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Pressemitteilung

Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg: Aktueller Stand & Perspektiven

Im Sommer 2019 wurde die Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg der Öffentlichkeit präsentiert. Das Thema ist von großem hochschulpolitischem Interesse und wurde in einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Titel „Die Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg – Aktueller Stand & Perspektiven“ von Prof. Dr. jur. Ellen Euler, Professorin für Open Access / Open Data am Fachbereich Informationswissenschaften der FH Potsdam vorgestellt. Interessierte, Forschende und Studierende waren dazu eingeladen, gemeinsam zu diskutieren, was konkrete Maßnahmen – insbesondere an der FHP – sein können.

Die Open-Access-Strategie der Landes Brandenburg entwirft Perspektiven für einen ungehinderten digitalen Informationsfluss – innerhalb von Wissenschaft und Forschung und in alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche hinein. Sie stellt den freien Zugang zu wissenschaftlichen Beiträgen in öffentlich geförderten und finanzierten Wissenschaftseinrichtungen sicher. Unter der Federführung von Prof. Dr. Euler wurde die Strategie in einem partizipativen Prozess mit einem breiten Netzwerk sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) erarbeitet.

Prof. Dr. Karin Schwarz, Dekanin des Fachbereichs Informationswissenschaften: „Wir befinden uns in einem tiefgreifenden Transformationsprozess aller Wissens- und Forschungsgenerierungsprozesse. Um die darin liegenden Potentiale für das Gemeinwohl und die Lösung drängender Zukunftsfragen zu nutzen, erforscht und entwickelt die FHP digitale Informations- und Forschungsinfrastrukturen. Hier setzen wir auf kooperative Ansätze, die Entwicklung digitaler Kompetenzen und das Prinzip Offenheit. Die an der FHP maßgeblich mitentwickelte und in der Umsetzung begleitete Open-Access-Strategie Brandenburg leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Die Handlungsvorgaben aus dem Strategiepapier helfen dabei, unseren Forschenden Leitprinzipien für ihr forschendes Arbeiten an die Hand zu geben.“

Die Landesregierung selbst unterstützt Open Access durch den Aufbau einer Vernetzungs- und Kompetenzstelle (VuK), die Wissenschaftler*innen und Einrichtungen berät und begleitet. Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Manja Schüle, hat seit ihrem Amtsantritt bereits mehrfach bekräftigt, wie wichtig ihr die weitere Arbeit an Open Access ist, die im aktuellen Koalitionsvertrag unter dem Abschnitt Wissenschaft berücksichtigt ist.

In der Strategie sind unterschiedliche Maßnahmen des Landes angekündigt, um Wissenschaftler*innen dabei zu unterstützen, im Open Access zu publizieren. Die Hochschulen und Hochschulbibliotheken sollen hieran aktiv mitwirken.

Prof. Dr. jur. Ellen Euler, LL.M., lehrt seit dem Sommersemester 2017 an der Fachhochschule Potsdam im Studiengang Bibliothekswissenschaften mit dem Schwerpunkt Open Access / Open Data. Davor begleitete sie von 2011 bis 2017 als Leiterin der Geschäftsstelle und als stellvertretende Geschäftsführerin den Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek. Sie spezialisierte sich früh auf Fragen des Informationsrechts und hat eine Zusatzausbildung im Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (Münster), sowie einen Master of Laws (LL.M.) im IT-Recht und Recht des geistigen Eigentums (Hannover/Bologna) abgeschlossen.

Prof. Dr. Ellen Euler promovierte zum Thema „Das Kulturelle Gedächtnis und sein Recht“ an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Als National Project Lead von Creative Commons war sie zuständig für die deutsche Adaptierung der CC-Lizenzen in Version 1.0. In Fortführung ihrer Aktivitäten zu freien Lizenzen und standardisierten Angaben zum Rechtsstatus, ist sie aktuell Mitglied in der International Rights Statements Working Group und arbeitet an der Weiterentwicklung der Rights Statements, deren Übersetzung ins Deutsche sie koordiniert hat.

Sie besitzt eine Zusatzausbildung zum Public Affairs Manager (Quadriga Hochschule Berlin) und wirkt in zahlreichen Stellungnahmen und Publikationen auf bessere rechtliche Rahmenbedingungen für den Wissenschafts- und Kulturbereich bei der Vermittlung von Kultur und Wissen online hin, nicht nur auf nationaler, sondern als Mitglieder der Copyright Working Group der Europeana auch auf europäischer Ebene.

Zuletzt hat sie im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg den Prozess für die Ausgestaltung der Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg koordiniert, die am 08.08.2019 veröffentlicht wurde. Sie publiziert seit Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere im Open Access, so dass alle Publikationen im Volltext weltweit zugänglich und nutzbar sind.