Berufsbild

Das Berufsbild der Produkt- und Industriedesignerinnen und -designer ist hinreichend klar. Absolventen des Studiengangs Produktdesign der FHP haben aufgrund des breiten Ausbildungsangebots eine generalistische und selbständige Arbeitsweise gelernt und sind – je nach persönlichem Studienverlauf – verschieden spezialisiert. Dementsprechend stehen den Absolvent_innen alle im Gestaltungsbereich üblichen Arbeits- und Entwicklungsformen offen.

Selbstständigkeit:
Nach dem BA-Abschluss besteht die Möglichkeit, direkt als selbständige Produktdesignerin oder -designer zu arbeiten. In der Praxis gibt es eine Reihe erfolgreicher Modelle. Je nach eigenem Profil kann man von Firmen und Agenturen projektweise herangezogen werden und eine rein freiberufliche Tätigkeit ausüben. Der Weg direkt in eine Firmengründung steht natürlich auch offen und wird auch über die FHP aktiv über Gründerprogramme unterstützt. Hier gibt es auch zahlreiche Beispiele von erfolgreichen Firmengründungen.

Kleine und mittlere Unternehmen:
In der Region Berlin/Potsdam gibt es eine lebhafte Kreativwirtschaft. Es existiert eine Vielzahl von kleinen und mittleren Designagenturen, die einen steten Bedarf an Designern haben. Hinzu kommen Ausgründungen aus der Vielzahl von Forschungseinrichtungen und Universitäten. Diese "startups" haben häufig die Entwicklung und spätere Vermarktung von Produkten zum Ziel. Die häufigen Anfragen an den Studiengang Produktdesign zeigen, dass hier ein hoher Bedarf an Produktdesign besteht – ein ideales Einstiegsszenario für Absolvent_innen. Im Großraum Berlin-Potsdam gibt es eine Reihe großer Medienagenturen, welche zunehmend als Gesamtanbieter für Firmenkommunikation fungieren. Eine Erweiterung um Leistungen aus dem Bereich Produkt- und Ausstellungs-/Messedesign ist evident.

Industrie und Großunternehmen:
Die Funktion von Produkt- und Industriedesign bei Entwicklungsprozessen in Industrie und in Großunternehmen ist hinreichend im Sinne eines Berufsbildes bekannt. Die Rolle der Gestaltung – als USP oder wesentlicher Wettbewerbsvorteil – hat in den letzten Jahren wesentlich zugenommen. In der Industrie sind Produktdesigner_innen auch zunehmend in strategischen und Leitungspositionen zu finden, da sie die Fähigkeit besitzen, über verschiedene Medien und Technologien hinweg visionär und integrativ zu planen und zu gestalten. Insbesondere im Master-Studiengang werden unsere Studierende auf solche Leitungspositionen vorbereitet.

Wissenschaft und Forschung:
Im Master-Studiengang werden Studentinnen und Studenten an Berufsfelder in Wissenschaft und Forschung herangeführt. In den letzten Jahren hat sich die Rolle von Design im Rahmen von Forschungsprojekten deutlich verändert. Gerade in angrenzenden Wissenschaften ist ein deutlich erhöhter Bedarf an qualifizierten Produkt- und Industriedesignern zu bemerken. Im Rahmen von Forschungsprojekten sind Gestalter zudem qualifiziert, Szenarien zu entwickeln und zu visualisieren. Im Master- Studiengang können die Studierenden sich mit Forschungsfragen beschäftigen und arbeiten zum Teil auch aktiv an Forschungsprojekten mit. Nach dem Abschluss des Master-Studiums steht der Weg zur Promotion offen.

Die besondere Qualität der Lehre im Studiengang Produktdesign wird vielfach gewürdigt: Die FH Potsdam wurde 2009 im Rahmen der Initiative "Exzellenz in der Lehre" vom Deutschen Stifterverband als eine der vier besten Fachhochschulen in Deutschland ausgezeichnet.