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LexHub: Kostenlose Unterstützung bei Rechtsfragen für Start-ups

Aktenordner auf Tisch mit Brille und Bürozubehör

Die digitale Plattform LexHub bietet rechtliche Unterstützung für Start-ups. Die Software ist nicht nur anwendungsfreundlich, sondern auch kostenlos für ressourcenschwache Gründer*innen.

Dürfen wir vorstellen – unsere neueste Kooperation: LexHub ist ein digitales Angebot, welches Unternehmen bei rechtlichen Fragen unterstützt. Mittels Software können so mit wenigen Klicks Verträge erstellt und bearbeitet oder rechtlicher Rat eingeholt werden. Was wir besonders fair finden: Als junges Gründungsteam unterstützt LexHub Firmen jeder Größe mit verschieden Servicepaketen und Preisen, möchte aber besonders diejenigen Unternehmen entlasten, die noch nicht über die nötigen Ressourcen für Rechtsberatung verfügen. Daher bietet LexHub ein kostenloses Start-Paket für early-stage-Gründende, um sie in ihrem Wachstum zu bestärken. Im Interview erzählt uns Marten Pieper, CEO von LexHub, mehr über Hintergründe und Mission:

Wie kam es zu der Gründungsidee?

"Da unser gesamtes Gründungsteam einen Hintergrund im Bereich Start-ups und/oder Rechtsberatung hat, kannten wir die Probleme aus eigener Erfahrung. Trotzdem basiert das jetzige LexHub-Modell auf einen Prozess, in dem wir circa 100 Gespräche bzw. Interviews mit Gründer*innen, HR-Mitarbeiter*innen und Anwält*innen geführt haben. Dadurch wurde uns bewusst, dass es in Start-ups viele Anwender*innen gibt, die zusätzlich zu ihren Kernaufgaben rechtliche Herausforderungen lösen müssen.

Die Gründer*innen müssen sich beispielsweise mit Gesellschaftsrecht für Gründung und Investments, DSGVO für ihre Webseite und Arbeitsrecht für die Einstellung von Mitarbeiter*innen auseinandersetzen. Darin haben sie meist aber keine Vorkenntnisse, sodass Wahl und Umsetzung der richtigen Lösung schwerfallen. Entweder sie machen sich alleine auf die Suche nach Antworten, beispielsweise via Google, oder sie suchen Anwält*innen auf. Während die Do-it-yourself-Variante riskant, nervenaufreibend und zeitaufwendig ist, stellt sich schon die Wahl der richtigen Rechtsberatung problematisch dar. Häufig ist die Zusammenarbeit intransparent und schwer nachvollziehbar."

Welche Unterstützung hattet ihr bei der Gründung?

"Bei der Gründung haben wir viel Unterstützung von verschiedenen Seiten bekommen. So haben wir im Juli 2021 das Berlin Start-up-Stipendium über den Start-up Incubator Berlin bekommen und hatten für 6 Monate sowohl Coaching, ein Netzwerk und einen Arbeitsplatz in einem Co-Working-Büro. Zusätzlich haben uns Mentoren aus unserem Netzwerk mit Rat und Tat unterstützt. Die Unterstützung hat vor allem in den anstrengenden oder ernüchternden Zeiten geholfen, durchzuhalten."

Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zur Gründung?

"Da wir die Idee für LexHub nicht auf Anhieb hatten, hat es circa 4 Monate von Start bis zur Gründung gedauert. Da wir dadurch schon viele Kontakte zu Start-ups aufgebaut hatten, konnten wir dann schnell die ersten Projekte umsetzen, weshalb wir jedem Gründerteam raten, mit ihrer Idee nicht zu lange im Geheimen ("Stealth") zu bleiben, sondern immer in Kontakt mit potenziellen Nutzern zu sein."

Welche Hürden gab es?

"Die größten Hürden für uns waren regulatorisch, da der Rechtsmarkt nach wie vor sehr konservativ ist. Zum Glück haben uns auch hier erfahrene Partner*innen, insbesondere Anwält*innen, unterstützt."

Wer sind eure Kund*innen?

"Unsere Zielgruppe sind Start-ups und KMU, die sich mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert bzw. überfordert sehen. Die Anwender*innen in den Start-ups sind aktuell vor allem die Gründer*innen, die sich um Themen wie Gesellschaftsgründung, Einstellung von Mitarbeiter*innen und DSGVO für ihre Webseite auseinandersetzen müssen. Mit dem Wachstum entwickeln sich die rechtlichen Themen der Unternehmen stärker in Richtung Finanzierung und Mitarbeiterbeteiligungen weiter, wofür wir aktuell Lösungen entwickeln. Die zweite Anwendergruppe für LexHub bei wachsenden Start-ups sind HR-Mitarbeiter*innen, die Beschäftigte einstellen und verwalten wollen."

Wie (einfach) funktioniert LexHub?

"LexHub ist eine digitale Plattform, die über jeden Browser genutzt werden kann. Nach dem Login kann sofort losgelegt werden, um z. B. einen neuen Vertrag aus unserer Datenbank zu erstellen. Bei der Vertragserstellung wie einem Arbeitsvertrag bekommt man schrittweise Fragen gestellt. Anhand der Antworten wird der Vertrag auf die Anforderungen angepasst und ist sofort als Word oder PDF downloadbar. Zusätzlich kann der Vertrag für die Unterzeichnung per e-Signatur digital versendet werden. Bei Fragen oder Anpassungswünschen ist es möglich, eine*n Anwält*in über unsere Plattform hinzuziehen.

Für häufige Rechtsthemen in Start-ups wie Markenanmeldung haben wir Beratungspakete definiert. Bei den Paketen ist der Vorteil, dass Leistungsumfang und Preis komplett transparent sind, was Start-ups immens bei der Entscheidung und Planung hilft. Wir nutzen ein Software-as-a-Service-Modell für den Plattformzugang, d. h. die Nutzer zahlen monatlich. Allerdings stellen wir die Basis Version kostenlos zur Verfügung, da es Teil unserer Mission ist, jungen Gründerteams unkompliziert die rechtlichen Grundlagen zu ermöglichen. Unsere zahlenden Nutzer sind daher Start-ups, die schon etwas größer sind und zusätzliche Features und Inhalte nutzen möchten."