetzte Jury hatte in einem aufwändigen Verfahren unter fünf letztlich nominierten den letztendlichen Preisträger ausgewählt.    

Die feierliche Bekannt- und Übergabe des Preises an den Gewinner fand am Vorabend des Tages der Bibliotheken (23. Oktober 2017) in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in Berlin statt. Drei Staatssekretäre aus beiden Bundesländern äusserten sich anläßlich der Verleihung des Preises ausgenommen zuversichtlich zur Zukunft der Bibliothek als Institution.

Der Preisträger des mit 10.000€ dotierte Preis ist der Antrag der Stadtbibliothek Wildau zusammen mit dem RoboticLab der TH Wildau (Studiengang Telematik). Die Mittel sollen verwendet werden einen NAO Roboter so zu programmieren, dass er als intelligenter Lesehund für Kinder in Bibliothek eingesetzt werden kann. Auf der Preisverleihung konnte NAO die Anwesenden schon recht freundlich begrüßen. Begleitforschung soll ermitteln, ob Kinder mit NAO auch so gerne Vorlesen lernen wie einem Lesehund. 

Die 2016 gegründete Stiftung Bibliotheksforschung e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bibliothekspraxis und Bibliothekswissenschaft zu fördern u.a. durch die Verleihung eines mit Sponsorengeldern hoch dotierten Preises. Mitinitiator der Stiftung ist der Potsdamer Bibliothekswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm. 

weitere Informationen auf der Website des Innovationspreises

vlnr. Dr. Seeliger (Vors. Jury), Staatssekretär Dr. Wöhlert (Berlin), stellv. Bürgermeister der Stadt Wildau Marc Anders mit NAO, Staatsekretärin Dr. Gutheil (Brandenburg) (Photo: Hobohm)

Kontakt

Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm
Telefon: +49 331 580-1514 oder Home Office 0331 505743-90 oder Mobil: +49 179 2164198
E-Mail: hobohm­ (at) fh-potsdam.de
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