Kulturarbeit | 03.12.2015

Der Studentenclub "Casino" der FH Potsdam schließt für ein Jahr und geht solange ins Exil

Am 7. Dezember 2015 beginnen die Baumaßnahmen für das von Studierenden entwickelte temporäre Übergangsprojekt "CasinOtopia".

Ab März 2016 muss das beliebte Casino auf dem Campus der FH Potsdam im Zuge von Sanierungsarbeiten für mindestens ein Jahr geschlossen werden. Um den Betrieb des Studierendenclubs auch für diesen Zeitraum zu ermöglichen, organisieren vier Kulturarbeit-Studierende im Rahmen einer dreisemestrigen Projektwerkstatt das temporäres Gebäude "CasinOtopia".

Ausgehend von zwei recycelten Containern wird durch eine auskragende Holzkonstruktion eine Bar mit gemütlichem, etwa 35 m² großem Aufenthaltsraum entstehen. Die Außenwände, überwiegend aus Fenstertüren bestehend, schaffen eine helle Atmosphäre und können im Sommer fast vollständig geöffnet werden. Für die kalte Jahreszeit wird der Raum bestmöglich isoliert und beheizbar.

Außen führt eine breite Sitztreppe zu einer sonnigen Dachterrasse. Die Fassade wird mit Kletternutzpflanzen wie Hopfen und Bohnen begrünt. 

Seit seinen Anfängen durch eine Besetzung in den 90ern entstand mit dem Casino durch viel Herzblut und freiwillige Arbeit der wichtigste Ort für Kultur und Kommunikation auf dem Campus. Immer nach dem Motto: „Von Studis - für Studis“. Daran wollen die Initiatoren von "CasinOtopia" anknüpfen. Das CasinOtopia soll als "Casino im Exil" den notwendigen Raum für eine lebendige Campuskultur schaffen und darüber hinaus vielfältige Perspektiven bieten für neue Projekte, wie den ebenfalls für das kommende Sommersemester geplanten Campus-Gemeinschaftsgarten.

Die Realisierung steht dabei ganz im Sinne der über zwanzigjährigen Geschichte durchweg im Zeichen studentischer Selbstorganisation. Gestaltung und Bau liegen unter fachlicher Anleitung in der Hand der Studierendenschaft.

Der finanzielle Bedarf von knapp 40.000 Euro, größtenteils für Material- und Honorarkosten, wird vor allem durch die Hochschulleitung (20.000 Euro) sowie durch die Studierendenschaft der FH, dem AStA (13.000 Euro) getragen. Pro Potsdam unterstützt das Projekt mit 500 Euro. Die Projektgruppe hat weitere Förderer angesprochen, insbesondere Unternehmen, die dem Bau mit Materialspenden entgegenkommt.

Kontakt: Yvonne Dera: yvonne.dera@fh-potsdam.de

Weitere Informationen zu CasinOtopia finden Sie hier  (PDF)