Presseinformation | 15.06.2017

Knut Andreas und Andreas Bienert werden neue Honorarprofessoren im Studiengang Kulturarbeit

Feierliche Bestellung am Mittwoch, 21. Juni 2017, 16 Uhr

Der Präsident der Fachhochschule Potsdam Prof. Dr. Eckehard Binas bestellt am Mittwoch, 21. Juni 2017, um 16 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaften in Anerkennung ihrer langjährigen Lehrtätigkeit Dr. Knut Andreas und Dr. Andreas Bienert zu Honorarprofessoren im Studiengang Kulturarbeit.

„Mit der Bestellung von Knut Andreas verstärkt der Studiengang Kulturarbeit seine Kompetenzen in den Bereichen Musikgeschichte und -management und mit der von Andreas Bienert den Digital Humanities und der Kunstgeschichte. In der Lehre werden nicht zuletzt ihre vielfältigen und profunden praktischen Erfahrungen eine Inspiration für unsere Studierenden sein“, so Prof. Nicola Lepp, Professorin für Kultur und ihre Vermittlung und Leiterin des Studiengangs Kulturarbeit im Fachbereich Stadt I Bau I Kultur.

Dr. Knut Andreas wird für die Lehrbereiche Musikgeschichte und -management bestellt. Der Dirigent und Orchestermanager leitet seit 1998 äußerst erfolgreich das Sinfonieorchester ‚Collegium musicum Potsdam‘. Musikalische Bildung und die kulturelle Verständigung zwischen Brasilien und Deutschland sind Leitmotive seines beruflichen Werdegangs. 2012 zeichnete ihn die Brasilianische Akademie für Literatur und Kunst ‚Paranapuã‘ mit dem Orden für kulturelle Verdienste aus. Knut Andreas lehrte bereits an mehreren Universitäten in Brasilien, seit 2011 im Studiengang Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam. Nach seinem Studium der Musikpädagogik und Germanistik an der Universität Potsdam setzte Knut Andreas seine Ausbildung an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig fort. An der Ludwig-Maximilian-Universität München wurde er 2008 mit einer Arbeit über den Komponisten Paul Graener promoviert.
Über seine Arbeit im Studiengang Kulturarbeit sagt er: „Es ist mir eine große Freude, die Studierenden des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam bereits im fünften Jahre mit dem Wesen eines Sinfonieorchesters als potentielle Arbeitsstätte für KulturarbeiterInnen vertraut zu machen und darüber hinaus in die Geschichte der Musik einzuführen. Als besonders herausfordernd und für die Studierenden wie auch für mich äußerst bereichernd erscheint dabei die Verknüpfung musikwissenschaftlicher Themen mit realitätsnahen Aspekten.“

Dr. Andreas Bienert wird für die Lehrbereiche Kunstgeschichte und Digital Humanities, die die Prozesse der Gewinnung und Vermittlung neuen Wissens unter den Bedingungen einer digitalen Medienwelt untersuchen, bestellt. Aktuell ist er Referent für Dokumentation und Digitale Sammlungen bei den Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz und somit für den digitalen Transformationsprozess der Sammlungsbestände und Ausstellungen zuständig. Andreas Bienert studierte Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft, Literatur und Linguistik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und der Philipps-Universität Marburg, wo er 1992 mit einer viel beachteten Arbeit über „Gefängnis als Bedeutungsträger. Studien zur Geschichte der Strafarchitektur" promoviert wurde. Bevor er zu den Staatlichen Museen Berlin wechselte, war Andreas Bienert u.a. Geschäftsführer des Museumsshops der Landesausstellung ‚Hessen&Thüringen‘ 1992 in Marburg. Andreas Bienert ist seit 1997 als Lehrbeauftragter für den Studiengang Kulturarbeit tätig. Die Vernetzung seiner beiden Lehrfelder erklärt er wie folgt: „Es geht um das Hinterfragen der Praktiken, Konventionen und Rituale, an denen sich unser Handeln in den Kulturapparaten orientiert. Die Strategien des Sammelns, Kuratierens, Kopierens oder Dokumentierens erweisen sich als effizient in ihrer zeitgemäßen Überformung durch den Einsatz technischer und heute vor allem digitaler Medien. Zugleich zeigt sich darin oft überraschend die Kontinuität fundamentaler Kulturtechniken, die die uralte Praxis des Schöninger Speerjägers mit dem digitalen Netznomaden zu verbinden scheint.“

Profil des Studiengangs:
Der Ausbildung im Studiengang liegt ein Verständnis von Kulturarbeit als Gestaltung gesellschaftlicher und ästhetischer Prozesse zugrunde. Er bereitet auf kulturvermittelnde und kulturproduzierende Tätigkeitsfelder im Nonprofit- und Profit-Sektor vor. Im Zentrum steht die Qualifizierung für ein professionelles Kulturmanagement von Institutionen und Projekten sowie die Kulturvermittlung auf der Grundlage eines breiten kulturwissenschaftlich-theoretischen wie betriebswirtschaftlich-praktischen Wissens. Kern der Ausbildung sind die Fachgebiete Kulturwissenschaft und Kulturpolitik, Kulturphilosophie und Ästhetik, Kultur und Vermittlung, Kulturmanagement und Projektarbeit, Medientheorie und -praxis sowie Kommunikation und Präsentation.

Veranstaltungsdaten:
Bestellung von Dr. Knut Andreas und Dr. Andreas Bienert
zu Honorarprofessoren im Studiengang Kulturarbeit
Mittwoch, 21. Juni 2017, 16 Uhr
im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaften Potsdam e.V.
Jakob-von-Gundling-Str. 6, 14469 Potsdam

Kontakt:
Fachhochschule Potsdam
Fachbereich Stadt | Bau | Kultur
Studiengang Kulturarbeit

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