Fachgebiete im Interfacedesign

Jede Professorin und jeder Professor im Interfacedesign vertritt ein Fachgebiet. Die Fachgebiete verstehen sich aber nicht als Abgrenzung sondern als Themenschwerpunkt der jeweiligen Professur. Schon von seiner Anlage her ist Interfacedesign transdisziplinär. Durch neue Technologien, neue aufkommende Forschungsfelder und insbesondere die kooperative Studienstruktur im Interfacedesign entstehen immer wieder neue Themen und Gestaltungsfragen, die von verschiedenen Professuren bearbeitet werden. 

Design of Software Interfaces

Prof. Dr. Frank Heidmann

Professor für Design of Software Interfaces

Telefon:

+49 331 580-1422

Im Mittelpunkt dieses Fachgebiets stehen Methoden und Verfahren, die Gestalterinnen und Gestaltern dabei helfen, Wünsche und Vorstellungen zukünftiger Nutzer digitaler Technologien zu erfassen sowie ihre effektive Umsetzung im Designprozess immer wieder zu überprüfen.

Die Durchdringung sämtlicher Lebensbereiche mit digitalen Technologien führt dazu, dass dieser »menschenzentrierte« Designprozess (engl. Human-Centered Design) heute nicht mehr allein auf die Optimierung von Interaktions- und Navigationselementen in grafischen Interfaces beschränkt ist.  

Aktuelle Forschungsschwerpunkte:

  • Die »digitale Stadt« als Lebensraum, in dem sich analoge, physische Objekte und Prozesse mit digitalen, virtuellen Objekten und Services immer stärker vermischen. 
  • Fragen der »Beschleunigungsgesellschaft« - was passiert mit uns, wenn unser Leben durch die globale Manie des pausenlosen Arbeitens, Einkaufens, Spielens und Kommunizierens 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche geprägt ist.
  • »Resilient Design«, also die Frage, wie User Interfaces und neue Services aussehen, die Menschen dabei helfen, in Krisensituationen die Funktion eines Systems auch bei Störungen zuverlässig aufrecht zu erhalten oder möglichst rasch in einen funktionsfähigen Zustand zurückzuführen.

Digitale Medien

Prof. Matthias Krohn

Professor für Digitale Medien

Telefon:

+49 331 580-1425

Im Fachgebiet »Digitale Medien« stehen Fragen zur Organisation, Vermittlung und Inszenierung von unterschiedlichen medialen Formaten im Mittelpunkt. Die Aufgabe dieses Fachgebiets ist es, Digitalität im Hinblick auf ihre gesellschaftlichen, technischen wie ästhetischen Dimensionen zu verstehen, zu analysieren und Strategien zu entwickeln, um diese konzeptionell und im konkreten Entwurf zu bearbeiten.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte:

  • »Mobilität und Digital Automotive Design« - also die Frage, wie digitale Medien neue Formen von Mobilität ermöglichen und welchen realen und konzeptionellen Raum sie im Fahrzeug einnehmen.
  • »Immersive Museumsinstallationen« untersucht, welche Rolle digitale Medien in der Inszenierung und Vermittlung von Inhalten in Ausstellungskontexten haben. 

Visual Interface Design

Prof. Constanze Langer

Professorin für Visual Interface Design

Pro-Dekanin FB4 (Vertretung des Dekans)
Studiengangsleiterin Interfacedesign
Beauftragte für Finanzen

Telefon:

+49 331 580-1451

Der Fokus des Fachgebietes »Visual Interface Design« liegt - wie der Titel es schon sagt - auf der visuellen Qualität der Schnittstellengestaltung. Gestaltung bedeutet hier auch, herauszufinden und zu verstehen was Nutzer bewegt um dann ästhetische und menschliche Interaktion entwerfen und in die Welt zu bringen.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte:

  • Onlinegestütze Lehre - insbesondere die Konzeption und Gestaltung von MOOCs (Massive Open Online Courses)
  • Konzeption von Informationsarchitekturen

Interaction Design

Prof. Boris Müller

Professor für Interaction Design

Telefon:

+49 331 580-1400

Im »Interaction Design« steht der prozesshafte Gebrauch von Software im Mittelpunkt. Dies klingt abstrakt, betont aber die einfache Tatsache, dass eine »App« nicht nur eine Aneinanderreihung von statischen Screens ist, sondern ein komplexes und hoch dynamisches System. Gestaltern bietet sich hier ein außerordentlich großes Gestaltungspotential. Man muss Systeme verstehen, das Potential von innovativen Ideen ausloten und in Form von konkreten Entwürfen darstellen können. Das ist anspruchsvoll - zeigt aber die Möglichkeiten und Verantwortungen von Gestalterinnen und Gestaltern im 21. Jahrhundert.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte: 

  • Datenvisualisierung - also abstrakte und komplexe Datenmengen interaktiv erfahrbar zu machen. 
  • Digitale Stadt - die Durchdringung und Visualisierung analoger und digitaler Stadträume

Design of Physical and Virtual Interfaces

Reto Wettach

Design of Physical and Virtual Interfaces and Service Design

Telefon:

+49 331 580-1456 / +49 331 580-1401 (Sekretariat)

Was ist die Beziehung zwischen der äußeren Form eines Produkts und den »inneren«, digitalen Prozessen? Dies ist die zentrale Frage des Fachgebietes »Design of Soft- and Hardwareinterfaces«. Näherungen an diese Frage erfolgen im Entwurfsprozess über Prototypen, also einfachste funktionierende Modelle, die es uns erlauben, unsere Ideen und Überlegungen auszuprobieren.

Die Tatsache, dass Menschen über digitale Produkte mehr und mehr vernetzt sind, sei es durch unsere Smartphones, sei es durch das sogenannte »Internet der Dinge«, hat großen Einfluss auf viele Aspekte des täglichen Lebens, aber auch auf die Gesellschaft als Ganzes.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte: 

  • »Design for Debate« - wir Designer sind maßgeblich an der Gestaltung gesellschaftlicher Veränderungen beteiligt.
  • »Social and Service Design« – Welche neuen Dienstleistungen und Erfahrungen lassen sich mit der Vernetzung von Smartphones und anderen Geräten und Sensoren verwirklichen? Welche Werkzeuge müssen wir den aktiven „Prosumers“ zur Hand geben, damit sie selbst ihre eigene vernetzte Welt bauen und betreiben können?

Honorarprofessur Interfacedesign

Prof. Gillian Crampton Smith

Honorarprofessur im Studiengang Interface Design

Telefon:

+49 331 580-1401 (Sekretariat)

Gillian Crampton Smith ist seit 2014 Honorarprofessorin im Studiengang Interfacedesign. Sie gehört international zu den renommiertesten Persönlichkeiten im Bereich des Interface- und Interactiondesigns. Von 1992 bis 2000 war sie Professorin im MA-Studiengang »Computer Related Design« am Royal College of Art in London. CRD war einer der Pionierstudiengänge, aus dem sich die Gestaltungsdisziplin des Interfacedesigns entwickelt hat. Von 2001 - 2005 war Gillian Crampton Smith Gründungsdirektorin des Interaction Design Institutes Ivrea.

Weiterhin ist Gillian Crampton Smith ein Senior Fellow des Royal College of Art, ein Fellow der Royal Society of Arts sowie ein Research affiliate am Senseable City Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Advanced Media

Die Konzeption des Lehrfeldes »Advanced Media« für den Studiengang Interfacedesign basiert auf der Tatsache, dass die digitalen Medien in einem ständigen Wandel begriffen sind und sich laufend weiterentwickeln. Um eine entsprechende Aktualität beim Setzen von Studienschwerpunkten im Studiengang zu ermöglichen, soll deswegen der Lehrstuhl »Advanced Media« regelmäßig neu mit Experten aus innovativen Bereichen wie zum Beispiel Spieledesign, Interaktiver Architektur, Geovisualisierung oder Webtypografie besetzt werden.

Information Visualization & Management

Prof. Dr. Marian Dörk

Forschungsprofessor Informationsvisualisierung

Telefon:

+49 331 580-2511

Marian Dörk ist Forschungsprofessor am Institut für Angewandte Forschung Urbane Zukunft, leitet mit Prof. Boris Müller das Urban Complexity Lab und ist assoziiertes Mitglied des Fachbereichs Design.

Während digitale Informationen Teil unseres kulturellen Gefüges werden, müssen wir Wege finden, diese besser verständlich zu machen. In vielen Teilen der Gesellschaft, wie Journalismus, Wissenschaft, Kunst und Kultur, Unterhaltung und Politik, wird große Hoffnung auf die Rolle der Informationsvisualisierung verwendet, die sich mit der interaktiven und visuellen Repräsentation abstrakter Daten beschäftigt. 

Das Ziel von Visualisierung ist, mittels einer effektiven und eleganten Kombination aus graphischer Darstellung und interaktiver Exploration bislang unsichtbare Zusammenhänge in komplexen Informationsräumen zu erkennen und zu untersuchen. Im Hinblick auf den wachsenden Einfluss von Daten auf unsere Umweltwahrnehmung bedarf es neben innovativer Gestaltung und Entwicklung zunehmend einer kritischen Auseinandersetzung mit den Techniken der Visualisierung.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

  • Visualisierung kultureller Sammlungen
  • Sichtbarmachung urbaner Komplexität und transformativer Praxis
  • Visuelle Analyse sozio-semantischer Informationsräume
  • Kritik und Interpretation von Datenvisualisierungen