TESTS, QUIZ, ONLINE-PRÜFUNGEN
Online-Tests oder Online-Quiz können als interaktives Element begleitend zur Lehrveranstaltung genutzt werden, z.B. als reine Selbsttests (ohne Bewertung) für die Studierenden. Bereits wenige Quizfragen zu umfangreichen Vorlesungen lockern die Inhalte auf und erhöhen die Motivation und Konzentration auf wesentliche Inhalte.
Mit Online-Tests in Form einer Probeklausur werden Studierende auf Abschlussprüfungen vorbereitet. Außerdem können Studierende selbst sich Aufgaben zur Lehrveranstaltung überlegen und dann gemeinsam mit den Lehrenden einen Tests entwickeln.
Erfahrungen mit online-gestützten Quizfragen begleitend zur Vorlesung hat der Fachbereich Bauingenieurwesen gesammelt. In rechenintensiven Fächern konnten mit Hilfe des Moodle Formel-Editors mathematische Formeln und Berechnungen in Quizfragen umgesetzt werden.
Didaktisch dienten die Quizfragen in der Vorlesung Wasserbau I/II (2009/2010) der eigenständigen Wissensüberprüfung für die Studierenden (siehe Bild rechts). Sie konnten beliebig viele Bearbeitungsversuche unternehmen und ihren eigenen Lernerfolg verfolgen. Die Antworten wurden nicht im Rahmen des Leistungsnachweises bewertet. In der Vorlesung Baustoffe I (Wintersemester 2009/10) konnten Übungsaufgaben in Form eines Online-Selbsttests von den Studierenden zur Klausurvorbereitungin Moodle bearbeitet werden.
Im Fach Allgemeines Verwaltungsrecht für die soziale Praxis des Bachelor-Präsenzstudiengangs Soziale Arbeit wurde im Wintersemester 2009/10 eine Probeklausur als Online-Klausur für die Studierenden angeboten. Studierende erhielten auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, die Probeklausur online im PC-Pool, online an ihrem eigenen Laptop oder offline auf Papier zu schreiben.
Die Durchführung der Online-Klausur gestaltete sich als logistische Herausforderung, da für die rund 75 angemeldeten Studierenden entsprechende PC-Pools bereitstehen mussten. Zwei PC-Pools vom Fachbereich Sozialwesen und ein PC-Pool des Fachbereichs Informationswissenschaften reichten nicht aus. Studierende konnten auch mit ihrem eigenen Laptop an der Klausur teilnehmen. Insgesamt verteilten sie sich auf vier Räume, mit jeweils eigenem Aufsichtspersonal.
Da es sich inhaltlich bei der Klausur um eine Fallbearbeitung handelte, war den Studierenden die Nutzung sämtlicher Materialen gestattet. Auch die Möglichkeit während der Klausur im Internet zu recherchieren, wurde toleriert. Beschränkungen gab es bei jeglicher Art der Kommunikation, die weder analog noch digital während der Klausur erlaubt war. Um den Studierenden die Möglichkeit freier Notizen zu geben und den Aufgabentext allen gleich darzubieten, wurden die Fallbeschreibung und die Aufgaben an alle Studierenden auf Papier ausgegeben. Per Unterschrift bestätigten sie, dass sie die Arbeit ohne fremde Unterstützung geschrieben hatten. Während der Klausur wurde stichprobenartig die Identität durch die Vorlage eines formalen Dokuments, z. B. Personalausweis kontrolliert. Darüber hinaus wurde von der Projektmitarbeiterin des Projekts eCampus eine Evaluation durchgeführt.
Natürlich war das Projektteam und die Dozentin bemüht, die beiden Klausurvarianten (Online-Klausur und Papier-Klausur) und die Rahmenbedingungen für alle drei Gruppen (im PC-Pool, mit eigenem Laptop, handschriftlich) möglichst gleich zu halten. Erfreulicherweise ist dies gelungen, denn die Vergabe der Punkte und der Klausurnoten unterscheiden sich nicht zwischen den einzelnen Gruppen. D.h. die Klausurart, für die sich ein/e Studierende/r entschieden hat, wirkte sich nicht auf die erreichte Leistung in der Klausur aus.
Insgesamt nannten Studierende als wesentliche Vorteile der Online-Klausur die Editierbarkeit des Textes, die bessere Lesbarkeit und die schnellere Bearbeitungsmöglichkeit. Relevante Nachteile waren für sie die Sorge über mögliche technische Probleme, Lärm, z.B. Tastaturgeräusche, häufiges Abspeichern bzw. Speicherpausen und eine geringere Bearbeitungsgeschwindigkeit bei Ungeübtheit im Umgang mit dem Computer.
letzte Änderung: 24.01.2011 ›Webmaster ›Impressum ›Druckversion

