Forschendes Lernen – Lehrende Forschung

Was war das Projekt "FL²"?

Das Projekt FL² Forschendes Lernen – Lehrende Forschung förderte von 2012 bis 2016 im Rahmen des Qualitätspakts Lehre die engere Verzahnung von Forschung und Lehre an der FH Potsdam. "Forschendes Lernen" bedeutet: Lernen durch eigene Forschung. Es erfordert Neugier, Selbstverantwortung und methodisches Vorgehen. Wer forschend studiert, lernt, sich schneller auf Neues einzustellen, mit komplexen Zusammenhängen souverän umzugehen und mit realen Partnern zu kommunizieren und zu kooperieren. "Lehrende Forschung" bedeutet, dass Forschende Studierende von Anfang an in reale Forschungsprojekte einbeziehen und Forschung als Teil ihrer Lehre verstehen. Kernauftrag von FL² war, das Bachelorstudium an der FH Potsdam mit Elementen des Forschens weiterzuentwickeln. Studierende sollen von Anfang an die Möglichkeit erhalten, sich aktiv an Forschung zu beteiligen: von der Problemstellung über die Durchführung bis zur Präsentation der Forschungsergebnisse.

FL² unterstützte die Kompetenzentwicklung der Studierenden, die Weiterqualifizierung der Lehrenden und die Forschungsvorhaben der Hochschule, z.B. durch:

  • die Entwicklung und Durchführung von (interdisziplinären) Lehr-/Lernformaten wie UROP
  • die Beratung von Lehrenden und Studierenden
  • die Entwicklung von Coachings sowie Austauschformaten für Lehrende wie die Veranstaltung "Formen Forschenden Lernens"
  • die Unterstützung der Curriculumsentwicklung in einzelnen Fachbereichen den Aufbau interdisziplinärer Austauschformate für Forschende wie die Kompetenztische
  • die Kooperation mit regionalen Praxispartnern und die Durchführung von Praxisforschungsprojekten u.a. mit dem Amt Gransee
  • die Vernetzung der (inter)nationalen Community, z.B. über die Arbeitsgruppe zum Forschenden Lernen innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik
  • den Transfer von Forschung zu Forschendem Lernen in die Hochschulentwicklung, z.B. über die Initiation des Forschungsprojekts ForschenLernen.

Elemente und Maßnahmen des Projekts FL² werden innerhalb der einzelnen Fachbereiche, durch das Institut für Angewandte Forschung Urbane Zukunft und im neu entstandenen FLEX-Bereich für Studierende und Lehrende weitergeführt.

FL² wurde zentral gesteuert und war zugleich dezentral organisiert: Projektleitung und -verantwortung lagen bei Prof. Dr. Harald Mieg, die zentrale Projektsteuerung erfolgte durch Judith Lehmann. In jedem der fünf Fachbereiche war ein Team für die fachspezifische Umsetzung von Forschendem Lernen und Lehrender Forschung verantwortlich:

FB1 Sozialwesen:
Prof. Dr. Alexandra Schmidt-Wenzel (ab 2013); Katrin Rubel, Ria Reich (ab 2015)
FB2 Architektur und Städtebau:
Prof. Dr. Annegret Burg (ab 2013); Luise Albrecht
FB3 Bauingenieurwesen:
Prof. Dr. Schweibenz, Prof. Dr. Michael Ortgiese (ab 2014); Birgit Jubin
FB4 Design:
Prof. Constanze Langer (ab 2013); Iris Mahnke
FB5 Informationswissenschaften:
Prof. Dr. Günther Neher; Harald Arends

FL² war dem Vizepräsidenten für Forschung & Transfer Prof. Dr. Rainer Funke bzw. Prof. Dr. Michael Ortgiese (ab 2016) unterstellt. Antragsteller war der ehemalige Rektor Prof. Dr. Johannes Vielhaber.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL11040 im Rahmen des Qualitätspakts Lehre gefördert.

Publikation 'Vom Quadrat zum Format. Forschendes Lernen – Lehrende Forschung an der Fachhochschule Potsdam'

Zum Abschluss der Förderung im Rahmen des Qualitätspakt Lehre verfassten Beteiligte aus allen Fachbereichen der Hochschule Texte, die die Bandbreite des Projektes wiedergeben.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)