Presseinformation | 30.11.2017

FH Potsdam verleiht Genderpreis

Absolventin der Sozialen Arbeit wurde für ihre Bachelorarbeit über Frauen in Führungspositionen geehrt

Der Genderpreis der FH Potsdam ging in diesem Jahr an Johanna Kiss. Die Absolventin der Sozialen Arbeit wurde für ihre Bachelorarbeit über Frauen in Führungspositionen in Non-Profit-Organisationen ausgezeichnet. Die Verleihung des Preises fand im Rahmen des Tages der Lehre statt, der in diesem Jahr unter dem Motto "Wir bilden Gesellschaft!" stand.

"Es handelt sich um eine in Tiefe und Breite als hervorragend zu bezeichnende Arbeit zu einem Thema, das nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels in Organisationen der Sozialen Arbeit ein gesellschaftlich bedeutendes ist“, so die Laudatorin Prof. Dr. Birgit Wiese, die die Bachelorarbeit als Erstgutachterin betreute. „Ich freue mich deshalb sehr, dass Frau Kiss‘ Arbeit vom Gleichstellungsrat der Fachhochschule Potsdam für den Genderpreis ausgewählt wurde." Inzwischen arbeiten nahezu 3 Millionen Menschen in Deutschland im sogenannten Dritten Sektor, der nicht gewinnorientierte, gemeinnützige Organisationen jenseits von Markt und Staat, umfasst. Dominiert wird dieser vom Sozial- und Gesundheitswesen, in dem mehr nahezu 80 Prozent der Beschäftigten Frauen sind. Der hohe Frauenanteil im operativen Geschäft spiegelt sich jedoch nicht auf der Führungsebene wieder.

Johanna Kiss ging deshalb in ihrer Bachelorarbeit der Frage nach, wie sich der Weg von Frauen in die Führungsebene von Non-Profit-Organisationen gestaltet. Sie wollte wissen, welche karrierehemmenden bzw. karrierefördernden Einflüsse es gibt und inwiefern auch in diesem frauendominierten Sektor geschlechtsspezifische Barrieren existieren. Im theoretischen Teil ihrer Arbeit beschäftigte sie sich neben Wirtschaftsdaten auch mit geschlechtsbezogenen Rollenstereotypen und deren mögliche Auswirkungen auf berufliche Entscheidungen und beruflichen Erfolg. In elf leitfadengestützen Interviews wurden Thesen und theoretische Positionen überprüft und mündeten in konkrete Empfehlungen an Non-Profit-Organisationen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen.

"Johanna Kiss‘ Abschlussarbeit zeugt von viel Sensibilität bezüglich innerer und äußerer Zwänge für Frauen in Führungspositionen", sagt Sandra Cartes, zentrale Gleichstellungsbeauftragte der FH Potsdam. "Die von ihr aufgeworfenen Fragen, inwiefern Zuschreibungen und Sozialisation in Diskriminierung, aber auch in Selbsthemmnis münden können und wie hier entgegenwirkt werden kann, sind auch für uns als Hochschule von Bedeutung.“

Der Genderpreis der FHP wird von der Gleichstellungsbeauftragten gestiftet. Mit dem Gender-Preis werden Abschlussarbeiten und herausragende Projekte gewürdigt, die einen deutlichen Bezug zu Genderthemen aufweisen; eine besondere wissenschaftliche bzw. künstlerische Leistung nachweisen; auf ein wichtiges gesellschaftliches Problem Bezug nehmen und dabei Originalität, Kreativität und Innovation zeigen. Der Preis ist mit 250 € dotiert.

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