Familie

„Mit dem erweiterten Familienbegriff sprechen wir im Bereich der Familienförderung nicht mehr nur von der klassischen Mutter-Vater-Kind-Triade sondern schließen alle Personen mit ein, die im privaten Lebensumfeld langfristig Verantwortung für andere Menschen übernehmen. Damit kann sich Familienförderung nicht nur weiter auf Maßnahmen zur Unterstützung von Eltern mit Kindern beschränken, sondern muss auch die Belange von pflegenden Angehörigen, die Aktivierung von Vätern jenseits des „Frauenteilzeitmodells“ oder anderen Personen mit Familienaufgaben mitdenken. Inwieweit die Hochschulen für alle diese Fälle Angebote vorhalten sollten, wird sicher zu diskutieren sein. Unumstritten ist jedoch die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit dieser Frage, um eine klare Aufgaben- und Rollenbeschreibung der Hochschule zu erreichen“.

(Stellungnahme des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) für den Ausschuss für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie und den Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend zum Antrag der Fraktion der CDU – Drucksache 15/675)

Gleichstellungskonzept der FHP

Das Gesamtkonzept der Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eingebettet in die Gleichstellungssatzung der FHP

Aktuelle Forschungserkenntnisse konstatieren, dass neben vielen anderen gesellschaftlichen, sozialisationsbedingten, Geschlechterstereotype bedingenden und fördernden Wirkmechanismen eine zentrale Ursache für die Unterrepräsentanz von Wissenschaftlerinnen darin zu finden ist, dass Frauen nach wie vor stärker von Familienpflichten beansprucht werden, als ihre männlichen Kollegen, insbesondere auch aufgrund des zeitlichen Zusammenfallens von Familiengründung und Karrierebeginn. So hat die FHP Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ihrem Gleichstellungskonzept unter Punkt E den Hauptfokus auf den Ausbau der familienfreundlichen Hochschule gesetzt, der das Rahmenkonzept der FHP zur Vereinbarkeit von Studium/Beruf/Lehre/Forschung und Familie abbildet.

Charta FAMILIE IN DER HOCHSCHULE

Die Fachhochschule Potsdam ist seit 2008 Mitglied im Best Practice-Club FAMILIE IN DER HOCHSCHULE, einem Netzwerk von inzwischen 88 Hochschulen, die die Charta FAMILIE IN DER HOCHSCHULE in den letzten Jahren unterzeichnet haben.

Mit der Unterzeichnung der Charta am 24.06.2014 verfolgt die Fachhochschule Potsdam die Ziele:

∙ Die Fachhochschule Potsdam setzt die Flexibilisierung der Arbeits- und Studienmöglichkeiten um, die den Anforderungen von Familienpflichten gerecht werden.

∙ Die Fachhochschule Potsdam realisiert Familienfreundlichkeit als wesentliche Führungsaufgabe und Teil ihrer Organisationskultur. Im Zuge dessen wird ein/e Familienbeauftragte/r benannt und familienfreundliche Zeiten, Räume und Strukturen werden in allen Entscheidungen mitgedacht.

Sie versteht sich als »Partnerin für´s Leben«. Ihre Angehörigen werden unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Erfahrungen, Lebenswege und Lebensbedingungen individuell gefördert. Die Schaffung der dafür notwendigen Studien- und Arbeitsbedingungen unter Aufhebung baulicher, technischer, kommunikativer und organisatorisch-bürokratischer Hindernisse sieht die Hochschule als ihre Pflicht. (STRUKTUR- UND ENTWICKLUNGSPLAN 2008-2015) 

Die Hochschulen im Land Brandenburg haben durch ihre „ Qualitätsstandards zur Chancengleichheit von Frauen und Männer n an den brandenburgischen Hochschulen“ aus dem Jahr 2010 Maßstäbe gesetzt. In ihrer Weiterentwicklung tragen die vorliegenden „ Qualitätsstandards für Chancengleichheit und Familienorientierung “ den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und dem zunehme nden Stellenwert und der Wertschätzung von Vielfalt Rechnung . Sie orientieren sich an den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie an der von allen acht brandenburgischen Hochschulen unterzeichneten Charta „Familie in der Hochschule“, die sämtliche in unserer Gesellschaft gelebten, vielfältigen Formen von Familie einbezieht. Damit tragen sie auch zur Umsetzung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms für das Land Brande nb urg 2015 - 2019 und des Leitbild es der Landesregierung Brandenburg „ Gleiche Chancen für Frauen und Männer 1 “ bei.

Die Fortschreibung der Gleichstellungsstandards wurde am 10. Juli 2017 von Frau  Dr. Martina Münch (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur) und Frau  Prof. Dr. - Ing. Burghilde Wieneke - Toutaoui (Vorsitzende der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz) unterschrieben.

 

 

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Email: famteam­ (at) fh-potsdam.de