2009
Medieninformation #91 vom Montag, 19.10.2009
Die Fachhochschule Potsdam überzeugte im Finale des Wettbewerbs "Exzellenz in der Lehre" die Gutachterkommission des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und kann sich jetzt mit drei weiteren Fachhochschulen und sechs Universitäten über eine dreijährige Förderung freuen. Kernstück des Antrags der Fachhochschule Potsdam ist die "InterFlex - Förderung von Interdisziplinarität und Flexibilität zur Integration von Forschung, Wissens- und Technologietransfer in die grundständige Lehre". Geplant sind unter anderem eine Sommerakademie für forschungsinteressierte Bachelorstudierende, die Einrichtung eines interdisziplinären Studientages, der Studierende verschiedener Studiengänge zusammenführt, um so die Methoden und Handlungsansätze der unterschiedlichen Fachdisziplinen kennen und anwenden zu lernen sowie die verstärkte Integration von Projekten in den Studienalltag. Ziel ist es, dadurch das kritische, kreative und problemorientierte Denken und Entscheiden der Studierenden zu fördern, damit sie in der Wissensgesellschaft bestehen können.
"Letztlich profitieren alle davon, sowohl die Studierenden wie die Lehrenden, und die Hochschule wird für Partner attraktiver", so Prof. Dr. Johannes Vielhaber, Rektor der Fachhochschule Potsdam. Er präsentierte den Antrag – gemeinsam mit den Studierenden Sarah Hutt und Felix Barthel, dem Prorektor für Qualitätsentwicklung und -management, Andreas Klose, und dem Senator Prof. Dr. Frank Heidmann – am vergangenen Montag in Berlin öffentlich vor einer hochrangig besetzten Jury. "Der Antrag bestätigt unsere eingeschlagene Entwicklungsstrategie, die wir im Struktur- und Entwicklungsplan mit einhelliger Unterstützung der Hochschulgremien festgelegt haben. Die Auszeichnung ist aber auch eine Bestätigung für die Wissenschaftspolitik des Landes Brandenburg, die Forschung auch als Aufgabe der Fachhochschulen ansieht und Forschungsprofessuren geschaffen hat, die sich bei reduziertem Lehrdeputat verstärkt der anwendungsorientierten Forschung zuwenden können."
Dass Forschung die Qualität der Lehre deutlich verbessert, steht für den Rektor der FHP dabei außer Frage. Um forschendes Lernen möglich zu machen, bedarf es aber auch mehr Flexibilität in der Studienorganisation, auch dafür sollen jetzt durch Überarbeitung der Studien- und Prüfungsordnungen die Voraussetzungen geschaffen werden. "Die Auszeichnung verleiht den Veränderungsprozessen eine neue Dynamik. Wir können jetzt noch deutlich schneller vorgehen, als geplant", freut sich der Rektor und fügt hinzu: "Der Erfolg ist aber auch eine Bestätigung der bisherigen guten Lehre an der FHP. Eine so positive externe Bewertung beglückt uns natürlich." Denn: Neben
a) Originalität und das Innovationspotenzial der Konzeption,
b) Akzeptanz der Planung bei Lehrenden und Studierenden,
c) Realisierbarkeit sowie
d) Nachhaltigkeit der Konzeption und deren Übertragbarkeit auf andere Hochschulen
waren wichtige Beurteilungskriterien die bisherige Qualität und Qualitätsentwicklung der Lehre in verschiedenen akademischen Disziplinen.
"Wunderbar ist, dass auch der Antrag der Universität Potsdam erfolgreich ist. Gemeinsame Freude ist doppelte Freude!".
letzte Änderung: 06.09.2010 ›Kerstin Riess ›Impressum ›Druckversion
