Vergünstigungen

Arbeitslosengeld II / Sozialgeld

Bei Beantragung eines Urlaubssemesters wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Erziehung eines Kindes, besteht kein Anspruch mehr auf BAföG. Sofern eine Hilfebedürftigkeit festgestellt wird, besteht jedoch ein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt über das Arbeitslosengeld ll.
Ein weiterer Grund für Anspruch auf Arbeitslosengeld ll, ist ein Teilzeitstudium. Jedoch soll dies hier nur die Zeit überbrücken, bis eine Arbeitsstelle gefunden wurde. Anders ist es bei einem Teilzeitstudium mit Anwesenheitspflicht, da es hier schwerer sein kann,erwerbstätig zu sein.

Anspruch auf einen Mehrbedarfszuschlag haben folgende Personen:

  • Schwangere nach der zwölften Schwangerschaftswoche
  • Alleinerziehende mit Kindern
  • Schwerkranke 

Familienangehörige von Studierenden haben einen Anspruch auf Sozialgeld, wenn sie nicht erwerbsfähig sind. Für Kinder steigt dieser Betrag mit dem Alter.

Weitere Infos

Einmalige Hilfe

Bei folgenden Situationen können die Kosten von Behörden übernommen werden:

  • Erstausstattung der Wohnung
  • Babyausstattung
  • mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen

Elternunabhängige Förderung

Es gibt drei Situationen in denen das Einkommen der Eltern beim BAföG-Antrag nicht berücksichtigt wird:

  • Studierende, die nach einer Berufsausbildung mindestens drei Jahre erwerbstätig waren und bei denen Ausbildung und Erwerbstätigkeit zusammengerechnet mindestens sechs Jahre beträgt. Die Erwerbstätigkeit muss mit einem bestimmten Mindesteinkommen verbunden sein.
  • Studierende, die nach dem 18. Geburtstag mindestens fünf Jahre erwerbstätig waren und ein bestimtes Mindesteinkommen erzielt haben.
  • Studierende, die das Studium nach dem 30. Geburtstag beginnen und noch förderungsfähig sind.

Weitere Infos

Girokonto

Die meisten Konten für Studierende sind kostenlos. Darüber hinaus wird bei vielen Anbietern eine kostenlose EC-Karte angeboten. In der Regel ist es ausreichend, jedes Semester eine gültige Studienbescheinigung als Nachweis einzureichen.
Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Angebote der einzelnen Anbieter zu vergleichen und somit jährlich viel Geld zu sparen.

Kindergeld

Kindergeld zählt im BAföG nicht als Einkommen und wird bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt.
Das Kindergeld wird in der Regel den Eltern gezahlt. Der Studierende kann jedoch auch verlangen, dass der Kindergeldanspruch auf ihn übergeleitet wird, wenn von keiner Seite Ausbildungsunterhalt gezahlt wird.
Sofern Auszubildende eigene Einnahmen erzielen (und hierzu zählt auch BAföG in Höhe des Zuschussteils), ist die Einkommenshöchstgrenze von 7.680 Euro brutto für den Bezug des Kindergeldes zu beachten. Vom Einkommen werden Werbungskosten und weitere Vorsorgeaufwendungen/Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Bei einem BAföG-Anspruch von 530 Euro im Monat und studentischen Nebeneinkünften aus einem Minijob von monatlich 400 Euro, bleibt der Kindergeldanspruch erhalten.

Weitere Infos

Rundfunkbeitrag

Folgende Studierende haben die Möglichkeit, sich vom Rundfunkbeitrag befreien zu lassen:

  • Studierende, die nach dem Ausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gefördert werden und nicht bei den Eltern wohnen. Bei der Beantragung muss eine beglaubigte Kopie des BAföG- Bescheides beiliegen. Diese erhält man gegen eine Gebühr von 2,00 € beim Studentenwerk im Sekretariat des BAföG-Amts.
  • Sofern kein BAföG bezogen wird, können Studierende eine Befreiung oder Beitragsermäßigung beantragen, wenn sie in größerem Umfang behindert sind.

Weitere Informationen

Wohngeld

Es gilt: Wer BAföG-berechtigt ist, bekommt kein Wohngeld. Das gilt auch, wenn man keines bekommt, weil das Einkommen der Eltern zu hoch ist. 
Anders ist es, wenn ein Grundanspruch nicht (mehr) besteht. Das ist u.a. der Fall, wenn BAföG aufgrund des fehlenden positiven Leistungsnachweises, der überschrittenen Altersgrenze, eines Teilzeitstudiums, nach dem Ende der Förderungshöchstdauer oder auch aufgrund eines nicht gerechtfertigten Fachrichtungswechsels dem Grunde nach abgelehnt wurde. Auch wenn BAföG lediglich nach einem Fachrichtungswechsel oder im Rahmen der Studienabschlusshilfe als verzinsliches Bankdarlehen gewährt wird, kann ab dem 01.01.2009 ein Wohngeldanspruch bestehen und sich der Gang zum Wohngeldamt auszahlen.

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Verbraucherzentrale Brandenburg

Verbraucherzentrale Potsdam

Die Kosten während des Studiums hängen von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Neben der Miete belasten auch Kredite, Versicherungen und allgemeine Lebenshaltungskosten den Geldbeutel von Studentinnen und Studenten. Die Verbraucherzentrale Potsdam bietet zu diesen Themen ein vielfältiges Beratungsangebot, das für Studierende der FH Potsdam kostenlos ist:

  • Beratung zu Studien- und Lebenskosten
  • Beratung zu Finanz- und Versicherungsthemen (auch Studienkredite)
  • Beratung zu allgemeinen Verbraucherfragen (vom Fitnessvertrag bis zu den Rundfunkgebühren) 
  • Energiesparberatung
  • Beratung rund um Telefon- und Internetdienste

Um Anmeldung wird gebeten.