Bachelorstudiengang "Siedlungswasserwirtschaft | Dual"

Schema der Studienbereiche zum Thema Wasser

Die Siedlungswasserwirtschaft organisiert den Umgang mit Trinkwasser, Brauchwasser, Schmutzwasser und Niederschlagswasser in und um Siedlungen – das können einzelne Gehöfte oder Dörfer sein, Städte aller Größenordnungen oder Metropolen. Die hygienisch einwandfreie Versorgung mit sauberem Trinkwasser und eine gesundheits- und umweltgerechte Entsorgung des Abwassers sind ein grundlegender Bestandteil der elementaren öffentlichen Daseinsvorsorge.

Die Organisation umfasst hierbei die Planung, den Bau und den Betrieb von Anlagen zur Siedlungswasserwirtschaft, z.B. Wasserwerke, Versorgungsnetze, Kanalnetze oder Kläranlagen. In Deutschland ist sie meist dem Bauingenieurwesen zugeordnet. Zur Trinkwasserversorgung zählen technisch die Wassergewinnung, die Wasseraufbereitung, die Wasserspeicherung, der Wassertransport und die Wasserverteilung bis in einzelne Gebäude. Die Abwasserentsorgung (Schmutz- und Niederschlagswasser) gliedert sich in Abwasserableitung, Abwassersammlung, Abwasserbehandlung und die Klärschlammbehandlung. Besondere Bauwerke unter der Erdoberfläche wie Trennbauwerke, Entlastungsbauwerke oder Regenrückhaltebecken gehören zum unterirdischen Kanalnetz. Zur Niederschlagswasserbewirtschaftung gehören u.a. die Entsiegelung von Flächen, der Regenwasserrückhalt (Retention), die Regenwasserableitung und die Regenwassereinleitbedingungen (Vorflut).

Da das Element Wasser keine übliche Handelsware, sondern ein Menschenrecht ist, muss es mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit behandelt und gesichert werden. Demzufolge sind die Tätigkeitsfelder in der Siedlungswasserwirtschaft eng verbunden mit Gesichtspunkten aus Natur und Umwelt.