Berufsbild

Der Studiengang Interfacedesign hat klare Berufsbilder und sehr gute Berufsaussichten:

Selbständigkeit und Start-Up-Gründung

Nach dem BA-Abschluss besteht die Möglichkeit, direkt als selbständiger Interfacedesigner zu arbeiten und/oder ein Unternehmen selbst zu gründen.
In der Praxis gibt es eine Reihe erfolgreicher Modelle. Als Spezialist für Interface-Fragen kann man von Firmen und Agenturen projektweise herangezogen werden und eine rein freiberufliche Tätigkeit ausüben. 

Auch der Weg in die eigene Firmengründung steht offen und wird an der FHP aktiv über Gründerprogramme unterstützt. Das Land Brandenburg und Berlin als Start-Up-Metropole Europas unterstützen ebenfalls Vorhaben zum Thema Gründung mit Veranstaltungen und Förderprogrammen. So gibt es im Fachbereich Design zahlreiche Beispiele erfolgreicher Firmengründungen von Studierenden und Alumni. 

»Eigeninitiative und selbstbestimmtes Arbeiten sind elementarer Bestandteil der Arbeits- und Lernkultur in Potsdam. Dieser erlernte Antrieb und die damit verbundene Dynamik zahlt sich heute in meiner Beschäftigung aus.«
Justus Weweler, Gründer/Geschäftsführer der zehndetails GmbH, Berlin, und BA-Absolvent Interfacedesign


Kleine und mittlere Designunternehmen

Insbesondere in der Region Berlin/Potsdam gibt es eine sehr aktive und lebhafte Kreativwirtschaft. Es existieren eine Vielzahl von kleinen und mittleren Designagenturen, die einen steten Bedarf an Interfacedesignern haben. Zum einen gibt es Firmen, die sich auf Themen des Interfacedesigns spezialisiert haben (User-Interface-Design, Webdesign, Gamedesign, Mediale Inszenierungen, Design für mobile Endgeräte, etc.). Aber auch »klassische« Designagenturen mit Schwerpunkten im Produkt- und Kommunikationsdesign haben zunehmend einen Bedarf an Interfacedesignerinnen und Interfacedesignern, da weder Kommunikationsstrategien noch Produktentwicklungen von digitaler Technologie unberührt bleiben. Hier nehmen Interfacedesigner die Rolle von Spezialisten in interdisziplinären Teams ein.

»Das Studium hat mich sehr gut auf mein jetziges Berufsleben vorbereitet. Neben den fachlichen Fähigkeiten half mir das große Netzwerk aus Mitstudenten den richtigen Platz zum Arbeiten zu finden. Gerade das Grundstudium mit den Gestaltungsgrundlagen, wie zum Beispiel Typografie, wirkt sich auch auf mein Arbeiten stetig aus.«
Christian Gross, Senior Interaction Designer bei Ming Labs, Berlin, und BA-Absolvent Interfacedesign


Industrie und Großunternehmen

In der Industrie und in Großunternehmen spielt Interfacedesign eine zunehmend wichtige Rolle. Die Allgegenwart digitaler Technologie führt dazu, dass Gestaltungskompetenzen im Interfacedesign in der produzierenden Industrie aber auch im Dienstleistungsbereich sehr gefragt sind. Hier nehmen Interfacedesigner unterschiedliche Rollen ein. Sie können Teil eines interdisziplinären Teams sein oder sich hochspezialisierten Fragestellungen (wie z.B. im Automotive-Bereich) widmen. In der Industrie sind Interfacedesigner auch in Leitungspositionen zu finden, da sie über die Fähigkeit verfügen, über verschiedene Medien und Technologien hinweg visionär und integrativ zu planen und zu gestalten. Insbesondere im Master-Studiengang werden unsere Studierende auf solche Leitungspositionen vorbereitet.

»Durch das wirklich breitgefächerte Spektrum von unterschiedlichsten Themengebieten, Methoden und Kooperationen im Fachbereich Design habe ich ein breites ›Skill Set‹ erlernt, das ich im täglichen Berufsalltag abrufen kann.«
Carolin Nagel, Senior Sr. Interaction Designer bei HERE, a Nokia Company, und BA-Absolventin Interfacedesign


Wissenschaft und Forschung

Im Master-Studiengang werden Studentinnen und Studenten an Berufsfelder in Wissenschaft und Forschung herangeführt. In den letzten Jahren hat sich die Rolle von Design im Rahmen von Forschungsprojekten deutlich verändert. Gerade in angrenzenden Wissenschaften wie der Informatik ist ein deutlich erhöhter Bedarf an qualifizierten Interfacedesignern zu bemerken. Aber auch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen spielen Interfacedesigner eine zunehmend wichtige Rolle. Insbesondere die Vermittlung komplexer Forschungsergebnisse mit Hilfe interaktive Technologien (Public Understanding of Sciences), die Visualisierung von Daten aber auch der Aufbau von Nutzerstudien sind gefragte Kompetenzen.
Im Master-Studiengang können die Studierenden sich mit Forschungsfragen beschäftigen und arbeiten zum Teil auch aktiv an Forschungsprojekten mit.
Nach dem Abschluss des Master-Studiums steht der Weg zur Promotion offen.

»At FHP I had the chance to get involved in different research projects which definitely sparked my interest in the role of design in research.«
Larissa Pschetz, Research fellow at the University of Edinburgh und MA-Absolventin Design