Berufsbild

In der Informations- und Wissensgesellschaft haben Dokumentar_innen als Information Professionals eine zentrale Funktion. In dem Maße, wie Information und Wissen in den Unternehmen strategische Bedeutung gewinnen, werden Informationsspezialisten und -spezialistinnen benötigt, die Informationspotenziale innerhalb und außerhalb des Unternehmens identifizieren, strukturieren und für die Nutzung aufbereiten.

Aufbauend auf der im Studium erworbenen fachwissenschaftlichen Kompetenz ist es die Aufgabe Wissenschaftlicher Dokumentarinnen und Dokumentare, Informationssysteme zu konzipieren, zu gestalten und zu organisieren, Informationen zu filtern, aufzubereiten und bedarfsgerecht zu vermitteln.

Wissenschaftliche Dokumentar_innen wirken damit an der Schnittstelle zwischen moderner Technik und Nutzerbedarf. Dies impliziert eine Vielfalt von Kenntnissen und möglichen Tätigkeitsbereichen:

  • Sie ermitteln den Informationsbedarf, analysieren Informationsdefizite, kennen den internationalen Informationsmarkt und beherrschen Retrievaltechniken. Sie besitzen die notwendigen Fachkenntnisse, um die Relevanz von Informationen zu beurteilen und deren Qualität zu bewerten.
  • Sie beherrschen die Methoden der Erschließung von Information, entwickeln, nutzen und pflegen Dokumentationssprachen und verstehen, mit unterschiedlichen Informationsmedien umzugehen.
  • Sie entwerfen Informationsstrukturen und beherrschen internationale Qualitätsstandards. Sie beobachten die Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechniken und wissen deren Bedeutung für den eigenen Tätigkeitsbereich einzuschätzen.
  • Sie analysieren Informationsprozesse, konzipieren Informationsprodukte, bemessen die Qualität und den Wert der Informationsarbeit und optimieren diese im Sinne einer bestmöglichen Versorgung des Kunden.