Profil

Kommunikationsdesign macht aus Information mittels Gestaltung Kommunikation. Und das Ganze multimedial. Mit viel Weitsicht wurde der Studiengang Kommunikationsdesign Anfang der 1990er-Jahre als erster der heute drei Designstudiengänge thematisch äußerst breit angelegt und verfolgt ein generalistisches, universelles Ausbildungsziel, das in seinem Verlauf individuelle Vertiefung zulässt. Der Studiengang versteht sich zwar als fachlich eigenständiges Gebiet, ist aber – dem realen Berufsbild entsprechend – nicht mehr klar abzugrenzen, weshalb wir im Gesamtkonzept des Fachbereichs die starke Durchdringung der drei Designstudiengänge suchen.

Konzeptionell kann das Kommunikationsdesign-Studium (BA) in zwei Phasen unterteilt werden, die sich in den beiden Studienabschnitten widerspiegeln.

  • Grundlagen und Orientierung
  • Fokussierung und Vertiefung

Grundlagen und Orientierung

Der Studiengang Kommunikationsdesign stützt sich im ersten Studienabschnitt auf die Vermittlung gemeinsamer gestalterischer Grundlagen, zusammen mit Studierenden aus dem Interface- und Produktdesign. Ebenfalls gemeinsam werden theore- tische Grundlagen im Design vermittelt. Diese im Rahmen des Wettbewerbs „Exzellente Lehre“ der gemeinsamen Initiative der Kultusministerkonferenz und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft „preisgekrönte“ Form der Transdisziplinarität sorgt für erweiterte Perspektiven und ein weit generalistischeres Verständnis und Repertoire, als es ein Studiengang allein erzeugen könnte. Individuelle und „explorativ“ geprägte Fachorientie- rung findet in den Lehrveranstaltungen des Moduls „Fachorientierung“ statt – bis zu 50 % des Moduls können in den anderen Designstudiengängen erbracht werden. Die Belegung der Werkstattkurse erfolgt naturgemäß stärker fachbezogen, wiewohl wir dies nicht reglementieren. Mit zusätzlichen Kleinprojekten sind die Studierenden für den stark projektorientierten zweiten Stu- dienabschnitt qualifiziert; sie haben eine grundsätzliche handwerkliche, fachliche und wissenschaftliche Orientierung erfahren und können in Zukunft gestalterisch „handeln“.

Fokussierung und Vertiefung

Diese Handlungsfähigkeit wird im stark praxisorientierten zweiten Studienabschnitt ausgebaut. Die Entwurfs-Projekte finden oft in Kooperationen mit Partnern aus Wirtschaft, Behörden oder Institutionen statt, widmen sich transdisziplinären Aufgabenstellungen oder besitzen einen – gegenüber den Fachvertiefungen – erhöhten wissenschaftlichen Anteil. Das Ganze wird unter anderem flankiert von studiengangsübergreifenden Theorieveranstaltungen und einem sechs-monatigen Fachpraktikum, das in das Studium integriert ist. Gerade der zweite Studienabschnitt ermöglicht den Studierenden eine fachliche Fokussierung nach eigener Façon, sei es mit dem Ziel einer Universalität, oder aber mit einer Spezialisierung „auf den Punkt“. Erfahrungsgemäß ist es irgendetwas dazwischen.

Ziel des Studiums ist letztlich der Aufbau eines soliden Fachwissens und eines strategischen Einschätzungsvermögens einer kommunikativ gestalterischen Aufgabenstellung, die Ausprägung methodischer (Entwurfs-)Kompetenz nebst gestalterischer Handlungs- und Ausdrucksfähigkeit sowie die Entwicklung eines qualitativen Entscheidungsvermögens und kommunikativer Vermittlungskompetenz – gepaart mit einem ethisch-gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein.